Harry Potter und die Kammer des Schreckens (DVD) Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von BjoernS

Harry, 20 Jugendliche und ich ...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Am vergangenen Freitag war ich mit einer Gruppe von 20 Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren im Kino. Ausgesucht hatten wir uns den Film „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“, die Verfilmung des zweiten Harry-Potter-Buches. Wie es uns ergangen ist, lest ihr jetzt :-)


Allgemeines

Der Film Harry Potter und die Kammer des Schreckens ist der zweite Film der Harry-Potter-Reihe. Die Bücher sind ein Welterfolg und wurden von Joanne K. Rowling verfasst. Der Film läuft seit dem 14. November 2002 in den deutschen Kinos und hat eine Altersfreigabe von 6 Jahren.

Die wichtigsten Schauspieler:
Daniel Radcliffe –> Harry Potter
Rupert Grint -> Ron Weasley
Emma Watson -> Hermine Granger
Professor Dumbledore -> Richard Harris


Handlung

Kurz vor Beginn des zweiten Schuljahres an der Hogwarts-Schule für Zauberei wird Harry Potter vom Hauself Dobby gewarnt. Er soll nicht in die Schule gehen. Auch Harry’s Onkel möchte dies verhindern und sperrt Harry in seinem Zimmer ein – doch Harry’s Freunde befreien ihn mit Hilfe ihres fliegenden Autos. Dieses Auto nutzen Harry und Ron dann auch dazu, um nach Hogwarts zu kommen, denn unglücklicherweise gelingt es denn beiden nicht, das Bahngleis 9 3/4 mit dem Schulexpress zu erreichen.

In Hogwarts selber geschehen seltsame Dinge. Der Schriftzug „Die Kammer des Schreckens ist geöffnet – Feinde des Erben nehmt Euch in Acht“ versetzt – zusammen mit der versteinerten Katze des Hausmeisters – die Schule in Angst und Schrecken. Unglücklicherweise kommt während eines Duells heraus, dass Harry Parsel sprechen kann – die Stimme der Schlangen. Liegt es daran, dass nur er die Stimme in den Wänden von Hogwarts hören kann?

Als nach und nach mehrere Personen versteinert werden, glauben immer mehr Schüler und Lehrer, dass Harry hinter der Sache steckt. Die Angst wird größer und die Schule steht kurz vor ihrer Schließung. Harry versucht – zusammen mit seinen Freunden Ron und Hermine - das Rätsel zu lösen ...

... ob es ihm gelingt und was hinter der Kammer des Schreckens eigentlich wirklich steckt, dass solltet ihr selber herausfinden :-)


Meine Meinung

Der Film ist nicht schlecht, nein, man kann ihn sich durchaus ansehen. Die schauspielerischen Leistungen gefallen, die Musik betont die Handlung – nur mit der Altersfreigabe von 6 Jahren bin ich überhaupt nicht einverstanden. Im Film selber gibt es eine Vielzahl an Szenen, die für Kinder in diesem Alter nicht geeignet sind – am meisten merkt man dies bei der Spinnenszene im Wald und beim Finalen Kampf in der Kammer des Schreckens. Aber auch andere – meist kleinere Detailszenen – machen nicht unbedingt den besten Eindruck. In meinen Augen sollten Kinder unter 10 Jahren diesen Film überhaupt nicht sehen – und Kinder unter 12 Jahren auf jeden Fall nur in Begleitung eines Erwachsenen.

Die Story selber ist leidlich durchsichtig – vor allem wenn man das Buch kennt, weiß man ziemlich genau, was als nächstes passieren wird. Dies liegt letztendlich auch daran, dass die Buchvorlage sehr detailgetreu nachgebildet worden ist und keine wichtige Passage des Buches fehlt (Ausnahme siehe weiter unten). Schön finde ich in diesem Zusammenhang auch, dass im Film nichts dazu gedichtet worden ist, was nicht im Buch stand.

Vor allem die jugendlichen Schauspieler sind mit dem zweiten Teil mehr in die Rolle eingewachsen. Die Personen wirken besser, die Mimik ist gegenüber dem ersten Teil um ein Vielfaches angewachsen und hat mich bei den drei Hauptpersonen (Harry, Ron, Hermine) absolut überzeugt. Bei den erwachsenen Hauptpersonen hatte ich schon beim ersten Teil nichts auszusetzen und auch diesmal hat mir die charakterliche Darstellung sehr gefallen – eine Position, die nicht nur mit dem Schauspieler zu tun hat, sondern letztendlich auch daher rührt, dass die Produzenten die einzelnen Rollen hervorragend besetzt haben.

Die Musik passte insgesamt wieder sehr gut zu den einzelnen Szenen und ist ihrer Rolle (die Untermalung der Handlung) sehr gut nachgekommen. Musik ist eigentlich nicht so mein Bereich, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, einen Großteil der Stücke bereits zu kennen – es wirkte fast so, also ob im zweiten Potter-Film die gleiche Musik wie im ersten Potter-Film verwendet worden ist. Sicher bin ich mir da aber nicht, letztendlich ist es aber auch egal, wenn die Musik doch zu den Szenen passt :-)

Die Special-Effekts und die Computeranimationen waren okay. Ich habe hier schon deutlich bessere Werke gesehen. Technisch sauber wurden solche Dinge allerdings realisiert – und außer beim Hauself Dobby konnte man nicht immer entscheiden, ob eine Szene nun wirklich gedreht worden ist oder ob sie im Computer entstanden ist. Dieser Bereich ist zwar nicht überragend, aber durchaus okay.

Eine Sache hat mich allerdings schon etwas verwundert: der Hauspokal zieht sich wie ein roter Faden durch alle Potter-Bücher und ist in meinen Augen ein nicht ganz unwichtiges Detail der Stories. In diesem Film wird er nicht erwähnt ...


Was sagen die Kids

Insgesamt waren die Kids, mit denen ich den Film gesehen habe, begeistert. Auch die Älteren sind auf ihre Kosten gekommen, wobei hier tendenziell der zweite Teil des Films bevorzugt worden ist. Für Jugendliche, die Aktion sehen wollen, war der zweite Teil ganz gut, der erste Teil eher etwas langweilig. Aber auch die etwas schreckhafteren Mädels meiner Mannschaft sind bei einigen Szenen zusammen gezuckt – ich konnte das gut beobachten – zugegeben haben sie das natürlich nicht, wäre mit 15 Jahren aber irgendwie auch uncool, oder?

Die Kleineren (10 Jahre alt) waren geradezu begeistert – obwohl hier zugegeben worden ist, dass sie froh waren, bei manchen Szenen in der Nähe der „Großen“ gesessen zu haben. Aus den Diskussionen nach dem Film leitet sich auch meine eigene Einschätzung zur Altersfreigabe ab, denn die „Kleinen“ hat doch einen gewissen Diskussionsbedarf bezüglich der Spinnenszenen.


Fazit

Ein durchaus sehenswerter Film, der mir selber und den Jugendlichen sehr viel Spass gemacht hat. Die Altersfreigabe von 6 Jahren ist allerdings indiskutabel und ich kann allen Eltern nur raten, mit Kindern in diesem Alter nicht in den Film zu gehen. Dafür gibt’s auch einen Punkt Abzug.


Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
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