Harry Potter und die Kammer des Schreckens (DVD) Testbericht

D
Harry-potter-und-die-kammer-des-schreckens-dvd-fantasyfilm
ab 9,43
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 02/2012
Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Libraia

nur beim Quidditchgucken wurde mir schlecht

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

.
Diesmal habe ich nichts Ungewöhnliches (wie \"Kira\") gesehen, sondern den Film, den zur Zeit (zumindest bis \"Herr der Ringe Teil 2\" anläuft) fast alle sehen: \"Harry Potter - Kammer des Schreckens\"

Wie immer - wenn es irgend möglich ist - mal wieder in Originalversion. Meine Tochter, 13 Jahre war so nett, ihn mit mir gemeinsam (obwohl es für sie nun schon das 3. Mal war) anzusehen. So hat man als Erwachsene doch eine gute Entschuldigung, sich einen Kinderfilm anzusehen.
Diese Entschuldigung hätte ich aber nicht gebraucht, denn es waren außer mir noch eine Menge anderer \"Großer\" im Kino, auch ohne Begleitung von Kindern.

Ich habe den ersten Teil von Harry Potter \"Der Stein der Weisen\" nicht gesehen als Film, dachte mir aber, dass das ja nicht unbedingt eine Voraussetzung ist. Immerhin kenne ich ja alle Bücher, weiß also, worum es geht.

Da es ja immer noch Leute geben soll, die weder die Bücher noch die Cassetten oder CDs kennen und auch den Film nicht gesehen haben, werde ich kurz auf den Inhalt eingehen.

Harry Potter, der seine Schulferien wieder bei seinen unerträglichen Verwandten verbringen muss, wird von Dobby, einem Hauself (ein sehr geglücktes Beispiel einer computeranimierten Figur übrigens) gewarnt, wieder zurück nach Hogwarts zu gehen, da ihm schreckliche Gefahren drohen.
Nicht nur Dobby, sondern auch die Dursleys (Onkel, Tante und Cousin) versuchen ihn vom Schulbesuch abzuhalten. Dank einer waghalsigen Befreiungsaktion, die Harrys bester Freund Ron gemeinsam mit seinen Brüdern startet, gelingt es letztendlich mit Hilfe eines magischen Autos ( eher einer fliegenden Schrottkarre) nach Hogwarts zur Zaubererschule zu gelangen. Dort werden sie (Ron und Harry) erst mal beinahe von einem zornigen Baum erschlagen, aber auch dieser Gefahr entgehen sie. Allerdings nur, um weit größeren Gefahren entgegen zu sehen, als da sind: Spinnenmonster, Riesenschlangen, Basilisken bei deren Anblick man sofort getötet wird, trügerischen früheren Schülern von Hogwarts und einstürzenden Höhlen. Solche Kleinigkeiten wie nervende Geister auf dem Klo (Moaning Myrtle wurde absolut klasse gespielt) oder um sich schlagende und beißende Alraunen sowie nehmen sich da eher wie kleine Störungen am Rande aus.
Sehr schnell merken die 3 Freunde Harry, Ron und Hermine, dass der neue Lehrer, der die Schüler eigentlich in der Abwehr dunkler Kräfte unterrichten soll, der unendlich eitle Schönling Lockheart, es in seinem Fach nicht wirklich bringt. (Nun ja, Hermine merkt es etwas später, da alle Mädchen ihn erst mal nur toll finden). Und gerade in diesem Schuljahr wäre es absolut von Nöten in der Abwehr dunkler Kräfte fit zu sein.
Zuerst wird die Katze des Hausmeisters auf widerliche Art getötet. Dann findet man Hermine nahezu \"versteinert\" auf, sie liegt absolut bewegungslos in einer Art Koma und keiner kann ihr helfen. Als dann auch noch Rons kleine Schwester Ginny spurlos verschwindet, ist die riesige Bedrohung offensichtlich. Die \"Kammer des Schreckens\" die an einem unbekannten Ort in der Schule (bzw. in der Nähe) liegt, scheint wieder geöffnet worden zu sein - von ihr gehen diese ganzen Gefahren aus. Der Schuldirektor überlegt, ob er die Schule schließen muss, um seine Schüler zu schützen. Das ganze Chaos passt natürlich einigen gut in den Kram, die sowieso schon lange die Absetzung des Direktors Dumbledore wünschen und sowieso einiges lieber anders sähen, z.B. sollte es keine \"Schlammblütler\" (also Schüler mit Muggelblut = Menschen) mehr in Hogwarts geben. Allen voran der böse Lucius Malfoy, seines Zeichen Vater des ebenfalls bösen versucht, in Hogwarts die Macht zu übernehmen.
Eingeweihte wissen natürlich, dass hinter Malfoy und Konsorten jemand anderes steht: Voldemort, der, dessen Namen nicht ausgesprochen werden darf!

Ich will nun nicht weiter ausführen, welch dunkle Gefahren unsere 3 Tapferen (und noch einige andere natürlich) durchzustehen haben, ich kann nur versichern: es wird ganz schön brenzlig, Ginny ist in eine gefährliche Höhle verschleppt und nur noch Minuten vom sicheren Tod entfernt, rasende Quidditchkugeln wollen Harry töten und wie gesagt: Lord Voldemort ist nahe!!!

Wie es gelingt, aus dem Schlamassel wieder rauszukommen - nun, das müsst ihr selbst ansehen. Dass es irgendwie gelingt, ist ja klar, denn immerhin gibt es noch zwei weitere Teile der Geschichte. Ein paar Überlebende muss es da ja wohl geben.

Meine Meinung:
Die Frage ist: lohnt es sich denn, sich diesen Streifen reinzuziehen?
Im Gegensatz zum User \"Posdole\", dessen Filmkritiken ich überaus schätze, möchte ich diese Frage mit einem eindeutigen \"Ja\" beantworten.
Was er -und andere - vor allem kritisierten ist die \"Routine\". Nun ja, ich habe den ersten Film nicht gesehen, vielleicht sehe ich deshalb diesen Kritikpunkt nicht wirklich.
Ich kann nur sagen, dass ich die Geschichte sehr, sehr gut umgesetzt fand, absolut spannend, aber auch witzig an einigen Stellen.
Die Figuren waren in etwa so, wie ich sie mir beim Lesen vorgestellt hatte. Besonders überzeugte mich Emma Watson als Hermine, aber auch Daniel Rathcliffe als Harry und noch mehr Rupert Grint alias Ron (meine Tochter fand diesen ganz besonders süß;)) spielten ihre Rollen sehr gut und überzeugend. Mein persönlicher Favorit war der Darsteller der zwiespältigen Lehrers Snape (Alan Rickman), von dem ich gerne noch viel mehr gesehen hätte. Nun gut, Professor Dumbledore (Richard Harris) hätte ich mir noch ein bisschen beeindruckender gewünscht, aber man kann nicht alles haben.
Nein, die Schauspieler waren wirklich perfekt ausgewählt - und auch sonst kann ich den Regisseur Columbus nur loben: die Auswahl der Kostüme war wunderschön, die Tricks mit den Tieren (die Spinnen waren echt zum Davonlaufen) und besonders der gelungene Computer-Dobby kamen gut rüber und Hogwarts? - was soll ich dazu sagen: einfach ein wunderbares Zauberschloss!

Was mir aber am besten gefiel, das ist die Tatsache, dass der Regisseur (oder der Drehbuchschreiber) lieber auf einige Details im Buch verzichtet hat, dafür aber die Stellen, die gezeigt wurden, dann auch richtig gut ausgearbeitet hat.
Obwohl der Film Überlänge hat, haben wir uns keine Sekunde gelangweilt!

Fazit:
Wer ein bisschen Sinn für Fantasy, für Zauberhaftes und wer noch Spaß an Kinderfilmen hat, dem lege ich diesen Film unbedingt ans Herz!
Ärgerlich ist einzig die Altersempfehlung ab 6 Jahre. Ich würde mit keinem Kind unter 10 Jahren in den Film gehen, er ist wirklich sehr aufregend und teilweise unheimlich. Auch als Erwachsener erschrickt man manchmal ganz schön. Zart besaitete Kinder könnten tatsächlich Alpträume davon bekommen.
Nun - nicht ganz so zart besaitete wie mein Töchterlein z.B. - bekommen auch Träume davon, aber sie träumt süß von dem rothaarigen Ron,)) und Gott sei Dank nicht von den Spinnen und Schlangen und dem bösen Lord Voldemort!

18 Bewertungen