Hertha BSC Berlin Testbericht

Das-reichssportfeld-hinter-dem-stadion
Marathontor
Abbildung beispielhaft
ab 37,89
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Erfahrungsbericht von mc_bubba

oHNE hERTHA GEHT ES NICHT

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

44 Fußballbeine rennen einen Ball hinterher. Das Spielfeld ist gekennzeichnet von einer weißen Kalklinie. Natürlich gibt es auch Regeln, nach denen sich die Rasenfetischisten zu halten haben. Ab und zu fällt einer mal aus dem Rahmen und berührt freiwillig, beziehungsweise unfreiwillig seinen Gegenspieler. Wenn er der Gnade des Mannes in Schwarz verfällt, kommt er mit einer Verwarnung davon. In schlimmeren Fouls wird er verwarnt, mit der gelben Karte, bei arg unsportlichem Verhalten bekommt er sogar die rote Karte.

Doch was sagt uns das ? Fußball ist eine Mannschaftssportart. Auf jeder Seite fangen 11 Spieler, die alle an den gleichfarbigen Trikots zu erkennen sind an, gemeinsam zu versuchen den Gegner, die andersfarbige Trikots ihr eigen nennen, zu besiegen indem sie ein rundes Leder in Ballform in das gegnerische Gehäuse, namens Tor zu versenken. Wie ein weiser Sinnspruch des ehemaligen deutschen Nationalcoaches Sepp Herberger schon sagt „ Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten „ versucht jeder Mannschaft, sein Bestes und durch erzielte Tore das Spiel für sich zu entscheiden. Wer die meisten Tore erziehlt hat, gewinnt .

Jetzt werdet ihr sagen, „Oh, schreibt der eine Menge Scheiß“. Seht ihr den Fußball anders ??? Ich sehe ihn total anders. Für mich ist der Sport Fußball, der Sport Nummer 1 auf der Welt. Ich lebe für ihn und werde mit ihm unter gehen. Schuld ist in erster Linie mein Vater, der mich als kleine Rotznase mit ins Berliner Olympiastadion geschleppt hat.

Seit dem hatte ich schon Höhen und Tiefen von Hertha BSC mitgemacht. Die schlimmste Zeit war, als sie in der Oberliga um ihr Überleben kämpften. Doch dank der treuen Fans,Sponsoren und fähigen Leute im Management (was nicht immer war !!!!) ist die Berliner Hertha auf dem besten Weg sich in der Bundesliga oben fest zubeissen und in Europa sein Namen bekannter zu machen.Interessant wird die UEFA-Cup-Saison mit zwei Berliner Mannschaften.Hoffentlich kommen beide so weit wie es geht.Von den Neuverpflichtungen bin ich bisher nur von dem Belgier Gor überzeugt. Pinto wird bei Hertha wahrscheinlich nur Tribünenhocker, Lapaschinski braucht noch Zeit, der Brasilianer bestimmt zwei Jahre Anlaufzeit und der 17jährige Mazedonier spielt seine Rolle bei den Hertha-Amateuren.Mein Tip für die nächste Saison ist Platz 3 oder 4.

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Gesehen habe ich als Steppke, Größen wie „ Kaiser „ Franz, Gerd Müller, Erich Beer, Uwe Kliemann, Hanne Weimar,Sepp Maier, Katsche Schwarzenbeck, Otto Rehhagel, Friedhelm Funkel ,Felix Magath, Uli Stielike, Rainer Bohnhof, Manni Kaltz, Horst Hrubesch und noch andere Fußballidole. Das war noch Fußball.

Heute ekelt mich dieser existierende Kommerz in Deutschlands Fußball an. Es fängt schon in den Oberligen an, wo die Spieler, die gerade mal den Ball geradeaus schießen können und sich auf ihrem Standbein halten können, um mehr Geld pokern, als sie überhaupt wert sind. Kein Wunder, das Otto Normalverbraucher Fußball Fan, da einem die Hutkrempe hoch geht und sich lautstark über diese gewissen Abzocker aufregt. Da gibt es kaum noch Stolz, für die Vereinsfarben, sein bestes zu geben.

Habe ich mein Gehalt bekommen, spiele ich gut. Fehlen mir zwei Monatsgehälter im Geldbeutel, verhandel ich im Hintergrund, mit anderen Vereinen, bei denen das Geld lockerer sitzt, als bei dem Verein, bei dem ich zur Zeit spiele. Ist mir doch egal, was die Fans sagen, Hauptsache ich, der Fußballspieler verdiene mein Geld. Aber das es die Fans sind, die die Spieler überwiegend finanzieren, das ist meist dem Möchtegern-Star egal.

Vor 30 Jahren erhielt ein Bundesliga-Spieler soviel, das er gerade so sein Lebensunterhalt bestreiten konnte. Seht euch heute mal das Gehalt eines Bundesliga-Profis an. Steht es noch im Verhältnis zu seiner Leistung ? Der Mensch Fußballer ist eine Ware geworden, sieht man sich die Wechselgebühren an. Bis zu 160 Millionen für ein Mensch, der NUR von einem zum anderen Verein wechselt. Rinaldo, der versucht seit knapp einem Jahr bei Inter Mailand wieder Fuß zu fassen, Figo bei Real Madrid, angeblich der beste Mittelfeldspieler der Welt ( habe davon gegen den FC Bayern im Champions League Halbfinale nix gesehen ) oder ein angeblich unverkäuflichen Beckham von Manchester United sind Fußballer, die auf dem Transfermarkt gehandelt werden, als wären sie unersetzlich.

Doch bei diesen Preisen für eine Ware Fußballer, sagt jeder Menschenverstand das der gehandelte Marktwert in keiner Weise berechtigt ist. Meiner einer, ist ein reisender Fußballfan, der schon etliche Länder in Sachen „rundes Leder“ bereist hat. Nicht nur die 90 Minuten Sport sind es, was mich fasziniert, sondern das ganze Drumherum. Schnell knüpft man Kontakte, die mit dem anderen Fußballfanatiker eine Freundschaft über Jahre bilden kann. Man sieht andere Mentalitäten, Länder, Städte. Es stimmt das der Fußball völkerverbindend ist. In erster Linie geht es nur um Fußball, doch gibt es auch subversive Elemente, die diesen Spaß trüben. Diese Gestalten nennen sich Hooligans.

Auch ich kam schon in meinem Fußballfan-Leben in Situationen wo ich mich geprügelt habe. Ich bin nicht stolz darauf, aber es ging manchmal nicht anders. Oder würdet ihr euch willenlos von anderen schlagen lassen ? Gottseidank, kam dies selten vor. Unterstützen tue ich auf keinen Fall die Vorgehensweise der Hooligans. Sollen die doch ihr Ding machen, solange sie normale Fußballfans in Ruhe lassen.

Aufregen tue ich mich die letzte Zeit, über die steigenden Preise. Sei es über die Eintrittskarten, oder die Bierpreise. Mit den steigenden Marktpreisen der Fußballer, muß der geneigte Zuschauer auch tiefer in die Tasche greifen. Siehe Premiere World, wo man sich für sein Lieblingsverein Saisontickets kaufen kann, oder bei Sat 1, wo man mehr Werbung sieht als das eigentliche Geschehen auf dem grünen Rasen. Wo sind die Zeiten hin, als in der ARD die gute, alte Sportschau mit werbefreien Spielberichten gab.

Wie ein Autofahrer die Spritpreise akzeptieren muss, ergibt sich der Fußballfan, den gewissen Vereinspolitiken und den Medien. Wir Fußballfans sind gern gesehene Menschen, wenn wir den Geldbeutel aufmachen und das geben was die Vereine von uns verlangen. Verlangen wir von den Sportlern, die Leistung, die wir bereit waren zu bezahlen, und sie bringen diese nicht, müssen wir dies ohne Murren akzeptieren. Stellen wir uns auf die Barrikaden und wettern gegen den Trainer, Vorstand oder die Mannschaft, sind wir ungesehene Gäste. Tja so ist das Leben eines Fußballfan. Entweder für oder gegen. Mehr gibt es nicht. Da bin ich wenigstens froh, das ich immer noch etliche gute Beziehungen zu Gleichgesinnten habe, das mir der Spaß am Thema Rasenfetischismus nicht vergeht.

14 Bewertungen, 1 Kommentar

  • JHetfield

    29.12.2007, 15:32 Uhr von JHetfield
    Bewertung: off topic

    Vollkommen am Thema vorbei