Jugend ohne Gott. Text und Kommentar (Taschenbuch) / Ödön von Horvath Testbericht

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Erfahrungsbericht von flori345
Ein hervorragendes Buch!
Pro:
siehe Text
Kontra:
Anmerkungen zerstören Schrift- und Satzbild des Textes
Empfehlung:
Ja
Einleitung:
Diesmal geht es also um das Buch "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horvath.
Das Buch hat 208 Seiten und ist im Suhrkamp Verlag erschienen. bei Amazon kostet es 7,50 €. Die ISBN lautet 3518188070.
Das eigentliche Buch geht nur bis Seite 142. Danach folgen der Kommentar, Werbung für andere Bücher und Anmerkungen.
Das Buch besteht aus sehr vielen Kapiteln, ein Kapitel ist meist nur 2-3 Seiten lang.
Die Handlung:
Kurz dem Ausbruch des 2. Weltkriegs. Die Nazis haben die Macht übernommen.
Das Buch beschreibt das Leben eines Gymnasiallehrers. Er hat tiefe Gewissenskonflikte, da er weiss, dass die Nazipropaganda falsch ist, dies aber nicht zeigen kann, da er sonst seinen Lehrposten und die Rente verlieren würde.
Er bemerkt, dass die Gedanken seiner Schüler durch die ständige, allgegenwärtige Nazipropaganda verseucht werden. Nachdem er in dem Aufsatz eines Schülers neben den Satz "Alle Neger sind hinterlistig, feig und faul" "sinnlose Verallgemeinerung" schreibt, rebelliert zuerst nur der Vater des Schülers und anschliessend die ganze Klasse.
Die Klasse schreibt einen Brief, in dem sie den Direktor dazu auffordert einen neuen Lehrer zu bekommen. Jeder Schüler unterschreibt. Doch der Direktor, der ebenfalls ein starker Gegner der Nazidiktatur ist, macht die Klasse nieder und belässt den Lehrer bei seiner Klasse.
Schließlich fährt die Klasse auf ein "Lager", in dem sie das Schiessen und andere Arten der Wehrertüchtigung durchläuft.
Der Lehrer begeht einen schweren Fehler, als er das Tagebuch eines Schülers aufbricht um es zu lesen.
Die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Zur Handlung:
Das Buch gefällt mir sehr gut, da man ganz genau die Perversität der Nazipropaganda und die Verdrehung der Werte erkennen kann. Der Lehrer sollte vermutlich autobiographisch Ödön von Horvath, den Autor darstellen. Der Lehrer ahnt zwar, dass die Nazis auf einen Krieg zulaufen und durchschaut ihr schreckliches Regime, doch er steht nicht auf und wehrt sich nicht dagegen. Stattdessen wird er im Laufe des Buches zum Mitläufer und entwickelt sich zum "Antihelden".
Ödön von Horvath hat das Buch vor Ausbruch des Krieges geschrieben, da er noch vor 1939 starb. Ich finde es erschreckend, mit welcher Klarheit er das Naziregime durchschaut hat. Mir persönlich stellt sich da die Frage, warum sich nicht mehr gegen das Regime gewehrt haben.
Die Kommentare und Anmerkungen:
Mir persönlich gefallen die Anmerkungen, die am Rande des Textes sind, nicht. Sie zerstören das Schrift- und Satzbild des Buches.
Die Kommentare finde ich sehr gut, um die Zusammenhänge zu verstehen.
Abschließend:
Mir gefällt das Buch sehr gut und ich kann es jedem nur weiterempfehlen. Vor allem in dieser Zeit, in der die Neonazis wieder auf dem Vormarsch sind, sollte man sich durchaus mal mit dem Phänomen Nationalsozialismus beschäftigen.
flori345
Diesmal geht es also um das Buch "Jugend ohne Gott" von Ödön von Horvath.
Das Buch hat 208 Seiten und ist im Suhrkamp Verlag erschienen. bei Amazon kostet es 7,50 €. Die ISBN lautet 3518188070.
Das eigentliche Buch geht nur bis Seite 142. Danach folgen der Kommentar, Werbung für andere Bücher und Anmerkungen.
Das Buch besteht aus sehr vielen Kapiteln, ein Kapitel ist meist nur 2-3 Seiten lang.
Die Handlung:
Kurz dem Ausbruch des 2. Weltkriegs. Die Nazis haben die Macht übernommen.
Das Buch beschreibt das Leben eines Gymnasiallehrers. Er hat tiefe Gewissenskonflikte, da er weiss, dass die Nazipropaganda falsch ist, dies aber nicht zeigen kann, da er sonst seinen Lehrposten und die Rente verlieren würde.
Er bemerkt, dass die Gedanken seiner Schüler durch die ständige, allgegenwärtige Nazipropaganda verseucht werden. Nachdem er in dem Aufsatz eines Schülers neben den Satz "Alle Neger sind hinterlistig, feig und faul" "sinnlose Verallgemeinerung" schreibt, rebelliert zuerst nur der Vater des Schülers und anschliessend die ganze Klasse.
Die Klasse schreibt einen Brief, in dem sie den Direktor dazu auffordert einen neuen Lehrer zu bekommen. Jeder Schüler unterschreibt. Doch der Direktor, der ebenfalls ein starker Gegner der Nazidiktatur ist, macht die Klasse nieder und belässt den Lehrer bei seiner Klasse.
Schließlich fährt die Klasse auf ein "Lager", in dem sie das Schiessen und andere Arten der Wehrertüchtigung durchläuft.
Der Lehrer begeht einen schweren Fehler, als er das Tagebuch eines Schülers aufbricht um es zu lesen.
Die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Zur Handlung:
Das Buch gefällt mir sehr gut, da man ganz genau die Perversität der Nazipropaganda und die Verdrehung der Werte erkennen kann. Der Lehrer sollte vermutlich autobiographisch Ödön von Horvath, den Autor darstellen. Der Lehrer ahnt zwar, dass die Nazis auf einen Krieg zulaufen und durchschaut ihr schreckliches Regime, doch er steht nicht auf und wehrt sich nicht dagegen. Stattdessen wird er im Laufe des Buches zum Mitläufer und entwickelt sich zum "Antihelden".
Ödön von Horvath hat das Buch vor Ausbruch des Krieges geschrieben, da er noch vor 1939 starb. Ich finde es erschreckend, mit welcher Klarheit er das Naziregime durchschaut hat. Mir persönlich stellt sich da die Frage, warum sich nicht mehr gegen das Regime gewehrt haben.
Die Kommentare und Anmerkungen:
Mir persönlich gefallen die Anmerkungen, die am Rande des Textes sind, nicht. Sie zerstören das Schrift- und Satzbild des Buches.
Die Kommentare finde ich sehr gut, um die Zusammenhänge zu verstehen.
Abschließend:
Mir gefällt das Buch sehr gut und ich kann es jedem nur weiterempfehlen. Vor allem in dieser Zeit, in der die Neonazis wieder auf dem Vormarsch sind, sollte man sich durchaus mal mit dem Phänomen Nationalsozialismus beschäftigen.
flori345
17 Bewertungen, 1 Kommentar
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15.05.2005, 18:28 Uhr von Towelie
Bewertung: sehr hilfreichdein Bericht gefällt mir sehr gut aber solchen Themen habe ich damals in der Schule bis zum Umfallen durchgenommen, ich kann es nicht mehr hören. LG
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