Hurricane Scheeßel Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Maggie
Geile Musik, nette Leute, perfekte Stimmung. Was will man mehr?
Pro:
geile Musik, nette Leute, Stimmung, ...
Kontra:
sanitäre Anlagen
Empfehlung:
Ja
Hier im folgenden nun ein Bericht über die Eindrücke, die ich während des Hurricane Festivals im Jahre 2005 bekommen habe.
Um das ganze so übersichtlich wie möglich zu gestalten, werde ich versuchen das ganze ein wenig aufzuteilen.
Ich werde jediglich über meine persönlichen Erfahrungen sprechen und ein wenig die Erfahrungen von Freunden mit einbeziehen.
Das Festival an sich:
Das Hurricane Festival wie wir es heute kennen, existiert seit dem Jahre 1997. Damals spielten Bands allerdings nur an 2 und nicht wie heute an 3 Tagen.
In Scheeßel selber, Austragungsort des Hurricanes, gab es bereits im Jahre 1973 eine Open-Air Veranstaltung mit dem Namen „Es rockt in der Heide“.
Der genaue Standpunkt dieses Festivals ist der Eichenring, eine Motorrad-Sandrennbahn.
Veranstaltet wird das ganze jedes Jahr von der FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH und KoKo Konstanz GmbH.
Auf dem Hurricane Festival treten nur Rock Bands auf, aus Genren wie Alternative, Grunge oder Punk-Rock. Auch Newcomer wird dort eine Chance geboten sich zu präsentieren.
Hier eine kleine Bandauswahl:
2004
Amplifier, Anti-Flag, Backyard Babies, Beatsteaks, Billy Talent, Bright Eyes, Danko Jones, David Bowie, Die Fantastischen Vier, Donots, Dropkick Murphys, Fireball Ministry, Franz Ferdinand, Mando Diao, Modest Mouse, Mogwai, Monster Magnet, Pixies, Snow Patrol, The (International) Noise Conspiracy, The Bones, The Cure, The Hives, Wilco, u.a.
2005
And You Will Know Us by the Trail of Dead, Audioslave, Beatsteaks, Beck, Boysetsfire, Die Ärzte, Dinosaur Jr., Eagles of Death Metal, Fantômas, Flogging Molly, Millencolin, Moneybrother, New Order, Nine Inch Nails, Oasis, Phoenix, Queens of the Stone Age, Rammstein, Ska-P, Slut, The Dresden Dolls, The Eighties Matchbox B-Line Desaster, The Stands, Turbonegro, u.a.
Das Festival geht jeweils über's Wochenende von Freitag bis Samstag. Die Anreise ist ab Donnerstag möglich.
Anreise:
Um nicht die 3km mit meinem kiloschweren Gepäck vom Bahnhof zum Festivalgelände laufen zu müssen, wurde ich mit dem Auto zum Festival gefahren. So war die Anreise an sich sehr unkompliziert, da der Ort mit dem Auto sehr leicht zu erreichen ist und man auf dem Gelände von Wärtern einen Platz zugewiesen bekommt.
Von dort aus war es dann kein Problem die paar Schritte zum Campingplatz zu gehen.
Gleich nach der Anreise musste man sich in einem Zelt ein Bänchen holen, damit das Personal und die Security Leute wissen, dass du das Camping-, sowie Bühnengelände betreten darfst.
Danach ging's dann auf zu dem nur ein paar Meter entfernten Campingplatz.
Das Campen:
Das Umfeld war wie auf einem normalen Campingplatz. Man sucht sich ein Örtchen und schlägt dort sein Zelt auf.
Allerdings wär es praktisch schon einen Tag vorher anzureisen, also Donnerstag, da am folgenden Tag der Campingplatz schon wirklich sehr voll ist. Und man möchte auch nicht unbedingt vom Campingplatz kilometerweit zu den Bühnen laufen.
Ich hatte das Glück, dass ein paar Kumpels schon vor uns da waren und wir so glücklicher Weise noch einen Platz fanden (wir reisten Freitag Mittag an).
Ansonsten ist das Campen da sehr gemütlich. Da man auch unter seinesgleichen ist, macht es auch nichts aus, wenn man mal ein wenig lautere Musik an hat. Gibt eigentlich keine Probleme dort.
Dass man trotzdem auf Sauberkeit und Ordnung achtet ist eigentlich selbstverständlich.
Das Bühnengelände:
Am Freitag öffnen die Bühnen um 16:00, an den Folgetagen um 11:00.
Alles ist nochmal separat abgesperrt und beim Einlass wird man nochmal überprüft, ob man nicht irgendwelche gefährlichen Gegenstände bei sich trägt. Solche Kontrollen kennt man beispielsweise auch von Stadien.
Auf dem ganzen Gelände gibt es neben den zwei Bühnen erstmal sehr viele Essbuden, wo man sich etwas zu essen und trinken besorgen kann. Man kann sich dort auch Merchandising von Bands kaufen, wie T-Shirt, Pullover oder Buttons.
Ansonsten sind dort noch einige Stände, wo man sich andere Klamotten kaufen kann, die auf mich teilweise allerdings einen ziemlich Öko-mäßigen Eindruck machten.
Dann natürlich das wichtigste: Die Bühnen.
Es gibt dort zwei an der Zahl: Die Green Stage und die Blue Stage. Auf der Blue Stage oder auch "first stage" spielten dieses Jahr die Top-Bands. Also sowas wie Nine Inch Nails, Adioslave, Beatsteaks, Queens of the Stone Age oder Ärzte. Auf der Blue Stage sind meistens die Newcomer oder eher unbekannte Bands. Beispiele dafür wären aus dem Jahr 2005 etwa Sarah Bettens, Ken oder Olli Schulz und der Hund Marie.
Bei der Green Stage gibt es einmal den Luxus Bereich, oder auch "Kindergarten". So wird bei den Zuschauern der abgesperrte Bereich gleich vor der Bühne genannt. Um dort hinzukommen muss man entweder sehr früh aufstehen, oder verdammt viel Glück haben.
Danach kommt der normale Bereich, der nach hinten offen ist.
Ob es sowas bei der Blue Stage auch gibt weiß ich leider nicht genau.
Sanitäre Anlagen:
Wenn man auf dem Hurricane "mal muss", gibt es einmal die guten alten Dixi-Klos. Diese werden einmal am Tag gereinigt, meistens so gegen 2 Uhr morgens. Dementsprechend sehen sie dann natürlich auch aus im Laufe des Tages. Allerdings sind einige der Dixi-Klos mit einem kleinen Wachbecken versehen und sogar einer Spülung. Jedoch kam ich während meines Aufenthals beim Hurricane nicht in den Genuss auf einer solchen Toilette Platz zu nehmen.
Auf dem Camping- und Bühnengelände gibt es allerdings auch die Möglichkeit normale Toiletten zu nutzen. Dafür muss man aber auch ziemlich lang Warteschlangen in Kauf nehmen. Dafür sind diese Klos aber auch um einiges hygienischer als die Dixis.
Duschen konnte man dort auch, wie ich allerdings hörte nur in "Gemeinschaftsduschen". Also nichts mit Privatsphäre.
Aber selbstverständlich wie die Toiletten auch nach Geschlecht getrennt.
Je nach Ort deines Zeltes muss man zu so einer Stelle (Dusche, sowieo zumutbares WC) sehr weit laufen.
Die Sicherheit:
Auf dem Bühnengelände sieht man teilweise doch recht viel Security rumlaufen. "Crowdsurfer" werden dort jedes mal wenn sie zu einer Absperrung gelangen aufgefangen, sodass denen nichts passiert. Nicht zu vermeiden ist allerdings, dass sich dadurch auch Leute unter diesen Crowdsurfen verletzen könnten. So stand ich beispielsweise bei dem Nine Inch Nails Konzert mit Nasenbluten dort, weil ich durch die Wucht eines Fußes solchen Crowdsurfers genau mit meiner Nase auf die Absperrung geprällt bin. Aber sowas ist wie gesagt nicht zu verhindern und der Security Typ hat auch gleich gefragt, ob das ok so ist, oder ob er einen Sanitäter rufen soll, die dort auch zu genüge rumlaufen.
Auf dem Campinggelände gibt es eigentlich bis auf ein paar Ausnahmen keine Sicherheitsmänner. Aber die wurden auch soweit ich weiß sowieso nicht gebraucht dort.
Dass beim Eingang zum Campingplatz Sicherheitsleute stehen, erklärt sich eigentlich von selber.
Ansonsten ist die Sicherheit in der Menge bei den Konzerten genau so hoch wie bei normalen Konzerten auch.
Es kann teilweise zu sehr viel Drängeln kommen und wirklich sehr sehr eng werden.
Wenn man vorne am Geländer steht, bekommt man von den Securityleuten auch noch Wasser gereicht, damit man nicht evtl. abklappt wegen der Belastung, wenn man man zu sehr gedrückt wird und vllt. schwer atmen kann. Aber hey, mit sowas muss man bei solchen Veranstaltungen einfach rechnen.
Und das Personal tut schon ihr bestes um sowas zu verhindern.
Verpflegung:
Auf dem Campingplatz ist es selbstverständlich, dass man sich seine eigenn Sachen zum Essen mitbringt. Wie beim normalen Campen auch.
Lieber zu viel als zu wenig, aber trotzdem nicht zu viel, da man das alles schleppen muss und man nicht unnütz Belastungen brauch.
Auf dem Bühnengelände gibt es einige Stände, wo man zu Essen und Trinken bekommt. Da sind einem bei der Auswahl eigentlich keine Grenzen gesetzt. Man kann sich dort Hamburger genau so gut kaufen, wie "indische Spezialitäten". Zu trinken gibt es jeweils solche Sachen wie Cola, Sprite und alkoholische Getränke, aber auch Wasser (klar).
Trinken das man selber mitbringt, ist nur in Pappbehältern möglich. Glas ist auf dem Gelände nicht erlaubt.
Preis:
Ein Ticket für das Hurricane Festival kostet im Vorverkauf 94€. In dem Preis ist Müllpfand von 5€ schon mit inbegriffen.
Je nach Anreise und Verpflegung kann der Preis natürlich variieren. Aber alles in allem kostet das Festival an sich rund 150-200 Euro. Da ist wie gesagt unterschiedlich und der eine Zahl mehr, der andere weniger.
Spaßfaktor:
SEHR hoch! Man erlebt nicht nur seine Lieblingsbands live und open air, sondern lernt auch noch sehr viele nette Leute kennen! Also man hat dort wirklich sehr viel Spaß, da die Leute extrem nett sind und die Stimmung enorm hoch ist.
Eigene Meinung / Fazit:
Das Hurricane Festival war meine erste Festivalerfahrung, sowie Konzertveranstaltung überhaupt. Aber ich war wirklich positiv überrascht.
Die Konzerte waren sehr geil und das Jahr 2005 hat wirklich verdammt gute Bands geboten. Ich trauere irgendwie der Zeit nach, da im Rückblick alles so unwahr erscheint. Im nachhinein kann man es eigentlich gar nicht glauben, auch dort gewesen zu sein, wenn man im TV z.B. Berichte sieht.
Außerdem vergeht die Zeit so schnell. Man möchte dort alles auf einmal machen und sehen. Man bekommt so viele Eindrücke, dass man das auch erstmal irgendwie erleben muss. Und so vergeht die Zeit sehr schnell.
Sehr überrascht war ich über die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen dort. Der Alkoholpegel bei einige kann auch da natürlich ausschlaggebend gewesen sein, allerdings war ich trotzdem ziemlich positiv überrascht.
In den Pausen zwischen den Bands ist man sehr schnell zu einem Gespräch zwischen dir und den Leuten um dich herumgekommen, sodass man die Wartezeit sehr gut überbrücken konnte.
Wie vorher schon gesagt war das Gedränge ziemlich stark und die Crowdsurfer extrem nervig (bis auf den einen, der beim Beatsteaks Konzert gerufen hat "Wir sind Helden sind Scheiße" ;)) Aber mit sowas muss man bei Konzerten einfach rechnen und in Kauf nehmen, das haben dafür andere Sachen wieder gut gemacht.
Für mich selber war nur das Campen recht unangenehm. Um allerdings dazu zu sagen, ich hasse Campen auch genrell. Bessere sanitäre Anlagen hätte ich mir allerdings trotzdem gewünscht, da mir selber es doch ziemlich unangenehm war diese zu nutzen.
Eiegentlich wär das auch wirklich der einzige negative Punkt, der mir spontan zum Festival einfallen würde.
Alles in allem kann ich ehrlich sagen, dass ich diese Zeit dort dieses Jahr auf keinen Fall missen möchte und bei guten Bands nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mit dabei bin!
So ein Erlebnis ist echt nicht zu ersetzen und ich denke an dieses Wochenende wirklich sehr gerne zurück.
Tip zum Schluss: Kauft euch eine oder mehrere Einmalkameras. Können bei solchen Veranstaltungen echt viel wert sein! Ansonsten kann ich nur solche Gürteltaschen empfehlen, wo ihr zur Not auch Handy oder Digicam reinmachen könnt, ohne Angst drum zu haben.
Offizielle Seite: www.hurricane.de
Um das ganze so übersichtlich wie möglich zu gestalten, werde ich versuchen das ganze ein wenig aufzuteilen.
Ich werde jediglich über meine persönlichen Erfahrungen sprechen und ein wenig die Erfahrungen von Freunden mit einbeziehen.
Das Festival an sich:
Das Hurricane Festival wie wir es heute kennen, existiert seit dem Jahre 1997. Damals spielten Bands allerdings nur an 2 und nicht wie heute an 3 Tagen.
In Scheeßel selber, Austragungsort des Hurricanes, gab es bereits im Jahre 1973 eine Open-Air Veranstaltung mit dem Namen „Es rockt in der Heide“.
Der genaue Standpunkt dieses Festivals ist der Eichenring, eine Motorrad-Sandrennbahn.
Veranstaltet wird das ganze jedes Jahr von der FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH und KoKo Konstanz GmbH.
Auf dem Hurricane Festival treten nur Rock Bands auf, aus Genren wie Alternative, Grunge oder Punk-Rock. Auch Newcomer wird dort eine Chance geboten sich zu präsentieren.
Hier eine kleine Bandauswahl:
2004
Amplifier, Anti-Flag, Backyard Babies, Beatsteaks, Billy Talent, Bright Eyes, Danko Jones, David Bowie, Die Fantastischen Vier, Donots, Dropkick Murphys, Fireball Ministry, Franz Ferdinand, Mando Diao, Modest Mouse, Mogwai, Monster Magnet, Pixies, Snow Patrol, The (International) Noise Conspiracy, The Bones, The Cure, The Hives, Wilco, u.a.
2005
And You Will Know Us by the Trail of Dead, Audioslave, Beatsteaks, Beck, Boysetsfire, Die Ärzte, Dinosaur Jr., Eagles of Death Metal, Fantômas, Flogging Molly, Millencolin, Moneybrother, New Order, Nine Inch Nails, Oasis, Phoenix, Queens of the Stone Age, Rammstein, Ska-P, Slut, The Dresden Dolls, The Eighties Matchbox B-Line Desaster, The Stands, Turbonegro, u.a.
Das Festival geht jeweils über's Wochenende von Freitag bis Samstag. Die Anreise ist ab Donnerstag möglich.
Anreise:
Um nicht die 3km mit meinem kiloschweren Gepäck vom Bahnhof zum Festivalgelände laufen zu müssen, wurde ich mit dem Auto zum Festival gefahren. So war die Anreise an sich sehr unkompliziert, da der Ort mit dem Auto sehr leicht zu erreichen ist und man auf dem Gelände von Wärtern einen Platz zugewiesen bekommt.
Von dort aus war es dann kein Problem die paar Schritte zum Campingplatz zu gehen.
Gleich nach der Anreise musste man sich in einem Zelt ein Bänchen holen, damit das Personal und die Security Leute wissen, dass du das Camping-, sowie Bühnengelände betreten darfst.
Danach ging's dann auf zu dem nur ein paar Meter entfernten Campingplatz.
Das Campen:
Das Umfeld war wie auf einem normalen Campingplatz. Man sucht sich ein Örtchen und schlägt dort sein Zelt auf.
Allerdings wär es praktisch schon einen Tag vorher anzureisen, also Donnerstag, da am folgenden Tag der Campingplatz schon wirklich sehr voll ist. Und man möchte auch nicht unbedingt vom Campingplatz kilometerweit zu den Bühnen laufen.
Ich hatte das Glück, dass ein paar Kumpels schon vor uns da waren und wir so glücklicher Weise noch einen Platz fanden (wir reisten Freitag Mittag an).
Ansonsten ist das Campen da sehr gemütlich. Da man auch unter seinesgleichen ist, macht es auch nichts aus, wenn man mal ein wenig lautere Musik an hat. Gibt eigentlich keine Probleme dort.
Dass man trotzdem auf Sauberkeit und Ordnung achtet ist eigentlich selbstverständlich.
Das Bühnengelände:
Am Freitag öffnen die Bühnen um 16:00, an den Folgetagen um 11:00.
Alles ist nochmal separat abgesperrt und beim Einlass wird man nochmal überprüft, ob man nicht irgendwelche gefährlichen Gegenstände bei sich trägt. Solche Kontrollen kennt man beispielsweise auch von Stadien.
Auf dem ganzen Gelände gibt es neben den zwei Bühnen erstmal sehr viele Essbuden, wo man sich etwas zu essen und trinken besorgen kann. Man kann sich dort auch Merchandising von Bands kaufen, wie T-Shirt, Pullover oder Buttons.
Ansonsten sind dort noch einige Stände, wo man sich andere Klamotten kaufen kann, die auf mich teilweise allerdings einen ziemlich Öko-mäßigen Eindruck machten.
Dann natürlich das wichtigste: Die Bühnen.
Es gibt dort zwei an der Zahl: Die Green Stage und die Blue Stage. Auf der Blue Stage oder auch "first stage" spielten dieses Jahr die Top-Bands. Also sowas wie Nine Inch Nails, Adioslave, Beatsteaks, Queens of the Stone Age oder Ärzte. Auf der Blue Stage sind meistens die Newcomer oder eher unbekannte Bands. Beispiele dafür wären aus dem Jahr 2005 etwa Sarah Bettens, Ken oder Olli Schulz und der Hund Marie.
Bei der Green Stage gibt es einmal den Luxus Bereich, oder auch "Kindergarten". So wird bei den Zuschauern der abgesperrte Bereich gleich vor der Bühne genannt. Um dort hinzukommen muss man entweder sehr früh aufstehen, oder verdammt viel Glück haben.
Danach kommt der normale Bereich, der nach hinten offen ist.
Ob es sowas bei der Blue Stage auch gibt weiß ich leider nicht genau.
Sanitäre Anlagen:
Wenn man auf dem Hurricane "mal muss", gibt es einmal die guten alten Dixi-Klos. Diese werden einmal am Tag gereinigt, meistens so gegen 2 Uhr morgens. Dementsprechend sehen sie dann natürlich auch aus im Laufe des Tages. Allerdings sind einige der Dixi-Klos mit einem kleinen Wachbecken versehen und sogar einer Spülung. Jedoch kam ich während meines Aufenthals beim Hurricane nicht in den Genuss auf einer solchen Toilette Platz zu nehmen.
Auf dem Camping- und Bühnengelände gibt es allerdings auch die Möglichkeit normale Toiletten zu nutzen. Dafür muss man aber auch ziemlich lang Warteschlangen in Kauf nehmen. Dafür sind diese Klos aber auch um einiges hygienischer als die Dixis.
Duschen konnte man dort auch, wie ich allerdings hörte nur in "Gemeinschaftsduschen". Also nichts mit Privatsphäre.
Aber selbstverständlich wie die Toiletten auch nach Geschlecht getrennt.
Je nach Ort deines Zeltes muss man zu so einer Stelle (Dusche, sowieo zumutbares WC) sehr weit laufen.
Die Sicherheit:
Auf dem Bühnengelände sieht man teilweise doch recht viel Security rumlaufen. "Crowdsurfer" werden dort jedes mal wenn sie zu einer Absperrung gelangen aufgefangen, sodass denen nichts passiert. Nicht zu vermeiden ist allerdings, dass sich dadurch auch Leute unter diesen Crowdsurfen verletzen könnten. So stand ich beispielsweise bei dem Nine Inch Nails Konzert mit Nasenbluten dort, weil ich durch die Wucht eines Fußes solchen Crowdsurfers genau mit meiner Nase auf die Absperrung geprällt bin. Aber sowas ist wie gesagt nicht zu verhindern und der Security Typ hat auch gleich gefragt, ob das ok so ist, oder ob er einen Sanitäter rufen soll, die dort auch zu genüge rumlaufen.
Auf dem Campinggelände gibt es eigentlich bis auf ein paar Ausnahmen keine Sicherheitsmänner. Aber die wurden auch soweit ich weiß sowieso nicht gebraucht dort.
Dass beim Eingang zum Campingplatz Sicherheitsleute stehen, erklärt sich eigentlich von selber.
Ansonsten ist die Sicherheit in der Menge bei den Konzerten genau so hoch wie bei normalen Konzerten auch.
Es kann teilweise zu sehr viel Drängeln kommen und wirklich sehr sehr eng werden.
Wenn man vorne am Geländer steht, bekommt man von den Securityleuten auch noch Wasser gereicht, damit man nicht evtl. abklappt wegen der Belastung, wenn man man zu sehr gedrückt wird und vllt. schwer atmen kann. Aber hey, mit sowas muss man bei solchen Veranstaltungen einfach rechnen.
Und das Personal tut schon ihr bestes um sowas zu verhindern.
Verpflegung:
Auf dem Campingplatz ist es selbstverständlich, dass man sich seine eigenn Sachen zum Essen mitbringt. Wie beim normalen Campen auch.
Lieber zu viel als zu wenig, aber trotzdem nicht zu viel, da man das alles schleppen muss und man nicht unnütz Belastungen brauch.
Auf dem Bühnengelände gibt es einige Stände, wo man zu Essen und Trinken bekommt. Da sind einem bei der Auswahl eigentlich keine Grenzen gesetzt. Man kann sich dort Hamburger genau so gut kaufen, wie "indische Spezialitäten". Zu trinken gibt es jeweils solche Sachen wie Cola, Sprite und alkoholische Getränke, aber auch Wasser (klar).
Trinken das man selber mitbringt, ist nur in Pappbehältern möglich. Glas ist auf dem Gelände nicht erlaubt.
Preis:
Ein Ticket für das Hurricane Festival kostet im Vorverkauf 94€. In dem Preis ist Müllpfand von 5€ schon mit inbegriffen.
Je nach Anreise und Verpflegung kann der Preis natürlich variieren. Aber alles in allem kostet das Festival an sich rund 150-200 Euro. Da ist wie gesagt unterschiedlich und der eine Zahl mehr, der andere weniger.
Spaßfaktor:
SEHR hoch! Man erlebt nicht nur seine Lieblingsbands live und open air, sondern lernt auch noch sehr viele nette Leute kennen! Also man hat dort wirklich sehr viel Spaß, da die Leute extrem nett sind und die Stimmung enorm hoch ist.
Eigene Meinung / Fazit:
Das Hurricane Festival war meine erste Festivalerfahrung, sowie Konzertveranstaltung überhaupt. Aber ich war wirklich positiv überrascht.
Die Konzerte waren sehr geil und das Jahr 2005 hat wirklich verdammt gute Bands geboten. Ich trauere irgendwie der Zeit nach, da im Rückblick alles so unwahr erscheint. Im nachhinein kann man es eigentlich gar nicht glauben, auch dort gewesen zu sein, wenn man im TV z.B. Berichte sieht.
Außerdem vergeht die Zeit so schnell. Man möchte dort alles auf einmal machen und sehen. Man bekommt so viele Eindrücke, dass man das auch erstmal irgendwie erleben muss. Und so vergeht die Zeit sehr schnell.
Sehr überrascht war ich über die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen dort. Der Alkoholpegel bei einige kann auch da natürlich ausschlaggebend gewesen sein, allerdings war ich trotzdem ziemlich positiv überrascht.
In den Pausen zwischen den Bands ist man sehr schnell zu einem Gespräch zwischen dir und den Leuten um dich herumgekommen, sodass man die Wartezeit sehr gut überbrücken konnte.
Wie vorher schon gesagt war das Gedränge ziemlich stark und die Crowdsurfer extrem nervig (bis auf den einen, der beim Beatsteaks Konzert gerufen hat "Wir sind Helden sind Scheiße" ;)) Aber mit sowas muss man bei Konzerten einfach rechnen und in Kauf nehmen, das haben dafür andere Sachen wieder gut gemacht.
Für mich selber war nur das Campen recht unangenehm. Um allerdings dazu zu sagen, ich hasse Campen auch genrell. Bessere sanitäre Anlagen hätte ich mir allerdings trotzdem gewünscht, da mir selber es doch ziemlich unangenehm war diese zu nutzen.
Eiegentlich wär das auch wirklich der einzige negative Punkt, der mir spontan zum Festival einfallen würde.
Alles in allem kann ich ehrlich sagen, dass ich diese Zeit dort dieses Jahr auf keinen Fall missen möchte und bei guten Bands nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mit dabei bin!
So ein Erlebnis ist echt nicht zu ersetzen und ich denke an dieses Wochenende wirklich sehr gerne zurück.
Tip zum Schluss: Kauft euch eine oder mehrere Einmalkameras. Können bei solchen Veranstaltungen echt viel wert sein! Ansonsten kann ich nur solche Gürteltaschen empfehlen, wo ihr zur Not auch Handy oder Digicam reinmachen könnt, ohne Angst drum zu haben.
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55 Bewertungen, 2 Kommentare
-
08.07.2005, 14:09 Uhr von _jana
Bewertung: sehr hilfreichtoller bericht!
-
08.07.2005, 12:20 Uhr von pcblizzard
Bewertung: sehr hilfreich...geh´ lieber auf das Splash Festival oder zu den HipHop Open. Toller Bericht. Mfg pcblizzard
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