Husten Testbericht
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Erfahrungsbericht von wilma
Wilmchen hustet schon wieder..... :-(
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Im ersten Jahr 'war es eben Pech' - einige andere Pferde in den verschiedensten Ställen husteten auch und vermutlich geht da irgendein Virus um. Im zweiten Jahr denkt man sich schon "Sapperlot, wieso passiert es schon wieder meinem Pferd? Ich paß doch ohnehin immer auf.", läßt den Tierarzt eine Bronchoskopie machen und eine Schleimprobe entnehmen. Der Tierarzt findet im Schleim Bakterien, man kann mit dem entsprechenden Antibiotika erfolgreich dagegen ankämpfen und paßt in Zukunft noch besser auf, daß alle hustenfördernde Reize vermieden werden. Als nun im dritten Jahr schon wieder die Kötzerei begann, hab ich mich entschlossen, einen Allergietest machen zu lassen. Dazu wird dem Pferd einfach nur ein bißchen Blut abgenommen und untersucht, auf welche Stoffe das Pferd allergisch reagieren könnte.
Bei Wilma ist herausgekommen, daß sie auf einen Schimmelpilz (der überall vorkommen kann) sehr allergisch reagiert und noch eine mittlere Reaktion auf Weide und Pappel zeigt. Neben unserem Reitviereck steht eine Weide (die könnte man ja noch abschneiden) und in der angrenzenden Au stehen jede Menge Pappeln....
Nun wurden, speziell auf mein Pferd abgestimmt, zwei Seren hergestellt, die nach einem genauen Plan einmal wöchentlich sub cutan gespritzt werden müssen. Zum Glück bin ich und noch einige andere bei uns im Stall schon recht 'Spritz-erfahren' sodaß nicht einmal in der Woche der Tierarzt vorbeikommen muß, was für mich die Behandlung wesentlich verbilligt.
Wilma bekam am 17.03.2002 ihre erste Desensibilisierungsspritze. Die Behandlung kann sich durchaus über ein ganzes Jahr hinziehen - zu gegebener Zeit will ich hier updaten, wie es sich weiterentwickelt.
Aber nun noch Allgemeines zum Thema Husten bei Pferden:
Für das Lauftier Pferd ist die einwandfreie Funktion der Lunge sehr wichtig. Wird ein Pferd, dessen Lungenfunktion durch Schleimablagerungen in seiner vollen Funktion beeinträchtigt ist, sportlich voll genutzt, kann es leicht zu einem Lungenemphysem kommen. Je mehr von den kleinen Lungenbläschen platzen, umso geringer wird die Leistung der Lunge - und das Pferd bekommt mit einem Atemzug nicht mehr genug Luft, um seinen Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Das führt in weiterer Folge dazu, daß das Pferd zweimal schnell hintereinander einatmen muß - das Pferd wird 'dämpfig'. So ein Pferd kann für sportliche Aktivitäten gar nicht mehr genutzt werden, weil ihm einfach viel zu schnell 'die Luft ausgeht'.
So weit muß es aber gar nicht kommen - Vorbeugung und, falls es doch einmal zum Husten kommt, die richtige Behandlung sind ganz wichtig, um auch später noch ein gesundes Pferd zu haben.
Vorbeugung:
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Wichtig für jedes Pferd ist in erster Linie Frischluft. Ideal ist es natürlich, wenn das Pferd in einem Offenstall steht, oder die größte Zeit des Tages auf einer Koppel steht. Aber auch die Zeit, die das Pferd in seiner Box verbringt, muß unbedingt für ständige Frischluftzufuhr gesorgt werden. Nicht die 0 Grad Außentemperatur (wo schon viele Pferdebesitzer alle Fenster und Türen fest schließen) sind gefährlich für das Pferd, sondern die schlechte Luft, die sich bildet, wenn man den Stall so dicht wie möglich abschließt.
Genauso sollte man sein Pferd auch nicht unnötiger Staubbelastung aussetzen (sei es auf dem Reitplatz oder auch schlechtes, weil staubiges Heu oder Einstreu).
Genauso, wie ein Pferd wegen schlechter Luft und Staubbelastung Husten bekommen kann, kann es sich natürlich auch verkühlen. Das passiert vor allem dann, wenn man das naßgeschwitzte Pferd in Zugluft stellt - also bitte immer erst genügend trocken reiten (ev. noch eine Abschwitzdecke drauftun).
Heilung:
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Wenn mein Pferd sich dann doch einen Husten eingefangen hat, habe ich zwei Möglichkeiten: die kostengünstigere ist die, daß ich ein Hustenpulver besorge - dieses ca. 2 Wochen lang füttere und hoffe, daß der Husten damit verschwindet. Kann durchaus auch gutgehen - falls jedoch nicht......
....muß der Tierarzt anrücken. Der Tierarzt wird (wenn man das will) eine Bronchoskopie machen. Das heißt, er führt durch die Nase des Pferdes einen dünnen Schlauch bis in die Lunge ein, an dessen Ende eine kleine Kamera befestigt ist. Das Pferd ist natürlich dazu sediert (d.h. soweit 'weggetreten', daß es die Behandlung nicht wirklich mitkriegt, aber doch noch auf seinen vier Beinen stehen kann). Nun kann man mal abchecken, ob die Lunge verschleimt ist oder ob vielleicht 'nur' eine Kehlkopfreizung vorliegt. Sollte sich Schleim in der Lunge befinden, wird der Tierarzt eine Probe davon nehmen, um mit einem genau dazupassenden Antibiotikum dagegen anzugehen.
Sollte man sich als Pferdebesitzer keiner Schuld bewußt sein und das Pferd immer wieder zur gleichen Zeit zum Husten neigen, dann empfiehlt sich, wie eingangs schon beschrieben, ein Allergietest.
Der Allergietest hat bei meinem Pferd ca. € 180,-- gekostet und das Desensibilisierungs-Serum für die ersten 8 Wochen ca. € 120,-.
Ganz wichtig ist, daß man Pferde, die gerade Husten haben, nicht übermäßig beansprucht (ein bißchen zum Schnaufen bringen ist schon gut, um den Schleim besser abhusten zu können)- gröber ins Schwitzen sollte das Pferd jedoch nicht kommen. Weiters muß man peinlichst auf staubfreie Umgebung achten - lieber nicht reiten, bevor man in eine knochentrockene und staubige Halle geht, Heu vor dem Füttern naßmachen, als Einstreu eventuell entstaubte Sägespäne statt Stroh nehmen, die Stallgasse vor dem Fegen naßmachen.... Und ansonsten ist (wie auch beim gesunden Pferd) viel, viel Frischluft enorm wichtig - also gönnt eurem gesunden und vor allem kranken Pferd mögllichst viel Koppelgang - geht lieber öfter ausreiten, als auf dem Platz zu reiten....
Meine Bewertung 'sehr schlecht' bezieht sich natürlich auf den Husten - unter bezahlter Preis kann man nicht wirklich was einsetzen - die gängigen Hustenmittel kosten zwischen € 20,-- und € 90,--.
Ich wünsche allen Pferdebesitzern eine hustenfreie Saison und viel Spaß beim Reiten und Fahren.
UPDATE 25.03.2002:
Gemäß meinem heutigen Aloe Vera Bericht, will ich nun meiner Stute auch Aloe Vera Gel füttern und hoffe daß ich damit ihr Immunsystem stärke. Der Tierarzt war von meiner Idee begeistert (nicht daß ihr glaubt, ich doktore selbst auf gut Glück herum) ;-)
UPDATE 14.11.2002:
Wir haben jetzt den ersten Teil unserer Desensibilisierungkur hinter uns und warten jetzt auf den zweiten Teil. Wilmchen hat diesen Herbst erstmal NICHT gehustet - nur ab und zu schnaubt sie etwas kräftiger ab.
Ich bin sehr zuversichtlich und hoffe, daß ihr nächstes Frühjahr Weide und Pappel auch nichts mehr anhaben können :-)))))
43 Bewertungen, 12 Kommentare
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16.03.2007, 18:06 Uhr von atrachte
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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20.03.2003, 16:30 Uhr von cxgirl
Bewertung: sehr hilfreichgrüsse von wien nach wien *winker*
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18.08.2002, 00:32 Uhr von sweety2608
Bewertung: sehr hilfreichich finde diesen beitrag ebenfalls sehr informativ und interessant. deshalb sehr gut!
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31.07.2002, 15:29 Uhr von Gitana
Bewertung: sehr hilfreichIch kenne ebenfalls viele Pferde mit solchem Husten. Und der Beitrag ist informativ.
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24.04.2002, 22:42 Uhr von Mybaby
Bewertung: sehr hilfreichFür Pferdebesitzer sehr nützlich, da ich viele Freunde habe die Pferde besitzen werde ich es weiter geben....
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27.03.2002, 12:46 Uhr von Volker111
Bewertung: sehr hilfreichTja, interessant, besonders für Pferdeliebhaber.
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26.03.2002, 14:48 Uhr von Jakini
Bewertung: sehr hilfreichNette Tips, wenn man denn ein Pferd hat.
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19.03.2002, 09:04 Uhr von bavariangirl
Bewertung: sehr hilfreichEs hat ja soviele erwischt, auf jeden Fall gute Besserung....Gruesse Susanne
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18.03.2002, 17:34 Uhr von ghost1
Bewertung: sehr hilfreichgute besserung !
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18.03.2002, 15:19 Uhr von MichaelW97614
Bewertung: sehr hilfreichda wünsch ich doch ne gute besserung
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18.03.2002, 15:12 Uhr von clauds22
Bewertung: sehr hilfreichmein Dickerchen hat zum Glück noch nicht gehustet, seit ich ihn kenne, und das ist nun fast 2 Jahre her :) *toi-toi-toi* Grüssle, Claudi
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18.03.2002, 15:07 Uhr von owesen
Bewertung: sehr hilfreichGewohnt lesenswert !!! Gruß, Sönke (owi13)
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