Identität (DVD) Testbericht
D
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von VicJustice
Verwirrung in Perfektion
Pro:
Story, Darsteller, KEIN WISSEN
Kontra:
Man muss 90 Minuten warten bis man weiss um was es geht.Aber ist das wirklich Kontra?
Empfehlung:
Ja
Letztes Wochenende hatte ich endlich die Möglichkeit den hochgepriesenen Thriller \"Identität\" zu sehen. Bei Ciao las ich ja schon einige sehr gute Berichte darüber, und im Fernsehen wurde ich auch deutlich hingewiesen auf dieses sehr billige angebliche Meisterwerk. Doch ist es wirklich ein Meisterwerk?
Inhaltsangabe:
Bei einer Reifenpanne der dreiköpfigen Familie York kommt es zu einem tragischen Unfall. Die Mutter wird überfahren, und schwer verletzt. Der Fahrer des Unglückswagen, der Chauffeur Ed nimmt sich um die Verletzte an, obwohl sein zickiger Fahrgast, die Schauspielerin Caroline Suzanne strickt dagegen ist. Ed macht sich verzweifelt auf die Suche nach einem Handy, wodurch er die süsse Paris und das Liebespärchen Lou und Ginny aufliest. Doch durch das tobende Unwetter sind alle Strassen überflutet, und es gibt keinen Weg mehr in die zivilisierte Welt.
Diese 8 Menschen machen sich nun auf zu einem kleinen schäbigen Motel das von Larry betrieben wird. Kurz danach kommen dann Nummer 10 und 11 ins Spiel. Der Cop Rhodes befindet sich auf einem Gefangenentransport und muss nun auch gezwungenerweise in diesem Motel absteigen, mit dem Mörder Robert Maine.
Schnell wird die Schauspielerin ermordet, und tatsächlich: Die Befürchtung wird wahr. Robert Maine ist entkommen. Doch nachdem auch Lou Opfer eines brutalen Mordes wurde, können Rhodes und Chauffeur Ed den Killer fassen.
Doch richtig merkwürdig wird es als der Killer himself ermordet wird.
Bei jedem Mordopfer wird ein Motelschlüssel gefunden. Bei der Schauspielerin die 10, bei Lou die 9 und bei Maine die 8.
Irgendjemand plant hier ein Massaker, wie bei den 10 kleinen Negerlein. Doch wer?
Doch dann, als alle nicht mehr richtig wissen was sie denken sollen, kommen sie zu einer weiteren sehr interessanten Erkenntnis. Alle 11 abgestiegenen Menschen haben am 10 Mai Geburtstag.
Was verbirgt sich wohl hinter meiner sehr wirren Inhaltsangabe und dem sehr wirren Film?
Wenn ihr das wissen wollt, solltet ihr euch schleunigst ins Kino begeben.
John Cusack spielt den Chauffeur und Ex-Cop Ed. Er spielt wie eigentlich gewohnt den cleveren und aufrichtigen Part. Ein bisschen leid hat mir der gute Mann schon getan. Der musste fast den ganzen Film entweder im Regen herumrennen oder mit klitschnassen Klamotten nachforschen. Wenn der da nur nicht krank geworden ist. Zu sehen war er in \"Con Air\", \"Being John Malkovich\" und \"America´s Sweethearts\".
Der Cop Rhodes der ein besonders toller Charakter im Film ist wird gespielt von Ray Liotta. Der war sehr gut in seiner Rolle. Liotta´s Künste kann man auch in \"Blow\" oder \"Turbulence\" bewundern. Seine beste Rolle war sicher die des Henry Hill in \"Good Fellas-3 Jahrzehnte in der Mafia\".
Amanda Peet ist zu sehen als Paris. Berühmter als ihr Name dürfte vielleicht die Tatsache sein dass ihr Lover ein gewisser Jack Nicholson ist. Peet war zu sehen in \"Keine halben Sachen\" oder der schrägen Komödie \"Zickenterror-Der Teufel ist eine Frau\".
Besonders zu erwähnen ist auch Bret Loehr der den kleinen Timmy York spielte. Klar, er hatte nur eine kleine Rolle, vielleicht sogar eine unwichtige, aber das was er spielte war für einen kleinen Jungen schon sehr fantastisch. In \"Identität\" hatte er seinen ersten Filmauftritt.Diverse Gastauftritte hatte er in \"Emergency Room\", \"Malcolm Mittendrin\" oder \"Alley McBeal\".
Weiters mit dabei: Rebecca de Mornay, John Hawkes, Alfred Molina, Clea du Vall, John C. McGinley, William Lee Scoot und Jake Busey (unverkennbar der Sohn von Gary Busey).
Regie führte ein Mann namens James Mangold. Er lieferte ein absolutes Meisterstück ab, auch wenn er deutlich auf den Spuren von David Fincher wandelt. Er führte auch Regie bei \"Copland\" oder \"Durchgeknallt-Girl Interrupted\".
\"Sieben\" von David Fincher gilt schon jetzt als Kult. Und die kleinen aber feinen Spezialitäten aus \"Sieben\" kommen auch hier vor. \"Identität\" ist nämlich ein extrem düster wirkendes Werk. Soviel Dunkelheit wie Möglich im Inneren des Motels, und draussen regnet es die ganze Zeit. Man kann sagen: Es regnet wirklich den ganzen Film hindurch. Da müssen einem die Schauspieler schon ein bisschen leid tun.
Das besondere an \"Identität\" ist sicherlich die Story die schon so verwirrend ist, dass man die Hoffnung auf ein entwirrendes Ende schnell aufgibt. Doch dann wird man tatsächlich überrascht. Am Ende ergibt das Ganze dann tatsächlich einen Sinn. Sogar der Titel \"Identität\" ergibt dann am Ende einen Sinn. So unglaublich sich das jetzt auch anhört.
Die Inhaltsangabe zu \"Identität\" liest sich wie eine typische Freitag der 13. Story. Aber da muss ich die Splatterfans enttäuschen. Dies ist ein reinrassiger Psychothriller der den Zuschauer nicht durch grauenhafte Morde sondern durch die besondere düstere Atmosphäre und der irren Geschichte in den Bann zieht.
Mörder erraten kann man bei diesem Werk sicherlich spielen. Auch wenn die Siegesquote relativ niedrig ist. Aber das ist ja im Grunde auch nicht das wichtige. Denn es geht nicht wirklich um die Frage \"Wer ist der Mörder?\". Viel mehr geht es um die Frage: \"Um was geht es hier überhaupt?\". Und wer das schnallt vor der Auflösung: Meine Hochachtung.
\"Fight Club\", \"The Sixth Sense\" oder \"Zwielicht\" glänzen besonders durch ein überraschendes Ende. Auch \"Identität\" bietet ein überraschendes Ende, allerdings auf die andere Art. Denn normalerweise wird dem Zuschauer die heile Welt vorgespielt, und dann kommt der Überraschungseffekt ins Spiel. Und das ist das, was anders ist. Denn in \"Identität\" merkt man die ganze Zeit dass da irgendwas nicht stimmen kann. Man wartet richtig auf den Überraschungseffekt, und dass dieses Konzept tatsächlich aufgeht: Das allein verdient schon die 5 Sterne.
Witzig ist der Film sicherlich nicht besonders. Auch wenn mir die Stelle gefallen hat als sie nach der eventuellen Gemeinsamkeit suchen. Der Motelbesitzer findet schnell die Lösung: \"Wir sind alle in Nevada\". War wirklich witzig, und so manches Mal kann auch der leicht gereizte Ray Liotta zum lächeln anregen.
Durch die Tasache dass \"Identität\" ein sehr billiges Filmchen ist, ich glaube die teuersten \"Gegenstände\" dürften John Cusack und Ray Liotta gewesen sein, kann man es schon erahnen: Action und Special Effects braucht man hier nicht erwarten. Aber man merkt doch deutlich an dieser Billigproduktion: Manchmal ist weniger mehr.
Gelungen fand dass der Film niemals zum brutalen und blutigen Schocker abdriftet. Die brutalste Szene ist da schon der Kopf von Rebecca de Mornay in der Waschmaschine. Aber die Szene stecken die meisten locker weg. Natürlich sollten Leute mit schwachen Nerven den Film meiden, sind ja doch einige Schockeffekte enthalten, auch wenn sie nicht blutig sind.
\"Identität\"- Der Film des Jahres??
Kann durchaus sein, muss aber nicht sein.
\"Identität\"- Der Thriller des Jahres??
Auf jeden Fall. Dafür garantiere ich.
Die englischsprachige Seite http://www.sonypictures.com/movies/identity/ ist ziemlich gut gemacht und liefert ne richtige mulmige Stimmung. Sollte man sich eventuell ansehen, um zu sehen auf was man sich da einlässt.
\"Identität\", logischer Originaltitel \"Identity\", wurde in den USA im Jahre 2003 gedreht. Der Superthriller dauert 90 spannungsgeladene Minuten. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahre in Deutschland und Österreich.
Ich hoffe ich habe euch den Film halbwegs gut ans Herz gelegt.
Ich danke für Lesung, Bewertung und eventuell Kommentar.
Cy@
Erstmals veröffentlicht: 9.10.2003
Inhaltsangabe:
Bei einer Reifenpanne der dreiköpfigen Familie York kommt es zu einem tragischen Unfall. Die Mutter wird überfahren, und schwer verletzt. Der Fahrer des Unglückswagen, der Chauffeur Ed nimmt sich um die Verletzte an, obwohl sein zickiger Fahrgast, die Schauspielerin Caroline Suzanne strickt dagegen ist. Ed macht sich verzweifelt auf die Suche nach einem Handy, wodurch er die süsse Paris und das Liebespärchen Lou und Ginny aufliest. Doch durch das tobende Unwetter sind alle Strassen überflutet, und es gibt keinen Weg mehr in die zivilisierte Welt.
Diese 8 Menschen machen sich nun auf zu einem kleinen schäbigen Motel das von Larry betrieben wird. Kurz danach kommen dann Nummer 10 und 11 ins Spiel. Der Cop Rhodes befindet sich auf einem Gefangenentransport und muss nun auch gezwungenerweise in diesem Motel absteigen, mit dem Mörder Robert Maine.
Schnell wird die Schauspielerin ermordet, und tatsächlich: Die Befürchtung wird wahr. Robert Maine ist entkommen. Doch nachdem auch Lou Opfer eines brutalen Mordes wurde, können Rhodes und Chauffeur Ed den Killer fassen.
Doch richtig merkwürdig wird es als der Killer himself ermordet wird.
Bei jedem Mordopfer wird ein Motelschlüssel gefunden. Bei der Schauspielerin die 10, bei Lou die 9 und bei Maine die 8.
Irgendjemand plant hier ein Massaker, wie bei den 10 kleinen Negerlein. Doch wer?
Doch dann, als alle nicht mehr richtig wissen was sie denken sollen, kommen sie zu einer weiteren sehr interessanten Erkenntnis. Alle 11 abgestiegenen Menschen haben am 10 Mai Geburtstag.
Was verbirgt sich wohl hinter meiner sehr wirren Inhaltsangabe und dem sehr wirren Film?
Wenn ihr das wissen wollt, solltet ihr euch schleunigst ins Kino begeben.
John Cusack spielt den Chauffeur und Ex-Cop Ed. Er spielt wie eigentlich gewohnt den cleveren und aufrichtigen Part. Ein bisschen leid hat mir der gute Mann schon getan. Der musste fast den ganzen Film entweder im Regen herumrennen oder mit klitschnassen Klamotten nachforschen. Wenn der da nur nicht krank geworden ist. Zu sehen war er in \"Con Air\", \"Being John Malkovich\" und \"America´s Sweethearts\".
Der Cop Rhodes der ein besonders toller Charakter im Film ist wird gespielt von Ray Liotta. Der war sehr gut in seiner Rolle. Liotta´s Künste kann man auch in \"Blow\" oder \"Turbulence\" bewundern. Seine beste Rolle war sicher die des Henry Hill in \"Good Fellas-3 Jahrzehnte in der Mafia\".
Amanda Peet ist zu sehen als Paris. Berühmter als ihr Name dürfte vielleicht die Tatsache sein dass ihr Lover ein gewisser Jack Nicholson ist. Peet war zu sehen in \"Keine halben Sachen\" oder der schrägen Komödie \"Zickenterror-Der Teufel ist eine Frau\".
Besonders zu erwähnen ist auch Bret Loehr der den kleinen Timmy York spielte. Klar, er hatte nur eine kleine Rolle, vielleicht sogar eine unwichtige, aber das was er spielte war für einen kleinen Jungen schon sehr fantastisch. In \"Identität\" hatte er seinen ersten Filmauftritt.Diverse Gastauftritte hatte er in \"Emergency Room\", \"Malcolm Mittendrin\" oder \"Alley McBeal\".
Weiters mit dabei: Rebecca de Mornay, John Hawkes, Alfred Molina, Clea du Vall, John C. McGinley, William Lee Scoot und Jake Busey (unverkennbar der Sohn von Gary Busey).
Regie führte ein Mann namens James Mangold. Er lieferte ein absolutes Meisterstück ab, auch wenn er deutlich auf den Spuren von David Fincher wandelt. Er führte auch Regie bei \"Copland\" oder \"Durchgeknallt-Girl Interrupted\".
\"Sieben\" von David Fincher gilt schon jetzt als Kult. Und die kleinen aber feinen Spezialitäten aus \"Sieben\" kommen auch hier vor. \"Identität\" ist nämlich ein extrem düster wirkendes Werk. Soviel Dunkelheit wie Möglich im Inneren des Motels, und draussen regnet es die ganze Zeit. Man kann sagen: Es regnet wirklich den ganzen Film hindurch. Da müssen einem die Schauspieler schon ein bisschen leid tun.
Das besondere an \"Identität\" ist sicherlich die Story die schon so verwirrend ist, dass man die Hoffnung auf ein entwirrendes Ende schnell aufgibt. Doch dann wird man tatsächlich überrascht. Am Ende ergibt das Ganze dann tatsächlich einen Sinn. Sogar der Titel \"Identität\" ergibt dann am Ende einen Sinn. So unglaublich sich das jetzt auch anhört.
Die Inhaltsangabe zu \"Identität\" liest sich wie eine typische Freitag der 13. Story. Aber da muss ich die Splatterfans enttäuschen. Dies ist ein reinrassiger Psychothriller der den Zuschauer nicht durch grauenhafte Morde sondern durch die besondere düstere Atmosphäre und der irren Geschichte in den Bann zieht.
Mörder erraten kann man bei diesem Werk sicherlich spielen. Auch wenn die Siegesquote relativ niedrig ist. Aber das ist ja im Grunde auch nicht das wichtige. Denn es geht nicht wirklich um die Frage \"Wer ist der Mörder?\". Viel mehr geht es um die Frage: \"Um was geht es hier überhaupt?\". Und wer das schnallt vor der Auflösung: Meine Hochachtung.
\"Fight Club\", \"The Sixth Sense\" oder \"Zwielicht\" glänzen besonders durch ein überraschendes Ende. Auch \"Identität\" bietet ein überraschendes Ende, allerdings auf die andere Art. Denn normalerweise wird dem Zuschauer die heile Welt vorgespielt, und dann kommt der Überraschungseffekt ins Spiel. Und das ist das, was anders ist. Denn in \"Identität\" merkt man die ganze Zeit dass da irgendwas nicht stimmen kann. Man wartet richtig auf den Überraschungseffekt, und dass dieses Konzept tatsächlich aufgeht: Das allein verdient schon die 5 Sterne.
Witzig ist der Film sicherlich nicht besonders. Auch wenn mir die Stelle gefallen hat als sie nach der eventuellen Gemeinsamkeit suchen. Der Motelbesitzer findet schnell die Lösung: \"Wir sind alle in Nevada\". War wirklich witzig, und so manches Mal kann auch der leicht gereizte Ray Liotta zum lächeln anregen.
Durch die Tasache dass \"Identität\" ein sehr billiges Filmchen ist, ich glaube die teuersten \"Gegenstände\" dürften John Cusack und Ray Liotta gewesen sein, kann man es schon erahnen: Action und Special Effects braucht man hier nicht erwarten. Aber man merkt doch deutlich an dieser Billigproduktion: Manchmal ist weniger mehr.
Gelungen fand dass der Film niemals zum brutalen und blutigen Schocker abdriftet. Die brutalste Szene ist da schon der Kopf von Rebecca de Mornay in der Waschmaschine. Aber die Szene stecken die meisten locker weg. Natürlich sollten Leute mit schwachen Nerven den Film meiden, sind ja doch einige Schockeffekte enthalten, auch wenn sie nicht blutig sind.
\"Identität\"- Der Film des Jahres??
Kann durchaus sein, muss aber nicht sein.
\"Identität\"- Der Thriller des Jahres??
Auf jeden Fall. Dafür garantiere ich.
Die englischsprachige Seite http://www.sonypictures.com/movies/identity/ ist ziemlich gut gemacht und liefert ne richtige mulmige Stimmung. Sollte man sich eventuell ansehen, um zu sehen auf was man sich da einlässt.
\"Identität\", logischer Originaltitel \"Identity\", wurde in den USA im Jahre 2003 gedreht. Der Superthriller dauert 90 spannungsgeladene Minuten. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahre in Deutschland und Österreich.
Ich hoffe ich habe euch den Film halbwegs gut ans Herz gelegt.
Ich danke für Lesung, Bewertung und eventuell Kommentar.
Cy@
Erstmals veröffentlicht: 9.10.2003
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