Industriekaufmann/frau Testbericht
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- Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:
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- Aufstiegschancen:
- Verdienstmöglichkeiten:
- Sozialleistungen:
- Eigenverantwortliches Arbeiten:
Erfahrungsbericht von BelgiumKing
Meine Ausbildung ...auch wenn es 20 Jahre her ist ;-)
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich auf meinen eigenen Ausbildungsberuf zum Industriekaufmann eingehen, einen Beruf, den ich durch Ausbildungszeitverkürzung um 1 Jahr von 1985-1987 erlernte.
Zur Ausbildung in diesem Beruf befugt sind nur Unternehmen, die selbst einen Herstellungs- und Produktionsablauf nachweisen können. Es darf kein Unternehmen sein, dass z.B. nur Dienstleister ist oder ausschließlich Bürobetrieb aufzeigen. Wer Industriekaufleute ausbilden will, muss etwas herstellen.
In meinem Fall also lief ich meine Berufsausbildung in einem kunststoffverarbeitenden Unternehmen namens Himmermann durch. Dieser Betrieb stellte insbesondere Teile für die Automobilindustrie her, z.B. Ford, Audi und VW. Ein weitere langjähriger Kunde, der Kunststoffteile in Auftrag gab, was Vorwerk ... bekannt durch bewährte Staubsauger und schmierige Vertreter an unseren Haustüren.
Die Ausbildung...
...beträgt in der Regel drei Jahre. Sie kann bis um ein Jahr verkürzt werden. Durch mein Abitur dauerte meine Ausbildung nur zwei Jahre. Empfehlen kann ich die Lehrzeitverkürzung nicht, denn die Berufspraxis wird entsprechend weniger vermittelt, und auch in der Schule fehlen Kenntnisse, die sich definitiv in der Schlussnote ausschlagen. Ich sage, selbst Abiturient, nichts rechtfertigt diese extreme Lehrzeitverkürzung. Auf dem Gymnasium lernt man nicht hinreichende kaufmännische Kenntnisse wie z.B. auf der Höheren Handelsschule. Die Lehrzeitverkürzung war für mich keineswegs ein Vorteil, auch wenn ich meine Prüfungen alle bestand.
Die vermittelnden Abteilungen
Um der Ausbildungsordnung zu entsprechen, mussten diverse Abteilungen durchlaufen werden:
a) Einkauf
Wichtig war das Thema des preisgünstigsten Einkaufes. In jenem Betrieb ging es primär um Kunststoffgranulate, aber auch um Büroeinrichtung oder Dienstleistungen.
Als Azubi lernt man das Erstellen von schriftlichen Anfragen, das Auswerten der Anfragen, die schriftliche Bestellung nebst der Berücksichtigung alles rechtlichen Schritte, der Rechnungs- und Lieferscheinprüfung. Natürlich muss nach der Bestellung auch die Auftragsbestätigung gegenüber den Bestellangaben geprüft werden. Unangenehme Aufgaben wie Wareneingangsprüfung, Eingabe der Bestandsveränderungen oder die Abwicklung der Ablage sind ebenfalls Teil der Arbeiten im Einkauf. Und ein guter Einkaufsleiter nimmt auch manchmal den Azubis mit zu Verhandlungen mit Lieferanten. Der Schwachkopf, der damals im Einkauf verantwortlich war, kam nie auf solche Ideen. Der sackte lieber Präsente der Lieferanten ein... ;-)
b) Vertrieb
Dieser Bereich ist ebenfalls Teil der Ausbildung. Anhand der Einkaufspreise bedarf es der Kalkulation von Angeboten für Kunden, dies in Abhängigkeit von Bestellmengen und –größen. Auch das Prüfungen von Kundenbestellungen und das Bestätigen der Bestellungen bis zur Umsetzung von Rechnungen und Lieferscheinen gehört zu dem Aufgabenbereich.
Vorteilhaft ist bei international agierenden Unternehmen das Talent für Sprachen. Ich habe es genießen können. Durch meine Französischkenntnisse durfte ich auch gelegentlich mal zu Terminen nach Frankreich zu Ford in Charleville mitfahren.
c) Lohn- und Finanzbuchhaltung
Hier lernt man das Abwickeln der Gehälter und Löhne. Durch die Vielzahl der Arbeiter mussten der Überstunden oder Zuschläge für Nacht- oder Wochenendarbeit errechnet und eingegeben werden. An die Gehälter der leitenden Angestellten darf man als Azubi nicht heran, weil man fürchtet, diese würden sonst darüber quatschen...
In der Finanzbuchhaltung lernt man den Umgang mit Eingangs- und Ausgangrechnúngen. Beides muss verbucht werden. Bei Eingangsrechnungen müssen die Zahlungsziele unter Berücksichtigung von Skonto verwaltet werden, bei Ausgangrechungen müssen diese verbucht und auf ihren Zahlungseingang beobachtet werden. Ggf. müssen Mahnläufe bei überfälligen Zahlungen realisiert werden.
d) Arbeitsvorbereitung
Diese Abteilung ist für den Industriekaufmann entscheidend. Hier ist der Unterschied zum Bürokaufmann. Man lernt hier die Planung und die Auslastung der Maschinen. Der Industriekaufmann ist verantwortlich für einen kostengünstigen und perfekten Plan im Umgang mit der Produktionsstätte. Maschinen müssen rund um die Uhr kostendeckend eingesetzt werden und produzieren.
Auch die Verplanung und Einteilung der Mitarbeiter – in diesem Falle in Früh-, Spät- und Nachtschicht sind Teil der Organisation und Planung
e) Sonstiges
Andere Abteilungen können ebenfalls sinnvoll sein, um Kenntnisse gemäß der Ausbildungsverordnung zu vermitteln. In Maßen kann der Einsatz in Sekretariaten, Telefonzentrale und Empfang vorgesehen sein.
Fazit
Es ist ein immer noch beliebter und attraktiver Beruf und gehört unter den Ausbildungsberufen zu jenen, wo man besser verdienen kann. Zahlen gibt es repräsentativ nicht. Man kann als erfolgreicher Industriekaufmann locker 80000 Euro brutto im Jahr verdienen oder als Sachbearbeiter auch bei 35000 Euro liegen... ist eine Frage der persönlichen Entwicklung.
Sprachen werden immer wichtiger. Und im Gegensatz zu dem Ende der 70er, wo man auch noch mit Hauptschulabschluß in diesen Beruf reinrutschte, erwartet man heutzutage oft Abitur und vor allem Sprachenkenntnisse durch die Internationalisierung der Märkte. Die Ausbildungsvergütung ist abhängig von Tarifverträgen, dürfte heutzutage aber im ersten Ausbildungsjahr bei ca. 600-700 Euro liegen. Urlaub ist ebenfalls tarifabhängig.
Der Ruf der Industriekaufmann ist immer noch unstrittig und hoch angesehen... 4 Sterne also, auch wenn ich selber eher denke, dass beispielsweise Bürokaufleute im Vergleich unbegründet schlechter gestellt im Ansehen sind.
Gut ist der Job allemal, wenn auch sehr spießig...
JL ***für yopi und ciao***
27 Bewertungen, 12 Kommentare
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01.05.2006, 21:36 Uhr von BrauniBiker
Bewertung: sehr hilfreichEine abgeschlossene Ausbildung und einen guten Schulabschluß sind heute unabdingbar. LG Tanja
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30.04.2006, 21:05 Uhr von anne66
Bewertung: sehr hilfreichInteressanter Beruf. Grüßchen Anne
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30.04.2006, 18:53 Uhr von _knuddelmonster88_
Bewertung: sehr hilfreich>>> sehr hilfreich <<< <br/>Und viele liebe Grüße, Sara
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30.04.2006, 15:40 Uhr von golfgirl
Bewertung: sehr hilfreich*sh* freue mich immer über gegenlesungen lg Dani
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30.04.2006, 15:11 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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30.04.2006, 14:42 Uhr von claudimaus
Bewertung: sehr hilfreichEin kaufmännischer Beruf ist eine super Grundlage. Doch die Berufschancen haben sich seit Mitte der 80ger Jahren sehr verändert. Zu dem Zeitpunkt gab es noch genügend Stellen. <br/>Schöne Grüße <br/>Claudia <br/>
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30.04.2006, 14:18 Uhr von knuddel99
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht
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30.04.2006, 13:46 Uhr von samatweb
Bewertung: sehr hilfreichHab´ ich auch gelernt...<br>Nachtrag: Einen 2,5 jährigen Ausbildungsvertrag erhält man aufgrund der Hochschulreife, ein weiteres halbes Jahr kann jeder mit guten Ausbildungsleistungen (Notendurchschnitt Berufsschule besser als 2,5) und Einverständnis des
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30.04.2006, 13:40 Uhr von bodspy
Bewertung: sehr hilfreich**<SH>** Lieben Gruß .. René
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30.04.2006, 13:36 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichEin schöner Bericht, dafür gibt es ein sh von mir.... LG Sandy :-)))
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30.04.2006, 13:00 Uhr von topware2002
Bewertung: sehr hilfreich............................///......................... <br/>.........................(o o)....................... <br/>SH-------oOO--(_)--OOo-----------
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30.04.2006, 12:37 Uhr von SuicideToday
Bewertung: sehr hilfreichWürde mich über Rückbewertung freuen... <br/>sh und lg Sui
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