Irland Testbericht

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Erfahrungsbericht von Comenter

EIn paar Tipps zur Anreise und sonstiges

Pro:

einfach gigantisch die Natur

Kontra:

schlechter öffentlicher Nahverkehr und Straßen

Empfehlung:

Ja

Erst einmal ein paar Tipps zur Anreise:
Wie ja jeder weiß, ist Irland eine Insel. Da ist es wohl jedem klar, dass man mit dem Auto oder mit dem Zug nicht anreisen kann. Die einzigen Möglichkeiten sind das Flugzeug und das Schiff (wobei man das Auto natürlich mitnehmen kann)

Flugzeug:
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Der billigste Anbieter von Flügen nach Irland ist Ryanair. Die Fluggesellschaft fliegt Kerry und Shannon an. Die Flüge starten allerdings alle in Frankfurt/Hahn. Andere Fluggesellschaften gibt es natürlich auch z.B. Air Lingus. Ich habe mal nachgeschaut, was der Flug von Stuttgart nach Shannon kostet: 550 Euro (Hin- und Rückflug zusammen). Dabei hätte ich in London umsteigen müssen. Von München fliegt auch noch eine Gesellschaft direkt nach Irland.
Wenn man mit Ryanair fliegt, sollte man bei der Buchung unbedingt mehrere Tage zur Anreise / Abreise austesten. Der Preis variiert von einem Tag auf den anderen oft um 30 Euro.
Das Flugzeug ist einfach die schnellste Alternative. Wobei man beachten muss, dass man gerade bei Ryanair nur 15 kg Gepäck mitnehmen darf. Wenn man länger als zwei Wochen in Irland bleiben möchte sollte man sich dann schon überlegen ob man nicht eher das Schiff nehmen sollte.

Schiff:
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Vom europäischen Festland aus gehen Linien von Roscoff und Le Havre (beides in Frankreich gelegen) nach Irland. Wenn man bedenkt, dass man gerade aus dem Süden Deutschlands schon einmal sehr lange braucht, bis man an der französichen Atlantikküste ist, und dann auch noch eine längere Schifffahrt mitmachen muss, da ziehe ich doch lieber das Flugzeug vor. Vor allem, da die Preise mit dem Schiff auch nicht gerade billig sind. Vom Norden Deutschlands lohnt es sich schon eher. Während meinem Aufenthalt in Irland habe ich auch nur zwei deutsche Autos gesehen und einen Bus, mit dem Kennzeichen STD (Stade bei Hamburg). Von dort aus lohnt es sich dann wohl eher die Schiffsreise auf sich zu nehmen.

Eine andere Möglichkeit nach Irland zu kommen ist über Groß-Britannien. Weitere Linien starten von hier aus. Bei dieser Variante kann man als Autofahrer auch den Eurotunnel benutzen und dann von Swansea oder Fishguard auf die irische Insel wechseln. Die Schifffahrt ist dann um einiges kürzer.

Reisedokumente:
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Irland ist in der EU, allerdings nicht im Schengener Abkommen und so gilt kein freier Personenverkehr und man muss weiterhin seine Ausweispapiere beim Flug vorzeigen.
Ich musste dies gleich dreimal beim Hinflug machen. Erst einmal beim Check-In, dann beim Boarding und dann noch einmal in Irland bevor ich mein Gepäck abholen konnte. Auch beim Rückflug wurde ich zweimal kontrolliert. Einmal beim Check-In und dann von den deutschen Behörden am Flughafen in Hahn.
Da wäre es doch wünschenswert, wenn die Iren dem Schengener Abkommen beitreten würden. Aber auch ohne sad Schengener Abkommen denke ich, dass einmal kontrollieren (also pro Flug) reichen sollte. Aber die Iren haben glaube ich fast so viel Angst wie die Amerikaner, was fliegen angeht. Wir können uns ja alle noch an den 11. Sept. 2001 erinnern. Gerade bei meinem Flug nach Barcelona habe ich meine Dokumente eigentlich nur beim Check-In gebraucht.

Also deswegen unbedingt den Personalausweis mitnehmen. Was ich auch noch raten möchte ist das Mitnehmen des Reisepasses. In meinem letzten Urlaub in Griechenland habe ich meinen Pass verloren, das war sehr viel Aufwand, eine Ausreisegenehmigung zu bekommen. Erst einmal musste ich das deutsche Konsulat suchen und dann noch Passfotos machen. Also nehmt bitte den Reisepass auch noch mit, wenn ihr einen habt. Ihr könnt euch viel Ärger ersparen.


Und dann ein paar Infos zu Irland:
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Allgemeine Informationen:
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Irland hat ca. 3,8 Mio. Einwohner. Die Insel hat eine Fläche von ca. 70 280 km². Damit ist Irland flächenmäßig etwa so groß wie Bayern (70 550 km²) und einwohnermäßig etwa so wie Rheinland-Pfalz (4,6 Mio. Einwohner). Irland ist mit Ausnahme von der Hauptstadt Dublin sehr dünn besiedelt. Es gibt außer Dublin nur noch eine Großstadt (Cork mit 123 300 Einwohnern). Die anderen großen Städte sind unter der 100.000er-Grenze. Galway (65770 Ew) und Limerick (54060 Ew) sowie Waterford (44560 Ew) kann man noch als große Städte bezeichnen. Die restlichen haben eher Kleinstadt-Charakter.

Die Insel ist wirklich überall grün. Es gibt sehr wenige Mais- oder Kornfelder. Meistens gibt es Weiden oder Wälder. Gerade in der Grafschaft Kerry wachsen überall Palmen und Fuchsienhecken, dies ist möglich, da es hier im Winter eigentlich nie unter Null Grad hat.

Wenn man durch Irland fährt, hat man den Eindruck, dass das ganze Volk von der Landwirtschaft lebt. Tausende von Kühen und Schafe bevölkern die leichten Hügel der Grafschaft Kerry. Wenn man sich Irland aber mal genau ansieht, findet man auch Industrie und vor allem Dienstleistungen. 64 % der Erwerbspersonen sind im Dienstleistungssektor beschäftigt, auch das BIP entsteht zu 60% im Dienstleistungsbereich. Doch dies soll genug Information zum Thema Wirtschaft sein. Kommen wir zum Thema Verkehr:

Irland verfügt über ein Straßennetz von 92500 km, Autobahnen gibt es nur wenige (insg. 115 km). Auch das Eisenbahnnetz ist nicht gerade gut ausgebaut. Ich kam nie in den Genuss einer Bahnfahrt, da die Züge nur selten von Tralee aus fuhren.
Ich habe dann meist den Bus genommen. So kann ich hier einiges über die Straßenzustände in Irland berichten. Die sind einfach nur schlecht. Es war mir nicht möglich im Bus ein Buch zu lesen. Die vielen Unebenheiten und Schlaglöcher der Straßen sorgten dafür, dass sich mein Buch ständig in meinen Händen bewegte und ich nichts mehr lesen konnte vor lauter zittern. Vor allem an Leihwagenfahrer hier eine Warnung: Die Straßen werden oft sehr eng, vor allem wenn es etwas bergig wird. Man sollte sich schon gut überlegen, wohin man mit dem Auto fährt.

Meine Persönlichen Eindrücke
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In diesem Teil möchte ich mehr auf meine Eindrücke, was das tägliche Leben in Irland angeht schreiben. Die Leute in Irland waren sehr freundlich. Wenn man mal allein im Pub saß, do dauerte es nicht lange, bis man von jemandem angesprochen wurde. Oft haben die Iren allerdings einen starken Dialekt. Wenn sie nicht sogar gälisch sprechen, was man absolut nicht versteht. Einiges vom Dialekt habe ich herausgehört. So sagen die Iren beim Wort „much“ nicht wie die Engländer „matsch“ sondern „mutsch“. Auch was das th angeht, so wird es in Irland eher als ein „t“ gesprochen.

Was die Pubs angeht, hier kann man relativ günstig essen. Restaurants sind unbezahlbar, wenigstens für Studenten. Man zahlt meist um die 20 Euro für ein Essen. In Hotels ist das Essen noch etwas günstiger. Hier gehen auch die Iren zum Essen.
Man holt sich übrigens seine Getränke im Pub selbst an der Theke ab und bezahlt auch gleich. Das ist ziemlich ungewohnt für uns Deutsche. Abgeräumt werden die leeren Gläser dann vom Personal. Sogar bei McDonalds und Co. Hier gibt es gar keine Tablettwägen, da die Tische immer abgeräumt werden. Das führte bei mir oft zur Verwirrung, weil ich es von Deutschland einfach zu sehr gewohnt bin, dass man in Selbstbedienungsrestaurants seine Teller aufräumt.

Das Leitungswasser hat Trinkwasserqualität. Allerdings nur die Kaltwasserleitung. Damit lässt sich auch erklären, warum es an den Waschbecken immer zwei Wasserhähne gibt. Das Warmwasser wird anscheinend nicht so gut gereinigt.

Die Öffnungszeiten in den Geschäften sind sehr unterschiedlich. Die meisten Supermärkte haben allerdings bis abends um zehn geöffnet. Meistens öffnen sie auch am Sonntag ihre Türen.

Deutsche Zeitungen gibt es in Irland recht selten. In Tralee ist es mir gelungen, eine deutsche Zeitung zu erwerben, die Zeit. Preis in Deutschland 1,60 Euro, in Irland zahlt man das Doppelte. Da überlegt man sich dann schon, ob man nicht lieber ins Internetcafe geht.

Die Iren frühstücken ziemlich komisch, in meinen Augen zumindest. Gibt es doch jeden morgen Schweinewürstchen mit Speck und Spiegelei dazu. Das wäre mir einfach zu fett am Morgen. Ich habe dann meistens nur das Toastbrot mit Marmelade gegessen. Was mir da noch einfällt: In Irland gibt es zu allem Pommes. Ich habe mir mal Lasagne bestellt. Da kam ein Teller voll mit Pommes und Salat und dazu ein etwa 10-mal 10 cm. großes Stück Lasagne. Auch wenn man Sandwichs bestellt werden einem dazu Pommes gereicht.

Preisniveau:
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Ich glaube ich habe es schon ein paar Mal im Text erwähnt, dass Irland einfach sehr teuer ist. Das Pint Guinness kostet meistens 3,30 Euro. Einmal musste ich Tempos in einem Supermarkt kaufen. Hier kostete ein Päckchen mit 10 Taschentüchern 32 Cent. Für einen gewöhnlichen Tempo-Großpack, der bei uns etwa 1,50 kostet zahlt man in Irland 3,30 Euro. So viel zum Preisniveau.

FAZIT:
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Mir hat es in Irland sehr gut gefallen. Mehr zu meinem Urlaub werdet ihr bald in meinen nächsten Berichten erfahren. Ich hoffe mal, dass ich jedem, der einen Urlaub in Irland plant jetzt ein paar Informationen über das Land, die Menschen und deren Mentalität gegeben habe.

15 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    13.10.2004, 20:30 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    da möchte ich auch mal hin