Italien Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Gewuerz
A Pisa non c'è solo il campanile!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die Überschrift heißt übersetzt: "In Pisa gibt es nicht nur den Campanile", wobei mit Campanile der schiefe Turm gemeint ist, denn wer an Pisa denkt, dem fällt fast immer nur der schiefe Turm ein.
Ich schaffe es einfach nicht aus Italien, um genau zu sein aus der Toskana, heraus zu kommen. Heute gibt’s ersteinmal einen Bericht über die Hauptstadt der Provinz Pisa in der Toskana. Und wenn die Provinz schon Pisa heißt, dann heißt die Hauptstadt genauso, Pisa!
°°°°°°°°°°°°°°°° Lage °°°°°°°°°°°°°°°°
Pisa befindet sich etwa 70 km westlich von Florenz, der Hauptstadt der Toskana, am Fluss Arno. Die Stadt zählt etwa 102.000 Einwohner und ist eines der wichtigsten Handels- und Industriezentren an der toskanischen Mittelmeerküste. Die Stadt liegt etwa 5 km zurückversetzt von der Küste und hat so keinen direkten Anschluss an das Mittelmeer, doch ist das Gebiet zwischen dem Mittelmeer und der Stadt von vielen Kanälen durchzogen. Der Grundwasserspiegel in der Stadt ist sehr hoch, was diverse Probleme mit sich bringt, wie schon viele Baumeister erfahren mussten. ;)) Aber dazu später. Aufgrund der Nähe des Meeres weht in Pisa fast immer eine leichte Brise vom Meer her und in der Nacht zum Meer hin. Aber lasst euch durch diese leichte Brise nicht täuschen!! Die Sonne ist hier genauso stark wie in der ganzen Toskana und man fängt sich schnell einen Sonnenbrand ein, was auch ich auf meiner Nase und den Wangen feststellen durfte. Auch hier steigen die Temperaturen im Sommer auf Toskana-typische 35 – 40°C. Und diese Temperaturen machen jedes Sightseeing zur Qual.
°°°°°°°°°° Sehenswürdigkeiten °°°°°°°°°°
Pisa und Sehenswürdigkeiten?? Wo soll ich da nur anfangen? Also,
- Die Stadt Pisa verfügt bereits seit 1343 über eine mathematisch- naturwissenschaftliche Universität. Aus ihr gingen Zahlreiche berühmte Wissenschaftler hervor, doch wer, das weiß ich leider nicht mehr da ich in dem Moment nicht so recht zugehört habe was mein Lehrer erzählt hat, da ich damit beschäftigt war den Durst der in der Hitze entstanden ist zu löschen.
- Weiterhin gibt es in Pisa den berühmten Platz der Wunder („Piazza die Miracoli“) (jaaaa, Miracoli heißt Wunder und hat nichts mit den Nudeln zu tun!!) an dem sich der Dom, das Baptisterium und der Campanile, der berühmte schiefe Turm von Pisa, befinden.
- Der romanische Dom mit dem Namen „Santa Maria Assunta“, dessen Bau bereits 1063 begonnen wurde, besteht, wie auch das Baptisterium, aus weißem Marmor. Dem berühmten Marmor aus Carrara. Der Innenraum des Domes ist sparsam und nicht, wie man das in vielen italienischen Kirchen sehen kann, mit übermäßig viel Prunk ausgestattet. Der Innenraum des Domes ist sehr hoch und die Decke ist mit einer Holz-Kassettendecke verziert. Dies ist ein wirklich schöner und seltener Anblick!! Aber leider ist auch der Dom seit seiner Erbauung ein paar Zentimeter in den weichen Boden Pisas versunken. Doch aufgrund des hohen Gewichtes des Doms und der großen Auflagefläche wird der Boden unter dem Dom komprimiert und das Versinken verhindert.
- Neben dem Dom steht das Baptisterium, das wie auch der Dom selber aus Blütenweißem Marmor aus Carrara besteht. Von der Form her erinnert das Baptisterium fast an eine Krone. Innen ist es, wie auch der Dom nur leicht verziert, was ich selber aber leider nicht gesehen habe, da ich mich zum entspannen auf das Gras vor dem Baptisterium gelegt habe, was eigentlich verboten ist, nur habe ich das Schild leider übersehen. Nur ein Freund, ein absoluter Hardcore-Kulturmensch, erzählte mir davon.
- Der Campanile, der Glockenturm des Domes zu Pisa, ist der weltbekannte Schiefe Turm von Pisa. Mit dem Bau des Turmes wurde im Jahr 1173 begonnen und bald wieder unterbrochen, als die Baumeister feststellten das sich der Turm auf dem weichen Boden, aufgrund des hohen Grundwasserspiegels, zu neigen begann. Der Turm wurde aber dann doch in der zweiten Hälfte des 14.Jhdt. fertiggestellt. Im Laufe des Baus versuchte man die Neigung des Turmes durch ein Zurücksetzen der Stockwerke zu verringern und so erhielt der Turm eine „Bananenform“, was recht lustig aussehen würde wenn der Turm gerade stehen würde. Von der Form her ist es ein nach oben hin zulaufender Zylinder aus 6 Stockwerken. Man kann in jedem Stockwerk auch außen herum gehen. Leider war der Turm bei meinen zwei Besuchen immer geschlossen, da man versuchte die 10° Neigung die er hatte (Ja, hatte!! Sie haben es tatsächlich geschafft den Turm einigermaßen zurück zu biegen!!) durch diverse Maßnahmen zu verringern. Bei meinem ersten Besuch hingen lediglich Gewichte am Turm. Bei meinem zweiten Besuch waren bereits die Stahlseile gespannt, die ihn hielten.
Heute ist der Dom für kleine Gruppen wieder geöffnet. Doch sollen die Preise wirklich unverschämt sein. Was aber verständlich ist bei den Kosten die die Rettung verursacht haben.
°°°°°°°°°°°°°°°° Pisa heute °°°°°°°°°°°°°°°°
Pisa ist nicht nur ein Touristenmagnet, sondern auch eine moderne Handels- und Industriestadt. Hauptproduktionszweige sind Textilien und Nahrungsmittel. Hier kann man auch durch mittelalterliche Gassen schlendern und das typisch lockere, italienische Leben beobachten. Auch in der Nacht ist ein bisschen was geboten, vor allem im Sommer wenn in der Stadt Festivals stattfinden. Doch etwas folgt einem in dieser Stadt in jede Gasse und in jeden Winkel der Stadt : Der schiefe Turm!! Vor ihm kann man hier nicht flüchten. Lokale, Bars, Restaurants sind nach ihm benannt und mit ihm verziert.
°°°°°°°°°°°°°°°° ÖPNV °°°°°°°°°°°°°°°°
Der ÖPNV ist in Pisa durchschnittlich gut ausgebaut. Hier fahren die für Italien so typischen orangen Busse durch die Gassen. Der Preis liegt bei 1.500 Lit pro fahrt. Pisa ist mit dem Zug gut von Florenz aus erreichbar. Im Stundentakt (zur Hauptverkehrszeit auch im halbstundentakt) fahren Züge von Florenz nach Pisa und das ganze zu einem Preis von nur etwa 10.-DM für die einfache Strecke. Da sollte sich die Bahn mal ein Beispiel nehmen! Zwar sind die Züge nichts für uns verwöhnte deutsche Zugfahrer, da sie alt, klapprig und relativ unsicher, ich sage nur ungesicherte Zugtüren, sind. Doch dort weiß man auch das man keine Entschädigung für einen selbst verschuldeten Unfall, wie durch das Öffnen der Türen während der Fahrt, erhält.
°°°°°°°°°°°°°°°° Fazit °°°°°°°°°°°°°°°°
Pisa ist fast ausschließlich eine Stadt für den schiefen Turm. Neben dieser Attraktion findet man eine typische Stadt wie man sie in der Toskana fast überall findet. Nur das Klima ist hier mediterraner als in den Städten im Landesinneren.
Tipp: Wer mit dem Zug in Pisa unterwegs ist, der sollte während der heißen Mittagsstunden zum Bahnhof gehen und sich da nach dem Bus nach Marina di Pisa zu erkundigen. Oder man fährt mit dem Auto nach Marina di Pisa. Dort erartet einen schöner Sandstrand zum baden und entspannen. So ist dann auch die Mittagshitze zu ertragen. Und an schönen Tagen hat man sogar Ausblick vom Strand aus auf die Alpen, die sich in der warmen Luft spiegeln. Man sieht genau die schneebedeckten Gipfel.
Ciao, Gewuerz
Ich schaffe es einfach nicht aus Italien, um genau zu sein aus der Toskana, heraus zu kommen. Heute gibt’s ersteinmal einen Bericht über die Hauptstadt der Provinz Pisa in der Toskana. Und wenn die Provinz schon Pisa heißt, dann heißt die Hauptstadt genauso, Pisa!
°°°°°°°°°°°°°°°° Lage °°°°°°°°°°°°°°°°
Pisa befindet sich etwa 70 km westlich von Florenz, der Hauptstadt der Toskana, am Fluss Arno. Die Stadt zählt etwa 102.000 Einwohner und ist eines der wichtigsten Handels- und Industriezentren an der toskanischen Mittelmeerküste. Die Stadt liegt etwa 5 km zurückversetzt von der Küste und hat so keinen direkten Anschluss an das Mittelmeer, doch ist das Gebiet zwischen dem Mittelmeer und der Stadt von vielen Kanälen durchzogen. Der Grundwasserspiegel in der Stadt ist sehr hoch, was diverse Probleme mit sich bringt, wie schon viele Baumeister erfahren mussten. ;)) Aber dazu später. Aufgrund der Nähe des Meeres weht in Pisa fast immer eine leichte Brise vom Meer her und in der Nacht zum Meer hin. Aber lasst euch durch diese leichte Brise nicht täuschen!! Die Sonne ist hier genauso stark wie in der ganzen Toskana und man fängt sich schnell einen Sonnenbrand ein, was auch ich auf meiner Nase und den Wangen feststellen durfte. Auch hier steigen die Temperaturen im Sommer auf Toskana-typische 35 – 40°C. Und diese Temperaturen machen jedes Sightseeing zur Qual.
°°°°°°°°°° Sehenswürdigkeiten °°°°°°°°°°
Pisa und Sehenswürdigkeiten?? Wo soll ich da nur anfangen? Also,
- Die Stadt Pisa verfügt bereits seit 1343 über eine mathematisch- naturwissenschaftliche Universität. Aus ihr gingen Zahlreiche berühmte Wissenschaftler hervor, doch wer, das weiß ich leider nicht mehr da ich in dem Moment nicht so recht zugehört habe was mein Lehrer erzählt hat, da ich damit beschäftigt war den Durst der in der Hitze entstanden ist zu löschen.
- Weiterhin gibt es in Pisa den berühmten Platz der Wunder („Piazza die Miracoli“) (jaaaa, Miracoli heißt Wunder und hat nichts mit den Nudeln zu tun!!) an dem sich der Dom, das Baptisterium und der Campanile, der berühmte schiefe Turm von Pisa, befinden.
- Der romanische Dom mit dem Namen „Santa Maria Assunta“, dessen Bau bereits 1063 begonnen wurde, besteht, wie auch das Baptisterium, aus weißem Marmor. Dem berühmten Marmor aus Carrara. Der Innenraum des Domes ist sparsam und nicht, wie man das in vielen italienischen Kirchen sehen kann, mit übermäßig viel Prunk ausgestattet. Der Innenraum des Domes ist sehr hoch und die Decke ist mit einer Holz-Kassettendecke verziert. Dies ist ein wirklich schöner und seltener Anblick!! Aber leider ist auch der Dom seit seiner Erbauung ein paar Zentimeter in den weichen Boden Pisas versunken. Doch aufgrund des hohen Gewichtes des Doms und der großen Auflagefläche wird der Boden unter dem Dom komprimiert und das Versinken verhindert.
- Neben dem Dom steht das Baptisterium, das wie auch der Dom selber aus Blütenweißem Marmor aus Carrara besteht. Von der Form her erinnert das Baptisterium fast an eine Krone. Innen ist es, wie auch der Dom nur leicht verziert, was ich selber aber leider nicht gesehen habe, da ich mich zum entspannen auf das Gras vor dem Baptisterium gelegt habe, was eigentlich verboten ist, nur habe ich das Schild leider übersehen. Nur ein Freund, ein absoluter Hardcore-Kulturmensch, erzählte mir davon.
- Der Campanile, der Glockenturm des Domes zu Pisa, ist der weltbekannte Schiefe Turm von Pisa. Mit dem Bau des Turmes wurde im Jahr 1173 begonnen und bald wieder unterbrochen, als die Baumeister feststellten das sich der Turm auf dem weichen Boden, aufgrund des hohen Grundwasserspiegels, zu neigen begann. Der Turm wurde aber dann doch in der zweiten Hälfte des 14.Jhdt. fertiggestellt. Im Laufe des Baus versuchte man die Neigung des Turmes durch ein Zurücksetzen der Stockwerke zu verringern und so erhielt der Turm eine „Bananenform“, was recht lustig aussehen würde wenn der Turm gerade stehen würde. Von der Form her ist es ein nach oben hin zulaufender Zylinder aus 6 Stockwerken. Man kann in jedem Stockwerk auch außen herum gehen. Leider war der Turm bei meinen zwei Besuchen immer geschlossen, da man versuchte die 10° Neigung die er hatte (Ja, hatte!! Sie haben es tatsächlich geschafft den Turm einigermaßen zurück zu biegen!!) durch diverse Maßnahmen zu verringern. Bei meinem ersten Besuch hingen lediglich Gewichte am Turm. Bei meinem zweiten Besuch waren bereits die Stahlseile gespannt, die ihn hielten.
Heute ist der Dom für kleine Gruppen wieder geöffnet. Doch sollen die Preise wirklich unverschämt sein. Was aber verständlich ist bei den Kosten die die Rettung verursacht haben.
°°°°°°°°°°°°°°°° Pisa heute °°°°°°°°°°°°°°°°
Pisa ist nicht nur ein Touristenmagnet, sondern auch eine moderne Handels- und Industriestadt. Hauptproduktionszweige sind Textilien und Nahrungsmittel. Hier kann man auch durch mittelalterliche Gassen schlendern und das typisch lockere, italienische Leben beobachten. Auch in der Nacht ist ein bisschen was geboten, vor allem im Sommer wenn in der Stadt Festivals stattfinden. Doch etwas folgt einem in dieser Stadt in jede Gasse und in jeden Winkel der Stadt : Der schiefe Turm!! Vor ihm kann man hier nicht flüchten. Lokale, Bars, Restaurants sind nach ihm benannt und mit ihm verziert.
°°°°°°°°°°°°°°°° ÖPNV °°°°°°°°°°°°°°°°
Der ÖPNV ist in Pisa durchschnittlich gut ausgebaut. Hier fahren die für Italien so typischen orangen Busse durch die Gassen. Der Preis liegt bei 1.500 Lit pro fahrt. Pisa ist mit dem Zug gut von Florenz aus erreichbar. Im Stundentakt (zur Hauptverkehrszeit auch im halbstundentakt) fahren Züge von Florenz nach Pisa und das ganze zu einem Preis von nur etwa 10.-DM für die einfache Strecke. Da sollte sich die Bahn mal ein Beispiel nehmen! Zwar sind die Züge nichts für uns verwöhnte deutsche Zugfahrer, da sie alt, klapprig und relativ unsicher, ich sage nur ungesicherte Zugtüren, sind. Doch dort weiß man auch das man keine Entschädigung für einen selbst verschuldeten Unfall, wie durch das Öffnen der Türen während der Fahrt, erhält.
°°°°°°°°°°°°°°°° Fazit °°°°°°°°°°°°°°°°
Pisa ist fast ausschließlich eine Stadt für den schiefen Turm. Neben dieser Attraktion findet man eine typische Stadt wie man sie in der Toskana fast überall findet. Nur das Klima ist hier mediterraner als in den Städten im Landesinneren.
Tipp: Wer mit dem Zug in Pisa unterwegs ist, der sollte während der heißen Mittagsstunden zum Bahnhof gehen und sich da nach dem Bus nach Marina di Pisa zu erkundigen. Oder man fährt mit dem Auto nach Marina di Pisa. Dort erartet einen schöner Sandstrand zum baden und entspannen. So ist dann auch die Mittagshitze zu ertragen. Und an schönen Tagen hat man sogar Ausblick vom Strand aus auf die Alpen, die sich in der warmen Luft spiegeln. Man sieht genau die schneebedeckten Gipfel.
Ciao, Gewuerz
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