Jethro Tull Testbericht

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Erfahrungsbericht von stephan_1

Jehtro Tull - Best Of CD

Pro:

Gutes \

Kontra:

Für echte Fans zu wenig

Empfehlung:

Ja

Inhaltsverzeichnis:
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0. Mein Musikgeschmack (fast ident mit dem Punkt bei den anderen Musik-Alben-Berichten!)
I. Zur Band
II. Zum Album
III. Zu den Liedern
IV. Gesamturteil



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0. Mein Musikgeschmack
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... ist sehr weit gefächert: Ich höre alles gerne, was ich als Musik von guten (entweder technisch guten, oder auch einfach engagierten) Musikern empfinde. Richtig toll finde ich dann jene Musik, wo bei oben genannten Elemente zusammentreffen :-) !!
So finden sich in meiner CD-Sammlung eigentlich die volle Palette: Von Händel bis Metallica. Von U2 bis Green Day (Naja, das sind ja nun nicht die besten Musiker, aber die Texte gefallen :-) !!). Von Chormusik bis (eben) Jethro Tull. usw.


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I. Zur Band:
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Jethro Tull werden ja oft liebevoll \"die einzige Hard-Rock-Band mit Querflöte\" genannt (verwende ich auch immer als Einstiegserklärung für Unkundige :-) !!), aber spielt Jethro Tull wirklich Hard Rock?
Ich würde sagen: Nicht nur!!

Die Band an sich ist ja auch keine Band im klassischen Sinn, sondern über die Jahre hinweg gesehen eigentlich eine immer neue Ansammlung von Musikern rund um Bandleader, Mastermind, Sänger und Flötist Ian Anderson! (Insgesamt habe ich in den diversen Alben bisher 23 echte Bandmitglieder!! (also nicht etwa Gastmusiker) gezählt!!). Und in diesen diversen Formationen hat es \"die Band\" auf 19 (offizielle) Alben gebracht!

Den eigenen Stil bezeichnet dann auch Ian Anderson im Booklet dieser Best-Of CD als sehr weitgefächerten: Prog Rock, Folk Rock, Art Rock, Hard und Soft Rock und sogar Ba Rock (nettes Wortspielchen :-) !!)
Beeinflusst sieht er sich von \"The Stranglers\" und \"Pink Floyd\", sowie irischen, palästinensischen und klassischen Musikern.


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II. Zum Album:
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Die klassische Frage ist ja: Kaufe ich mir nun von einer tollen Band das Best Of-Album, oder doch lieber die bestene Einzelnen!?! Manchmal sind ja auch nicht einmal alle Lieder die man als \"die Besten\" empfindet auf so einer \"Best Of\" drauf
Das ist in gewisser Weise auch hier der Fall, da Jethro Tull ja so eine Unmenge an Songs in verschiedenen Stilen produziert hat. So ist dieses Album sicher als eine Kompromisslösung zu sehen: Von Allem einbischen, damit für jeden was drauf ist.
Für einen Fan mit beschränkten finanziellen Mittel - so finde ich - ist ein guter Kompromiss gelungen. Wer sich´s leisten kann soll sich ruhig alle Albne kaufen :-) !!


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III. Zu den Liedern:
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(Titel Spieldauer)


1. Living in the past 3.19

Der erste Titel begrüsst einen gleich in Jethro-Tull-Manier: Flöten-Intro/-Solos, rythmische/schwingende Melodie und sparsam aber sorgfältig eingesetzter Text. Ein \"faires\" erstes Lied: Wem das gefällt, der ist hier richtig. Alle anderen können rechtzeitig abschalten :-) !! (Ich ärgere mich auch immer, wenn das erste Lied eines Albums eigentlich nichts über den Gesamtinhalt aussagt!)

7/10


2. Aqualung 6.35

Viel härter als bei \"Aqualung\" wird es nicht mehr. (Wie gesagt: Keine Headbanger-Band!! - Hard Rock war halt auch mal softer als man glaubt :-) !!)
Wobei aber auch nur der Refrain als \"hart\" zu bezeichnen ist. Die Strophen sind lyrisch. (Stimme aus dem Hintergrund - leicht mystisch.)
Aber man bekommt auch Gitarren-Soli und überraschende Tempi-Wechsel zu hören.

9/10


3. Sweet Dream 4.02

Vom Intro haben sich wohl viele Bands was abgeschaut(-hört). Bei Jethro Tull geht es dann halt nicht mit harten Gitarren, sondern auch mal mit Bläsern und klarem Gesang weiter in eine melodiöse Hymne statt in Standard-Metal !!

9/10


4. The Wistler 3.28

In diesem irisch angehauchtes Stück zeigt Ian Anderson - wie auch der Name des Liedes schon andeutet - wieder einmal sein technischen Geschick auf der Querflöte.

9/10


5. Bungle in the jungle 3.35

Wirklich 80er-Jahre Dschungel-Feeling!! Hier beweist Jethro Tull auch wieder, wie viele verschiedenste Instrumente auch in rockigeren Nummern wie aus einem Guss klingen können!

10/10


6. The witch´s promise 3.49

Sehr ruhige Ballade, die zwar nicht vor Schlagzeug-Einsatz zurückschreckt, sonst aber doch etwas schwerer zu verdauen ist und auch schon mal langweilig wirken kann.

6/10


7. Locomotive breath 4.24

Wohl eines der bekanntesten Lieder von Jethro Tull (zumindest in meinem Bekanntenkreis)! Sicherlich auch deshalb, weil man es noch am ehesten als \"Mainstream\" bezeichnen würde und es deshalb auch heute auf diversen Radiostationen noch immer gerne gespielt wird. (Was bei den restlichen Liedern ja leider nicht der Fall ist!)
Auf diesem Album aber nicht in der bekannten Radio-Version, sonder die Original-Version mit über-1-minütigem Klavier-Intro und etwas \"coolerem\" Gesamtklang. Wer bei diesen drängenden Gitarren und der fordernden Stimme ruhig sitzen bleiben kann, der ist selber schuld :-) !!

10/10


8. Steel monkey 3.36

Beginnt wie eine ZZ-Top-Nummer und ist sicher auch eine der rockigsten auf dem Album! Dezente Overdrive-Gitarre (! - heutzutage ja unvorstellbar!!) und rauchige Stimme.

9/10


9. Thick as a brick 3.00

Liedermacher-Nummer. Klingt eher nach Cat Stevens mit zusätzlicher Flötenbegleitung.

6/10


10. Bourée 3.44
(Instrumentalstück)

Ba Rock in seiner puren Form. Hier an Hand der Bourée von Johann Sebastian Bach demonstriert. Und Ian Anderson zeigt, dass er sowohl klassische, als auch fast schon \"panflötenartige\" Querflöte beherrscht! Rockt ganz schön zwischen den klassischen Klängen!!

8/10


11. Too old to rock´n´roll: too young to die 3.54
(Eines von 3 neu editierte Lieder auf dem Best Of-Album - Hat ihm leider meiner Meinung nach eher geschadet!)

Für heutige Hard Rock-Begriffe ist der Titel wohl eindeutig zu-viel-versprechend. Ein echter Headbanger muss von dem Lied fast enttäuscht sein!
Mein Tipp: Mal genau auf den Text achten und geniessen. Allerdings eben nichts zum einfach so spielen. (Deshalb auch die schlechtere Berwertung des Liedes.)

5/10


12. Life is a long song 3.16

Hier wird´s wieder ein bischen Irisch. Zwar tiefgehender Text (siehe Titel), von der Melodie her aber leider nicht viel mehr als ein nettes Liedchen.

6/10


13. Songs from the wood 4.51

Das ist wieder ein Stück, das ich unter Folk-Rock einordnen würde. Teilweise mehrstimmiger Gesang, dezente, aber auch manchmal schön schräge(!) Musikbegleitung. Schwebt damit irgendwo zwischen Minnegesang und \"Irish Folk - Rock - Crossover\"...

7/10


14. A new day yesterday 4.08

Ein rockiger Blues - wie geschaffen für den coolen Bassisten. Tolles Feeling von tollen Musikern mit immer leichten Variationen von Strophe zu Strophe. Was halt einen guten Blues für einen aufmerksamen Zuhörer so ausmacht!

10/10


15. Heavy Horses 3.19
(Der zweite nachbearbeitete Titel!)

Beginnt wie ein irisches Volkslied; wird ein wenig \"böser\" (aber nicht allzu sehr!); und schwenkt schliesslich zwischen einer gewissen Melancholie und härteren Zwischenspielen.

8/10


16. Broadsword 4.59

Der Titel täuscht nicht: Eine härtere Nummer über Krieg und Kampf. Aber nicht in der (für mich doch eher bedenklichen!) Man\'o\' War - Manier, sondern tiefgründig, in etwas mittelalterlichem Flair.

9/10


17. Root to branches 5.11

Mystisch-hartes Lied mit viel Querflöte und vielen \"irischen Wurzeln\". Auch hier trifft´s also der Titel (\"Von den Wurzeln zu den Blättern\") wieder: Die volle musikalische Entwicklung von Jethro Tull ist in diesem Lied zu erahnen!

10/10


18. A song for Jeffrey 3.17

Hier beginnt Ian Anderson wieder mit diesem typischen Panflöten-Klang auf der Querflöte (für mich als Nicht-Flötisten völlig unnachvollziehbar wie so etwas klanglich zu schaffen ist!?!) Gerader, durchdringender Rythmus. Dahinter(!) eine bluesige Stimme. Cooles Werk an das man sich erst langsam herantasten muss.

7/10


19. Minstrel in the gallery 3.49
(Das dritte nachbearbeitete Lied)

Hier ruckt es zum Schluss noch mal kräftiger: Klassischer Gitarren-Rock - das aber vom Allerfeinsten. Eindeutig die gelungenste Nachbearbeitung. Scheinbar auch unter Einarbeitung der Live-Erfahrungen mit diesem Lied. (Tolle Live-Nummer, die die Zuordnung von Jethro Tull zum Hard Rock - zumindest live - voll rechtfertigt!)

10/10


20. Cheerio 1.10

Irisches Volkslied zum ruhigen Ausklang. Was soll man da noch sage:. Wenn man irische Musik grundsätzlich mag, ein toller Bonustrack; Sonst kann man ja auch mal früher aussschalten. (Gerade da das Album ja wirklich sehr umfangreich ist!)

4/10



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IV. Gesamturteil:
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Nicht nur für Fans, aber Achtung: hat schon etwas nostalgisches an sich. Also nicht unbedingt automatisch geeignet für alle Hard Rock-Fans. (Natürlich wieder so eine Genre-Frage! Aber nachdem bei unserem lokalen Radiosende dauernd von der Metal-Band \"Bon Jovi\" (!!) geredet wird habe ich überhaupt keine Ahnung mehr, ob ich die Begriffe überhaupt richtig zuordne :-) !!!

Toll als Hintergrundmusik. Aber auf Grund der fantastischen Musiker und der sehr guten Texte auch ein Genuss beim konzentrierten Zuhören. Das macht für mich einen der wichtigsten Punkte von guter Musik aus!

Deshalb die 5 Sterne Gesamtnote, auch wenn Einzellieder nicht dem Gesamtniveau entsprechen!



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Ich schreibe bei ciao.com unter dem selben Namen und bei dooyoo.de als \"s.t.e.p.h.a.n\"!

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