Jurassic Park 3 (DVD) Testbericht
Erfahrungsbericht von Filfar
Another Walk in the Park
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
„Aller guten Dinge sind Drei“ sagt der Volksmund – aber der lernte ja auch sprechen lange Zeit bevor sich in Hollywood der Wahn durchsetzte, erfolgreiche Kinofilme das ein und das andere Mal fortzusetzen. Doch genau darum soll es im Folgenden gehen. Um das, was dabei herauskommt, wenn man sich von einer Filmidee nicht lösen kann und sie häufiger aufbereitet, als es ihr bekommt.
Den Anlass hierfür bietet die zweite Fortsetzung des Saurier-Spektakels „Jurassic Park“ (künftig JP abgekürzt), welche in diesen Tagen auf Video und DVD herausgekommen ist.
Die ersten Bilder des dritten Teils erinnern sehr stark an den Auftakt des Vorgängers. Wieder gleitet die Kamera über das Wasser. Wieder ist das Ziel eine einsame Insel. Wieder sind einige Ausflügler unterwegs. Doch dieses Mal geht es nicht um ein Picknick, dieses Mal segeln zwei Drachenflieger durch die Lüfte, werden aus unbekanntem Grund von ihrem Begleitboot getrennt und müssen auf der besagten Insel notlanden. Das ist nun wirklich originell. Zeitgleich, wenn auch einige Tausend Kilometer entfernt, aber mindestens genauso originell, erklärt Paläontologe Allan Grant einem sehr enttäuschten Publikum, dass ihn nichts auf die Dino-Insel zurückbringen könnte, die er in „JP I“ kennen und fürchten gelernt hatte. Bei diesen Worten guckt Grant derart ernst in die Kamera, dass auch der Letzte von diesem Moment an weiß: er wird zurückkehren.
Dies macht er auf Bitten des Ehepaars Kirby, die nach eigenen Angaben lediglich einen Rundflug über die Insel antraten möchten. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das Flugzeug verunglückt und der Jurassic Park erhält erneuten menschlichen Besuch. Danach läuft es ab nach Schema F: sie rennen und klettern, doch die Dinos sind schneller oder springen höher. Schwund ist immer und die Frage ist eigentlich nur: wen trifft es als nächsten (das war ein Scherz – selbst dies ist zumeist vorhersehbar)...
Tja, wie bereits eingangs angedeutet sind dritte Teile oftmals nicht gerade vom Glück verfolgt. Aber es muss sie ja auch einerseits nicht unbedingt geben. Dennoch bevölkern sie andererseits zwischenzeitlich in regelmäßigen Abständen die Kino-Leinwände und anschließend die Videotheken. Es sind nun wahrlich nicht alle Fortsetzungen schlecht. Jedoch die meisten. So zum Beispiel bei „Der weiße Hai“ von Steven Spielberg, der einer der Vorreiter war. Das Original kennen wohl viele. Die Nachfolger wurden dann von den Fluten des Vergessens hinfort gespült. War wohl besser so. Beim nächsten Mehrteiler behielt Spielberg dann die vollständige Kontrolle und so entstand die Indiana-Jones-Trilogie. Ob man nun jeden einzelnen Teil als Meisterwerk der Filmgeschichte bezeichnen kann, sei dahin gestellt. Aber zweifelsfrei handelt es sich um überragende Unterhaltungsfilme. Etwas in dieser Art wollte Spielberg dann auch mit „JP“ schaffen.
Das erste Auftreten der Dinos war dementsprechend eine Kino-Sensation. Immerhin gelang es den Tricktechnikern von George Lucas’ Wunderschmiede ILM dessen Duz-Freund Spielberg absolut realistisch wirkende Saurier auf die Leinwand zu zaubern. „JP I“ war voll auf diese Wirkung hin inszeniert, vernachlässigte dabei die Story, übte sich aber ein wenig in Kritik der ungebremsten Gen-Technologie. Der geplante Erfolg sollte nicht ausbleiben und damit war auch Runde 2 eingeleitet. Die brachte dann noch weniger Story, noch weniger Kritik, dafür mehr Dinos, mehr Tote, aber dennoch weniger Erfolg. Der sollte jedoch für einen abermaligen Aufguss reichen. Warum? Darüber hat sich schon die gute Tante Jinky an kundiger Stelle ausgelassen.
Steven Spielberg überließ die Inszenierung seinem Regie-Kumpel Joe „Jumanji“ Johnston. Der trat die Nachfolge nach der Devise „Einem geschenkte Gaul (kleine Reminiszenz an die kürzlich verstorbene Hildegard Knef) schaut man nicht ins Maul“ an und dürfte damit die JP-Serie endgültig zu Grabe getragen haben. Woran es liegt, lässt sich nicht ganz so leicht ausmachen. Wo Spielberg beispielsweise jeweils 120 Minuten benötigte, spult Johnston sein Programm in knapp 90 Minuten ab. Was bedeutet, dass sich der Film auf die Verfolgungsjagden und die Fressgewohnheiten der Urviecher konzentriert. Dies war sicher noch die klügste Entscheidung, denn der Anblick der Echsen an sich konnte wohl niemanden mehr von den Sitzen reißen, folgerichtig sind die Saurier ständig in Aktion. Und dennoch funktioniert das Konzept nicht. Dies ist m. E. darauf zurückzuführen, dass JP III überwiegend in Bildern gehalten wurde, die ständig an die ersten beiden Teile erinnern. Dadurch ist der Zuschauer beherrscht von der Überlegung, welchen der Vorgänger-Filme er die einzelnen Szenen zuordnen soll. Das ist nicht sonderlich spannend – eher ermüdend.
So wurde einst ein Nachwuchs-T-Rex entführt, jetzt sind es Raptoren-Eier; einst entwickelte sich ein Luxus-Wohnmobil zum Dino-Spielzeug, jetzt ist es ein Flugzeug-Wrack; Raptoren-Attacke auf engstem Raum oder die Flucht über ein freies Feld mitten durch eine Saurier-Herde – alles schon einmal da gewesen.
Tricktechnisch gesehen überzeugt JP III hingegen auf ganzer Linie, die Dinos wirken abermals lebensecht. Wie bei seinen Vorgängern wurden jedoch Mensch-Saurier-Szenen, die vielleicht das Gegenteil hätten belegen können, weitgehend vermieden. Hier zahlt es sich aus, dass JP III als Familienfilm angelegt ist und daher allzu brutale Sequenzen tunlichst zu vermeiden waren. Operation vollends gelungen. Aber gerade diese Spezialeffekte, die Teil 1 und mit Abstrichen auch Teil 2 noch zu Erlebnissen machten, bringen Teil 3 einen weiteren Nachteil. Denn perfekt animierte Urechsen kann jeder, der will, bereits im Fernsehen als BBC-Dokumentation anschauen. Deshalb muss jedenfalls kein Kinosaal mehr aufgesucht werden. Die Fernsehfilme haben darüber hinaus auch den Anspruch, auf tatsächlichen paläontologischen Erkenntnissen beruhende Science Fiction zu zeigen – JP III bietet nur Fiction. Dies führt dazu, dass einer der vermeintlichen Stars von JP III – der Spinosaurus – zu einem wissenschaftlichen Flop geriet: Während er auf der Leinwand vornehmlich auf Menschenjagd geht, wenn nicht gerade ein Duell mit einem T-Rex auf der Tagesordnung steht, so soll sich der „echte“ Spinosaurus ausschließlich von Fisch ernährt haben. Das hätte niemand sehen wollen – oder vielleicht auch doch, eben im TV.
Letztlich störend wirkte auch die Dramaturgie, die sogar für 12jährige Zuschauer zu durchschaubar sein dürfte. Da wird schon auf den Filmplakaten unverhohlen mit Flugsauriern geworben, trotzdem müssen zwei Drittel des Films vergehen, bevor sie zu sehen sind. Der Auftritt wird zudem in denkbar blödesten weise angekündigt. Da vergeht einem wahrlich der Spaß.
Die Zeitschrift „Cinema“ hat es in ihrer Filmkritik auf den Punkt gebracht als sie JP III mit einem Besuch bei McDonald’s verglich: Man weiß, was auf der Speisekarte steht, allein die Frage, welches Spielzeug das Happy Meal enthält, birgt die Überraschung. Doch seien wir ehrlich. Von Zeit zu Zeit geht man auch einen Burger essen.
Weg vom Film, hin zur DVD. Die bietet neben dem Hauptfilm noch einiges an Zusatzmaterial. Zu allererst wäre da ca. 22 minütige Making of zu nennen. Dies verschafft jedem Interessierten einen Einblick in die Produktion des Folge-Nachfolgers. Zugegebenermaßen fällt die Hintergrund-Info nicht sonderlich kritisch aus, aber was soll’s. Immerhin steht am Ende das Eingeständnis, dass der Film vorwiegend auf ein Popcorn-mampfendes Publikum abzielte – Pech für den, der ins Kino geht, um sich einen Film anzugucken.
Eine weitere kurze Dokumentation stellt dann die „Neuen“ vor. Die Saurier also, die bei JP ihre Premiere erleben. Hierzu zählen natürlich die bereits erwähnten Kaltblüter wie der Flugsaurier Pteranodon oder der Landgigant Spinosaurus . Wer sich zudem - zum Beispiel wie ich – über den eigenartigen Bewuchs auf den Schädeln der Velociraptoren gewundert hat – hier ist die Antwort. Dies entspricht angeblich den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die einem JP-Zuschauer nicht vorenthalten werden sollten. In kleinen Dingen ist JP III sehr großzügig.
Danach folgt eine Tour durch die Effekte-Welt von Stan Winston, der mit realen Modellen arbeitete. Konsequenterweise haben aber auch die CGI-Künstler von ILM Berücksichtigung gefunden. Auch den „echten“ Forschern widmet die DVD dann ein paar Minuten, man sieht sie Fossilien aus der Erde klopfen und ahnt, wie aufregend der Job sein muss.
Weiterhin sind noch ein paar Specials über spezielle Spezialeffekte oder Storyboards vorhanden, aber dies läuft dann nur noch in der Rubrik „Füllmaterial“, ist m. E. kaum sehenswert. Abschließend wurden noch zahlreich Trailer auf die DVD gepackt. Darunter auch ein Ausblick auf den Sommer 2002. Dann erscheint nämlich die Zurück-in-die-Zukunft-Trilogie auf DVD. Ein Dreiteiler, den ich noch in bester Erinnerung behalten habe. Außerdem ein versöhnlicher Abschluss dieser Abrechnung mit Fortsetzungsfilmen.
Der hat zur Folge, dass ich die DVD-Ausgabe, die auch ansonsten durch hervorragende Bild- und Tonqualität besticht, eine weitaus bessere Beurteilung zukommen lasse, als der Film selbst sie je verdient hätte.
Fazit:
War JP I noch ein bisweilen humorvolles Spiel mit der Erkenntnis, das sich die Menschheit nicht nur den eigenen Untergang bereitet, sondern dabei auch noch vor Stolz kaum noch gehen kann, und JP II ein schon nicht mehr ganz so gelungener Hinweis darauf, dass sich nichts so beharrlich hält, wie die Weigerung der meisten Menschen, aus den eigenen Fehlern zu lernen, so ist JP III...tja, eigentlich völlig überflüssig. Dies aber auf DVD wenigstens hübsch verpackt und anzuschauen
Den Anlass hierfür bietet die zweite Fortsetzung des Saurier-Spektakels „Jurassic Park“ (künftig JP abgekürzt), welche in diesen Tagen auf Video und DVD herausgekommen ist.
Die ersten Bilder des dritten Teils erinnern sehr stark an den Auftakt des Vorgängers. Wieder gleitet die Kamera über das Wasser. Wieder ist das Ziel eine einsame Insel. Wieder sind einige Ausflügler unterwegs. Doch dieses Mal geht es nicht um ein Picknick, dieses Mal segeln zwei Drachenflieger durch die Lüfte, werden aus unbekanntem Grund von ihrem Begleitboot getrennt und müssen auf der besagten Insel notlanden. Das ist nun wirklich originell. Zeitgleich, wenn auch einige Tausend Kilometer entfernt, aber mindestens genauso originell, erklärt Paläontologe Allan Grant einem sehr enttäuschten Publikum, dass ihn nichts auf die Dino-Insel zurückbringen könnte, die er in „JP I“ kennen und fürchten gelernt hatte. Bei diesen Worten guckt Grant derart ernst in die Kamera, dass auch der Letzte von diesem Moment an weiß: er wird zurückkehren.
Dies macht er auf Bitten des Ehepaars Kirby, die nach eigenen Angaben lediglich einen Rundflug über die Insel antraten möchten. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das Flugzeug verunglückt und der Jurassic Park erhält erneuten menschlichen Besuch. Danach läuft es ab nach Schema F: sie rennen und klettern, doch die Dinos sind schneller oder springen höher. Schwund ist immer und die Frage ist eigentlich nur: wen trifft es als nächsten (das war ein Scherz – selbst dies ist zumeist vorhersehbar)...
Tja, wie bereits eingangs angedeutet sind dritte Teile oftmals nicht gerade vom Glück verfolgt. Aber es muss sie ja auch einerseits nicht unbedingt geben. Dennoch bevölkern sie andererseits zwischenzeitlich in regelmäßigen Abständen die Kino-Leinwände und anschließend die Videotheken. Es sind nun wahrlich nicht alle Fortsetzungen schlecht. Jedoch die meisten. So zum Beispiel bei „Der weiße Hai“ von Steven Spielberg, der einer der Vorreiter war. Das Original kennen wohl viele. Die Nachfolger wurden dann von den Fluten des Vergessens hinfort gespült. War wohl besser so. Beim nächsten Mehrteiler behielt Spielberg dann die vollständige Kontrolle und so entstand die Indiana-Jones-Trilogie. Ob man nun jeden einzelnen Teil als Meisterwerk der Filmgeschichte bezeichnen kann, sei dahin gestellt. Aber zweifelsfrei handelt es sich um überragende Unterhaltungsfilme. Etwas in dieser Art wollte Spielberg dann auch mit „JP“ schaffen.
Das erste Auftreten der Dinos war dementsprechend eine Kino-Sensation. Immerhin gelang es den Tricktechnikern von George Lucas’ Wunderschmiede ILM dessen Duz-Freund Spielberg absolut realistisch wirkende Saurier auf die Leinwand zu zaubern. „JP I“ war voll auf diese Wirkung hin inszeniert, vernachlässigte dabei die Story, übte sich aber ein wenig in Kritik der ungebremsten Gen-Technologie. Der geplante Erfolg sollte nicht ausbleiben und damit war auch Runde 2 eingeleitet. Die brachte dann noch weniger Story, noch weniger Kritik, dafür mehr Dinos, mehr Tote, aber dennoch weniger Erfolg. Der sollte jedoch für einen abermaligen Aufguss reichen. Warum? Darüber hat sich schon die gute Tante Jinky an kundiger Stelle ausgelassen.
Steven Spielberg überließ die Inszenierung seinem Regie-Kumpel Joe „Jumanji“ Johnston. Der trat die Nachfolge nach der Devise „Einem geschenkte Gaul (kleine Reminiszenz an die kürzlich verstorbene Hildegard Knef) schaut man nicht ins Maul“ an und dürfte damit die JP-Serie endgültig zu Grabe getragen haben. Woran es liegt, lässt sich nicht ganz so leicht ausmachen. Wo Spielberg beispielsweise jeweils 120 Minuten benötigte, spult Johnston sein Programm in knapp 90 Minuten ab. Was bedeutet, dass sich der Film auf die Verfolgungsjagden und die Fressgewohnheiten der Urviecher konzentriert. Dies war sicher noch die klügste Entscheidung, denn der Anblick der Echsen an sich konnte wohl niemanden mehr von den Sitzen reißen, folgerichtig sind die Saurier ständig in Aktion. Und dennoch funktioniert das Konzept nicht. Dies ist m. E. darauf zurückzuführen, dass JP III überwiegend in Bildern gehalten wurde, die ständig an die ersten beiden Teile erinnern. Dadurch ist der Zuschauer beherrscht von der Überlegung, welchen der Vorgänger-Filme er die einzelnen Szenen zuordnen soll. Das ist nicht sonderlich spannend – eher ermüdend.
So wurde einst ein Nachwuchs-T-Rex entführt, jetzt sind es Raptoren-Eier; einst entwickelte sich ein Luxus-Wohnmobil zum Dino-Spielzeug, jetzt ist es ein Flugzeug-Wrack; Raptoren-Attacke auf engstem Raum oder die Flucht über ein freies Feld mitten durch eine Saurier-Herde – alles schon einmal da gewesen.
Tricktechnisch gesehen überzeugt JP III hingegen auf ganzer Linie, die Dinos wirken abermals lebensecht. Wie bei seinen Vorgängern wurden jedoch Mensch-Saurier-Szenen, die vielleicht das Gegenteil hätten belegen können, weitgehend vermieden. Hier zahlt es sich aus, dass JP III als Familienfilm angelegt ist und daher allzu brutale Sequenzen tunlichst zu vermeiden waren. Operation vollends gelungen. Aber gerade diese Spezialeffekte, die Teil 1 und mit Abstrichen auch Teil 2 noch zu Erlebnissen machten, bringen Teil 3 einen weiteren Nachteil. Denn perfekt animierte Urechsen kann jeder, der will, bereits im Fernsehen als BBC-Dokumentation anschauen. Deshalb muss jedenfalls kein Kinosaal mehr aufgesucht werden. Die Fernsehfilme haben darüber hinaus auch den Anspruch, auf tatsächlichen paläontologischen Erkenntnissen beruhende Science Fiction zu zeigen – JP III bietet nur Fiction. Dies führt dazu, dass einer der vermeintlichen Stars von JP III – der Spinosaurus – zu einem wissenschaftlichen Flop geriet: Während er auf der Leinwand vornehmlich auf Menschenjagd geht, wenn nicht gerade ein Duell mit einem T-Rex auf der Tagesordnung steht, so soll sich der „echte“ Spinosaurus ausschließlich von Fisch ernährt haben. Das hätte niemand sehen wollen – oder vielleicht auch doch, eben im TV.
Letztlich störend wirkte auch die Dramaturgie, die sogar für 12jährige Zuschauer zu durchschaubar sein dürfte. Da wird schon auf den Filmplakaten unverhohlen mit Flugsauriern geworben, trotzdem müssen zwei Drittel des Films vergehen, bevor sie zu sehen sind. Der Auftritt wird zudem in denkbar blödesten weise angekündigt. Da vergeht einem wahrlich der Spaß.
Die Zeitschrift „Cinema“ hat es in ihrer Filmkritik auf den Punkt gebracht als sie JP III mit einem Besuch bei McDonald’s verglich: Man weiß, was auf der Speisekarte steht, allein die Frage, welches Spielzeug das Happy Meal enthält, birgt die Überraschung. Doch seien wir ehrlich. Von Zeit zu Zeit geht man auch einen Burger essen.
Weg vom Film, hin zur DVD. Die bietet neben dem Hauptfilm noch einiges an Zusatzmaterial. Zu allererst wäre da ca. 22 minütige Making of zu nennen. Dies verschafft jedem Interessierten einen Einblick in die Produktion des Folge-Nachfolgers. Zugegebenermaßen fällt die Hintergrund-Info nicht sonderlich kritisch aus, aber was soll’s. Immerhin steht am Ende das Eingeständnis, dass der Film vorwiegend auf ein Popcorn-mampfendes Publikum abzielte – Pech für den, der ins Kino geht, um sich einen Film anzugucken.
Eine weitere kurze Dokumentation stellt dann die „Neuen“ vor. Die Saurier also, die bei JP ihre Premiere erleben. Hierzu zählen natürlich die bereits erwähnten Kaltblüter wie der Flugsaurier Pteranodon oder der Landgigant Spinosaurus . Wer sich zudem - zum Beispiel wie ich – über den eigenartigen Bewuchs auf den Schädeln der Velociraptoren gewundert hat – hier ist die Antwort. Dies entspricht angeblich den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die einem JP-Zuschauer nicht vorenthalten werden sollten. In kleinen Dingen ist JP III sehr großzügig.
Danach folgt eine Tour durch die Effekte-Welt von Stan Winston, der mit realen Modellen arbeitete. Konsequenterweise haben aber auch die CGI-Künstler von ILM Berücksichtigung gefunden. Auch den „echten“ Forschern widmet die DVD dann ein paar Minuten, man sieht sie Fossilien aus der Erde klopfen und ahnt, wie aufregend der Job sein muss.
Weiterhin sind noch ein paar Specials über spezielle Spezialeffekte oder Storyboards vorhanden, aber dies läuft dann nur noch in der Rubrik „Füllmaterial“, ist m. E. kaum sehenswert. Abschließend wurden noch zahlreich Trailer auf die DVD gepackt. Darunter auch ein Ausblick auf den Sommer 2002. Dann erscheint nämlich die Zurück-in-die-Zukunft-Trilogie auf DVD. Ein Dreiteiler, den ich noch in bester Erinnerung behalten habe. Außerdem ein versöhnlicher Abschluss dieser Abrechnung mit Fortsetzungsfilmen.
Der hat zur Folge, dass ich die DVD-Ausgabe, die auch ansonsten durch hervorragende Bild- und Tonqualität besticht, eine weitaus bessere Beurteilung zukommen lasse, als der Film selbst sie je verdient hätte.
Fazit:
War JP I noch ein bisweilen humorvolles Spiel mit der Erkenntnis, das sich die Menschheit nicht nur den eigenen Untergang bereitet, sondern dabei auch noch vor Stolz kaum noch gehen kann, und JP II ein schon nicht mehr ganz so gelungener Hinweis darauf, dass sich nichts so beharrlich hält, wie die Weigerung der meisten Menschen, aus den eigenen Fehlern zu lernen, so ist JP III...tja, eigentlich völlig überflüssig. Dies aber auf DVD wenigstens hübsch verpackt und anzuschauen
13 Bewertungen, 1 Kommentar
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23.04.2002, 10:53 Uhr von corneliahoefig
Bewertung: sehr hilfreichherzlich wilkommen bei yopi.gruß conny
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