Knossos Freilichtmuseum Testbericht

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Erfahrungsbericht von isime

Knossos, die bedeutendste Stadt der Minoer

Pro:

Bedeutende Überreste der alten Paläste aus Minoischer Zeit

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Kein Besucher Kretas sollte die Insel verlassen ohne die bedeutenden Überreste der Paläste von Knossos gesehen zu haben und so etwas von der Geschichte dieser bedeutenden Epoche zu erfahren.

Knossos, die bedeutendste Stadt der alten minoischen Kultur, bzw. das was davon übrig geblieben ist, liegt an der Nordküste Kretas, etwa 5 Kilometer südöstlich der Stadt Iraklion (Heraklion).

Der Begriff minoisch stammt von König Minos, dem sagenhaften König von Minos. Der griechischen Mythologie zu folge befand sich in seinem Palast in Knossos ein Labyrinth in dem der Minotauros (ein Ungeheuer mit Stierkopf und Menschenleib, dem jedes Jahr eine Jungfrau geopfert werden mußte und der vom griechischen Held Theseus getötet wurde) eingesperrt war.

Von zahlreichen Archäologen wird das aber bezweifelt und der Name Labyrinth auf die Doppelaxt „Labis“, die in den Überresten des alten Palastes in zahlreicher Form dargestellt wird und auch im Museum von Heraklion zu sehen ist, zurückgeführt.

Bereits seit dem Neolithikum war die Gegend um Knossos besiedelt. Die Stadt selbst wurde vor 3000 v. Chr. gegründet und um 2000 v. Chr. ist wohl der erste große Palast entstanden, der etwa 300 Jahre später, ebenso wie die anderen drei Hauptpaläste der Insel, entweder durch einen Krieg oder infolge eines Erdbebens (favorisiert wird das Erdbeben) zerstört wurde.

Als Hauptstadt des Minoischen Reiches und blühender Handelszentrale mit dem Hafen Heraklion wurde diese jedoch bald wieder aufgebaut und hatte in seiner Blütezeit über 50.000 Einwohner.

Durch den verheerenden Vulkanausbruch bei Thera, der heutigen Insel Santorin, um 1550 v. Chr. wurde die Stadt erneut zerstört, aber wieder aufgebaut.

Vom Glanz dieser Zeit zeugen die Überreste der alten Paläste, mit deren Ausgrabung Ende des 1900. Jahrhunderts nach Christi begonnen wurde und durch den britischen Archäologen Sir Arthur Evans fortgeführt wurden. Der von ihm entdeckte, freigelegte und restaurierte Komplex steht dem Publikumsverkehr offen und stammt aus der Blütezeit der minoischen Kultur, dem 16. Jahrhundert v. Chr..

Die Errungenschaften dieser minoischen Kultur können sich mit denjenigen der ägyptischen und mesopotamischen Kultur messen, was auch im Museum von Heraklion hervorragend dargestellt wird.

Die Abwasserkanalisation des gesamten Palastes ist mit dem Stand der heutigen Kanalisation in Kleinstädten vergleichbar und nach über 3600 Jahren stellenweise immer noch voll funktionsfähig. Ein Bauingenieur der heutigen Zeit mit seinen modernen Hilfsmitteln kann so ein System kaum besser anlegen und die dort eingesetzten Tonrohre könnten aus dem Baumarkt stammen.

Gleiches trifft auf die installierten Wasserleitungen im Palast zu und auch das rekonstruierte, bald 4000 Jahre alte, prunkvolle Bad der Königin läßt den Besucher staunen.

Der Besucher fühlt sich in die Zeit zurückversetzt als Knossos das politische, religiöse und wirtschaftliche Zentrum der minoischen Dynastie war, während das übrige Europa noch unzivilisiert war.

Die Führung erfolgt durch geschulte Archäologen, die den Besucher in eine längst vergangene Zeit versetzen und mit Herz und Seele gern die neugierigen Fragen der Besucher beantworten.

Anschließend sollte aber auch das Museum in Heraklion, welches einzigartige Fundstücke aus der minoischen und anderen Epochen zeigt und zu den bedeutendsten Museen der Welt zählt, besucht werden. Denn das in Knossos gesehene und die charaktistischen Fundstücke dieser Zeit bilden eine Einheit und zeugen von der hohen Kultur der Minoer.


Schaut vorbei, denn hier liegt die Wiege der europäischen Kultur

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