Kärnten Testbericht

Kaernten
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Erfahrungsbericht von Qualle

Ein behutsamer Weg zur Natur

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der Park verbindet Kernten und Salzburg

Der Nationalpark „Hohe Tauern“ liegt nicht bei uns um die Ecke. Doch die Reise lohnte sich auf jeden Fall.
Zwei mal, auf unterschiedliche Weise, überquerte ich die Alpen auf der Großglockner Hochalpenstraße. Und es war jedes mal ein Erlebnis. Im Jahre 1992 war ich mit einem Reisebus unterwegs, das ganze Gebirge lag im dicken Nebel und war gespenstig anzusehen.
Am Abzweig zur Edelweißspitze, am Restaurant, machten wir eine Pause und sahen da nur dicke Wolken, die hin und wieder für einige Minuten etwas von der Schönheit des Landes zeigten.
In diesem Jahr, auch wieder im Herbst fuhren wir mit unserem Auto ebenfalls über Fusch auf die Hochalpenstraße. Schon an der Kasse bei Ferleiten (40 DM pro Tag für Auto mit Insassen) verschwanden die letzen Frühnebelschleier aus dem Tal. Und vor uns lagen die Berge erhellt von strahlend blauem Himmel. Zur Eintrittskarte gehörte ein kleiner „Wegweiser“, wo die Touristischen Höhepunkte eingezeichnet sind. Aber alle 12 hier benannten Stellen kann man an einem Tag gar nicht aufsuchen.

In meinem Bericht möchte ich mich nun auf die von uns besuchten Orte beschränken. Den in der Nähe der Kasse liegenden Wildpark Ferleiten (1.145 NN) besuchten wir nicht. Und führen gleich in die Berge.
Nach dem wir nun einige Kehren hinter uns hatten, stoppten wir an dem ersten benannten Besucherzentrum dem Piffkar (1.620NN). Hier befindet sich ein Naturlehrpfad mit Schautafeln und Vogelstimmeninfo (für Rundweg etwa 30 Minuten Gehzeit); ein Shop-Gebäude in dem Die Sonderausstellung „Tauern – Passwege über die Alpen gezeigt wird.
Wir interessierten uns aber mehr für die wunderschöne Landschaft. Den Großglockner konnten wir hier noch nicht sehen.

Die Besucherzentren, „Hochmais“ (1.850 NN; eindrucksvoller Aussichtspunkt auf den Talschluß und die imposanten Gletscher) und „Museum Alpine Naturschau“ (2.260 NN) wollten wir auf dem Rückweg besuchen, doch daraus wurde aus Zeitmangel nichts.

Wir fuhren nun zur höchsten, mit dem Auto befahrbaren Stelle der Hochalpenstraße, der „Edelweißspitze“. Von hier hatten wir bei wolkenlosen klaren Herbsthimmel einen herrlichen Blick auf mehr als 30 Dreitausender.
Busse dürfen hier hoch nicht fahren.
Den Panoramablick kann man nicht beschreiben in all seiner Schönheit. Ruhig und friedlich lag das Land unter uns. An Hand von Bildern und Karten konnten wir uns über die einzelnen Berge informieren. Der höchste Berg versteckte sich noch etwas hinter einem andern, nur seine Spitze war zu sehen. Wir opferten einen Schilling und prägten uns ein Andenken von dem Großglockner.
Trotz Sonnenschein war es etwas kühl, den es blies ein frischer Wind über den Berg.
Einige Meter tiefer am Fuscher Törl (2.428 NN) war es da angenehmer. Hier waren heute viele Touristen. Und auch wir verbrachten einige Zeit am Fuscher Törl, besuchten die Gedenkstätte, die an die beim Bau tödlich verunglückten Bauarbeiter erinnert und machten auf der Aussichtsterrasse Bilder vom Großglockner. Wer mit dem Fahrrad hier ist, kann sich auch einen Stempel in seinen Pass geben lassen. Einige dieser Sportler waren auch heute unterwegs.

Die Informationsstelle der Greifvögel (2.320 NN) passierten wir ohne Halt, wogegen wir uns für den „Fuscher Lacke“ (2.262 NN) etwas mehr Zeit nahmen. Wir durchliefen den Rundweg um den malerischen See und besuchten die Ausstellung in einer Hütte, wo der Bau der Hochalpenstraße eindrucksvoll geschildert wurde. Auf der gegenüberliegenden Seite kehrten wir noch ein und aßen etwas zu Mittag. Dabei nahmen wir auf der sonnigen Teerasse Platz. Leider störte dabei etwas, dass gerade an der Baude repariert wurde.

Vorbei am Geologischen Lehrweg und über den höchsten Punkt der Durchgangsstraße (2.502 NN), hier verläuft die Grenze von Salzburg und Kärnten, verlassen wir die Durchgangsstrasse und biegen in die Sackgasse zur Franz-Josefs-Höhe ab. Auch das Besucherzentrum „Schöneck“ (1953 NN) passieren wir ohne Halt.

Nun liegt vor uns der touristisch groß aufgezogene Teil die „Franz-Josef-Höhe“(2369 NN). Wir parken im gut gefüllten Parkhaus und laufen zuerst nach oben zur Wilhelm-Svarovski-Beobachtungswarte. Von dem Glasbau hat man einen Panoramablick auf die Hochgebirgswelt. Vor uns liegt der Höchste Berg Österreichs, der Großglockner (3798 NN). Im Turm liegen Ferngläser für jeden zu benutzen. Vor diesem Aussichtspunkt steht eine Nachbildung des Franz Josef.

Begleitet von einem wunderschönen Blick auf die schneebedeckten Berge laufen wir zum Gebäudekomplex und anschließend aus einem steilen, steinigen Wanderweg viele Meter tiefer zum Fuß des Gletschers „Pasterze“. Diese Gletscher ist schmutzig und grau. Hier liegt noch kein Neuschnee. Und das getaute Wasser lässt seinen Staub auf dem Eis liegen. Unten im Tal ist die Sonne schon lange verschwunden und wir laufen im kühlen Schatten noch auf gegenzeichneten Wegen auf den Gletscher. Besucher, die nicht so gut zu Fuß sind, können auch mit der Gletscherbahn hier runter fahren.
Als wir wieder nach oben steigen, hat die Bahn ihre Arbeit heute schon beendet. Lange wird die Sonne nicht mehr scheinen.
Wieder am Touristenzentrum besuchen wir noch die Ausstellung und das Großglockner-Kino im Gebäude neben dem Parkhaus und kaufen uns kurz vor Ladenschluss noch ein belegtes Brötchen.

Am Hang zu Gletscher tummeln sich noch ein paar Murmeltiere. Es ist putzig ihnen zuzusehen. Es dämmert schon fast, als wir zur Rückfahrt aufbrechen. Das Parkhaus ist fast leer.
Zur Informationsstelle Kasereck (1.9911 NN) fahren wir nicht, denn die liegt auf der Strecke nach „Heiligen Blut“.

Auf dem Parkplatz am Geologischen Lehrweg (2.290 NN) rasten wir noch einmal. Essen unser Brote und schauen uns dabei die ausgestellten Seine an.
Lange halten wir es nicht aus, denn die Sonne ist fast verschwunden und es weht ein kühler Wind. Im Schatten ist die Bergwelt auch lange nicht mehr so bezaubernd wie heute Mittag, als die Sonne alles verzauberte.

Nun es ist schon fast neunzehn Uhr als wir die Hochalpenstraße verlassen. Es kommen die ersten Wolken auf und werden aus der wunderschönen Märchenlandschaft wieder die gespenstige, raue Bergwelt entstehen lassen, so, wie wir sie bei unserem ersten Besuch erlebt haben. Am nächsten Tag lag das Land wieder im Nebel.

Ich könnte noch viel mehr über das Gebiet schreiben. Es gibt gut ausgeschilderte Wanderwege. Im Winter ist die Hochalpenstraße nicht befahrbar.
Es ist kein Wintersport Gebiet. Lifte und Hotels gibt es im Inneren des Großglocknergebietes nicht. Es ist Natur und soll auch so bleiben.

Diese Hochalpenstraße muss man erleben, und ich wünsche jeden dabei solches schöne Wetter, wie wir es in diesem Jahr hatte.
Der Eintritt in den Park ist seinen Preis wert.

15 Bewertungen, 3 Kommentare

  • anonym

    10.08.2011, 21:37 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Edith und Claus

  • Muelli

    08.06.2002, 01:43 Uhr von Muelli
    Bewertung: sehr hilfreich

    macht Lust auch dort hinzufahren;

  • Goldband

    09.04.2002, 19:02 Uhr von Goldband
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wir waren schon 2x bei sogenannten Kaiserwetter dort. Es war wirklich wunderschön.