Käsespätzle Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Arbeits- und Zeitaufwand:  durchschnittlich
  • Kosten:  niedrig

Erfahrungsbericht von nicki2807

Eigenlob stinkt - aber meine sind die Besten!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Halle liebe Leser und Leserinnen!

Heute will ich Euch mal etwas zum Essen vorstellen, ein Gericht, dass sich meine Tochter fast jedes Mal wünscht, wenn sie auf Besuch hier ist und das auch mir immer wieder schmeckt.

Es handelt sich um Allgäuer Käsespätzle, allerdings ein bisschen abgewandelt und wohl so im Kochbuch nicht zu finden.

Vorweg noch eines, ich habe noch nie nach einem Kochbuch gekocht, sondern immer frei Schnauze, weshalb bei mir selbstgemachtes auch nie gleich schmeckt. Bei den Käsespätzle allerdings halte ich mich so ziemlich genau an die gleichen Zutaten.

Spätzle machen ist mit Arbeit und unglaublich viel schmutzigem Geschirr verbunden, deshalb gibt es bei mir die doppelte Menge – Tipps, wozu die restlichen Spätzle gegessen werden können, folgen nach dem Rezept. Und - seid bitte gnädig mit mir, dies ist ein mein erstes Rezept.... und ich nehme hier meine eigene Reihenfolge, da nicht alles gleich zeitaufwendig ist.

Man nehme 3 große oder 5 kleine Zwiebel, die in Ringe geschnitten in Rama oder Butter mit bisschen Mehl und einer Prise Zucker dunkelbraun (bei mir allerdings regelmässig schwarz, da ich am Ende immer ungeduldig werde und die Energiezufuhr zu dolle aufdrehe, was bei meiner Tochter immer zu einem Lachanfall führt) auf Stufe 1-2 auf dem E-Herd angebraten werden und mich bereits beim Schneiden grundsätzlich zu Tränen rühren, also sollte die Küchenrolle nicht allzu weit entfernt stehen, damit die Nase geputzt und die Tränen abgewischt werden können (danach bitte Hände waschen - dringend empfohlen!!). Dauer bis zum gewünschten Bräunungsgrad - mindestes 30 Minuten.

100 g geriebenen Allgäuer Emmentaler oder Schweizer Käse (bisschen würziger)
100 g (oder ein kleiner) Romadur ganz klein geschnitten
wird zusammen in einer kleinen Schüssel gut vermischt.

Für den Teig nehme man:

ca. 700 g gesiebtes Mehl Type 405 (meine Tante nimmt Dinkelmehl, schmeckt mir aber persönlich nicht so gut)
7 Eier
1 gut gehäufter Teelöffel Salz

werfe die Küchenmaschine mit Knethaken an (ähm ja, sofern mal eine hat, ansonsten tut es ein Handrührgerät) und lasse alles durchkneten. Zusätzlich gebe man an Flüssigkeit zu gleichen Teilen Milch und Mineralwasser hinzu, allerdings nur so viel, dass der Teig schön dick ist und nicht vom Haken tropft.

Während die Maschine knetet, putze man den Kopfsalat oder sonst irgendwas grünes wie Eisberg, Endivie, Chicoree - Hauptsache Grünzeug, das schmeckt einfach am Besten dazu, bereite die Salatsauce und stelle alles in die Ecke.

Dann wird der größte Kochtopf aus dem Schrank geholt, mit Wasser gefüllt und zum Kochen gebracht. Viele Leute nehmen immer Salz zum Nudeln abkochen, ich persönlich nehme für die Spätzle, Nudeln, Reis und auch Kartoffeln immer Fleisch- oder Gemüsebrühe, das schmeckt viel leckerer...

Leider kann ich die Spätzle nicht von Hand schaben, aber es gibt so ein schönes Helferlein namens Spätzlehobel, also fülle ich dieses Ding, wenn das Wasser kocht, mit Teig und bewege den Hobel so lange von vorne nach hinten oder umgekehrt, bis es leer ist, sprich der ganze Teig in Spätzleform im Wasser liegt. Einmal schön mit dem Schaumlöffel umgerührt, dass nichts unten im Topf anklebt und schön gewartet, bis alles gut aufkocht.

Dann werden die fertigen Spätzle mit dem Schaumlöffel rausgenommen und eingefüllt in eine Tupperschüssel oder so was ähnliches, aber ganz wichtig, auf jeden Fall mit Deckel!! Denn, über jede Lage Spätzle folgt eine Ladung Käse - schön grosszügig verteilt) und das Ganze muss supergut durchziehen können und sollte nicht kalt werden. Wer in dieser Form nichts hat, kann auch eine normale Schüssel nehmen und im Backofen warm halten!

Die oberste Schicht muss auf jeden Fall Käse sein und wenn der alle ist, den restlichen Teig verarbeiten, in ein Salatsieb geben und hier kräftig mit kaltem Wasser nach spülen, damit sie nicht kleben.

Nun schmeisse ich den Salat in die Sauce und mische ihn gut durch und stelle ihn auf den Tisch.

In dieser Zeit ist der Käse gut verlaufen und ich salze und pfeffere nun ein bisschen nach, nehme aus dem Nudelwasser eine Schöpfkelle voll Flüssigkeit, damit sie nicht zu trocken sind, rühre dann alles gut um und gebe die gerösteten Zwiebel drauf. Diese Schüssel geht dann den gleichen Weg (zum Tisch natürlich).

An Getränken schmeckt eigentlich ein trockener Weißwein dazu, da wir das aber immer mittags essen, gibt es diesen natürlich nicht - lach!

In diesem Sinne - guten Appetit!

Da ich die Angewohnheit habe, grundsätzlich zu viel zu kochen, die Käsespätzle schmecken auch wieder gut, wenn sie in der Mikrowelle aufgewärmt oder angebraten werden.

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Wie versprochen, hier noch ein paar Verwendungsmöglichkeiten für die Spätzle:

als Beilage zu Fleischgerichten, aber bitte mit Sauce, z.B. Gulasch, Braten oder ähnliches

saure Bohnen mit Spätzle und Saitenwürsten (auch ein Spezialrezept aus meiner Heimat)

Linsen mit Spätzle und Saiten oder Rauchfleisch

Spätzle als Suppeneinlage

allerdings kann man je nach dem Speiseplan die Spätzle auch portionsweise einfrieren und zum gegebenen Zeitpunkt verwenden


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Mein Fazit:

Käsespätzle sind ein einfaches und günstiges Essen, das immer wieder super schmeckt. Meine Tochter zum Beispiel isst absolut keinen Käse ausser Mozzarella, sie hatte als Kind eine Magen-Darm-Infektion mit einer Verdauungsstörung, aber dieses Essen liebt sie, allerdings nur von mir und meiner Schwester-Tante, da scheint es anders zu schmecken! Selber behauptet sie, es einfach nicht hin zu kriegen und lässt sich lachend bekochen.

Wer noch Fragen dazu hat, kann mich gerne anmailen oder ins GB schreiben, auch dementsprechende Kommentare werden beantwortet.



Es grüßt mit einem ganz tollen Danke für Lesungen und Kommentare

Eure Nicki



Wer klaut, darf nie bei mir Käsespätzle essen - versprochen!!

@Nicki2807 am 15.11.2002 für Ciao - eingestellt am 25.11.02 in Yopi

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