Kapuzinerkresse Tipps & Tricks Testbericht

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Erfahrungsbericht von willibald-1

Kapuzinerkresse - hübsche Blüten die eßbar sind

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wie kleine Kelche sehen die Blüten aus. Rot, Orange, oder fast gelb - ein üppiges Blütenmeer rankt sich and Mauern oder Gittern hoch. Ganze Wände habe ich schon damit berankt gesehen!


Völlig pflegeleicht ist die Kapzinerkresse (Tropaeolum majus nanum). Besondere Ansprüche an den Boden hat sie nicht. Ein relativ nährstoffarmer Boden, den man auch nicht zusätzlich düngen muß, genügt ihr. Trocken mag sie es - feuchte \"Füße\" sind ihr nicht so angenehm (dann welken die Blätter - was leicht dazu führt, daß man noch mehr gießt - also aufpassen!). Sonne dagegen liebt sie heiß und innig und rankt auch gerne zum Licht empor.


Ausgesät habe ich meine Kapuzinerkresse im zeitigen Frühjahr (Mitte März) in Aussatschalen auf meiner Fensterbank. Die Körner sind recht groß (ungefähr wie Senfkörner oder wie perlierter Radieschensamen), so daß man sie gleich in einem guten Abstand in die Erde legen kann.

Der Samen keimt gut, so daß man Kapuzinerkresse auch gut mit kleineren Kindern aus Samen ziehen kann. Schon bald entwickeln sich Blättchen und kleine Ranken, die man dann in Töpfchen umsetzen kann - oder z.B. in Balkonkästen, die aber vorerst noch im Zimmer bleiben müssen.


Mitte Mai, nach den Eisheiligen, können die Pflänzchen dann nach draußen.

Ab diesem Zeitpunkt kann man sie auch direkt draußen aussäen - was ich aber nicht probiert habe, da ich es liebe, Pflanzen vorzuziehen, die mich dann schon bald mit Blüten erfreuen können.


Wenn die Blüten verblüht sind, zupfe ich sie ab. Das mache ich bei den meisten Sommerblumen so, damit sie möglichst lange neue Blüten produzieren und nicht denken, nun hätten sie ja Samen gemacht, nun wäre es gut.


Ich habe meine Kapzuinerkresse in Balkonkästen am Eingang gesetzt. Dort versuche ich, sie zum runterranken zu überreden. Aber ihre Tendenz ist eher nach oben.


Einige Pflanzen habe ich auch unter den Pflaumenbaum gesetzt, wo sie sich jedoch nicht ganz so gut entwickeln, weil sie dort sehr viel Schatten haben.


Andere Pflanzen habe ich ins Gemüsebeet gesetzt, wo sie zwischen Salatpflanzen auf dem Boden ranken und mit ihren Blüten bunte Farbtupfer im sonst recht eintönigen Grün bilden.


Und schließlich gibt es noch ein paar Pflanzen am Zaun zur Nachbarin, wo sie den Wicken von der anderen Seite eifrig Konkurrenz machen!


Kapuzinerkresse enthält als wirksame Stoffe Vitamin C, Eisen und Senfölglykoside. Diese verleihen den Blüten und zarten Blättern einen äußerst würzigen Geschmack, so daß sie als gesunde Ergänzung einen Salat nicht nur optisch bereichern! Die zarten Blätter und Blüten kann man entweder klein schneiden und in die Salatsoße rühren, oder man benutzt die eben aufgeblühten Blüten als eßbare Verzierung.


Die jungen Samen (nach der Blüte bleibt ein dreigeteiltes Knubbelchen zurück, die Samenkapseln) kann man als Kapernersatz in Essig einlegen - was mir aber nicht ganz so zusagt, und was ich daher nur vom Hörensagen weiß.


Mediziner haben die Kapuzinerkresse als erste Pflanze zur Herstellung von Antibiotikum auf natürlicher Basis entdeckt. Sie wirkt kräftigend und blutreinigend, hilft bei Bronchitis, grippalen Infekten und Erkältungen und wird bei Infektionen der Harnwege angewendet.


Allerdings sollte man mit Kapuzinerkresse sparsam umgehen, da sie sonst Magen und Darm reizen kann.


Ich erfreue mich jedenfalls an diesen eifrig blühenden einjährigen Pflanzen jetzt schon einige Wochen - und sie werden mich wohl noch bis zum Ende des Sommers im Garten begleiten! Im nächsten Jahr werde ich ganz sicher wieder Kapuzinerkresse ziehen - vielleicht diesmal aus selbstgezogenem Samen.

30 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    27.04.2007, 17:40 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris