Kapuzinerkresse Tipps & Tricks Testbericht

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Erfahrungsbericht von woman

Ein Meer aus tausend Blüten

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Einjährige Kletterpflanzen sind in jedem Garten, auf jeder Balkon und jeder Terrasse eine wahre Augenweide. Sie wachsen und ranken sehr schnell, haben eine üppige Blütenpracht und verdecken in kurzer Zeit Stellplätze, Zäune, Geländer von Balkonen und auch unschöne Wände.

Seit Jahren pflanze ich in einige meiner Blumenkübel und auch in eine Ecke unseres Gartens Kapuzinerkresse. Diese Kletterpflanze, die mir bereits früher in sämtlichen Bauerngärten durch ihr hübsches hellgrünes Laub, die trichterförmigen Blüten, ihre leuchtenden Farben, meist Gelb, Orange und Rot, aufgefallen ist, bereichert heute meinen Garten mit ihrer Blütenpracht.

Die Kapuzinerkresse ist in den lichten Wälder warmer Klimazonen beheimatet. Ursprünglich kommt diese Pflanze aus Peru, Ekuador und Kolumbien.

Heute gibt es bei uns verschiedene Kreuzungen der Kapuzinerkresse. Da ich eigentlich nur eine begeisterte Blumenliebhaberin und keine Fachfrau auf dem Gebiet der Botanik bin, halte ich nur die langtriebige und die buschige Kapuzinerart auseinander.

Die rankende, bzw. hängende Kapuzinerkresse pflanze ich oberhalb einer kleinen Gartenmauer. In ihrer Vollblüte erreichen die langen Blütentriebe dieser Pflanze eine Länge bis zu 2-3 Metern. Im Sommer bietet unsere Gartenmauer dann immer ein wunderschönes Bild, ein Blütenmeer in gelb-orangefarbenen Tönen.

Die buschige Sorte, wächst eher in die Höhe und wird meist zwischen 25 und 30 cm groß. Diese Kapuzinerart pflanze ich in bauchigeBlumenkübel, in denen sich die Pflanze zu einer richtigen Blütenkugel entwickelt.

Die reiche Blüte beginnt bereits im Juni und endet erst mit den ersten kalten Tagen im Oktober. Die wunderschönen Blüten halten oft nur einen Tag, werden aber unermüdlich durch neue ersetzt.

Das Vermehren der Kapuzinerkresse ist relativ einfach. Im Sommer kann man die Samenkapseln einfach abpflücken. Im nächsten Frühjahr wird der getrocknete Samen direkt in die Erde gegeben, oder im Zimmer vorkultiviert.

Ich gebe die Saatkörner meist im März-April direkt in die Erde, d.h. einige Körnchen ziehe ich auch im kleinen Pflanzschalen vor. Bei einer Keimtemperatur von ca. 16 Grad sieht man bereits nach kurzer Zeit die ersten Keimlinge sprießen. Die Kapuzinerkresse liebt einen nicht zu nahrhaften Boden an einem geschützten Plätzchen. Doch auch mit einem halbschattiger Standort gibt sich diese an und für sich sehr anspruchslose Pflanze zufrieden, wobei man wissen sollte, dass bei weniger Licht sich mehr Blätter und weniger Blüten bilden. Auch bei zu fettem Boden kommt es zu übermächtiger Blattbildung mit wenigen Blüten.

Die Kapuzinerkresse benötigt viel Wasser und muss regelmäßig an warmen Sommertagen gegossen werden. Beim Düngen halte ich mich sehr zurück. Wenn überhaupt, dünge ich alle 6 – 8 Wochen mit einem stickstoffarmen Dünger. Das bekommt den Pflanzen am besten.

Ein weniger schönes Thema ist die Anfälligkeit von Schädlingen. Die Kapuzinerkresse ist sehr anfällig gegen Blattläuse und Spinnmilden, wobei die Blattläuse in unserem Garten eher die Pflanze befallen als Spinnmilben.

Zum Schluss noch ein besonderer Tipp an unsere Hobbyköche: Die Blüten und auch die Blätter der Kapuzinerkresse sind essbar. –

Na dann, bon appetit!

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