Katzen Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von sfutterleib

Wie mache ich eine Wohnung zum Spielplatz ???

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Das war, glaube ich, eine Frage, die sich mein kleiner schwarzer Kater Knut bei seinem Einzug gestellt hat und sein Ideenreichtum ist auch nach gut einem 3/4 Jahr noch nicht ausgeschöpft.

Für alle, denen Knut noch nicht aus einem meiner früheren Berichte bekannt ist möchte ich ihn einmal kurz vorstellen:

Name: Knut Knödel
Rasse: Europ. Kurzhaar ( oder einfach Hauskatze )
Farbe: pechschwarz ( weisser Fleck auf der Brust und unterm Bauch )
Alter: ca. 1 Jahr

besondere Merkmale: leider zu 95 % blind -> deshalb reine Wohnungskatze, Energiebündel


Knut`s Tagesablauf besteht im wesentlichen aus drei verschiedenen Aktivitäten: Fressen, Spielen und Schlafen.

Nachdem ich ja schon etwas über Katzenfutter in früheren Berichten geschrieben habe und schlafen sicherlich nicht so interessant ist nun also etwas zu den Spielgewohnheiten meines Katers.

Mein Tag beginnt um 6.00 Uhr morgens, der Wecker klingelt - das ist Knut`s Startzeichen. Zuerst wird der "Dosenöffner" ( also meine Wenigkeit ) aus dem Bett geschmissen; die wirksamste Methode ist dabei ein Hechtsprung aufs Bett und einmal kräftig in die Zehen beissen. Schlaftrunken wanke ich dann erstmal in Richtung Katzennapf, der meist leer ist, um Trockenfutter und Wasser nachzufüllen. Dann stärkt sich Knut für weitere Aktivitäten. Nach dem duschen ist seine Zeit gekommen, alles was wackelt oder sich von einer Anhöhe herunterschmeissen lässt ist nun nicht mehr sicher - zwangsläufig muss meist der Gürtel meines Bademantels daran glauben... Schnell wird es jedoch langweilig und er beginnt damit erstmal das Bad "aufzuräumen". Alles erreichbare wird erstmal heruntergeschmissen, ein Favorit herausgesucht und man kugelt den ausgewählten Gegenstand durch die ganze Wohnung. Das ist ärgerlich wenn es gerade die Zahnpasta o.ä. war.
Wenn Knut merkt, dass sich meine Stimmung verschlechtert ( ich bin halt ein Morgenmuffel ) geht er lieber zu seinem Spielzeug über. Sein derzeitiger Favorit ist ein blauer Schaumgummiball, der gnadenlos verfolgt wird bis er schliesslich unter einen Schrank oder das Sofa rollt. Entweder maunzt er dann solange bis ich ihm sein geliebtes Spielzeug unter dem Schrank hervor hole oder er wendet sich einer neuen Alternative zu. Meist ist es eine Fellmaus. Wir haben Fellmäuse unterschiedlicher Grösse und Farben, doch merkwürdigerweise verschwinden sie alle nach und nach... ( ich habe noch nicht herausbekommen wo er sie versteckt ). Mein Job ist es zunächst die Maus in die Luft zu werfen, damit Knut hinterherjagen kann. Auch dieses Spiel endet damit, dass die Maus unterm Sofa landet. Dann hat er aber meist schon so lange rumgetobt, dass eine ganze Stunde vergangen ist und ich das Haus verlasse. Nun hat er Zeit für eine kleine Verschnaufspause bis der Wecker ein zweites Mal klingelt und mein Freund die Rolle des Spielgefährten einnimmt.

Vormittags kann Knut sich dann ein wenig Ruhe gönnen und das Sofa hüten.Sobald ich allerdings wieder heimkomme ist er schlagartig topfit - froh wieder einen Spielgefährten zu haben.
Manchmal nervt das ganz schön, da meine Pläne manchmal auch etwas anders aussehen. Ich habe keine Chance mich in Ruhe an den PC zu setzen, denn er legt sich gnadenlos auf die Tastatur etc. Dann greife ich immer zu einem Plastikball, den ich mit ein paar Schnurries ( seine Lieblingsleckerlies ) fülle und dessen Öffnung so zu verstellen ist, dass Knut sich richtig anstrengen muss um an die Köstlichkeiten zu gelangen.

Kartons und Kisten jeglicher Art werden von Knut ebenfalls in Beschlag genommen, gerade die Kiste mit dem Altpapier macht ihm richtig Spaß. Zeitungen an sich ziehen den Rabauken auch magisch an und Kugelschreiber, Überraschungseierinnenleben ( die gelben Plastikeier - natürlich ohne Inhalt ), Schnürsenkel, Schlüssel etc. werden natürlich auch zweckentfremdet.

Ihr seht, so ein Kater liebt die Vielseitigkeit und der Zoohandel bietet eine Menge Auswahl. Viele der angebotenen Produkte sind jedoch Mist und werden auch schlecht vom Stubentiger angenommen. Um das Tier nicht mit einer Flut von Spielzeug zu überfordern und einen längerfristigen Spaß zu ermöglichen ist es ratsam bestimmte Spielsachen einfach mal eine zeitlang aus dem Verkehr zu ziehen und nach ein paar Tagen oder Wochen mal wieder zum Spiel anbieten.

Spielen ist für Katzen sehr wichtig und sie lieben es ihren "Dosenöffner" mit einzubeziehen. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt und der geliebte Stubentiger zeigt schon was er gerne mag.

( Fast ) Alles ist erlaubt !!!

18 Bewertungen, 1 Kommentar

  • eponnin

    21.05.2002, 19:22 Uhr von eponnin
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wir hätten ja auch gern zwei Katzen, wissen aber nicht, wohin mit ihnen, wenn wir wegfahren ...