Erfahrungsbericht von PrinceofLies
Anspruch,Realität,Pisa und andere Ärgerlichkeiten
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Da ich mich gerade dem Zeitpunkt nähere wo ich am Ende meiner rettbaren alten Beiträge angelangt wäre (bei Einigen fehlen noch die Kategorien,bei anderen frage ich mich ob sie nicht zu veraltet sind),will ich nun auch mal wieder einen wirklich neuen Beitrag erstellen und wo besser als hier wäre er aufgehoben.
Kinder und Jugendliche sind das Thema der Kategorie und wahrlich hierzu gibts viel zu schreiben.
Pisa ein allzu gebräuchliches Wort in den letzten Wochen und Monaten offenbahrte was viele schon längst erahnten und im Grunde auch hätten wissen müssen.
Der allgemeine Bildungsstand der Schüler ist also nunmehr offiziell in Deutschland auf einem erschreckend niedrigen Niveau,doch verwunderte uns dies?
Wussten wir nicht schon seit Jahren,daß die immer wiederkehrenden Schulreformen den Unterrichtsstoff erleichterten?
Wussten wir nicht bereits seit Jahren,daß Universitäten gezwungen waren "Vorbereitungskurse" anzubieten um die angehenden Studenten durchschleppen zu können?
Aus persönlicher Sicht kann ich zwei Beispiele nennen die bezeichnend sind:
Die Vergleiche der Mathematikprüfungen im Leistungskurs im Abitur zwischen mir und meiner Mutter sowie zwischen mir und einem Komilitonen der ein zwei Jahre nach mir abschloss.
Vermerkt sei hierbei,das ich mein Abitur in Baden-Württemberg abschloß und zwar im letzten Jahrgang,der nach dem alten Lehrplan geprüft wurde.
Meine schriftliche Prüfung legte ich mit 14 von 15 Punkten ab,also einer eins,aber die Prüfung meiner Mutter,die ich mir ebenfalls zuvor ansah wäre eine nahezu unlösbare Aufgabe für mich gewesen.
Dahingegen war die Prüfung meines Komilitonen ein echter Witz!
Die Themenvielfalt in dieser Prüfung war so dünn,daß ich fast lachen musste!Was bei ihm eine eins war,wäre bei uns in etwa eine drei gewesen.
Nicht anders sieht es in Deutsch aus,wo Goethes Faust nur noch freiwilliger Lehrstoff (wenn überhaupt noch) ist.
Verwunderte uns Pisa da wirklich noch?
JA!
So hart das klingen mag,doch den Menschen wundert alles was er vor sich verbergen konnte!
Die Menschen neigen dazu sich selbst zu belügen und Probleme zu ignorieren bis sie akut sind.
Schwarz-Weißmalerei ist nach wie vor ein beliebtes Hobby und die Dinge sind entweder perfekt oder katastrophal in den Augen vieler,insbesondere in den Augen der vielen,die nur oberflächlich ein Thema betrachten.
Das die Allgemeinbildung im Sinken ist hierzulande und in der Jugend besonders könnte man auch ohne Lehrpläne und Studien sehen,wenn man sich schlicht die Mühe machen würde,sich mit Kindern und Jugendlichen zu beschäftigen.
Ein schönes Beispiel ist hierbei die Musik!
War dereinst dies ein Medium von Künstlern,die politische,ja sogar theologische Aussagen präsentierten und in der Jugend ein aufnahmefähiges und kritisches Publikum hatten,so mutierte in den 80ern und insbesondere den 90ern die Musikszene zur reinen kommerzialisierten Platitüde der Schönwetterrederei!
Kein Publikum,das gebildet genug ist um den Ansporn,ja das Verlangen nach höheren Ansprüchen in ihrer Unterhaltung und Freizeitbeschäftigung sucht fördert nunmal auch nur die Mindestmenge an Anspruch und Aussage!
Wie wählt die Jugend heutzutage?
Ein schönes Beispiel bei dem man auf Nachfrage leider viel zu oft die Antwort "was meine Eltern/Freund/Freundin eben auch wählt".
Bezeichnend finde ich!
Jedoch um mich nicht selbst in den Vorwurf der Verallgemeinerung zu begeben will ich obigen Beobachtungen entgegenwerfen,daß es Beobachtungen sind,also subjektive Betrachtungen meinerseits auf Einzelfälle (auch wenn sie oft auftreten) und damit keine absoluten Zahlen.
Natürlich gibt es auch heute noch Jugendliche,die in Schülerzeitungen und SMVs sogar in jungen Jahren politisch aktiv sind.
Natürlich gibt es auch heute noch Jugendliche,die sich lieber ein gutes Buch nehmen als sich vollaufen zu lassen bei nem miesen Film (zumal das haben auch wir oft genug gemacht).
Das Problem vielmehr ist,daß wir zugelassen haben,daß diese Fälle die Minderheit sind!
Das man sich lange genug einredete alles wäre schön,alles wäre gut!
Und vor allem das wir nun bereits beginnen uns einzureden,alles wäre absolut schlecht!
Beim Lesen eines Beitrages vor wenigen Minuten (vielleicht inzwischen etwas länger,wenn ich mir die Wortzahl in diesem Beitrag anschaue) einer 15-jährigen wurde recht deutlich,daß auch diese Verallgemeinerung stattgefunden hat und stattfindet und daß auch diese Verallgemeinerung die Entwicklung der Jugendlichen zu mündigen,selbständig denkenden und handelnden Erwachsenen bremst und hindert.
Daher will ich mit meinem Schlußwort bitten und fordern darüber nachzudenken,ob es richtig ist einem Kind vorzugaukeln,daß es genügt wie wenig es lernt;
ob es genügt ihm vorzugaukeln es wäre unsinnig mehr zu tun,eigene Interessen am Lehrstoff über den Lehrplan hinaus zu entwickeln;
ob es genügt zu glauben man müsse nun lediglich den Anspruch höher zu schrauben;
ob es genügt die Jugend abzuschreiben und sie als unfähig anzusehen;
ob es genügt die Jugend auf einen Kamm zu scheren und zu glauben es gäbe keine Hilfsbereitschaft mehr,weil es sie nicht bei allen gibt!
Denn wie mir einst jemand sagte:
Genug ist niemals genug!
Nur wer stetig weiterdenkt,wer stets noch eine weitere Frage stellt,nur der ist fähig zu begreifen!
Achja:
Die Gesamtbewertung sollte eigentlich einen neutralen Wert haben,da es sich in meinem Beitrag um einen allgemeinen Zustand handelt der keine Bewertung zuläßt.
Die Spalten Pro und Kontra ließ ich ebenfalls offen,da auch hier keine echten Pros und Kontras Für und Wider "Kinder und Jugendliche" zu finden sind sondern lediglich Situationsbeschreibungen dieses Zustandes sind
Kinder und Jugendliche sind das Thema der Kategorie und wahrlich hierzu gibts viel zu schreiben.
Pisa ein allzu gebräuchliches Wort in den letzten Wochen und Monaten offenbahrte was viele schon längst erahnten und im Grunde auch hätten wissen müssen.
Der allgemeine Bildungsstand der Schüler ist also nunmehr offiziell in Deutschland auf einem erschreckend niedrigen Niveau,doch verwunderte uns dies?
Wussten wir nicht schon seit Jahren,daß die immer wiederkehrenden Schulreformen den Unterrichtsstoff erleichterten?
Wussten wir nicht bereits seit Jahren,daß Universitäten gezwungen waren "Vorbereitungskurse" anzubieten um die angehenden Studenten durchschleppen zu können?
Aus persönlicher Sicht kann ich zwei Beispiele nennen die bezeichnend sind:
Die Vergleiche der Mathematikprüfungen im Leistungskurs im Abitur zwischen mir und meiner Mutter sowie zwischen mir und einem Komilitonen der ein zwei Jahre nach mir abschloss.
Vermerkt sei hierbei,das ich mein Abitur in Baden-Württemberg abschloß und zwar im letzten Jahrgang,der nach dem alten Lehrplan geprüft wurde.
Meine schriftliche Prüfung legte ich mit 14 von 15 Punkten ab,also einer eins,aber die Prüfung meiner Mutter,die ich mir ebenfalls zuvor ansah wäre eine nahezu unlösbare Aufgabe für mich gewesen.
Dahingegen war die Prüfung meines Komilitonen ein echter Witz!
Die Themenvielfalt in dieser Prüfung war so dünn,daß ich fast lachen musste!Was bei ihm eine eins war,wäre bei uns in etwa eine drei gewesen.
Nicht anders sieht es in Deutsch aus,wo Goethes Faust nur noch freiwilliger Lehrstoff (wenn überhaupt noch) ist.
Verwunderte uns Pisa da wirklich noch?
JA!
So hart das klingen mag,doch den Menschen wundert alles was er vor sich verbergen konnte!
Die Menschen neigen dazu sich selbst zu belügen und Probleme zu ignorieren bis sie akut sind.
Schwarz-Weißmalerei ist nach wie vor ein beliebtes Hobby und die Dinge sind entweder perfekt oder katastrophal in den Augen vieler,insbesondere in den Augen der vielen,die nur oberflächlich ein Thema betrachten.
Das die Allgemeinbildung im Sinken ist hierzulande und in der Jugend besonders könnte man auch ohne Lehrpläne und Studien sehen,wenn man sich schlicht die Mühe machen würde,sich mit Kindern und Jugendlichen zu beschäftigen.
Ein schönes Beispiel ist hierbei die Musik!
War dereinst dies ein Medium von Künstlern,die politische,ja sogar theologische Aussagen präsentierten und in der Jugend ein aufnahmefähiges und kritisches Publikum hatten,so mutierte in den 80ern und insbesondere den 90ern die Musikszene zur reinen kommerzialisierten Platitüde der Schönwetterrederei!
Kein Publikum,das gebildet genug ist um den Ansporn,ja das Verlangen nach höheren Ansprüchen in ihrer Unterhaltung und Freizeitbeschäftigung sucht fördert nunmal auch nur die Mindestmenge an Anspruch und Aussage!
Wie wählt die Jugend heutzutage?
Ein schönes Beispiel bei dem man auf Nachfrage leider viel zu oft die Antwort "was meine Eltern/Freund/Freundin eben auch wählt".
Bezeichnend finde ich!
Jedoch um mich nicht selbst in den Vorwurf der Verallgemeinerung zu begeben will ich obigen Beobachtungen entgegenwerfen,daß es Beobachtungen sind,also subjektive Betrachtungen meinerseits auf Einzelfälle (auch wenn sie oft auftreten) und damit keine absoluten Zahlen.
Natürlich gibt es auch heute noch Jugendliche,die in Schülerzeitungen und SMVs sogar in jungen Jahren politisch aktiv sind.
Natürlich gibt es auch heute noch Jugendliche,die sich lieber ein gutes Buch nehmen als sich vollaufen zu lassen bei nem miesen Film (zumal das haben auch wir oft genug gemacht).
Das Problem vielmehr ist,daß wir zugelassen haben,daß diese Fälle die Minderheit sind!
Das man sich lange genug einredete alles wäre schön,alles wäre gut!
Und vor allem das wir nun bereits beginnen uns einzureden,alles wäre absolut schlecht!
Beim Lesen eines Beitrages vor wenigen Minuten (vielleicht inzwischen etwas länger,wenn ich mir die Wortzahl in diesem Beitrag anschaue) einer 15-jährigen wurde recht deutlich,daß auch diese Verallgemeinerung stattgefunden hat und stattfindet und daß auch diese Verallgemeinerung die Entwicklung der Jugendlichen zu mündigen,selbständig denkenden und handelnden Erwachsenen bremst und hindert.
Daher will ich mit meinem Schlußwort bitten und fordern darüber nachzudenken,ob es richtig ist einem Kind vorzugaukeln,daß es genügt wie wenig es lernt;
ob es genügt ihm vorzugaukeln es wäre unsinnig mehr zu tun,eigene Interessen am Lehrstoff über den Lehrplan hinaus zu entwickeln;
ob es genügt zu glauben man müsse nun lediglich den Anspruch höher zu schrauben;
ob es genügt die Jugend abzuschreiben und sie als unfähig anzusehen;
ob es genügt die Jugend auf einen Kamm zu scheren und zu glauben es gäbe keine Hilfsbereitschaft mehr,weil es sie nicht bei allen gibt!
Denn wie mir einst jemand sagte:
Genug ist niemals genug!
Nur wer stetig weiterdenkt,wer stets noch eine weitere Frage stellt,nur der ist fähig zu begreifen!
Achja:
Die Gesamtbewertung sollte eigentlich einen neutralen Wert haben,da es sich in meinem Beitrag um einen allgemeinen Zustand handelt der keine Bewertung zuläßt.
Die Spalten Pro und Kontra ließ ich ebenfalls offen,da auch hier keine echten Pros und Kontras Für und Wider "Kinder und Jugendliche" zu finden sind sondern lediglich Situationsbeschreibungen dieses Zustandes sind
29 Bewertungen, 4 Kommentare
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08.01.2008, 17:14 Uhr von moniseiki
Bewertung: sehr hilfreich***-SH-***-LESEN UND GELESEN WERDEN---Liebe grüße moniseiki
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10.02.2007, 13:35 Uhr von campimo
Bewertung: sehr hilfreich(¯`*•.¸(¯`*•.¸ SH & LG ¸.•*´¯)¸.•*´¯)
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13.12.2006, 00:20 Uhr von Zuckermaus29
Bewertung: sehr hilfreich:o) liebe Grüße Jeanny
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25.11.2006, 18:56 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichHallo, ja, wenn ich meine Prüfungsaufgaben von früher mit denen von heute vergleiche, dann erschauert es mich und auch im Beruf, als ich vor etwa 8-15 Jahren Leute, die direkt von der Schule kamen, ausbilden sollte, waren dabei sogar Abiturienten (ich habe
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