Erfahrungsbericht von schnecke1811
Gewalt unter Kindern und Jugendlichen - Die Hemmschwelle sinkt!
Pro:
Es wird etwas gegen Gewalt an Schulen getan.
Kontra:
Es sind nur wenige Schulen, die das Problem ersmal erfaßt haben.
Empfehlung:
Nein
Die Hemmschwelle sinkt!!
Ich studiere Soziale Arbeit und Erziehung, wobei ich auch an einem Lehrforschungsprojekt teilnehme bei dem es um Gewalt unter kindern und Jugendlichen geht.
Ich habe viel zu diesem Thema recherchiert, und die Ergebnisse sind erschreckend. An den deutschen Schulen steht Gewalt auf der Tagesordnung an erster Stelle. Doch wo fängt bei den Kids überhaupt Gewalt an?
Abziehen, Erpressung, Drohungen, daß ist keine Gewalt, zumindest nicht nach Meinung der Schüler. Das Abzeihen von Klamotten, Taschengeld oder ählichen Dingen ist für die Schüler so normal geworden, wie jemanden zum Außenseiter zu machen.
Wir führen eine Befragung von 1000 Schülern, der 8. Klasse in sämtlichen Schulen durch. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den Schulformen. Gewalt an Gymnasien ist z.B. nicht so ausgeprägt wie an manch einer Hauptschule, aber diese Unterschiede sind egal. Was zählt ist, daß die Schüler nur einen Ausweg sehen sich mit Problemen auseinanderzusetzen, und dieser Weg ist nunmal die Gewalt. Ich denke, daß auch die Lehrer und Eltern einen sehr großen Beitrag dazuleisten. Den Kids ist es nicht möglich andere Lösungswege zu finden, z.B. reden. Die Lehrer sind häufig machtlos, bei dem was in der Schule abgeht. Ihnen ist es
- nicht allen- ziemlich egal, weil sie die Kids ja nur am Vormittag beschäftigen müssen. Es ist halt ihr Job.
Was ich total klasse finde sind die neuen „Streitschlichterprogramme“, die z.B. in Dinslaken laufen. Ein Herr vom Jugendamt hat es sich zur Aufgabe gemacht, an allen Schulen dieses Programm einzuführen. Dabei geht es darum, daß Schüler, sog. Streitschlichter, in Kursen ausgebildet werden. Sie versuchen dann, wie bei Gericht, nur daß der Richter ein anderer Schüler ist, den vorliegenden Fall zu lösen und den Schuldigen zu bestrafen. Meißt lassen sich die jungen Richter schon gute Strafen einfallen, sie sind näher am Alltag der Jugendlichen, und wissen was einen Dieb z.B. eher trifft als die Strafe der Eltern oder der Schulleitung. Zum Beispiel mußte ein Schüler, der in einem Kaufhaus gestohlen hat um diese Sachen wieder zu verkaufen, in diesem Kaufhaus 2 Wochen lang mit einem Schild herum laufen auf dem stand: „Klauen lohnt sich nicht“. Es sind scheinbar keine harten Strafen, aber diese Strafen „bestrafen“ die Kids wenigstens.
Ich finde es klasse, daß Dinslaken mit dem guten Beispiel voran geht, aber was ist in anderen Städten. Ich denke, daß an diesem Punkt noch viel Arbeit auf die Schule, die Eltern und Lehrer zukommt. Hoffentlich tun sie was.
Ich studiere Soziale Arbeit und Erziehung, wobei ich auch an einem Lehrforschungsprojekt teilnehme bei dem es um Gewalt unter kindern und Jugendlichen geht.
Ich habe viel zu diesem Thema recherchiert, und die Ergebnisse sind erschreckend. An den deutschen Schulen steht Gewalt auf der Tagesordnung an erster Stelle. Doch wo fängt bei den Kids überhaupt Gewalt an?
Abziehen, Erpressung, Drohungen, daß ist keine Gewalt, zumindest nicht nach Meinung der Schüler. Das Abzeihen von Klamotten, Taschengeld oder ählichen Dingen ist für die Schüler so normal geworden, wie jemanden zum Außenseiter zu machen.
Wir führen eine Befragung von 1000 Schülern, der 8. Klasse in sämtlichen Schulen durch. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den Schulformen. Gewalt an Gymnasien ist z.B. nicht so ausgeprägt wie an manch einer Hauptschule, aber diese Unterschiede sind egal. Was zählt ist, daß die Schüler nur einen Ausweg sehen sich mit Problemen auseinanderzusetzen, und dieser Weg ist nunmal die Gewalt. Ich denke, daß auch die Lehrer und Eltern einen sehr großen Beitrag dazuleisten. Den Kids ist es nicht möglich andere Lösungswege zu finden, z.B. reden. Die Lehrer sind häufig machtlos, bei dem was in der Schule abgeht. Ihnen ist es
- nicht allen- ziemlich egal, weil sie die Kids ja nur am Vormittag beschäftigen müssen. Es ist halt ihr Job.
Was ich total klasse finde sind die neuen „Streitschlichterprogramme“, die z.B. in Dinslaken laufen. Ein Herr vom Jugendamt hat es sich zur Aufgabe gemacht, an allen Schulen dieses Programm einzuführen. Dabei geht es darum, daß Schüler, sog. Streitschlichter, in Kursen ausgebildet werden. Sie versuchen dann, wie bei Gericht, nur daß der Richter ein anderer Schüler ist, den vorliegenden Fall zu lösen und den Schuldigen zu bestrafen. Meißt lassen sich die jungen Richter schon gute Strafen einfallen, sie sind näher am Alltag der Jugendlichen, und wissen was einen Dieb z.B. eher trifft als die Strafe der Eltern oder der Schulleitung. Zum Beispiel mußte ein Schüler, der in einem Kaufhaus gestohlen hat um diese Sachen wieder zu verkaufen, in diesem Kaufhaus 2 Wochen lang mit einem Schild herum laufen auf dem stand: „Klauen lohnt sich nicht“. Es sind scheinbar keine harten Strafen, aber diese Strafen „bestrafen“ die Kids wenigstens.
Ich finde es klasse, daß Dinslaken mit dem guten Beispiel voran geht, aber was ist in anderen Städten. Ich denke, daß an diesem Punkt noch viel Arbeit auf die Schule, die Eltern und Lehrer zukommt. Hoffentlich tun sie was.
16 Bewertungen, 3 Kommentare
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06.03.2002, 02:47 Uhr von Totenmond
Bewertung: sehr hilfreichGute Meinung zum Glück ohne diese beliebten ausreden das Spiele oder Filme schuld sind das ist QUATSCH !!!
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25.02.2002, 10:56 Uhr von Oeffinger
Bewertung: sehr hilfreichAuch bei uns (Fellbach, bei Stuttgart)wird seit diesem Schuljahr dieses Streitschlichterprogramm mit Erfolg durchgeführt
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18.02.2002, 00:28 Uhr von SuperGirly
Bewertung: sehr hilfreichSehr guter Beitrag!
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