Kinderhorte sollen geschlossen werden Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jakini

Und was passiert dann?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Was ist eigentlich ein Kinderhort:
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Die Frage stellt sich mir hier, denn es gibt da große Unterschiede. Zum einen gibt die Horte, die Kinder schon im Alter von acht Wochen aufnehmen, die sog. Kinderkrippen, die es vorallem alleinerziehenden Müttern ermöglichen, nach der Geburt wieder arbeiten zu gehen und sich und das Kind zu versorgen.

Dann gibt es den normalen Kindergarten, den hat meine große Tochter zwei Jahre besucht, dann konnten wird diesen nicht mehr bezahlen, ich bin nicht berufstätig, da wir noch zwei weitere Töchter haben, damals nur ein weitere, so kam meine Große dann ich die Vorschule.
Doch im Kindergarten war meine Tochter von morgens um 8.00 Uhr bis mittags umd 12.00 Uhr. Sie hatte dort eine Menge Spaß und genau das war mein Ziel, vorallem, weil ich als sie alt genug für den Kindergarten war, noch um meinen Sohn trauert. Ich konnte damals nicht viel mit ihr anfangen, und was sollte meine Tochter mit einer trauernden Mutter?
Im Kindergarten hat sie viel gelernt und hatte sehr viel Spaß, die Verbindung ist noch heute da, denn sie geht regelmäßig zum Kindergottesdienst und besucht vorher ihre ehemalige Erzieherin, denn sie war in einem kirchlichen Kindergarten.
Ich war zwar nicht arbeiten, doch für meine Tochter war die Zeit im Kindergarten dennoch wichtig, dort hat sie Dinge gelernt, die ich ihr zu Hause nicht beibringen konnte, die kleine Gruppe hat viel gebastelt, gemeinsam gespielt und vorallem hat sie gelernt, sich in einer großen Gruppe zurecht zu finden, was eine sehr gute Vorbereitung auf die Schule ist.
So möchte ich auch meine mittlere Tochter diesen Herbst in den Kindergarten bringen, sie braucht das einfach, ist gerne mit anderen Kindern zusammen, doch der Kindergarten ist überfüllt und wohl auch für uns inzwischen zu teuer geworden.

Der Kinderhort ist eigentlich für Kinder, so bin ich der Meinung, die den ganzen Tag im Kindergarten verbringen müssen/wollen.
Besonders betroffen sind dann wohl auch die Kinder, die nach der Schule in den Kinderhort gehen, einige der Freunde meiner Tochter sind auch davon betroffen, jeden Mittag sehe ich die Kinder, wie sie nach der Schule in den ehemaligen Kindergarten gehen, wo sie gemeinsam Essen und Hausaufgaben machen, weil die Eltern beide, oder aber die alleinerziehenden Mütter, arbeiten gehen.

Ich würde in drei Jahren auch gerne so einen Hort in Anspruch nehmen, denn ich möchte auch wieder arbeiten und habe mich entschlossen, eine weitere Ausbildung zu machen, somit muß ich drei Jahre Vollzeit arbeiten, damit ich die Ausbildung machen kann, danach hätte ich dann die Möglichkeit, am Nachmittag für die Familie da zu sein, und mir meine Zeit nach der Zeit meiner Kinder einzuteilen, wenn es dann keinen Hort mehr gibt, dann habe ich diese Möglichkeit nicht mehr, es sei denn, ich gebe viel Geld für eine Tagesmutter aus, die teurer ist, als der Kinderhort.

Immerhin gäbe es dann noch die Möglichkeit, daß man weiterhin arbeitet, doch ob sich dann das noch wirklich rechnet? Ich hatte vor sechs Jahren für ein halbes Jahr ein Tageskind, damals war das Kind für sechs Stunden bei mir und ich bekam für diese sechs Stunden täglich, bei einer fünf Tagewoche und zwei Wochen Urlaub im Jahr, DM 490,-- gezahlt, wo aber gut die Hälfte von Jugendamt übernommen wurde. Die Mutter war aber immer noch mit über DM 200,-- dabei und das bei einem Halbtagsjob. Mehr blieb für mich aber unter dem Strich auch nicht übrig, denn das Kind wurde hier ja versorgt, bekam gemeinsam mit meiner großen Tochter sein zweites Frühstück, im Kindergarten wird es mitgegeben, und natürlich auch Mittagessen. Die Kinder haben hier gespielt und wurden gewickelt. Trotzdem hat es mir sehr viel Spaß gemacht und ich würde auch nun wieder ein Tageskind nehmen, dann aber am liebsten eines, das größer ist, und nach der Schule kommt, bei uns mit ißt und gemeinsam mit meiner großen dann Hausaufgaben macht. Wenn die Kinderhorte wirklich geschlossen werden, dann hätte ich vielleicht sehr gut Chancen so ein Kind aufnehmen zu können, doch meine zweite Ausbildung, die kann ich dann vergessen, leider.............. . Und ob es ein Job für die Zukunft ist, als Tagesmutter zu arbeiten, das bezweifel ich ehrlich gesagt, aber ich lasse das Ganze nun mal auf mich zukommen.

Auf jeden Fall bin ich der Meinung, daß durch die Schließung der Kinderhorte die Zweiklassengesellschaft noch stärker gefördert wird, dann können die meisten Frauen es sich nicht mehr leisten arbeiten zu gehen, auf jeden Fall bringt es nichts mehr zum Einkommen bei, so bleiben sie dann doch lieber zu Hause, und versorgen ihre Kinder wieder selber und beantragen Zuschüsse beim Sozialamt, die ebenfalls von den Steuergelder bezahlt werden müssen.

Arbeiten gehen, das können sich dann nur noch die Reichen leisten, und die haben dann auch die Möglichkeit, sich in ihrem Job selbst zu verwirklichen, warum soll nicht jede Mutter die Möglichkeit haben dürfen.

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