Der Buick (gebundene Ausgabe) / Stephen King Testbericht

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ab 9,08
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Erfahrungsbericht von DarkBeauty

~ From a buick ~

Pro:

Schreibstil ist einfach, Charaktere sind nachvollziehbar, stellenweise sehr spannend

Kontra:

es gibt keinerlei Erläuterungen, viele Fragen bleiben offen

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leser!

Einige meiner Stammleser werden sicherlich wissen, dass ich ein sehr großer Stephen King Fan bin. Somit besitze ich, bis auf einige wenige, auch alle Bücher. Eines davon möchte ich euch heute nun wieder vorstellen. Es handelt sich um

>> Der Buick <<

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Bezugsquelle & Preis & Kaufgrund
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Gekauft habe ich das Buch, wie so viele andere auch schon, bei Ebay. Dort habe ich mir die gebundene Ausgabe für einen Euro ersteigert. Allerdings bekommt man es bei Amazon beispielsweise als Paperback für 8,95 € und als gebundene Ausgabe für 22,00 €. Den Grund für diesen Kauf, könnt ihr euch sicherlich auch denken. Ich habe oben ja bereits geschrieben, dass ich ein großer und langjähriger King Fan bin. Somit durfte auch dieses Werk in meiner Sammlung nicht fehlen. Abgesehen davon, klang die Story auch recht interessant.

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Die Story
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Die Geschichte ist schnell erzählt.

Eines Tages taucht ein Mann in einem schwarzen Mantel zusammen mit einem Buick an einer Tankstelle auf. Der Mann verschwindet kurz darauf aber der Buick bleibt. Die örtliche Polizei kümmert sich um das Auto und verwahrt ihn auf dem Kasernengelände im sogenannten Schuppen B. Die Polizisten stellen jedoch sehr schnell fest, dass es sich allerdings eher um eine Attrappe als um ein richtiges Auto handelt. Verschiedene Teile am Auto fehlen ganz einfach oder sind komplett anders, als sie es an einem üblichen Buick sein sollten. So ist zum Beispiel das Lenkrad viel zu groß.

Wie auch immer, während der Buick auf dem Kasernengelände im Schuppen B steht, entwickelt es ein merkwürdiges Eigenleben. So \"spuckt\" der Kofferraum zum Beispiel ein Wesen aus, das einer Fledermaus entfernt ähnelt. Auch fördert das Auto Blätter und merkwürdige Pflanzen zutage, die niemand kennt bzw. einzuordnen weiß. Auffällig ist, dass alles, was aus dem Buick kommt, sofort zu verwesen bzw. zu sterben scheint. Als könnte es in \"unserer\" Welt nicht überleben.
Als eines Tages ein Polizist spurlos verschwindet, wird dies natürlich sofort mit dem Auto assoziiert. Fortan machen die Polizisten Experimente mit dem Auto. So schließen sie zwei Mäuse ins Auto ein, sezieren das Fledermausding usw. Auch zieht das Auto ab und an eine Art Blitzshow ab, die eigentlich keine ist.

Doch alle Experimente bringen keine Klarheit über dieses Auto bzw. das, was es wirklich ist. Denn eins ist klar: ein normales Auto ist es definitiv nicht.
Den Höhepunkt erreicht die ganze Sache allerdings erst später... Dies gibt den Polizisten sehr zu denken und ängstigt sie zu Tode...

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Infos zur Ausgabe
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Die Ausgabe, welche ich mir ersteigert habe, entspricht nicht der auf dem Bild. Meine Ausgabe ist schwarz gehalten mit ein wenig blau. Auf der Vorderseite prangt in großer weißer Schrift der Name des Autors und darunter in orangenen Buchstaben den Titel. Darunter sind zwei ovale Gebilde zu sehen, die wahrscheinlich die Bullaugen des Buicks darstellen sollen, von denen im Buch des öfteren die Rede ist.

Erscheinungsdatum: 2002
Verlag: Ullstein Verlag
Übersetzer: Joachim Schwarzer
Seitenzahl: 496 Seiten
Ausgabe: Gebunden, deutsche Erstausgabe
Originaltitel: From a buick 8

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Der Autor ~Stephen King~
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Er fürchtet die Dunkelheit. Er fürchtet den Tod. Er fürchtet Spinnen. Und doch ist er der Mann, der Generationen von Lesern das Gruseln gelehrt, der in den Abgründen menschlicher Ängste gewühlt, mit ihnen gespielt und sie uns vor Augen geführt hat. Ein Mann, der keinen Kult um seine Person wünscht. Ein Mann, der hinter sein Werk zurück tritt. Für seine Anhänger der \"King of Horror\" - für seine Gegner König der Schundliteratur.
Am 21. September 1947 im Neu-England-Staat Maine geboren, wächst Stephen Edwin King in bescheidenen Verhältnissen auf. Der Vater verlässt die Familie, als Stephen zwei Jahre alt ist. Stephens Mutter zieht die beiden Jungen - Stephen hat einen älteren Adoptivbruder, David - allein auf. Die Familie fristet ein bescheidenes Dasein an der Armutsgrenze. Bereits früh interessiert sich der Junge für das Schreiben.
Stephen ist 19 Jahre alt, als seine Geschichte I was a Teenager Grave Robber im Magazin Comics Review veröffentlicht wird. Er nimmt das Studium der Englischen Literatur auf. Während seiner vier Jahre an der Lisbon Halls High School lernt er Tabitha Spruce kennen und heiratet sie kurz darauf.
Quelle: www. gilthserano.de

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Meine Meinung
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Als ich den Klappentext das erste Mal gelesen habe, drängte sich mir zunächst die Befürchtung auf, dass es sich hier um ein weiteres Werk á la \"Christine\" oder \"Rhea M.\" handelt. Dem ist aber nicht so und das merkt der Leser auch sehr schnell.

Das Buch ist aus der Ich- Perspektive geschrieben. Das heißt, die Rahmenhandlung wird von einem der Polizisten erzählt. Er erzählt es einem Jungen namens Ned Wilcox, dessen Vater einmal dort Polizist war, aber im Dienst getötet wurde. Die Binnenhandlung, also während es um die Ereignisse mit dem Buick geht, werden zwar auch aus derselben Perspektive erzählt, aber immer wieder von verschiedenen Personen. Interessant ist, dass die ganze Story sich eigentlich nur an einem einzigen Ort abspielt. Undzwar Rahmen- und Binnenhandlung- nämlich auf dem Kasernengelände der Troop D. Auch, wenn die einzelnen Erzählpersonen nicht näher beschrieben werden, kann man sie sich trotzdem gut vorstellen und sich in sie hineinversetzen. Sie kommen einem vor, wie die netten Leute von nebenan und nicht wie die Polizisten, wie man sie sich im herkömmlichen Sinne vorstellt.

Aber wie finde ich das Buch denn nun?
Nun, es ist schwer das zu beschreiben. Denn mit \"Der Buick\" haben wir hier ein sehr untypisches Buch von Stephen King. Zum einen wäre da die Tatsache, dass er in vielen seiner Bücher oft eine ordinäre Sprache verwendet. Dies ist hier kaum bis gar nicht der Fall. Zum anderen war ich es bisher gewohnt, zum Ende des Buches hin über die Geheimnisse der Geschehnisse aufgeklärt zu werden bzw. wenigstens einen kleinen Denkanstoß zu bekommen um mir alles selbst auszumalen. Das fehlt hier leider völlig. Es gibt keine Erklärung, woher der Buick nun kommt, warum er dort ist und weshalb es macht was er eben macht. Auch wird der Leser im Dunkeln darüber gelassen, was mit dem verschwundenen Polizisten passiert ist.
Ich muss bei Büchern oder Filmen nicht auf jedes kleinste Detail eine Antwort bekommen, denn das macht es für mich nicht mehr so spannend. Aber wie ich schon sagte, wäre zumindest ein kleiner Hinweis in Form eines Denkanstoßes hilfreich gewesen.
Aber ist das Buch deshalb trotzdem schlecht?
Ich denke: Nein!

Stephen King ist ja bekannt dafür, dass er in seinen Werken gerne mal kleinere Zeitsprünge unternimmt. Diese gibt es hier auch. Alleine schon bedingt durch die Binnenhandlung. Man kann aber immer folgen, wo man sich grade befindet. Das nicht nur durch die Kapitelabteilungen.

Mit \"Der Buick\" hat man, wie ich sagte, kein typisches Werk von Stephen King und ich würde es auch eigentlich eher den Fans empfehlen. Allerdings ist die Schreibweise hier, wie ich finde, einfacher als bei manch anderen Büchern. Auch wäre der eher unerfahrene Leser mit diesem Buch nicht so gut bedient, da ja das vorherrschende Klischee publik ist, dass er nur Horrorbücher schreibt. Ich finde nicht, dass \"Der Buick\" ein Horrorbuch ist. Es zeigt vielmehr wie sehr Menschen in außergewöhnlichen Situationen zusammenhalten können. Denn King betont immer wieder durch seine Charaktere, dass alles, was mit dem Buick zusammenhängt streng geheim gehalten wird. Dies und die Loyalität der Polizisten untereinander ist eindrucksvoll geschildert.

Nun bin ich mir aber irgendwie immer noch unschlüssig, wie viele Sterne ich vergeben soll. Aber ich denke, mit vier Sternen ist dieses Buch bestens versorgt. Den einen Stern ziehe ich ab, da es hier wirklich keinerlei Erklärung gibt und mir das doch ein bisschen fehlt. Dennoch ist der Schreibstil aber sehr leicht und einfach und Spannung baut sich hier natürlich auch genug auf. Das reicht also, um sich dieses Buch einmal zu Gemüte zu führen. Eine Empfehlung gibt es von mir nur in beschränktem Maße.

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Leseprobe
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Ich zog mir auch ein Paar Handschuhe an und schnappte mir auch ein Werkzeug - ich glaube, es war ein Rechen, aber das weiß ich nicht mehr mit Sicherheit. Was es auch war - ich schnappte es mir und lief damit zu Eddie und George. Ein paar Sekunden später (oder vielleicht war es auch eine Minute, ich weiß es nicht, ich hatte mein Zeitgefühl verloren) sah ich mich um, und da war auch Shirley bei uns. Sie hatte sich ebenfalls Handschuhe angezogen und sich Arkys Pfostenlochbohrer genommen. Ihr Haar hatte sich gelöst und hing ihr ums Gesicht. Sie sah aus, wie Sheena, die Königin des Dschungels. Wir hatten alle daran gedacht, Handschuhe anzuziehen, aber wir waren alle verrückt. Völlig durchgeknallt. Wie das Ding aussah, die schnatternden, klagenden, kreischenden Geräusche, die es machte, sogar wie Mister D. heulte und jaulte - das alles machte uns verrückt. [...]

Danke, für\'s Lesen und Bewerten
-blessed be-

27 Bewertungen, 2 Kommentare

  • hjid55

    26.02.2007, 21:41 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah

  • Fluetie

    22.08.2005, 23:01 Uhr von Fluetie
    Bewertung: sehr hilfreich

    Aber er schreibt ! ! ! *grins* Dirk