Drei. Der dunkle Turm 2 (Taschenbuch) / Stephen King Testbericht
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Erfahrungsbericht von Nadira
Der Turm ist eine Sucht
Pro:
Handlung, Spannung, Schreibstil, Charaktere
Kontra:
man muss es mögen
Empfehlung:
Ja
......Der Autor......
Stephen King gilt weltweit als der unbestritte Meister der modernen Horrorliteratur. Er ist 1947 in Portland/ Maine geboren und schon während seines Studiums schrieb und veröffentlichte er Sience- Fiction- Stories. 1973 gelang ihm mit „Carrie“ der internationale Durchbruch. Alle folgenden Bücher wurden Bestseller und haben bis heute eine Weltauflage von 100 Millionen weit überschritten.
Die ersten Teile der Fantasy- Saga „Der dunkle Turm“ erschienen im Oktober 1978 in der Zeitschrift „The Magazin of Fantasy and Sience Fiction“. In gebündelter Form erschienen die dort veröffentlichten Geschichten, deren Thematik nicht mehr direkt in dem Horrorbereich seiner sonstigen Arbeiten lag, später unter dem Titel „schwarz“. Schon wenige Zeit danach erschien das zweite Band und diesem werde ich mich im folgenden Bericht genauer widmen.
......Die Story......
Das erste Band ging mit der Konfrontation Rolands mit dem Mann in Schwarz zuende. Genauer gesagt mit dem „Palaver“ der beiden. Darin wurde Roland die Zukunft weisgesagt. Diese Stellen sind unter anderem wichtig um eine Verbindung zwischen den Bändern herzustellen. Denn er bekommt auch seine Begleiter „weisgesagt“.
Als er im zweiten Band erwacht ist der Mann in Schwarz tot. Er geht weiter und befindet sich an einem Meeresstrand. Dort wird er seltsame Krabbenmonster sehen, die ihn angreifen und schwer verwunden. Die Bedrohung durch diese Tiere, die in der Nacht das Wasser verlassen und an den Strand krabbeln zieht sich durch das ganze Buch. Roland erleidet eine Blutvergiftung und schleppt sich mühsam und halb im Delirium den Strand entlang.
Ihm fallen nach und nach drei Türen auf. Diese führen ihm in unsere reale Welt und immer hinter die Augen eines Auserwählten. An jeden dieser Türen steht ein Name. Dieser Name ist deckungsgleich mit den vom Mann in Schwarz gelegten Tarotkarten. Wahlweise kann Roland die Kontrolle über die Auserwählten erlangen, mit ihnen kommunizieren oder selbst in unserer Welt erscheinen. Die erste Tür brachte ihn zu Eddie, einen Junkie. Er half Eddie aus dem Haus eines Drogenschmugglers zu kommen und brachte ihn in seine Welt. Dort war sein Körper nahezu kraftlos vom Fieber und der Vergiftung.
Sie gingen weiter den Strand entlang bis zur zweiten Tür, dort holte Roland eine schizophrene und im Rollstuhl sitzende Frau in seine Welt. Detta und Odetta sollten später eine wichtige Rolle als zweite Auserwählte übernehmen. Wie beide Charaktere zu einer Frau verschmelzen möchte ich allerdings nicht genauer ausführen. Aus diesem Grund erwähne ich nur, dass das alles mit der dritten Tür zu tun hat. Diese führt Roland nicht zu einem Auserwählten, doch was dort geschieht prägt nicht nur das Zweite, sondern auch die Handlung des dritten Bandes.
......Das Buch......
Wie schon im ersten Band wird der Leser auch hier in eine völlig fremde Welt entführt. Durch die Augen eines „Weltfremden“ blickt der Leser auf seine Alltägliche Umwelt. Die Geschichte wird abstrakter und bekommt einen stärkeren Bezug zur Magie. Nichts scheint unmöglich und irreal denn auf dieser Ebene des Turms, so wird der Leser immer wieder feststellen, kann alles passieren.
Doch ist es längst nicht so, dass Roland der Revolvermann mit allen Geheimnissen seiner Umgebung vertraut ist. Das Auftreten von Magie ist für ihn ebenso erschütternd und unerklärlich wie der Anblick einer Welt in der Papier Massenware und Technik alltäglich ist. In Rolands Welt ist der Aberglaube stärker verbreitet als in der uns bekannten. Durch das Zusammentreffen dieser beiden Welten kommt es zu Konflikten in der Vorstellungskraft und in dem Glauben der beteiligten Personen. Dieser Konflikt wurde vom Autor sehr gut dargestellt in den Diskrepanzen zwischen Eddie und Roland. Trotz aller auftretenden Unstimmigkeiten sind die Beteiligten aufeinander angewiesen.
Roland kennt die für Eddie unbekannte Welt und Eddie muss zunächst nur Roland, später auch Odetta/Detta helfen weiter zu kommen und mit seinem eigenen Schicksal klarkommen zu lernen.
Dadurch lernt der Leser das Wesen Eddies kennen. Dieser nimmt in den folgenden Büchern hin und wieder neben Roland eine zentrale Rolle ein. Um seinen Charakter zu verstehen ist dieses Buch von Bedeutung. Ebenfalls wichtig ist dieses Buch im Hinblick auf das Ka-tet, die Gemeinschaft des Kas, des Schicksals, das diese Personen bilden werden. In dieser Gemeinschaft müssen sie zusammen für dieselbe Sache kämpfen lernen. Und auch wenn man Eddies Ärger, über die Situation in die Roland ihn ohne um Erlaubnis gefragt zu haben gebracht hat, deutlich heraushört. So kämpft er sich doch nicht alleine durch diese Welt, sondern bleibt bei ihm um ihm zu helfen. Der Anfang eines Ka-tets.
Es lässt sich über die Frage streiten ob Stephen King mit diesem Buch eine Fantasy- Saga verfasst hat. Denn noch immer gibt es Menschen die seinen Schreibstil nicht dem eines Fantasy Autors würdig befinden. Aber gerade durch diesen Schreibstil bekommt die Geschichte, die ohne Zweifel ein wenig Westernstorygeist besitzt, ihren persönlichen und sympathischen Charakter. Es ist eben so wie ein Stephen King sein muss.
Persönliche Meinung
Ich bin süchtig. Ich war es vor diesem Buch und vielmehr nach diesem Buch. Ich liebe die Charaktere vom ersten Augeblick an. Sie sind menschlich, haben Fehler, Probleme. Es gibt kein Held, keine übernatürlichen Alleskönner. Die Handlung ist abwechselungsreich und bedeutend. Hin und wieder finden sich Symbole, die noch Seiten später ihre Wichtigkeit erlangen können. Diese Saga ist nichts zum einmal lesen. Sie ist immer wieder aufregend. Sie ist sympathisch, wie der Große, Hässliche mit den eiskalten, blauen Augen, wie Roland von Gilead. Er ist ein Mysterium und Mythos. Noch erfährt man als Leser nicht viel darüber wo er herkommt warum er zum dunklen Turm gelangen möchte und was der Turm für eine Bedeutung hat. Immer wieder wird man mit Brocken gefüttert aber das macht nur Hunger auf mehr.
Stephen King schrieb einmal über sein Werk: “Dieses Werk scheint mein eigener Turm zu sein; diese Menschen verfolgen mich, allen vorran Roland.“ Und genau das ist es. Es ist nicht nur eine Geschichte, es ist ein Abenteuer, es ist ein Leben, es ist eine Jagt. Nicht nur eine Jagt nach dem Turm...
Drei S. 204:
„Was ist Ka?“ Eddies Stimme war trotzig. „Davon habe ich noch nie gehört. Nur wenn du es zweimal hintereinander sagst, ist es das Babywort für Scheiße.“
„Davon weiß ich nichts“, sagte der Revolvermann. „Hier bedeutet es Pflicht und Schicksal oder, umgangssprachlich, einen Ort, zu dem man gelangen muss“.
Es gelang Eddies missfällig, angewidert und amüsiert zugleich auszusehen. „Dann sag es zweimal, Roland, denn Worte wie diese hören sich für Jungen hier wie Scheiße an.“
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Stephen King
Drei- Der Dunkle Turm
Orginal Titel: The dark Tower: The drawing of the three
Übersetzt von Joachim Körber
Willhelm Heyne Verlag GmbH& Co. KG, München
http://www.heyne.de
ISBN: 3-453-16315-X
Best.- Nr. 01/12098
~6,00 Euro
31 Bewertungen, 5 Kommentare
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13.04.2006, 13:05 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht...LG Sandy :-)))
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13.04.2006, 12:45 Uhr von schnitzel
Bewertung: sehr hilfreich*daumen hoch*
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24.03.2005, 13:35 Uhr von plötzlichpapa
Bewertung: sehr hilfreichWusstest Du, dass es Bücher von Steven King gibt, die er nur speziell für den Gebrauch als E-Books gedacht sind, und nur von ganz speziellen Homepages geladen werden können ? Fand ich interessant. Viele Grüße aus dem schö
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15.01.2005, 12:48 Uhr von awassa
Bewertung: sehr hilfreich...hab ch auch gelesen,ist echt gut! LG Karo
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27.06.2004, 11:15 Uhr von mima007
Bewertung: sehr hilfreichguter Bericht mit vielen Infos und persönl. Eindrücken. VG, mima
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