Es (Taschenbuch) / Stephen King Testbericht
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Erfahrungsbericht von Mr.Albie
Pennywise der Clown - Das Grauen hat keinen Namen
Pro:
einfach nur spannend
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Autor:
~~~~~~~~~~~~~~
Stephen King wurde 1947 in Portland, Maine, geboren. Er war zunächst als Englischlehrer tätig, bevor ihm 1973 mit seinem ersten Roman \'Carrie\' der Durchbruch gelang. Seither hat er mehr als 30 Romane geschrieben und über 100 Kurzgeschichten verfasst und gilt als einer der erfolgreichsten Schriftsteller weltweit.
Buch:
~~~~~~~~~~~~~~
Das Grauen hält Einzug in die verschlafene Kleinstadt Derry im Staate Maine, als plötzlich immer mehr mysteriöse Kindermorde geschehen. Im Buch geht es um ein böses, kinderfressendes Monster mit Namen Pennywise einem gräßlichen Clown. Dieses steht nur als Symbol für unsere ureigensten Ängste - die der Kindheit, sowie die der Erwachsenen. Eingebettet wird \"ES\" in die Lebensgeschichte von sieben Menschen, in die man behutsam mittels Rückblenden eingeführt wird. Man lernt ihre Stärken und Schwächen kennen und genießt es immer mehr, den ausführlich formulierten Gedankengängen der Protagonisten zu folgen. Die Geschichte wird übrigens nicht einfach chronologisch erzählt, sondern findet in zwei Zeitebenen statt: 1958 als Kinder und 1985 als Erwachsene. Der Sprung findet jeweils durch Erinnerungen der Erwachsenen an ihre Kindheit in Form von Rückblenden statt. Am Anfang erinnern sich die Erwachsenen an fast gar nichts, die Erinnerung an das Geschehen der Kindheit vervollständigt sich erst im Lauf des Buches. Gegen Ende, als sich die Spannung ihrem Höhepunkt nähert (darüber will ich jedoch nicht zuviel verraten), geht das \"Umschalten\" zwischen den Zeitebenen so schnell, dass man teilweise gar nicht mehr weiß, ob nun gerade die Kinder oder Erwachsenen \"Es\" bekämpfen. Durch das ganze Buch ziehen sich natürlich die Horrorerlebnisse, die sich mit Alltagserlebnissen und auch sehr humorvollen Szenen zu einer wahnsinnig tollen Geschichte vermischen.
Die Figuren selbst sind eigentlich keine Helden, eher der \"Club der Verlierer\": Bill, der Stotterer, dessen Bruder das erste Opfer seit 27 Jahren von „Es“ war. Ben, der Fettsack mit viel praktischem Geschick, der Streber. Beverly, das in Armut lebende Mädchen, das immer auf stark tut, trotz des prügelnden Vaters. Eddie, das kränkliche Sensibelchen mit der Übermutter, die ihn völlig unterdrückt mit ihrer \"Liebe\". Mike, der Schwarze, der aufgrund seiner Hautfarbe in den 50er Jahren fast nur Feinde hat. Richie, die Brillenschlange mit dem großen Mundwerk. Und Stan, der überkorrekte Jude, immer adrett gekleidet. Allesamt sind die Charaktere Außenseiter, die sich aufgrund der Bedrohungen - einerseits durch „Es“, andererseits durch die Feindschaft zur prügelnden Gang von Henry Bowers, einem psychopathischen Jungen - zu einem dichten Bund von Freunden zusammenschließen. Letztendlich ist es immer wieder Henry Bowers, der durch seine Tyrannei die Freunde so stark macht, dass sie „Es“, das immer mehr Kinder grausam ermordet, aufschlitzt und verstümmelt, gegenübertreten können. Dabei beschränkt sich „Es“ nicht nur aufs pure Morden. Es nimmt immer die Gestalt an, vor der derjenige die meiste Angst hat. Die Universalgestalt ist der Clown. Vordergründig das Grinsen, dahinter die silbernen Augen, die nur Hass sehen. Die Freundschaft der Kinder den ganzen Sommer über beschreibt King wunderschön. Die Harmonie an den heißen unwirtlichen Tagen in Derry in den verdreckten Barrens (eine Moor/Flusslandschaft) ist fast schon zu schön - wenn da nicht „Es“ wäre. Die sieben Kinder schaffen es schließlich, „Es“ zu verletzen.
27 Jahre später geht das Grauen von Neuem los. „Es“ ist wieder erwacht. Die Freunde, inzwischen um Stan dezimiert, die sich und die damaligen Erlebnisse völlig vergessen haben, müssen sich wieder zusammenschließen, um „Es“ endgültig zu töten. Dabei kommt die eigentliche schreckliche Gestalt von „Es“ ans Licht, die völlig dem Verstand trotzt. Das Schlimmste ist, dass „Es“ nicht einfach nur da ist. „Es“ ist die Manifestation aller Grausamkeiten, die je in Derry passiert sind. Und gleichzeitig ist „Es“ Derry selbst, „Es“ ist diese Stadt! King weiß es wirklich, menschliche Ängste zu beschreiben.
Das Ende des Buches werde ich hier nicht beschreiben.
Fazit:
~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Stephen King spricht mit \"Es\" die Urängste aller Menschen an, bedrohlich intensiv sogar, und immer wieder. Nicht durch Brutalität, sondern einfach dadurch, dass es „Es“ gar nicht geben kann. Etwas so Grausames zu erfassen ist der menschliche Verstand einfach nicht imstande. Gerade durch die schönen Beschreibungen der Charaktere und ihres Zusammenseins, ihre Schicksale, wird die Bedrohung deutlich spürbar. Es ist wie ein Faden, der sich durch das ganze Buch zieht.
Er beschreibt den uralten mythischen Kampf zwischen Gut und Böse.
Man lernt jeden einzelnen der sieben Freunde kennen, als wenn man selbst zum \"Klub der Verlierer\" gehören würde. King offenbart aber auch Einblicke in die Psyche von Kindern und Erwachsenen, die ich ihm niemals zugetraut hätte. Die kindlichen, die Flucht vor den Schulrowdys, aber auch die erste \"richtige\" Freundschaft - jeder wird sich wohl mit einem Mitglied des \"Klubs der Verlierer\" auf die eine oder andere Weise identifizieren können.
Die Atmosphäre ist so dicht wie bei keinem anderen Buch dass ich jemals gelesen habe und ich muss zugeben, dass ich während dem Lesen bei Nacht von Zeit zu Zeit immer wieder mal unsicher in Richtung Zimmertür geblickt habe, als würde ich Pennywise dort erwarten. Was ich damit zum Ausdruck bringen will, ist dass“ES“ eine so fesselnde Atmosphäre hat, dass man sehr tief in das Buch versinken kann, was auch an den hervorragenden Charakteren liegt, die King in seinem Roman erzeugt. Man hat nicht das Geühl ein Buch zu lesen, sondern dem \"Klub der Verlierer\" selbst anzugehören und die Geschehnisse in Derry mit eigener Haut mitzuerleben.
Danke fürs Lesen
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Stephen King wurde 1947 in Portland, Maine, geboren. Er war zunächst als Englischlehrer tätig, bevor ihm 1973 mit seinem ersten Roman \'Carrie\' der Durchbruch gelang. Seither hat er mehr als 30 Romane geschrieben und über 100 Kurzgeschichten verfasst und gilt als einer der erfolgreichsten Schriftsteller weltweit.
Buch:
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Das Grauen hält Einzug in die verschlafene Kleinstadt Derry im Staate Maine, als plötzlich immer mehr mysteriöse Kindermorde geschehen. Im Buch geht es um ein böses, kinderfressendes Monster mit Namen Pennywise einem gräßlichen Clown. Dieses steht nur als Symbol für unsere ureigensten Ängste - die der Kindheit, sowie die der Erwachsenen. Eingebettet wird \"ES\" in die Lebensgeschichte von sieben Menschen, in die man behutsam mittels Rückblenden eingeführt wird. Man lernt ihre Stärken und Schwächen kennen und genießt es immer mehr, den ausführlich formulierten Gedankengängen der Protagonisten zu folgen. Die Geschichte wird übrigens nicht einfach chronologisch erzählt, sondern findet in zwei Zeitebenen statt: 1958 als Kinder und 1985 als Erwachsene. Der Sprung findet jeweils durch Erinnerungen der Erwachsenen an ihre Kindheit in Form von Rückblenden statt. Am Anfang erinnern sich die Erwachsenen an fast gar nichts, die Erinnerung an das Geschehen der Kindheit vervollständigt sich erst im Lauf des Buches. Gegen Ende, als sich die Spannung ihrem Höhepunkt nähert (darüber will ich jedoch nicht zuviel verraten), geht das \"Umschalten\" zwischen den Zeitebenen so schnell, dass man teilweise gar nicht mehr weiß, ob nun gerade die Kinder oder Erwachsenen \"Es\" bekämpfen. Durch das ganze Buch ziehen sich natürlich die Horrorerlebnisse, die sich mit Alltagserlebnissen und auch sehr humorvollen Szenen zu einer wahnsinnig tollen Geschichte vermischen.
Die Figuren selbst sind eigentlich keine Helden, eher der \"Club der Verlierer\": Bill, der Stotterer, dessen Bruder das erste Opfer seit 27 Jahren von „Es“ war. Ben, der Fettsack mit viel praktischem Geschick, der Streber. Beverly, das in Armut lebende Mädchen, das immer auf stark tut, trotz des prügelnden Vaters. Eddie, das kränkliche Sensibelchen mit der Übermutter, die ihn völlig unterdrückt mit ihrer \"Liebe\". Mike, der Schwarze, der aufgrund seiner Hautfarbe in den 50er Jahren fast nur Feinde hat. Richie, die Brillenschlange mit dem großen Mundwerk. Und Stan, der überkorrekte Jude, immer adrett gekleidet. Allesamt sind die Charaktere Außenseiter, die sich aufgrund der Bedrohungen - einerseits durch „Es“, andererseits durch die Feindschaft zur prügelnden Gang von Henry Bowers, einem psychopathischen Jungen - zu einem dichten Bund von Freunden zusammenschließen. Letztendlich ist es immer wieder Henry Bowers, der durch seine Tyrannei die Freunde so stark macht, dass sie „Es“, das immer mehr Kinder grausam ermordet, aufschlitzt und verstümmelt, gegenübertreten können. Dabei beschränkt sich „Es“ nicht nur aufs pure Morden. Es nimmt immer die Gestalt an, vor der derjenige die meiste Angst hat. Die Universalgestalt ist der Clown. Vordergründig das Grinsen, dahinter die silbernen Augen, die nur Hass sehen. Die Freundschaft der Kinder den ganzen Sommer über beschreibt King wunderschön. Die Harmonie an den heißen unwirtlichen Tagen in Derry in den verdreckten Barrens (eine Moor/Flusslandschaft) ist fast schon zu schön - wenn da nicht „Es“ wäre. Die sieben Kinder schaffen es schließlich, „Es“ zu verletzen.
27 Jahre später geht das Grauen von Neuem los. „Es“ ist wieder erwacht. Die Freunde, inzwischen um Stan dezimiert, die sich und die damaligen Erlebnisse völlig vergessen haben, müssen sich wieder zusammenschließen, um „Es“ endgültig zu töten. Dabei kommt die eigentliche schreckliche Gestalt von „Es“ ans Licht, die völlig dem Verstand trotzt. Das Schlimmste ist, dass „Es“ nicht einfach nur da ist. „Es“ ist die Manifestation aller Grausamkeiten, die je in Derry passiert sind. Und gleichzeitig ist „Es“ Derry selbst, „Es“ ist diese Stadt! King weiß es wirklich, menschliche Ängste zu beschreiben.
Das Ende des Buches werde ich hier nicht beschreiben.
Fazit:
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Stephen King spricht mit \"Es\" die Urängste aller Menschen an, bedrohlich intensiv sogar, und immer wieder. Nicht durch Brutalität, sondern einfach dadurch, dass es „Es“ gar nicht geben kann. Etwas so Grausames zu erfassen ist der menschliche Verstand einfach nicht imstande. Gerade durch die schönen Beschreibungen der Charaktere und ihres Zusammenseins, ihre Schicksale, wird die Bedrohung deutlich spürbar. Es ist wie ein Faden, der sich durch das ganze Buch zieht.
Er beschreibt den uralten mythischen Kampf zwischen Gut und Böse.
Man lernt jeden einzelnen der sieben Freunde kennen, als wenn man selbst zum \"Klub der Verlierer\" gehören würde. King offenbart aber auch Einblicke in die Psyche von Kindern und Erwachsenen, die ich ihm niemals zugetraut hätte. Die kindlichen, die Flucht vor den Schulrowdys, aber auch die erste \"richtige\" Freundschaft - jeder wird sich wohl mit einem Mitglied des \"Klubs der Verlierer\" auf die eine oder andere Weise identifizieren können.
Die Atmosphäre ist so dicht wie bei keinem anderen Buch dass ich jemals gelesen habe und ich muss zugeben, dass ich während dem Lesen bei Nacht von Zeit zu Zeit immer wieder mal unsicher in Richtung Zimmertür geblickt habe, als würde ich Pennywise dort erwarten. Was ich damit zum Ausdruck bringen will, ist dass“ES“ eine so fesselnde Atmosphäre hat, dass man sehr tief in das Buch versinken kann, was auch an den hervorragenden Charakteren liegt, die King in seinem Roman erzeugt. Man hat nicht das Geühl ein Buch zu lesen, sondern dem \"Klub der Verlierer\" selbst anzugehören und die Geschehnisse in Derry mit eigener Haut mitzuerleben.
Danke fürs Lesen
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