Kleingebäck Testbericht

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  • Arbeits- und Zeitaufwand:  sehr niedrig
  • Kosten:  sehr niedrig

Erfahrungsbericht von Kayti_e

Dafür würde ich sterben!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nun... wie es scheint müssen wir uns noch einige Zeit mit diesen kalten Wintertagen abfinden. Und wenn man so aus dem Fenster schaut, alles grau und trist draußen, da ist man wirklich froh, in der warmen Wohnung zu sein... Eigentlich schon fast wieder Zeit für ein quasi-weihnachtliches Teetrinken mit ein paar Freunden... Ihr wißt schon – gemütliche Küche – Weihnachtstee (oder Wintertee – den hab ich gerade neben mir stehen – lecker), Kerzen, schöne Musik im Hintergrund... der Duft von Zimt und Nelken und natürlich... Weihnachtsplätzchen...
Wer jetzt glaubt, bei mir gäbe es einen Riesenteller Plätzchen mit –zig verschiedenen Gebäcksorten, den muss ich leider enttäuschen... Ich bin, was Weihnachtsplätzchen angeht sehr wählerisch, und insofern gibt es bei mir (wenn ich nicht doch die faule Variante wähle und fertige kaufe) außer Lebkuchen meist nur zwei oder drei Gebäcksorten... unter anderem eben auch (ok, ich nehme an, ihr könnt es Euch schon denken...) Bethmännchen.

Für diejenigen, die sich unter Bethmännchen jetzt nichts vorstellen können – gesehen habt Ihr sie sicher auch schon mal: Kleine runde Kugeln mit Eigelbglasur – Besonderes Markenzeichen: Drei Mandeln. Diese Plätzchen kommen ursprünglich aus dem Hause Bethmann (daher der Name), einer Frankfurter Familie. Die Mandeln sollen die Söhne der Bethmanns symbolisieren – ursprünglich waren es wohl mal vier Mandeln, doch dann ist einer der Söhne gestorben und seither werden auch die Bethmännchen nur noch mit drei Mandeln verziert. – Soviel zur Geschichte... -

Da ich Marzipan schon immer über alles geliebt habe, hab ich Bethmännchen schon als Kind immer wahnsinnig gerne gegessen. Schnell viel mir dann aber auf, dass die auf keinem Weihnachtsmarkt, bei keinen Bekannten und Verwandten, einfach nirgends so gut schmecken wie bei meiner Mutter... manche waren zu süß, manche zu mehlig, manche zu hart, andere zu weich, die einen zu groß, die anderen zu klein... nur daheim – das waren die Bethmännchen, wie sie schmecken sollten...

Letztes Jahr stand ich dann vor einem großen Problem – entweder keine Bethmännchen bis wirklich kurz vor Weihnachten (d.h. kein Kaffeeklatsch mit diesen leckeren Genossen schon im November) oder ich muss sie einfach selber machen... Nun ja... so wohl war mir bei dem Gedanken nicht... ich meine – meine Mutter – die kann wirklich kochen und backen, das gibt’s gar nicht... und nachdem ja, wie gesagt, nur ihre Bethmännchen so lecker schmeckten, dachte ich mir, da muss sie einfach ein Geheimnis haben... Die Hoffnung, dass auch ich die Bethmännchen so lecker hinkriegen würde waren ziemlich gering... Doch siehe da... es scheint wirklich einfach nur an diesem Rezept zu liegen, denn das, was bei mir nachher aus dem Backofen kam, duftete genauso lecker, sah fast (bedarf ein wenig Übung, bis man das Gefühl für die richtig Teigmenge pro Kugel raushat...) genauso so lecker aus und schmeckte sogar genauso lecker wie in den guten alten Zeiten daheim!!!

Hier nun also das Rezept für (meines Erachtens)
DIE BESTEN BETHMÄNNCHEN DER WELT


Zutaten:
100g ganze Mandeln
250g Marzipanrohmasse
60g Puderzucker
1 Eiweiß
10g Mehl
1 Eigelb

1. Zunächst die Mandeln mit heißem Wasser übergießen und kurz einweichen lassen. Dann die braune Haut abziehen und halbieren.
2. Marzipan, Puderzucker und Eiweiß zu einer glatten Masse verarbeiten, dann das Mehl unterkneten.
3. Mit mehligen, kalten Händen aus dem Teig kleine Kugeln formen und diese auf ein gefettetes und mehliges Backblech geben.
4. An jede Seite eine Mandelhälfte (3 Stück pro Kugel, s.o.) setzen und die Kugeln mit Eigelb bestreichen.
5. 10-15 Min. bei 175° c goldgelb backen.

Wie ihr seht, ist das Rezept nicht sonderlich kompliziert und das gleiche lässt sich auch für die Zubereitung sagen. Zwar ist das Hantieren mit dem Teig eine etwas klebrige Angelegenheit, aber wenn man die Hände gut einmehlt und schnell arbeitet, ist das wirklich nicht allzu schlimm... und das Ergebnis ist es definitiv wert!!!

... und jetzt sitze ich hier, hab gerade über Bethmännchen geschrieben und überlege, ob September vielleicht nicht doch schon eine gute Zeit ist um Weihnachtsplätzchen zu backen???

Euch auf jeden Fall viel Spaß beim Backen!

Liebe Grüße,
K.

P.S. Selbstgebackene Bethmännchen eignen sich auch vorzüglich als Weihnachtsgeschenk für Eltern, Großeltern, Bekannte und Verwandte!!!

8 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Gülüm

    27.02.2002, 13:48 Uhr von Gülüm
    Bewertung: sehr hilfreich

    ja klingt auch gut

  • owesen

    27.02.2002, 13:45 Uhr von owesen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Auch lecker ! *g* Gruß, Sönke (owi13 )