Tauben im Gras (Taschenbuch) / Wolfgang Koeppen Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von Inita_13sasu
Kein großer Wurf, trotz experimenteller Aura
Pro:
Lesenswert weil anders in Bezug zur Zeit der Veröffentlichung
Kontra:
Protagonisten zu bieder, ohne Positives
Empfehlung:
Ja
Da das Buch als Meilenstein deutscher Nachkriegsliteratur gilt hat es vor ein paar Wochen den Weg aus meinem Bücherschrank (wo es zugegeben ein paar Jahre verbracht hat) auf den Lesetisch gefunden. Inzwischen habe ich mich durchgekämpft. Das kling nicht unbedingt nach Lesespaß und es war auch zumindest für mich keiner. Koeppen schreibt einen modernen Roman, woran ja im Prinzip nichts auszusetzen ist.
Eine fortlaufende Handlung sucht man vergeblich; auch das MUSS nicht sein, ich habe andere "schwierige" Autoren gelesen. An Koeppens Stil allerdings konnte ich mich nicht gewöhnen. Endlose Aufzählungen, viele Substantive, englische Einschübe, historische und literarische Bezüge machen die Sätze stockend und schwerfällig. Ein Lesefluss kommt nicht auf. Wo andere "schwierige" Autoren poetisch und elegant sind, ist Koeppen zäh und holprig. Seine Vorbilder? Queneau, Dos Passos, Joyce, vermute ich. Manchmal versucht er sich an der Technik des "Gedankenstroms", aber das kann Joyce einfach besser.
Die vielen Gestalten dieses Romans schleppen sich düster und ohne Hoffnung durch die maroden Nachkriegskulissen, und einmal dachte ich (was mit dem Buch zugegeben wenig zu tun hat): "wenn alle zu der Zeit so gewesen wären wie die Protagonisten dieses Buches läge unser Land immer noch in Trümmern". Aber das nur am Rande. Wie schon erwähnt, es gibt viele Protagonisten in diesem Buch, eine Art Kaleidoskop von Einzelschicksalen. Die Komposition des Romans gefällt mir im nachhinein gut: wie Koeppen die Figuren in einer Art Finale zusammenführt ist schon großartig gemacht, keine Frage. Auch wenn man ein wenig Geduld braucht, um die Absicht des Autors zu erkennen. Trotzdem blieb bei mir nicht das Gefühl zurück, ein Meisterwerk gelesen zu haben.
Ein großer Wurf ist dieses Buch meines Erachtens nicht; es ist aufgrund seiner ungewöhnlichen Komposition und einer gewissen "experimentellen" Aura (in der deutschen Literatur eher selten) durchaus lesenswert, aber irgendwie ist man doch froh, wenn man die letzte Seite geschafft hat und sich wieder anderen - vielleicht weniger hochgelobten - Büchern zuwenden kann.
Eine fortlaufende Handlung sucht man vergeblich; auch das MUSS nicht sein, ich habe andere "schwierige" Autoren gelesen. An Koeppens Stil allerdings konnte ich mich nicht gewöhnen. Endlose Aufzählungen, viele Substantive, englische Einschübe, historische und literarische Bezüge machen die Sätze stockend und schwerfällig. Ein Lesefluss kommt nicht auf. Wo andere "schwierige" Autoren poetisch und elegant sind, ist Koeppen zäh und holprig. Seine Vorbilder? Queneau, Dos Passos, Joyce, vermute ich. Manchmal versucht er sich an der Technik des "Gedankenstroms", aber das kann Joyce einfach besser.
Die vielen Gestalten dieses Romans schleppen sich düster und ohne Hoffnung durch die maroden Nachkriegskulissen, und einmal dachte ich (was mit dem Buch zugegeben wenig zu tun hat): "wenn alle zu der Zeit so gewesen wären wie die Protagonisten dieses Buches läge unser Land immer noch in Trümmern". Aber das nur am Rande. Wie schon erwähnt, es gibt viele Protagonisten in diesem Buch, eine Art Kaleidoskop von Einzelschicksalen. Die Komposition des Romans gefällt mir im nachhinein gut: wie Koeppen die Figuren in einer Art Finale zusammenführt ist schon großartig gemacht, keine Frage. Auch wenn man ein wenig Geduld braucht, um die Absicht des Autors zu erkennen. Trotzdem blieb bei mir nicht das Gefühl zurück, ein Meisterwerk gelesen zu haben.
Ein großer Wurf ist dieses Buch meines Erachtens nicht; es ist aufgrund seiner ungewöhnlichen Komposition und einer gewissen "experimentellen" Aura (in der deutschen Literatur eher selten) durchaus lesenswert, aber irgendwie ist man doch froh, wenn man die letzte Seite geschafft hat und sich wieder anderen - vielleicht weniger hochgelobten - Büchern zuwenden kann.
17 Bewertungen, 3 Kommentare
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27.08.2012, 23:07 Uhr von goat
Bewertung: sehr hilfreichFreue mich über Gegenlesungen. LG Melanie
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27.08.2012, 12:46 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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27.08.2012, 12:24 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichIch wünsche Dir noch einen schönen sonnigen Montag
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