Kolosseum Rom Testbericht

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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von idefix123
Gigantisches Bauwerk
Pro:
absolut shenswert
Kontra:
viel Zeit mitbringen
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Reisende!
Den Berichten über meinen Rombesuch möchte ich nun noch einen weiteren hinzufügen, einen Bericht über das Kolosseum.
In der Mitte des Tals zwischen dem Palatin, dem Caelius und Esquilin steht das Kolosseum oder richtiger das flavische Amphitheater.
Damit ihr einen Eindruck von der Größe dieses imposanten Bauwerkes bekommt hier ein paar Zahlen:
Der äußere Umgang hat eine Höhe von ca. 50 Metern, die größere Längsachse der Ellipse 188 und die kleinere 156 m lang.
Insgesamt wurden ca. 100.000 Kubikmeter Travertin und ca. 300 Tonnen Eisen, für die Stangen die die riesigen Blöcker zusammenhielten, verbaut.
Die ersten drei Stockwerke des Theaters sind rundherum mit 80 Bögen verziert.
Die Arkaden im Erdgeschoß waren durchnumeriert und dienten als Eingänge, wobei sie den Besuchern den Weg zu ihren Plätzen wiesen. Die Nummern auf den Eintrittskarten waren identisch mit der Bezifferung der Arkaden.
In den Bögen der nächsten beiden Stockwerke fanden riesige Statuen ihren Platz.
Das oberste Stockwerk war einfach und schmucklos gestaltet.
Das Kolosseum besteht aus drei konzentrischen, ineinander gesetzten Ringen, mit deren Hilfe man die Schräge für die Sitz- und Stehplätze der Besucher hinbekam.
Man schätzt heute daß das Theater etwa ein Fassungsvermögen von 70.000 Zuschauern, inklusive der Stehplätze, hatte.
Im Innern des Kolosseums gab es Sitzordnungen. Für Senatoren, die Aristrokatie und die Priesterinnen waren die untersten Ränge vorgesehen, darüber durfte das gemeine Volk platznehmen.
Aber es gab auch weitere Vorschriften die sich bisweilen auch mal änderten. Zum Beispiel durften eine zeitlang Männer und Frauen nicht zusammensitzen, da die Römer dazu neigten nicht nur den Spielen zu folgen, sondern sich auch noch anderweitigen Vergnügungen hingaben.
Um die Besucher vor der starken Sonneneinstrahlung zu schützen konnte über das Kolosseum ein riesiges Sonnensegel gespannt werden. Die Befestigungen dazu kann man auch heute zum Teil noch sehen.
Im Innenraum befand sich eine ca. 76 x 46 m große Arena. Die Platz war mit Brettern ausgelegt und wurde mit Flußsand bestreut. Arena bedeutet Flußsand, daher kommt auch der Name.
Es bestand auch die Möglichkeit die Arena mit Wasser zu füllen um Seeschlachten nachspielen zu können.
Im Untergeschoß oder Keller des Amphitheaters befand sich ein weit verzweigtes Netz von Gängen und Gewölben, die zum Teil sichtbar sind. Diese dienten dem Aufenthalt der Gladiatoren, der Haltung der Tiere und auch wohl als Zwischenlagerungsort für die Toten.
Am Rande der Arena sieht man noch Reste eines damals sehr ausgeklügeltem Aufzugsystems. Mit diesen Aufzügen war es möglich zwischendurch immer wieder Tiere oder Gladiatoren in dei Arena zu schaffen, wenn die Spiele drohten zu langweilig zu werden.
Das Kolosseum war jahrhundertelang Schauplatz grausamer Gladiatorenspiele bei denen es immer um Leben und Tod ging. Diese Spiele dienten nicht nur der Volksbelustigung sondern auch der PR. Tausende von Menschen und Tieren fanden im Laufe der Zeit dort den Tod.
Es stimmt der zwar, dass in der Arena auch Christen hingerichtet worden sind, allerdings entgegen der landläufigen Meinung, nicht weil sie Christen sondern weil sie Sklaven waren.
Quo vadis ist inhaltlich also nicht so ganz richtig.
Beim Aufzug mußten die Gladiatoren vor der kaiserlichen Loge halten und mit dem Satz grüßen den wohl jeder Asterix Leser kennt:\"Ave Caesar, morituri te salutant!\"(Heil Caesar, die Todgeweihten grüßen Dich!)
Ich denke das reicht als Hintergrundinfo zum Theater an sich.
Der Eintritt zum Kolosseum inkl. Besichtigung des Palatin kostet 8 €. Gegen Gebühr kann man einen deutschsprachigen Audioführer leihen.
Führungen werden ebenfalls angeboten.Es gibt in den Sommer- und Wintermonaten unterschiedliche Öffnungszeiten. Bitte beachten und vorher informieren.
Wer allerdings noch mehr sehen möchte kann ein Sammelticket (gilt sieben Tage) für 20 € kaufen. Darin eingeschlossen sind die Besichtigung des Kolosseums, des Paltin, der Palazzi Massimo, der Thermen, der Crypta Balbi und der Via Appia Antica.
Nachteil an der ganzen Geschichte ist, daß man unter Umstanden auf lange Schlangen an der Kasse trifft. Man muß sich auf Wartezeiten von ca. 1,5 Stunden einstellen.
Vor dem Kolloseum stehen allerdings Führer die sich Besuchergruppen zusammensammeln. Die Führungen kosten 15 € inkl. Eintritt. Nicht ganz billig, aber eine lohnenswerte Investition. Man spart die Wartezeit und bekommt sehr viel Informationen, nicht nur über das Kolosseum (Bau, Architektur, Geschichte) sondern auch über die Gegend und deren Historie.
Die Führungen sind in der Regel englischsprachig aber einfach und verständlich vom Sprachgebrauch. Die Führungen enden im Kolosseum, so daß man Zeit hat sich selbst noch umzuschauen.
In den Sommermonaten reichlich Mineralwasser mitnehmen und unbedingt eincremen!!!!!
Genervt haben mich beim Besuch dort die \'Asterix Gladiatoren\'. Pseudokämpfer die sich gegen eine kleine \'Spende\' mit den Touristen fotografieren lassen.
Die Leute sind ziemlich aufdringlich, zumindest war es bei uns so; mag an der reinen Frauengruppe gelegen haben.
Bei den Händlern am Kolosseum kann man noch an Buch als Erinnerung erstehen. Rom -Die Monumente einst und jetzt-. Das Buch ist nett um das ein oder andere nachzulesen, aber von der Aufmachung her recht pfiffig gestaltet.
Neben Text und Bebilderung gibt es vor den großen Bildern - aus heutiger Sicht - immer ein Folie die man darüberschlagen kann und sieht wie es damals ausgesehen hat.
Das Buch beinhaltet ebenfalls eine CD-ROM. Das kleine Format (ewas größer als DIN A6) kostet 11 €, ist allerdings auch in unterschiedlichen Formaten zu haben.
Die ISBN-Nr.:88-8168-002-2, ich weiß allerdings nicht ob man es hier auch bestellen kann.
Es ist übrigens auch für Kinder so ab etwa acht Jahren geeignet.
Viel Spaß in Rom !
Den Berichten über meinen Rombesuch möchte ich nun noch einen weiteren hinzufügen, einen Bericht über das Kolosseum.
In der Mitte des Tals zwischen dem Palatin, dem Caelius und Esquilin steht das Kolosseum oder richtiger das flavische Amphitheater.
Damit ihr einen Eindruck von der Größe dieses imposanten Bauwerkes bekommt hier ein paar Zahlen:
Der äußere Umgang hat eine Höhe von ca. 50 Metern, die größere Längsachse der Ellipse 188 und die kleinere 156 m lang.
Insgesamt wurden ca. 100.000 Kubikmeter Travertin und ca. 300 Tonnen Eisen, für die Stangen die die riesigen Blöcker zusammenhielten, verbaut.
Die ersten drei Stockwerke des Theaters sind rundherum mit 80 Bögen verziert.
Die Arkaden im Erdgeschoß waren durchnumeriert und dienten als Eingänge, wobei sie den Besuchern den Weg zu ihren Plätzen wiesen. Die Nummern auf den Eintrittskarten waren identisch mit der Bezifferung der Arkaden.
In den Bögen der nächsten beiden Stockwerke fanden riesige Statuen ihren Platz.
Das oberste Stockwerk war einfach und schmucklos gestaltet.
Das Kolosseum besteht aus drei konzentrischen, ineinander gesetzten Ringen, mit deren Hilfe man die Schräge für die Sitz- und Stehplätze der Besucher hinbekam.
Man schätzt heute daß das Theater etwa ein Fassungsvermögen von 70.000 Zuschauern, inklusive der Stehplätze, hatte.
Im Innern des Kolosseums gab es Sitzordnungen. Für Senatoren, die Aristrokatie und die Priesterinnen waren die untersten Ränge vorgesehen, darüber durfte das gemeine Volk platznehmen.
Aber es gab auch weitere Vorschriften die sich bisweilen auch mal änderten. Zum Beispiel durften eine zeitlang Männer und Frauen nicht zusammensitzen, da die Römer dazu neigten nicht nur den Spielen zu folgen, sondern sich auch noch anderweitigen Vergnügungen hingaben.
Um die Besucher vor der starken Sonneneinstrahlung zu schützen konnte über das Kolosseum ein riesiges Sonnensegel gespannt werden. Die Befestigungen dazu kann man auch heute zum Teil noch sehen.
Im Innenraum befand sich eine ca. 76 x 46 m große Arena. Die Platz war mit Brettern ausgelegt und wurde mit Flußsand bestreut. Arena bedeutet Flußsand, daher kommt auch der Name.
Es bestand auch die Möglichkeit die Arena mit Wasser zu füllen um Seeschlachten nachspielen zu können.
Im Untergeschoß oder Keller des Amphitheaters befand sich ein weit verzweigtes Netz von Gängen und Gewölben, die zum Teil sichtbar sind. Diese dienten dem Aufenthalt der Gladiatoren, der Haltung der Tiere und auch wohl als Zwischenlagerungsort für die Toten.
Am Rande der Arena sieht man noch Reste eines damals sehr ausgeklügeltem Aufzugsystems. Mit diesen Aufzügen war es möglich zwischendurch immer wieder Tiere oder Gladiatoren in dei Arena zu schaffen, wenn die Spiele drohten zu langweilig zu werden.
Das Kolosseum war jahrhundertelang Schauplatz grausamer Gladiatorenspiele bei denen es immer um Leben und Tod ging. Diese Spiele dienten nicht nur der Volksbelustigung sondern auch der PR. Tausende von Menschen und Tieren fanden im Laufe der Zeit dort den Tod.
Es stimmt der zwar, dass in der Arena auch Christen hingerichtet worden sind, allerdings entgegen der landläufigen Meinung, nicht weil sie Christen sondern weil sie Sklaven waren.
Quo vadis ist inhaltlich also nicht so ganz richtig.
Beim Aufzug mußten die Gladiatoren vor der kaiserlichen Loge halten und mit dem Satz grüßen den wohl jeder Asterix Leser kennt:\"Ave Caesar, morituri te salutant!\"(Heil Caesar, die Todgeweihten grüßen Dich!)
Ich denke das reicht als Hintergrundinfo zum Theater an sich.
Der Eintritt zum Kolosseum inkl. Besichtigung des Palatin kostet 8 €. Gegen Gebühr kann man einen deutschsprachigen Audioführer leihen.
Führungen werden ebenfalls angeboten.Es gibt in den Sommer- und Wintermonaten unterschiedliche Öffnungszeiten. Bitte beachten und vorher informieren.
Wer allerdings noch mehr sehen möchte kann ein Sammelticket (gilt sieben Tage) für 20 € kaufen. Darin eingeschlossen sind die Besichtigung des Kolosseums, des Paltin, der Palazzi Massimo, der Thermen, der Crypta Balbi und der Via Appia Antica.
Nachteil an der ganzen Geschichte ist, daß man unter Umstanden auf lange Schlangen an der Kasse trifft. Man muß sich auf Wartezeiten von ca. 1,5 Stunden einstellen.
Vor dem Kolloseum stehen allerdings Führer die sich Besuchergruppen zusammensammeln. Die Führungen kosten 15 € inkl. Eintritt. Nicht ganz billig, aber eine lohnenswerte Investition. Man spart die Wartezeit und bekommt sehr viel Informationen, nicht nur über das Kolosseum (Bau, Architektur, Geschichte) sondern auch über die Gegend und deren Historie.
Die Führungen sind in der Regel englischsprachig aber einfach und verständlich vom Sprachgebrauch. Die Führungen enden im Kolosseum, so daß man Zeit hat sich selbst noch umzuschauen.
In den Sommermonaten reichlich Mineralwasser mitnehmen und unbedingt eincremen!!!!!
Genervt haben mich beim Besuch dort die \'Asterix Gladiatoren\'. Pseudokämpfer die sich gegen eine kleine \'Spende\' mit den Touristen fotografieren lassen.
Die Leute sind ziemlich aufdringlich, zumindest war es bei uns so; mag an der reinen Frauengruppe gelegen haben.
Bei den Händlern am Kolosseum kann man noch an Buch als Erinnerung erstehen. Rom -Die Monumente einst und jetzt-. Das Buch ist nett um das ein oder andere nachzulesen, aber von der Aufmachung her recht pfiffig gestaltet.
Neben Text und Bebilderung gibt es vor den großen Bildern - aus heutiger Sicht - immer ein Folie die man darüberschlagen kann und sieht wie es damals ausgesehen hat.
Das Buch beinhaltet ebenfalls eine CD-ROM. Das kleine Format (ewas größer als DIN A6) kostet 11 €, ist allerdings auch in unterschiedlichen Formaten zu haben.
Die ISBN-Nr.:88-8168-002-2, ich weiß allerdings nicht ob man es hier auch bestellen kann.
Es ist übrigens auch für Kinder so ab etwa acht Jahren geeignet.
Viel Spaß in Rom !
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