Krebs Testbericht

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Erfahrungsbericht von w.gruentjens

Verhaltenstipps bei Krebs

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

0 Vorgeschichten

- Ein Patient hat schon seit Jahrzehnten Wirbelsäulenschmerzen. So kann leicht ein Tumor in der Gegend der Wirbelsäule übersehen werden.

- Eine Patientin hat schon seit Jahren Zwischenblutungen. Dies liegt an Hormonstörungen. Wenn die Blutungen zunehmen, liegt das natürlich auch daran. Ein Arzt - das habe ich im Umfeld selbst gehört - versteift sich dann sogar noch trotz schlechter Vorsorgeuntersuchung darauf, dass es hormonell ist und gibt sogar noch Hormone (die ja ein Tumorwachstum beschleunigen können).

- Jemand anderes nimmt ab, ohne es zu wollen, und fühlt sich nicht wohl. Hier wird eher der Rat gegeben, in Urlaub zu fahren und Vitamine zu nehmen, als dass nach Krebs gesucht wird.

Krebs ist als Thema so tabu, dass auch die Patienten es nicht wagen, den Arzt konkret zu fragen: \"Ist es völlig ausgeschlossen, dass das Symptom durch Krebs entstanden ist?\"


1 Zwei Fälle

In meinem Umkreis sind vor einiger Zeit zwei gleiche Fälle von Krebs aufgetreten, die aber verschieden weitergingen, weil das Verhalten der Patienten unterschiedlich war. Deshalb möchte ich diese Erfahrung hier weitergeben.

Beide Fälle hatten den gleichen Primärtumor, der gleich operiert und auf gleiche Weise bestrahlt wurde. Beide Fälle hatten nach einigen Monaten das gleiche Rezidiv (Rückfalltumor).

In beiden Fällen wurde das Rezidiv zunächst, soweit möglich, operiert und anschließend bestrahlt.

1.1 Fall A

Im Fall A war der Patient vor dem Rezidiv nicht mit einer erweiterten Bestrahlung einverstanden gewesen. Jetzt aber, nach dieser Erfahrung, sagte er sich, es werde alles getan, um den Tumor zu bekämpfen. Er sagte sich, es gibt gar keine andere Möglichkeit, als ihn zu besiegen. Es wird alles getan, und wenn ich um die ganze Welt reise, und wenn ich die größten Umstände in Kauf nehme.

In diesem Bewusstsein fuhr der Patient trotz Schmerzen selbst zur Bestrahlung (obwohl das nicht bezahlt wurde, ein Taxi wäre bezahlt worden!).

So äußerte dieser Patient bei der Vorbesprechung der weiteren Bestrahlung auch den Wunsch, so stark wie möglich bestrahlt zu werden. Der faustgroße Tumor wurde auch so bestrahlt.

Beim späteren CT (Computertomogramm) waren noch scheinbar schmelzende Tumorreste zu sehen, im Kernspin (MRT = Magnetresonanztomogramm) 14 Tage später nichts mehr, in der PET (Positronenemissionstomographie) sehr wenig, wobei man nicht wusste, ob es aktive oder abgestorbene Bestrahlungsreste sind.

Daher wurde eine weitere Operation angestrebt und auch durchgeführt. Hierbei wurden viele Proben genommen und untersucht - es waren keine Krebszellen mehr vorhanden - und es wurden die ganzen Bestrahlungsreste und die Lymphknoten der ganzen Umgebung entfernt.

Der operierende Chefarzt sgte nachher, er hätte auch die Möglichkeit gehabt, wieder zuzumachen, weil ja kein Krebs mehr da war, aber die starke Therapiewilligkeit des Patienten hätte ihn veranlasst, alles herauszunehmen, was sinnvoll sein könne.

1.2 Fall B

Bei Patient B herrschte weiterhin - auch nach dem Rezidiv - ein starker Vorbehalt gegen die Bestrahlung. Dieser wirkte sich so aus, dass die Bestrahlung auch tatsächlich nicht so gut vertragen wurde. Einzelne Bestrahlungstermine wurden völlig ausgelassen, die Dosierung und Konzentrierung der Bestrahlung konnte längst nicht so hochgefahren werden wie im Fall A.

Nachuntersuchungen ergaben, dass noch die Hälfte des Tumors aktiv vorhanden war.

2 Die Unterschiede

2.1 Willenssache

Die geistigen und seelischen Kräfte des Menschen sind nicht zu unterschätzen. Der Wille, der gegen den Krebs unbeugsam vorgeht, der nicht nachgibt, sondern immer neue Möglichkeiten sucht, der die höchsten Beanspruchungen, Terminstress und Nebenwirkungen in Kauf nimmt, hat eher Chancen zu siegen als die Bequemlichkeit, die sich eher damit tröstet, dass schon alles getan werde, dass es schon gut gehen werde.

Dieser Wille hat aber nicht nur auf den eigenen Körper Einfluss, sondern auch auf die Umgebung, insbesondere das Verhalten der Ärzte. Auch Ärzte sind nur Menschen, und wenn sie 20 Krebskranke haben, die darauf warten, behandelt zu werden, so werden sie nicht bei denen anfangen, bei denen sie erst einmal stundenlange Überredungskünste aufbieten müssen.

2.2 Unterstützende Maßnahmen

Eine solch harte Bestrahlung - wohl die höchste, die überhaupt erlaubt ist - stellt natürlich für den Körper eine erhebliche Belastung dar. Dies wurde folgendermaßen aufgefangen:

1. Es wurden täglich 3 - 5 verschiedene Multivitaminpräparate genommen.

2. Jeden Tag wurde nach der Bestrahlung etwas für die Seele getan, ein kleiner Ausflug, essen gehen, Kino, worauf der Patient eben Lust hatte.

3. Es wurde die Iscador Mistelspritze gespritzt. Die Mistelspritze ist wie ein Wachhund im Körper. Dieser aktiviert die Körperkräfte so, dass die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Krebszellen der Körperpolizei durch die Lappen gehen, gesenkt wird. Ich selbst habe sie vor 10 Jahren gegen Grippeempfindlichkeit bekommen, und noch jetzt blüht sie manchmal, wenn ich einen Infekt habe.

4. Der Patient ging täglich für ca. 1 Stunde mit dem Geist in seinen Körper (autogenes Training, Meditation etc.) und kämpfte dort geistig mit dem Tumor. Viele werden darüber schmunzeln, wenn man aber bedenkt, dass Fakire ihren Herzschlag anhalten können, so sollte man nicht ausschließen, dass es vielleicht mitgeholfen hat.

5. Die von der Bestrahlung (wie bei Sonnenbrand) gereizten Stellen wurden mit Olivenöl behandelt. Dieser Tipp spricht sich mittlerweile schon in Bestrahlungsabteilungen herum.

3 Tipps für Krebskranke

3.1 Zielsetzung

Egal, wie schlimm es ist: Es hat immer schon solch schlimme Fälle gegeben, die trotzdem geheilt worden sind. (Spontanregressionen).

Sagen Sie sich immer wieder: Ich werde den Krebs besiegen, und ich werde alles dafür tun.

Dieses ist Ihr höchstes Ziel. Dafür müssen Sie kämpfen. Das ist jetzt Ihr Beruf, das ist Ihre Freizeit.

3.2 Rat von einer Kapazität

Holen Sie sich, wenn Sie es noch nicht getan haben, eine zweite Meinung ein. Sagen Sie Ihrem Arzt das auch - wenn Ärzte wissen, dass sie kontrolliert werden, werden sie viel aufmerksamer.

Zu dem zweiten Arzt nehmen Sie Ihre Befunde mit, die sie natürlich gesammelt haben, am besten auch Röntgenbilder usw.

Dabei schadet es nichts, wenn der zweite Arzt wirklich ein Fachmann ist, z. B. ein Chefarzt an einer Klinik für Tumorbiologie (selbst wenn Sie Kassenpatient sind - eine lange Beratung von einem Chefarzt kostet nur ca. 300 DM).

Schreiben Sie alle Fragen, die Sie dem Arzt stellen wollen, schriftlich (sauber) auf und geben Sie ihm den Fragenkatalog in die Hand. Im nur mündlichen Gespräch unterbricht man sich zu schnell und es geht viel Wichtiges verloren.

Lassen Sie sich auch von diesem Arzt einen Bericht schreiben und an ihre Ärzte zu Hause schicken.

Es macht übrigens einen guten Eindruck, wenn Sie 400 km zu der Kapazität gefahren sind - mit dem ICE kein Problem, und die Krankenversicherung zahlt es, wenn Sie sich die Fahrt verschreiben lassen. (Wer auf den Pfennig schauen muss, spricht vielleicht vorher mit der Kasse.) Sie zeigen damit, dass Sie bereit sind, etwas für die Heilung zu tun.

3.3 Zwei Chefarzttipps

Lassen Sie - zusätzlich zur normalen Nachsorge - die Lymphbahnen und inneren Organe monatlich mit Ultraschall untersuchen. In vielen Fällen kann das der Hausarzt oder doch wenigstens ein niedergelassener Internist. Dieser Tipp stammt übrigens von einem Chefarzt/einer Chefärztin einer onkologischen Abteilung.

Ein anderer Chefarzt gab folgenden Rat: Es gibt Fälle, in denen sich ein Tumor hinter Falten, Narben usw. versteckt. Dann helfen auch die besten Aufnahmen nicht, ihn ganz früh zu erkennen. Daher ist die Selbstbeobachtung eine ganz wichtige zusätzliche Informationsquelle.

Schmeckt das Essen noch? Fühlen Sie sich gesund oder krank? Haben Sie abgenommen, ohne es zu wollen? Haben Sie Beschwerden oder Schmerzen? Wenn es bei der Selbstbeobachtung den Verdacht gibt, dass es sich um Krebs handeln könnte, vor allem, wenn Symptome nach 2 - 3 Wochen nicht vergangen, sondern schlimmer sind, sollte man mit der Apparatemedizin weitersuchen.

Wenn man mit Ultraschall nichts findet: CT oder besser noch Kernspin, wenn man die ungefähre Gegend kennt, wo man suchen muss (z. B. durch Schmerzen). Wenn man auch da nichts findet oder wenn man wissen will, wo man weitersuchen soll: Knochenszintigramm bzw. PET. Beim Knochenszintigramm werden Stoffwechselstörungen an Knochen und in der Nähe von Knochen gezeigt. Das können Entzündungen, Spritzen, vieles andere sein, aber eben auch Krebs. Bei der PET wird der ganze Körper von Kopf bis Fuß nach Krebs abgesucht. Das dauert allerdings 4 Stunden. Aber auch die gehen vorbei.

3.4 Informationen

Informieren Sie sich im Internet über Krebstherapie, alternative Krebstherapie und Diagnostik. Der beste Arzt müsste 500 Stunden am Tag lesen, wenn er auch nur die Hälfte des Menschheitswissens über Krebs haben wollte. Nehmen sie die besten Ausdrucke aus dem Internet mit markierten Stellen (Textmarker) oder mit selbst erstellten Zusammenfassungen zum Arzt mit.

3.5 Therapiewilligkeit

Fragen Sie immer nach stärkeren, alternativen und zusätzlichen Methoden. Zeigen Sie den Ärzten Ihre Therapiewilligkeit.

Es ist für Ärzte ein großer Unterschied, ob sie es mit einem Patient zu tun haben, der sich eher gegen Therapie wehrt oder mit einem, der begeistert den Kampf gegen die Krankheit mitmacht.

3.6 Sparmaßnahmen - mit Ihnen nicht!

Oft wird das billigere, ungenauere und strahlenbelastendere CT dem genaueren, nicht belastenden und teuren MRT (Kernspin) vorgezogen. Fragen Sie, ob das Kernspin dieselbe diagnostische Aussagekraft hätte, und bitten Sie darum, dass dies gemacht wird.

Manchmal muss man sich dazu allerdings mit der Krankenkasse einigen. Der Hinweis darauf, dass man ohnehin eine sehr hohe Strahlenbelastung habe, kann hier helfen.

Dies gilt vielleicht auch für andere Verfahren, wo es oft zwei Möglichkeiten - eine billigere und eine teurere - gibt.

3.7 Soziales

Freunde müssen jetzt zurückstehen. Ihr Beruf heißt jetzt: Krebs bekämpfen. Ihre Freizeit heißt jetzt : Krebs bekämpfen. Alles andere ist unwichtig.

Sie werden im Übrigen feststellen, dass es Freunde gab, die jetzt keine Vorteile mehr von Ihnen haben - weg damit. Auch gab es Freunde, die neugierige Fragen stellten, ohne wirklich interessiert zu sein, einem zu helfen - weg damit.

Diejenigen, die mit Informationen abwarten, bis man sie freiwillig geben kann, oder die vielleicht sogar helfen, ohne Fragen zu stellen, sind wie im Sprichwort:

Freunde in der Not gehen tausend auf ein Lot (46 Gramm, d.h. ein solcher Freund wiegt 46 Milligramm).

Es ist natürlich manchmal schwer zu unterscheiden, ob jemand zurückhaltend oder uninteressiert bzw. ob er hilfsbereit oder neugierig ist.

3.8 Belastung des Körpers

Stellen Sie die Ernährung weitgehend auf Gemüse, Salat und Fisch um. Ihre Leber hat nämlich genug damit zu tun, abgestorbene Krebszellen abzubauen. Eine den Körper weniger belastende Ernährung ist deshalb wichtig. Dies ist mit Fisch gegeben, weil er Eiweiß enthält, das vom Körper besonders gut aufgenommen wird, und wertvolle Omega-Fettsäuren, die auch Radikale fangen,aber kein belastendes Fett.

Nehmen Sie Vitamine und Mineralien zur Ergänzung der Ernährung, weil Ihr Körper bei oder nach Krebs besonders viel davon benötigt. Während der Bestrahlung sollte man sogar eine mehrfache Tagesdosis nehmen, wobei ein Präparat ein teures aus der Apotheke sein solle (z. B. OrthoImmun), die anderen können von ALDI usw. sein.

Machen Sie eine Entgiftung des Körpers. (Fragen Sie dazu in der Apotheke nach.)

Spritzen Sie ein Mistelpräparat. Wenn Ihr Arzt nicht weiß, welches, sollte er lieber bei Weleda anrufen als irgendeines nehmen.

Erhöhen Sie die Immunkräfte des Körpers, bei Bestrahlung z. B. mit Echinacin, Madaus (bis 8 Wochen).

Treiben Sie sanft Sport (Schwimmen soll sehr gut sein)

3.9 Wenn es so schlimm sein sollte, dass die Schulmedizin Sie nicht mehr weiterbehandeln kann und aufgeben muss, so gibt es immer noch die alternativen Methoden (Fieberstöße, Mistelinfusion, Entgiftungstherapie). Geben Sie dazu in einer Internet- Suchmaschine die Begriffe \"ganzheitliche Krebstherapie\" ein.

Also: Kämpfen - Siegen - Leben!

46 Bewertungen, 1 Kommentar

  • antjeeule

    06.11.2006, 15:09 Uhr von antjeeule
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich erlebe jetzt auch gerade einen Fall von Krebs bei einem guten Freund. Noch ist er nicht bereit, alles dranzusetzen und gibt sich mit der ersten meinung zufrieden. Hoffentlich bekommen wir ihn soweit, dass er sich wenigstens eine zweite meinung anhört u