Krieg gegen den Irak? Testbericht

No-product-image
ab 6,22
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von TobiasTobiasHH

AN ALLE: Gegen Krieg im IRAK

Pro:

Gibts das?

Kontra:

Siehe Bericht

Empfehlung:

Nein

Liebe Yopi-Gemeinde,
nach langer Abwesendheit möchte ich mich heute einem, meiner Meinung nach, sehr ernsten Thema widmen.
Nämlich dem drohendem Krieg im Irak.
Warum ich diesen Bericht schreibe? Zum einen, da ich mich mit dem Thema stark beschäftigt habe, da ich über den 1. und 2. Golfkrieg ein Jahresreferat gehalten habe, und weil mich die aktuelle Entwicklung im Irak sehr traurig stimmt.

Mein Bericht soll einen Überblick geben, den Irak, die Vorgeschichte, die letzten Golfkriege usw. etwas besser einschätzen zu können. Um sich eine eigene Meinung zu dem drohenden 3. Golfkreg bilden zu können.
Natürlich ist es hier nicht möglich, alles sehr ausführlich zu schreiben, deshalb versuche ich mich möglichst kurz zu halten.

Um wärend des Berichtes nicht in immer mehr Unterkategorien zu gelangen, versuche ich mich auf wenige Kapitel zu beschränken. Denn was bringen lauter Überschriften, wo man schnell den Überblik verliert, wenn dann eh nur 1 oder 2 Sätze darunter stehen?

Hier nun also mein Bericht. Sorry, wenn er sehr lang wird, aber vielleicht nehmt ihr euch ja einfach die Zeit ihn sich einmal durchzulesen. ich würde mich sehr darüber freuen.


~~~~~~~
INHALT
~~~~~~~

1. Der Irak allgemein
inkl. Iraks Innen- und Außenpolitik, Saddam Hussein, Die regierende Baath-Partei im Irak .

2. Der 1 und 2. Golfkrieg (Desert Storm)

3. Der drohende 3. Golfkrieg

4. Aufruf gegen den Krieg im Irak

5. Schlusswort


********************************************

1. Der Irak allgemein
****************

Das Gebiet des Iraks ist einer der ältesten Kulturräume der Welt war von großer Bedeutung für die Menschheitsgeschichte.
heute lebem im Irak leben ca. 22 500 000 Menschen. Der Irak ist in 18 Provinzen unterteilt, wobei die drei nördlichen Provinzen nicht von der Regierung in Bagdad kontrolliert werden, sondern von den rivalisierenden Kurdenparteien KDP und PUK.
Im Irak leben überwiegend Moslems.
Das politische System sieht wie folgt aus: Gemäß der 1970 in Kraft getretenen \"Provisorischen Verfassung\" ist der Irak eine demokratische Volksrepublik. Die Bildung von Parteien ist jedoch stark eingeschränkt. Die Nationalversammlung im Irak hat nur beratende Funktion. Alle Macht konzentriert sich auf den 8 köpfigen Revolutionären Kommandorat, Der Vorsitzende dieses Kommandorates ist zugleich Staats- und Regierungschef und ernennt die Minister der Regierung.
Präsident und gleichzeitig Diktator des Iraks ist Saddam Hussein.
Er wurde am 28. April 1937 in Tikrit bei Bagdad geboren.
1957 knüpfte er im Gefängnis Verbindungen zur Baath-Partei.
1959 floh Hussein nach einem gescheterten Putsch nach Syrien. 1963 kehrte er zurück. Nach der Machtübernahme der Baath-partei steug er schnell auf. 1979 wurde er schließlich Präsident. Schon vor seiner machtübernahme hatte er bekonnen sein Machtsystem aufzubauen. Dieses ist vorallem mit Familienangehörigen in allen wichtigen Positionen besetzt. Wer sich ihm in den Weg stellt, wird systematisch vernichtet.
Die Arabische Sozialistische Baath-Partei (pan-arabisch, progressistisch ausgerichtete Einheitspartei) ist die Regierungspartei. Daneben existieren die Demokratische Kurdische Partei, und die Revolutionäre Kurdische Partei. Diese unterstützen das Regime in Bagdad.
Die Baath- Partei stand ehemals für das hauptziel, \"die Befreiung der gesamten arabischen Region von allen Formen der Fremdherrschaft sowie die politische und wirtschaftliche Vereinigung aller arabischen Länder\" Dabei sollten sich dieparteistrukturen in den Betreffenden Ländern etablieren und die dortige regierung schließlich stürzen. Heute ist die partei allerdings nur noch ein Spielball der jeweiligen regierung. (Auch in Dtld. gab es Ableger der Baath-Partei)
Die Opposition befindet sich überwiegend im Exil.
Die Medien unterliegen der staatlichen Zensur.
Wichtigstes Exportgut ist das Erdöl.
Die Umwelt im Irak ist durch einen hohen Grad an Wasser- und Luftverschmutzung belastet. Daneben belasten Wüstenbildung und Austrocknung der Sümpfe im Süden, Raubbau in den Wäldern der Gebirgsprovinzen im Norden und Bodenversalzung die Umwelt.

IRAKS INNENPOLITIK wird wesentlich durch die Ungleichheiten in der Bvölkerung geprägt. das von sunnitischen Arabern geprägte Regime vertritt dabei eine Minderheit der Bevölkerung. Die Bevölkerung wird stark durch Saddam Hussein und seinen Sicherheitsapparat geprägt.
So werden Proteste in der Bevölkerung mit militärischer gewalt brutal unterdrückt/ zerschlagen.
Von der ehemaligen Anti-Irak-Koalition (Gegner des Iraks im 2. Golfkrieg) wurde 1991 im Norden (nördlich des 36. Breitengrades) und Süden (südlich des 32., seit September 1996 des 33. Breitengrades) eine Flugverbotszonen eingerichtet. Dort ist den irakischen Truppen in der Schutzzone der kurdischen Autonomiegebiete der Aufenthalt versagt. In der Schutzzone üben zwei miteinander rivalisierenden Kurdenparteien (KDP und PUK) staatsähnliche Gewalt aus. Ein wichtiger Streitpunkt der Parteien ist die Kontrolle der irakisch-türkischen Handelsverbindungen. Im September 1996 eskalierte dieser Konflikt, als reguläre irakische Truppen in die Auseinandersetzungen der Kurdenparteien auf Seiten der KDP eingriffen, sich allerdings nach Erreichung der militärischen Ziele wieder zurückzogen. Die USA reagierten als Mitglied der Anti-Irak-Koalition mit Luftschlägen auf Luftabwehreinrichtungen im Südirak und einer Ausweitung der südlichen Flugverbotszone. Die Lage im Nordirak ist seither stabil. Von den USA und Großbritannien begleitete Verhandlungen in der Türkei (\"Ankara-Prozess\"), führten zu einem Waffenstillstand zwischen KDP und PUK.
Im benachteiligten Südirak, in dem nach Ende des Kuwait-Konfliktes bewaffnete Erhebungen gegen das Regime blutig niedergeschlagen wurden, kommt es nach wie vor zu Auseinandersetzungen zwischen Oppositionellen, Deserteuren aber auch Schmugglerbanden einerseits und regulären irakischen Truppen andererseits.

IRAKS AUSSENPOLITIK wird wesentlich durch das 1991 verhängte UN-Embargo geprägt, welches eine Entwaffnung des Iraks von nicht konventionellen Waffen (A, B, C- Waffen) erreichen sollte. So ist es einerseits anderen Ländern untersagt in den Irak zu exportieren und auch die Exporte des Iraks sind beschränkt. 1999 wurde die Obergrenze für Irakische Erdöl Exporte weitgehend aufgehoben.
Nach langwierigen Verhandlungen einigten sich der UN-Sicherheitsrat und Irak mit einem \"Memorandum of Understanding\" 1996 über die sogenannte \"Oil-for-food-Resolution\" , die dem Irak die Beschaffung von humanitären Gütern bei Aufrechterhaltung der restlichen Embargobestimmungen gestattet.



2. Der 1. und 2. Golfkrieg
**************************

Der 1. GOLFKRIEG, der Irakisch- Iranische krieg wurde zwischen 1980 und 88 augetragen.
Ursachen hierfür waren, das beide Staaten die Vormachtstellung in der arabischen Welt haben wollten, der strittige Grenzverlauf und auch die indirekte Austragung des Ost- West- Konfliktes in den 80iger Jahren vorallem zwischen den USA und Russland. Die den Iran und Irak mit Waffen belieferten. Schon in diesem Krieg hatte daher die USA indirekt, wie viele andere europ. Satten, ihre Finger mit im Spiel, da sie Waffen lieferten. Der 1. Golfkrieg war im großen und ganzen ein Strellungskrieg, der keine Landgewinne brachte. dafür aber ca. 1mio. Opfer, Zerstörung und Umweltverschmutzng.
Der 2. GOLFKRIEG begann, als der Irak am 2.8.1991 in das Emirat Kuweith einmaschierte.
Der irakische Einmarsch hätte das Schicksal Kuwaits besiegelt, wenn seine Ölquellen nicht für die westlichen Industrienationen von großer Bedeutung gewesen wären. Das Ziel des Einmarsches war offensichtlich die Kontrolle über die kuwaitischen Ölreserven. Die Truppen Kuwaits wurden schnell überrollt, und die Bevölkerung geriet unter ein brutales Besatzungsregime und hatte massiv unter Menschenrechtsverletzungen zu leiden.
Zwischen August und November verabschiedete der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Reihe von Resolutionen, bis hin zu der ultimativen Forderung (Resulotion 660, siehe Anhang), der Irak solle sich bis zum 15. Januar 1991 bedingungslos aus Kuwait zurückziehen. Die USA erwarb sich von der UNO das Mandat zur militärischen Intervention. Unter Aufsicht der Vereinten Nationen wurde ein multinationaler Militärverband mit einer Stärke von über 500 000 Mann - vor allem aus den USA, Saudi-Arabien, Großbritannien, Ägypten, Syrien und Frankreich - gegen den Irak zusammengestellt.
Unter dem Kommando der Amerikaner begann die multinationale Koalition 24 Stunden nach Ablauf des UN-Ultimatums mit der Bombardierung militärischer Ziele im Irak und in Kuwait. Die Bombardierungen Irakischer Städte und Stellungen in Kuwait dauerten etwa 6 Wochen an. Dabei war der Irak militärisch völlig unterlegen. Der Westen nutzte das Schlachtfeld Irak, um neue Waffentechnologien zu erproben Dabei kamen neben konventionellen Waffen auch hoch entwickelte Waffensysteme wie lasergelenkte Bomben und Marschflugkörper zum Einsatz. Die Operation lief unter der Bezeichnung Wüstensturm (Desert Storm).
Die Koalitionstruppen begannen ab dem 24. Februar 1991 mit der Luft-Boden-Offensive, durchbrachen die irakische Hauptverteidigungslinie an der saudi-arabisch-kuwaitischen Grenze und stießen rasch durch den Südirak vor. Bei der dreitägigen Bodenoffensive leisteten die Iraker nur unzusammenhängenden Widerstand. Innerhalb von 100 Stunden war die Stadt Kuwait befreit worden, und zehntausende irakische Soldaten waren desertiert, hatten sich ergeben oder waren gefangen genommen oder getötet worden. Am 28. Februar 1991 verfügte Präsident Bush die Einstellung der Kämpfe. Die irakischen Truppen waren aus Kuwait vertrieben, der Kuwaitische Regierungschef Emir konnte aus seinem saudischen Exil nach Kuwait zurückkehren.
Die Verluste unter den UN-Truppen waren erstaunlich niedrig: Bis zum 28. Februar, als die Einsätze beendet wurden, waren nur 149 Soldaten getötet und 513 verwundet worden im Gegensatz zu zehntausenden irakischen Opfern. Der Schaden in Kuwait war erheblich. Der Irak leitete fast 500 Millionen Liter Öl in den Persischen Golf und setzte mehr als 700 kuwaitische Ölquellen in Brand. Der Ökologische Schaden für Kuwait und den Rest der Welt war dadurch enorm.
Der Waffenstillstand, in dem unter anderem die Zerstörung der biologischen, chemischen sowie nuklearen Massenvernichtungswaffen des Iraks und eine UN-Kontrolle der irakischen Rüstungsproduktion vereinbart wurden sowie die Offenlegung der Standorte und das Ausmaß der irakischen Lager an chemischen und biologischen Waffen, trat am 12. April in Kraft. Der Irak verpflichtete sich dazu, an Kuwait Reparationen zu zahlen. Außerdem wurde eine Flugverbotszone im Norden und Süden des Iraks eingeführt (unter Leitung der USA zum Schutze der dortigen Bevölkerung: Schiiten und Kurden)

-----------------------------------------------
Um den Rahmen hier nicht noch mehr zu spregnen, werde ich mich nun nicht mehr weiter auf den 2. Golfkrieg, und dort z.B. auf die zweifelhafte Rolle der USA beziehen...
------------------------------------------------



3. Der drohende 3. Golfkrieg.
*****************************

Wie wahrscheinlich alle aus den Medien wissen, stehen wir unmittelbar vor einem 3. Golfkrieg.

Der Truppenaufmarsch am Golf, von vorwiegend amerikanischer (und britischer) Soldaten ist fast abgeschlossen. Und einem Krieg, so scheint es steht nichts mehr im Wege.
Was mich dabei vorallem bedrückt ist die Stellung der USA. Sie, so hat es den Anschein, scheinen diesen Krieg unbedingt zu wollen. Daran, die Waffenkontrollen auszuweiten scheinen sie garnicht denken zu wollen. Oder nach anderen friedlichen Lösungen zu suchen, daran scheinen sie auch nicht interessiert.
Klar, wenn man sich das Leid der Bevölkerung im Irak anschaut, ist eine Befreiungskrieg wohl schon berechtigt. Doch will die USA das überhaupt? geht es ihr nicht vielmehr z.B. um das Erdöl im Irak?
Dieser Verdacht liegt nahe, denn schon im 2. Golfkrieg hätte die USA die Möglichkeit gehabt die Bevölkerung zu \"befreien\", dort verfügte der damalige Prsäsident Bush aber die Einstellung der Kämpfe und so die Fortdauer des Irakischen Regimes unter Hussein.
Auch scheint die USA von den eigenen Innenpolitischen Problemen ablenken zu wollen, und sich stattdessen auf die \"Achse des Bösen\" zu stützen. Doch ist dies ein Krieg wert?
Ist es das wirklich wert, tausende von Opfern zu fordern. Denn wer kann schon garantieren, das keine Zivilisten zu beklagen sein werden. dies hat es ja in allen früheren Kriegen immer gegeben.
Ich bin daher der meinung \"WAR IS NOT THE ANSWER\" , wie es in einem Anti- Kriegs - programm heißt.
Ich denke ein Krieg bedeutet immer nur wieder Krieg, sprich auf den Angriff folgt ein Gegenangriff, welcher Form auch immer. Denn Gewalt bedeutet ja bekanntlich immer Gegengewalt. Und mir kann keiner erzählen, ein Krieg, und da soll er noch so \"sauber\" sein, bedeute keine Gewalt.
Also, ich denke wir müssen alles dafür tun, einen Krieg im Irak zu verhinder. Und da ist es, denke ich, vorallem Sache unserer Regierung alles zu tun, um nach friedliche Mitteln zu suchen.

Mein Aufruf daher hier, sagt, was ihr von einem Krieg im Irak haltet, schreibt eine Meinung auf diesen bericht, und sei sie noch so kurz, und sagt, was ihr von diesem möglichen Krieg haltet.


5. Schlusswort
**************

Sorry erstmal, dass der Bericht so lang geworden ist. Ich hoffe aber euch ein wenig über den Irak informiert zu haben.
Denn das was man in den Nachrichten hört, ist ja immer nur eine Seite. Ich hoffe nun das ihr über den Irak etwas mehr bescheid wisst.
Bei Fragen fragt doch einfach. Ich habe bestimmt noch eine Menge vergessen. :-)
Ach und noch etwas, falls jetzt einer meint, ich hätte diesen Bericht geschrieben um das Geld zu scheffeln, oder ich hätte diese Meinung/ den Bericht irgendwo kopiert, so liegt dieser jenige falsch. So weit ich weiß, gibt es in dieser Rubrik garkein Geld, und was den anderen Punkt betrifft, ich habe wie gesagt mein Jahresreverat ihn diesem Thema gehalten und so ist dieser Bericht von mir.
So, einen herzlichen Gruss und Dank an alle, die bis hierhin durchgehalten haben :-)

Einen schönen Tag noch und bis dann,

Tobias

12 Bewertungen