Kultur Testbericht
ab 28,80 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von Grindolf
Das mittelalterliche Spektakulum in Lich
Pro:
klasse Organisation, super Stimmung
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wenn man sich die Veranstaltungskalender der unzähligen historischen Vereine mal anschaut, merkt man, daß Mittelaltermärkte, Ritterturniere und ähnliche Veranstaltungen derzeit einfach „in“ sind.
Am 21.Juni hatte Ich jetzt die Gelegenheit erstmals ein solches Spektakulum zu besuchen und zwar in Lich bei Gießen (Hessen), das eines der größten seiner Art sein soll (und übrigens jedes Jahr im Juni stattfindet), wenn man der Werbung des Veranstalters glauben darf. Dementsprechend happig war erst einmal der Preis für den Eintritt. 16,00 Euro für Erwachsene (10,00 Euro normaler Eintritt + 6,00 Euro für das Ritterturnier) waren zu bezahlen. Gelohnt hat es sich meiner Ansich nach trotzdem, auch wenn nach Aussagen anderer Besucher auf vergleichbaren Veranstaltungen der Eintritt nur die Hälfte betragen haben soll.
Ort der Veranstaltung :
Das Ganze verteilte sich auf mehrere in einem Wald gelegenen Wiesen sowie einer kleinen durch einen Bach gebildeten Insel, was zum einen für eine klasse Atmosphäre sorgte und zum anderen bewirkte, daß sich die verschiedenen Veranstaltungen nicht gegenseitig in die Quere kamen.
Organisation :
Mustergültig . An verschiedenen Plätzen waren Programme angeschlagen, auf denen die Startzeiten der verschiedensten Veranstaltungen zu finden waren. Von wenigen Ausnahmen abgesehen starteten diese absolut pünktlich. Die Beschilderung der – übrigens kostenlosen- Parkplätze und die Organisation an den Kassen waren auch nicht zu beanstanden.
Was wurde geboten :
Auf zwei Bühnen war ständig etwas los. Wir waren von 13:00 bis nach 22:00 da und es wurde einfach nie langweilig.
Drei verschiedene Bands spielten mittelalterlich klingende Musik, wobei eine der Gruppen mit Namen „Cultus Ferrox“ mit zwei Schlagzeugern und vier Dudelsäcken schwer nach Speed Metal Anno 1400 klang (etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht gemacht).
Seiltänzerinnen, Jongleure, Puppenspieler, ein Fakir und weitere „Gaukler“ zeigten immer wieder ihre Kunststücke. Mehrmals am Tag zeigten die Mitglieder einer tschechischen Fechtschule verschiedene Schaukämpfe mit unterschiedlichen Handwaffen (Morgenstern, Axt, Bihänder und sogar Fackeln kamen zum Einsatz).
Zwischendurch wurde dann zur Abwechslung ein kleiner Hexenprozeß veranstaltet – natürlich mit positivem Ausgang, da es einem vorbei kommenden Ritter gelang, für die vermeintliche Hexe einen Freispruch mittels Zweikampf zu erringen. Wer wollte, konnte Bogenschießen und Axtwerfen ausprobieren und für Kinder wurden verschiedene Geschicklichkeitsspiele sowie Ponyreiten angeboten (die Preise weiß Ich leider nicht, da wir niemanden in der passenden Altersgruppe dabei hatten).
Eine Wiese war den Marktständen vorbehalten, an denen von Glasbläserarbeiten über Schmuck, Gewürze und Wein bis zur kompletten Ritterrüstung so ziemlich alles angeboten wurde, was zu einem Mittelaltermarkt paßt. Die Preise für die angebotenen Waren reichten dabei von „annehmbar“ bis „utopisch“ – zumindest für meinen Geldbeutel und Geschmack.
Besonders sehenswert war eine Pyroshow am späten Abend, bei der der Feuerschlucker (nach eigenen Angaben sechsfacher Weltmeister der Fakire – Ich wußte gar nicht, daß es so etwas überhaupt gibt) seinen großen Auftritt hatte.
Den „Pestumzug“ haben wir uns nicht mehr angesehen, da dieser erst gegen 23:00 starten sollte und wir auch noch mit dem Auto nach Hause fahren mußten.
Abgerundet wurde das ganze Drumherum durch die Zeltlager, in denen die meisten Akteure und auch viele „Touristen“ vier Tage lang unter mittelalterlichen Bedingungen campiert hatten. Das ganze Lager wurde so zu einer Mischung aus Volksfest und Freiluftmuseum mit authentisch wirkenden Zelten und Ausrüstung. Auch viele der Besucher verstärkten die tolle Atmosphäre, indem sie in unterschiedlciher Gewandung (Ritter, Waldläufer, Bauer, Mönch u.s.w) erschienen waren.
Ein wenig unpassend wirkten nur ein paar jugendliche Anhänger der Gruftie-Szene sowie ein in Lack, Leder und vielen Ketten gekleidetes Pärchen, daß Ich spontan des SM-Szene zuordnen würde.
Das Ritterturnier :
Gezeigt wurde „Ivanhoe und das Turnier von Ashby“ an dem immerhin 6 vollausgerüstete Ritter (unter anderem auch ein „besoffener“ Sheriff von Nottingham), und mindestens ein Dutzend weitere Darstellung zu Fuß beteiligt waren. Die gezeigten Stunts waren vielleicht nicht ganz so spektakulär wie man es vom Fernsehen her gewohnt ist, aber trotzdem nicht schlecht. Liebling des Publikums wurde einer der unberittenen Darsteller, der aufgrund des Drehbuches nacheinander mehrfach über den Haufen geritten, quer durch die Arena geschleift und danach auch noch angezündet wurde. Insgesamt dauerte die Show über eine Stunde und wer wollte, konnte sie sich auch noch ein zweites mal ansehen, ohne extra dafür bezahlen zu müssen.
Fazit :
Das Leben im Mittelalter wäre zwar nichts für mich gewesen, aber Ich denke, daß Ich bei Gelegenheit noch einmal eine Veranstaltung dieser Art besuchen werde.
Am 21.Juni hatte Ich jetzt die Gelegenheit erstmals ein solches Spektakulum zu besuchen und zwar in Lich bei Gießen (Hessen), das eines der größten seiner Art sein soll (und übrigens jedes Jahr im Juni stattfindet), wenn man der Werbung des Veranstalters glauben darf. Dementsprechend happig war erst einmal der Preis für den Eintritt. 16,00 Euro für Erwachsene (10,00 Euro normaler Eintritt + 6,00 Euro für das Ritterturnier) waren zu bezahlen. Gelohnt hat es sich meiner Ansich nach trotzdem, auch wenn nach Aussagen anderer Besucher auf vergleichbaren Veranstaltungen der Eintritt nur die Hälfte betragen haben soll.
Ort der Veranstaltung :
Das Ganze verteilte sich auf mehrere in einem Wald gelegenen Wiesen sowie einer kleinen durch einen Bach gebildeten Insel, was zum einen für eine klasse Atmosphäre sorgte und zum anderen bewirkte, daß sich die verschiedenen Veranstaltungen nicht gegenseitig in die Quere kamen.
Organisation :
Mustergültig . An verschiedenen Plätzen waren Programme angeschlagen, auf denen die Startzeiten der verschiedensten Veranstaltungen zu finden waren. Von wenigen Ausnahmen abgesehen starteten diese absolut pünktlich. Die Beschilderung der – übrigens kostenlosen- Parkplätze und die Organisation an den Kassen waren auch nicht zu beanstanden.
Was wurde geboten :
Auf zwei Bühnen war ständig etwas los. Wir waren von 13:00 bis nach 22:00 da und es wurde einfach nie langweilig.
Drei verschiedene Bands spielten mittelalterlich klingende Musik, wobei eine der Gruppen mit Namen „Cultus Ferrox“ mit zwei Schlagzeugern und vier Dudelsäcken schwer nach Speed Metal Anno 1400 klang (etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht gemacht).
Seiltänzerinnen, Jongleure, Puppenspieler, ein Fakir und weitere „Gaukler“ zeigten immer wieder ihre Kunststücke. Mehrmals am Tag zeigten die Mitglieder einer tschechischen Fechtschule verschiedene Schaukämpfe mit unterschiedlichen Handwaffen (Morgenstern, Axt, Bihänder und sogar Fackeln kamen zum Einsatz).
Zwischendurch wurde dann zur Abwechslung ein kleiner Hexenprozeß veranstaltet – natürlich mit positivem Ausgang, da es einem vorbei kommenden Ritter gelang, für die vermeintliche Hexe einen Freispruch mittels Zweikampf zu erringen. Wer wollte, konnte Bogenschießen und Axtwerfen ausprobieren und für Kinder wurden verschiedene Geschicklichkeitsspiele sowie Ponyreiten angeboten (die Preise weiß Ich leider nicht, da wir niemanden in der passenden Altersgruppe dabei hatten).
Eine Wiese war den Marktständen vorbehalten, an denen von Glasbläserarbeiten über Schmuck, Gewürze und Wein bis zur kompletten Ritterrüstung so ziemlich alles angeboten wurde, was zu einem Mittelaltermarkt paßt. Die Preise für die angebotenen Waren reichten dabei von „annehmbar“ bis „utopisch“ – zumindest für meinen Geldbeutel und Geschmack.
Besonders sehenswert war eine Pyroshow am späten Abend, bei der der Feuerschlucker (nach eigenen Angaben sechsfacher Weltmeister der Fakire – Ich wußte gar nicht, daß es so etwas überhaupt gibt) seinen großen Auftritt hatte.
Den „Pestumzug“ haben wir uns nicht mehr angesehen, da dieser erst gegen 23:00 starten sollte und wir auch noch mit dem Auto nach Hause fahren mußten.
Abgerundet wurde das ganze Drumherum durch die Zeltlager, in denen die meisten Akteure und auch viele „Touristen“ vier Tage lang unter mittelalterlichen Bedingungen campiert hatten. Das ganze Lager wurde so zu einer Mischung aus Volksfest und Freiluftmuseum mit authentisch wirkenden Zelten und Ausrüstung. Auch viele der Besucher verstärkten die tolle Atmosphäre, indem sie in unterschiedlciher Gewandung (Ritter, Waldläufer, Bauer, Mönch u.s.w) erschienen waren.
Ein wenig unpassend wirkten nur ein paar jugendliche Anhänger der Gruftie-Szene sowie ein in Lack, Leder und vielen Ketten gekleidetes Pärchen, daß Ich spontan des SM-Szene zuordnen würde.
Das Ritterturnier :
Gezeigt wurde „Ivanhoe und das Turnier von Ashby“ an dem immerhin 6 vollausgerüstete Ritter (unter anderem auch ein „besoffener“ Sheriff von Nottingham), und mindestens ein Dutzend weitere Darstellung zu Fuß beteiligt waren. Die gezeigten Stunts waren vielleicht nicht ganz so spektakulär wie man es vom Fernsehen her gewohnt ist, aber trotzdem nicht schlecht. Liebling des Publikums wurde einer der unberittenen Darsteller, der aufgrund des Drehbuches nacheinander mehrfach über den Haufen geritten, quer durch die Arena geschleift und danach auch noch angezündet wurde. Insgesamt dauerte die Show über eine Stunde und wer wollte, konnte sie sich auch noch ein zweites mal ansehen, ohne extra dafür bezahlen zu müssen.
Fazit :
Das Leben im Mittelalter wäre zwar nichts für mich gewesen, aber Ich denke, daß Ich bei Gelegenheit noch einmal eine Veranstaltung dieser Art besuchen werde.
Bewerten / Kommentar schreiben