Kultur Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Sonnenblümchen
Herbert Knebel - live in Solingen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ist zwar inzwischen schon ein bißchen her, dass Knebel bei uns in Solingen war, aber es war ein Ereigniss, dass ich so schnell nicht mehr vergessen werde. Unter Deutschlands Komikern belegt er in meinen Augen auf jeden Fall einen der vorderen Ränge. Sein Humor ist geprägt vom richtig assozial klingenden Ruhrpott-Slang, der sich von nichts unterscheiden lässt. Ein paar Auszüge, Sprüche und Witze werd ich jetzt mal versuchen wiederzugeben, allerdings ist er eindeutig der \"Meister\" darin und nicht ich...
„Mit einem klopfenden Pochen fing et mitten in der Nacht an – meine Restzähne ham jeschmerzt. Ausnahmsweise wollt ich da ma mit Alkohol rangehen, um die Schmerzen zu betäuben. Aber als ich den ersten Zug ansetzte, trat auch schon der Schluckeffekt ein“ – eine von vielen kleinen Anekdoten, die Herbert Knebel an einem Freitag Abend vor ein paar Wochen auf der Bühne des Solinger Konzertsaals zum Besten gab. Etwas steife Bewegungen, eine dicke Hornbrille und vor allem seine Art, Geschichten aus dem Leben gnadenlos übersteigert darzustellen, sind Knebels seine Markenzeichen, die seine Fans so sehr lieben. Inzwischen hat sich um Knebel tatsächlich schon eine relativ große und vor allem immer noch wachsende Fangemeinde gesammelt, die sich um ihn schart und ihn bei seinen von der Bühnentechnik und Ausstattung her eigentlich recht unspektakulären Auftritten halb vergöttern. Einfach nur wegen seiner so menschlichen, natürlichen Art. Die Zuschauer finden sich in ihm wieder, können sich mit ihm identifizieren, stehen deshalb so auf seinen zum Teil recht makarberen Humor.
Als über alles und jeden nörgelnden Frührenter präsentiert er sich dem Publikum. Im Frankreich-Urlaub mit seiner Frau regen ihn die „Drangsalierer“ aus dem „Club-Med-Tyrranei“ auf, die ihn morgens früh um sechs schon aus der „Pofe“ schmeißen wollen. Einen Hexenschuss findet er nur „höchst amüsant, wenn’s andere erwischt“, nicht aber wenn er selber dran glauben muss: So passierte es ihm im Supermarkt, als er sich zum untersten Fach bücken will und auf einmal „zupp der Schuss vonner Hexe fällt“. Erst kurz vor Ladenschluss stellte sich dann raus, dass er keinen Werbegag, sondern einen Notfall darstellte, illustriert er lebhaft einen eigentlich ganz normalen Supermarkt-Besuch.
Obwohl er oft grantig und cholerisch auf das Publikum wirkt, ist Knebel ein großer Sympathieträger. Zuschauer der unterschiedlichsten Altersgruppen können sich mit ihm indentifizieren, weil seine Mentalität die eines typischen Ruhrpottlers ist. „ach du scheiße“ und „Boah glaubse“ gehören dabei zu seinem Wortschatz, gesellschaftliche Tabus kennt er nicht.
„Das faszinierende an Knebels Humor ist die Tatsache, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt“, beschreibt Ursula Schneider begeistert die Art des Knebelschen Humors. Dass er aber nicht nur humoristisch einiges auf dem Kasten hat, beweist er dem Publikum durch Gesangseinlagen zwischendurch. Zusammen mit dem Gittaristen Ozzi Ostermann röhrt er einen amerikanischen Blues ins Mikrofon oder besingt im Duett mit ihm die Sexualität.
Nach zwei Stunden Ruhrpott-Slang vom Feinsten verabschiedet sich der Frührenter mit der dicken Hornbrille mit Handküssen von der Bühne, aber nicht ohne vorher noch eine weitere humoristische Zugabe gegeben zu haben.
Fazit: Wer auf \"echte Ruhrpottjungs\" steht oder sich einfach nur über \"dat Leben an sisch\" amüsieren will, ist bei Knebel genau richtig!!! Bleibt nur noch das Warten auf seinen nächsten Auftritt!
„Mit einem klopfenden Pochen fing et mitten in der Nacht an – meine Restzähne ham jeschmerzt. Ausnahmsweise wollt ich da ma mit Alkohol rangehen, um die Schmerzen zu betäuben. Aber als ich den ersten Zug ansetzte, trat auch schon der Schluckeffekt ein“ – eine von vielen kleinen Anekdoten, die Herbert Knebel an einem Freitag Abend vor ein paar Wochen auf der Bühne des Solinger Konzertsaals zum Besten gab. Etwas steife Bewegungen, eine dicke Hornbrille und vor allem seine Art, Geschichten aus dem Leben gnadenlos übersteigert darzustellen, sind Knebels seine Markenzeichen, die seine Fans so sehr lieben. Inzwischen hat sich um Knebel tatsächlich schon eine relativ große und vor allem immer noch wachsende Fangemeinde gesammelt, die sich um ihn schart und ihn bei seinen von der Bühnentechnik und Ausstattung her eigentlich recht unspektakulären Auftritten halb vergöttern. Einfach nur wegen seiner so menschlichen, natürlichen Art. Die Zuschauer finden sich in ihm wieder, können sich mit ihm identifizieren, stehen deshalb so auf seinen zum Teil recht makarberen Humor.
Als über alles und jeden nörgelnden Frührenter präsentiert er sich dem Publikum. Im Frankreich-Urlaub mit seiner Frau regen ihn die „Drangsalierer“ aus dem „Club-Med-Tyrranei“ auf, die ihn morgens früh um sechs schon aus der „Pofe“ schmeißen wollen. Einen Hexenschuss findet er nur „höchst amüsant, wenn’s andere erwischt“, nicht aber wenn er selber dran glauben muss: So passierte es ihm im Supermarkt, als er sich zum untersten Fach bücken will und auf einmal „zupp der Schuss vonner Hexe fällt“. Erst kurz vor Ladenschluss stellte sich dann raus, dass er keinen Werbegag, sondern einen Notfall darstellte, illustriert er lebhaft einen eigentlich ganz normalen Supermarkt-Besuch.
Obwohl er oft grantig und cholerisch auf das Publikum wirkt, ist Knebel ein großer Sympathieträger. Zuschauer der unterschiedlichsten Altersgruppen können sich mit ihm indentifizieren, weil seine Mentalität die eines typischen Ruhrpottlers ist. „ach du scheiße“ und „Boah glaubse“ gehören dabei zu seinem Wortschatz, gesellschaftliche Tabus kennt er nicht.
„Das faszinierende an Knebels Humor ist die Tatsache, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt“, beschreibt Ursula Schneider begeistert die Art des Knebelschen Humors. Dass er aber nicht nur humoristisch einiges auf dem Kasten hat, beweist er dem Publikum durch Gesangseinlagen zwischendurch. Zusammen mit dem Gittaristen Ozzi Ostermann röhrt er einen amerikanischen Blues ins Mikrofon oder besingt im Duett mit ihm die Sexualität.
Nach zwei Stunden Ruhrpott-Slang vom Feinsten verabschiedet sich der Frührenter mit der dicken Hornbrille mit Handküssen von der Bühne, aber nicht ohne vorher noch eine weitere humoristische Zugabe gegeben zu haben.
Fazit: Wer auf \"echte Ruhrpottjungs\" steht oder sich einfach nur über \"dat Leben an sisch\" amüsieren will, ist bei Knebel genau richtig!!! Bleibt nur noch das Warten auf seinen nächsten Auftritt!
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