Laminat Testbericht

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ab 85,76
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Erfahrungsbericht von altkuh

eigentlich eine ganz einfache Übung!

Pro:

strapazierfähig, einfach, gute Qualität

Kontra:

???

Empfehlung:

Ja

Vor einiger Zeit haben wir beschlossen, unserem Sohnemann ein größeres Zimmer zukommen zu lassen... heißt für uns: Kinderzimmer und Arbeitszimmer tauschen, beide renovieren: neue Tapeten, neuer Boden. Das Tapezieren ist ja harmlos, nachdem der Elektriker allerdings das ganze Haus unter Staub gesetzt hatte, ist mir allerdings irgendwie die Lust an der Sache vergangen, und die schlimmste Angelegenheit der ganzen Übung, nämlich das Verlegen des neuen Fußbodens, stand mir ja noch bevor.

Normalerweise steht Altkuh ja auf natürliche Materialien, aber Holz oder Kork ist mir für?s Kinderzimmer einfach zu empfindlich und Fliesen sind zu kalt. Also fiel die Entscheidung schnell auf Laminat und von der Optik her sieht?s ja auch aus wie Holz.

Jeder schwärmt von Klicklaminat und der Einfachheit, mit der man es angeblich verlegen kann. Ergo sind wir schnell losgetigert und haben uns umgeschaut. Das Angebot war jedoch absolut riesig und fast unüberschaubar, weshalb ich mich auf die Schnelle eigentlich nur auf die Farbe, nämlich helles Ahorn, festlegen konnte...

Weitere Nachforschungen im Kollegenkreis und im Vertrautenkreis bei Ciao haben mich dann dazu gebracht, mich für Laminat der Firma Parador zu entscheiden, weil dieses angeblich von der Qualität her sehr gut sein soll.

Es soll sich:
-ohne Probleme verlegen lassen
- passgenau sein
- nicht statisch aufladen (schliesslich handelt es sich um einen Kunststoffboden in ?Holzoptik?)

Nachdem wir herausgefunden haben, dass der Baumarkt ?Max Bahr? in Mainz diese Marke führt, haben wir uns dann das Material besorgt.

Trittschalldämmung und Folienschutz war bei uns überflüssig, weshalb wir ein ?Clever Klick? Laminat in Ahorn für 15,79 pro Quadratmeter mit nach Hause nahmen. Im Vergleich recht teuer dann noch die passenden Sockelleisten und das Zubehör dazu.

Unentbehrlich: ein Werkzeugset zum Verlegen: Kunststoffkeile, Schlagklotz und Zugeisen.

Was braucht man sonst noch: eine gute Säge, einen Hammer, einen Bleistift und ein wenig guten Willen....

Gleich vorweg: Das Parador-Laminat ist tatsächlich so passgenau verarbeitet, das man es sogar alleine verlegen kann. Zu zweit geht?s aber praktischer und schneller!

Man bereitet also seinen jeweiligen Unterboden mit Folie gegen Feuchtigkeit und Trittschallunterlage vor, dann fängt man in einer Ecke an und schlägt die ersten Bretter längs zusammen, d.h. man legt ein Brett vor das andere, setzt den Schlagklotz ans Ende und fügt die Bretter mit sanfter Hilfe des Hammers und viel Gefühl zusammen. Wer gerade Wände hat, kann sich glücklich schätzen, bei uns war die erste reihe mit viiieeel Sägerei verbunden. Das letzte Brett in der Reihe wir abgesägt und mit Hilfe des Zugeisens und des Hammers eingepasst.
Das abgesägte Stück vom letzten Brett bildet den Anfang der zweiten Reihe, damit der Boden ?Versatz? hat und fest wird. Also vorher messen und zur Not gleich ein Brett am Anfang teilen....

Die zweite Reihe: das erste Brett wird nun leicht angehoben, in der Längsseite eingerastet und hinuntergedrückt. Das zweite wird knapp hinter das erste gelegt, genauso eingerastet und dann mit Holz/Hammer in das erste Brett geschlagen. Dies geht sehr einfach und hält bombenfest. Wer die Bretter lösen möchte, muß die Längsseite lösen und dann die schmale Seite durch Schieben lösen, denn herausziehen lassen sich die Bretter nicht mehr!

So arbeitet man sich dann Stück für Stück vor und die ?großen? Stücke in der Raummitte gehen superschnell.
Alles in allem waren wir mit unseren 22 Quadratmetern und den schiefen Wänden und Fensterlaibungen in knapp 4 Stunden fertig, wobei wir die Bretter sogar auf der großen Tischkreissäge geschnitten haben, ohne dass das Dekor weggebrochen ist- auch das ein Argument für Parador. Wir hatten keine einzige gebrochene Feder, kein einziges nicht gerades Brett.....

Beachten sollte man die schwimmende Verlegung des Bodens, d.h. ungefähr 1 cm Luft zu allen Wänden. Dies erreicht man durch Abstandskeile aus Plastik, die in erwähntem Verlegeset enthalten sind.

Zu den Sockelleisten: auch hier empfehle ich die etwas teurere Lösung von Parador. Hier werden mit Hilfe der mitgelieferten Bohrschablone Clips an der wand befestigt, die auch gleich als Kabelführung dienen, und auf die die zugeschnittene Leiste nur noch aufgeschoben wird. Der Vorteil: beim nächsten Tapezieren zieht man die Leisten einfach von der Wand ab und steckt sie später wieder auf....Als Zubehör gibt es hier auch Kunststoffecken für innen und aussen. Das hat den Vorteil, dass man für die Zimmerecken noch nicht einmal die Leisten auf Gehrung schneiden muss, sondern sie einfach gerade ablängen kann....

Ich bin zufrieden mit dem neuen Boden und der Schrecken des Laminat-Legens ist auch nicht mehr da, im Gegenteil, das zweite Zimmer kann kommen!

Zur Pflege: Laminat soll in erster Linie trocken gereinigt werden (Staubsauger, ?Swiffer?), ansonsten gibt es Imprägniermittel, z.B. von Sofix oder Emsal, die verhindern, dass Feuchtigkeit eindringen kann und den Boden generell unempfindlicher gegen Schmutz machen. Bei jeder feuchten Reinigung sollte man mit Wasser sparen, ?nebelfeucht? ist die Devise!

Jedem, der sich einen Laminatboden zulegen will, kann ich nur Parador empfehlen, ich musste sogar beim Verlegen regelrecht nach der Fuge suchen, um zu wissen, ob ich ein langes oder ein kurzes Brett benötige ;-)

Viele Grüße von Eurer Altkuh

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