Leichter Abnehmen Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von KennedyJohnF
Wenn das Binden der Schnürsenkel zur Hürde wird...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich widme mich einem Thema, dass aufgrund des vorherrschenden Schönheitsideals mehr und mehr an „Gewichtung“ erlangt.
Obwohl Körpermasse nichts über den Charakter eines Menschen aussagt, so will dennoch jeder schlank sein und fit wirken.
Ich möchte hier auf meine eigene Erfahrungen eingehen, ein wirklicher Erfahrungsbericht, so wie ich das Abnehmen erlebt habe. Für alle Leser sei eines schon mal vorweg erwähnt, ich stütze meinen Bericht nur teilweise auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Ergebnisse aus Studien, vermehrt jedoch erzähle ich meine Sicht des Abnehmens und wie ich es geschafft habe. Dabei kann es durchaus vorkommen, das dem Einen oder Anderen der Gedanke kommt, das meine Art nicht gerade die gesundheitsförderlichste war, aber das Endergebnis gibt mir recht!
****************
Vorgeschichte
****************
Im Jahr 1997 war ich mit der Schule fertig (Abitur) und musste zum Präsenzdienst einrücken. Ich kam in eine Einheit, die für Nachschub, Transport und Instandhaltung zuständig war.
Ich wurde Kraftfahrer, was mich dazu zwang den ganzen Tag regungslos irgendwo herumzusitzen, ob nun im Aufenthaltsraum für Krafti´s oder aber im Auto zu sitzen und auf irgendwelche Offiziere zu warten.
Nunja, das bedeutete also dass ich nicht gerade viel Bewegung betrieben hatte. So kam es dann, dass ich durch erhöhte Kalorienaufnahme, in Form von Schokolade, Coca Cola und anderen „Sünden“ mehr und mehr an Gewicht zunahm.
Zum Zeitpunkt meines „Einrückens“ in der Kaserne wog ich gestählte 86kg, gestählt deshalb weil ich bis zu diesem Zeitpunkt Leistungssport betrieben hatte, diesen aber mit eben jenem Zeitpunkt aufgrund der Terminkollisionen aufgeben musste.
Nun , wie schon erwähnt, nahm ich mehr Kalorien zu mir betrieb aber andererseits weniger Bewegung und Training (eigentlich gleich Null).
Das führte dazu, dass ich in 8 Monaten Präsenzdienst exakt 19kg zugenommen hatte und mit stolzen 105kg aus demselben entlassen wurde.
Ich hatte mittlerweile schon Probleme mir die Schuhbänder zuzuschnüren, so schoss mir das Blut in den Kopf, und 3 Stockwerke ohne Aufzug zurückzulegen kostete mir einige Zeit und tiefes Schnaufen aufgrund meiner schlechten Verfassung.
Aus, genug war genug, dachte ich mir und begann dem Ganzen ein Ende zu setzen.
****************************
Abnehmen, wie geht das???
****************************
Tja, das ist die Frage die wohl jeder für sich selbst beantworten muss, es gibt keine Garantie welche Diät, welches Programm für welchen Typ Mensch geeignet ist. Es gibt nur gewisse Grundregeln, die man beachten muss wenn man an ein dauerhaftes Ziel glaubt und auf dieses hinarbeiten will.
Was muss ich machen???
Ich habe mir mal ein Ziel gesetzt. Ich habe 105 kg auf die Waage gebracht, das war mir eindeutig zuviel, also wollte ich mal ein Ziel erreichen, dass mir zumindest ein zweistelliges Ergebnis vor der kg-Anzeige auf meiner Waage prophezeite, also wollte ich mal 10kg verlieren.
Vollkommen ohne Veränderung kann man nicht abnehmen, wenn man seinen Biorhythmus nicht ein wenig (oder auch drastisch) umstellt, dann wird das nie etwas.
Ich habe erst mal meine Ernährung umgestellt.
Das soll heissen, ich habe in den ersten Wochen keine Nahrungsmittel mit hohem Fettgehalt zu mir genommen, weiters habe ich drauf geachtet, dass es, denn Fett lässt sich nicht gänzlich vermeiden in unserer Nahrungsaufnahme, nur pflanzliche Fette sind und so wenig wie möglich tierische Fette sind.
Vermehrt sollte man Obst und Gemüse zu sich nehmen, auf Fleisch nicht generell verzichten (für alle Vegetarier möchte ich hier anmerken, jeder wie er glaubt, aber ich kann mir ein Leben ohne Fleisch weder vorstellen, noch ist es aus schulmedizinischer Sicht vertretbar diese Eiweisse und Fette gänzlich wegzulassen, sie sind lebenswichtig, ich nenne hier nur Vitamin K, das in der menschlichen Leber gespeichert ist und erst nach etwa 6-12 Jahren aufgebraucht ist, aber nicht oder nur ungenügend über Präparate respektive Pflanzen zugeführt werden kann!!!)
Ich habe auf meinen Schweinsbraten, oder mein Schnitzel nicht verzichtet, doch habe ich nicht mehr jene Mengen zu mir genommen, die ich mal konsumiert hatte, außerdem habe ich mir angewohnt öfter und besser zu kauen, bevor ich einen Bissen schlucke.
Dies hat folgende Wirkung, je öfter man einen Bissen kauft, desto mehr wird er logischerweise zerkleinert, vor allem aber mit Speichel versetzt. Speichel ist die erste Verdauungsstufe, mag nicht besonders appetitlich klingen, aber je mehr Speichel sich bildet, und der bildet sich durch das Kauen, desto breiiger und leichter verdaulich wird die Nahrung, der Körper kann die Nahrung schneller und besser verdauen und die zugeführten Stoffe in den Organismus abgeben.
Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass je mehr man kaut, desto schneller und einfacher verdaut man, der Stoffwechsel beschleunigt und das wiederum regt die Verbrennung überschüssiger Fettreserven an, summa summarum also ein positiver Verstärker der Wirkung die wir ja alle erzielen wollen.
Ein weiterer sehr, sehr wichtiger Punkt ist es mehr und mehr auf seinen Körper zu hören. Ich bin, aufgrund des langjährigen Leistungssports, immer schon ein sehr introspektiver Mensch gewesen, manche Leute müssen jedoch intensiv lernen auf ihren Körper zu hören.
Auf seinen Körper zu hören bedeutet zu wissen, was will mein Körper mir sagen?
Was will ich damit andeuten? Dass man nicht mehr aus Gusto etwas essen sollte, sondern weil mein Körper mir sagt „Bitte etwas zu essen, ich habe Hunger!!!“.
Diesen kleinen, aber entscheidenden Unterschied, erst mal herauszufinden, das bedarf Zeit und intensiver Befassung mit dem eigenen Körper.
Zumeist essen wir, weil uns etwas optisch gut gefällt, oder weil’s grade so gemütlich ist vor dem Fernseher, oder weil man uns jetzt gerade Chips an den Tisch gestellt hat, und die würden ja den Crunch verlieren, würde sich niemand opfern sie zu essen.
„NEIN! HALT!“ Finger weg davon.
Man isst nicht, weil etwas am Tisch ist, oder weil grade die Zeit danach wäre. „Es ist 12 Uhr Mittagessen!“ sondern man isst, weil man ein Hungergefühl verspürt.
Der Körper sagt einem dezitiert wann er Energie benötigt und die kann man dann dosiert zuführen.
Immer zur Hand hatte ich dafür Obst (etwa einen Apfel oder eine Birne, obwohl die hohen Fruchtzuckergehalt hat, aber mir schmeckten sie einfach) oder aber Müsliriegel, und zwar ohne Schoko oder andere Dinge, einfach nen Müsliriegel, Haferflocken, Vollkorn, sonst nix.
**********************************************
Wie schafft man das und wielange dauert es?
**********************************************
Erstmal muss ich sagen, ich habe von medizinischen Standpunkt her, viel zu schnell viel zu viel abgenommen. Für alle die es nicht glauben können oder wollen, ich habe innerhalb von 3 Monaten 35 kg abgenommen, das ist ziemlich verwunderlich und nicht gerade sehr gesund.
Ich stand aber unter ständiger medizinischer Betreuung meines Internisten und meines Hausarztes.
Wie vorhin schon angedeutet, ich habe meine Ernährung vollkommen umgestellt, viel Gemüse, Salate, Obst, wenig Fleisch und überhaupt keine Süssigkeiten mehr.
Nach etwa 2 Wochen hatte ich auch gar keine Lust mehr auf Süssigkeiten, eine Sünde der ich mich mittlerweile wieder völlig ungeniert hingebe und auch hingeben kann, da ich auf anderen Gebieten darauf achte was ich zu mir nehme und wie viel.
Frühstück, das gab es bei mir nicht. Der Mediziner wird aufschreien, braucht man doch Energiereserven für den Tag. Nee nee, die hat man doch in Form von Fettpölsterchen, die waren reichlich vorhanden, wozu sollte ich noch zusätzlich Energie zuführen, anstatt doch die überschüssige, in Form von Lipidschichten angelegte Energie zu verbrennen.
Auch mittags hatte ich noch kein Hungergefühl, es störte mich auch gar nicht wenn neben mir Leute ihr Mittagessen zu sich nahmen, ganz im Gegenteil, es widerte mich eher an, dass die um diese Zeit etwas essen konnten.
Ich versuchte, wenn mich dann doch mal der kleine Hunger überkam, nur gesunde, vor allem kalorienarme, Snacks zu mir zu nehmen, der oben schon angesprochene Müsliriegel, oder der Apfel für zwischendurch, den hatte ich immer „am Mann“.
Weiters habe ich meine Trinkgewohnheiten radikal umgestellt. Keine Fruchtsäfte mehr, kein Cola, kein Alkohol, nichts dergleichen. Die einzigen Flüssigkeiten die ich zu mir nahm, waren Wasser (ohne Kohlensäure!!!!) und ungesüsster Tee.
Von diesen Flüssigkeiten habe ich aber raue Mengen konsumiert, mindestens 4-5 Liter pro Tag, denn das erhöht die Nierenfunktion, beschleunigt den Stoffwechsel und ist vor allem sehr wichtig um, bei Nährungsumstellung und verminderter Nahrungsaufnahme, dem Fakt der Dehydrierung (zu wenig Flüssigkeit und Mineralstoffe im Körper) entgegenzuwirken.
Hin und wieder habe ich dem Wasser ein wenig an Spurenelementen und Vitaminen, in form einer Brausetablette (sehr zu empfehlen Roche Supradyn-Teuer aber wirklich sehr ausgewogene Zusammensetzung, vor allem ohne Zucker!) zugeführt, um den natürlichen „Entzug“ dieser Stoffe entgegenzuwirken.
Auch für Flüssigkeitszufuhr war, aus angesprochenen Gründen, ständig gesorgt, ohne meine 1.5 l PET-Flasche ging ich nicht ausser Haus und wenn sie denn mal leer war, hatte ich sofort Nachschub parat, den ich mir im Supermarkt schon während des Tages zugelegt hatte und in meinem Spind an der Uni deponiert hatte.
So war es mir möglich meinen Hunger im Griff zu haben, und ich hatte meinen Biorhythmus entscheidend verändert, denn ich nahm kein Frühstück, keinen Mittag und auch keinen Snack am Nachittag zu mir, sondern nahm die erste größere Mahlzeit erst am späten Nachmittag, so gegen 16.30-17.00 Uhr zu mir.
Dies war gleichzeitig auch die einzige größere Mahlzeit des gesamten Tages.
Abends gab es wieder nichts für mich, außer Wasser, aber keine Müsliriegel, denn Nahrungsaufnahme nach 17-18 Uhr ist extrem für den Körper, da der Stoffwechsel automatisch verlangsamt und die Energie nur mehr mangelhaft verarbeiten kann, wenn, ja wenn man nicht gerade Sport betreibt, und das ist der nächste Punkt.
Ja, den Leistungssport den ich betrieben hatte, ich spielte seit meinem 10. Lebensjahr Tennis, den hatte ich an den Nagel gehangen, weil 7x die Woche je 2 Einheiten am Platz, und 1 Einheit (vor Turnieren bis zu 3 Einheiten) in der Kraftkammer, das machte keinen Spass mehr.
Doch als ich begonnen hatte abzunehmen, wusste ich, ich musste natürlich auch etwas dazu tun um meinen beschleunigten Stoffwechsel noch mehr anzukurbeln und weitere Kalorien zu verbrennen.
Also was liegt da näher als meine Rackets wieder auszupacken und fleissig mit Studienkollegen und Freunden Tennis zu spielen.
Das war aber noch nicht alles, zur Draufgabe habe ich mich, das wirklich erste mal in meinem Leben, zu Leistungssportzeiten hatte ich das immer abgelehnt und verweigert, selber aufgerafft laufen zu gehen.
Anfänglich war es sehr schwer für mich, da ich absolut kein Lauftyp war/bin, aber ich musste es einfach machen, denn es ist ein Super Calorie-Burner .
So habe ich mich täglich dazu gezwungen um 5 Uhr aufzustehen und mal ne halbe Stunde locker dahinzujoggen, erst war es nur eine halbe Stunde (in der ich etwa 3 km gelaufen bin) dann lief ich eine Stunde und schaffte auch mehr an Km´s zurückzulegen, und nun laufe ich bis zu 90 Minuten, genauso wie mein Körper mir sagt, dass es gut für mich ist. Dieses Spielchen betrieb ich zweimal täglich, morgens und abends. Mittlerweile jedoch nur mehr einmal täglich, wenn überhaupt, also ich kann auch ohne Laufen, aber Sport muss ich täglich machen, denn sonst fehlt mir einfach etwas im Leben.
Und seien es nur meine 300 Sit-ups oder meine 150 Liegestütz, irgendwas muss ich machen.
Nun gut, was gibt es noch zu sagen.
Das wohl wichtigste für alle die am Anfang einer Diät stehen, oder die jetzt nach diesem Bericht sagen, sie fühlen sich in ihrer Haut wohl, denen kann ich nur eines mitteilen.
Ich kann beides beurteilen, wie es ist dick zu sein, genauso wie es sich anfühlt schlank zu sein. Ich habe mir anfänglich auch gedacht, ich fühlemich so wie ich bin recht wohl, doch das ist eine Lüge, man merkt es schon bei gewissen Dingen des alltäglichen Lebens, das man nicht mehr so agil ist und manche Dinge sogar zur Plage werden. Also sollte man sich nicht selber belügen, sondern ehrlich zugeben, dass man nicht 100% glücklich ist, das ist der erste Schritt in die richtige Richtung, weil sich dieses Gefühl mit der Zeit weiter verstärkt, bis man soweit ist es in Angriff zu nehmen und zu wagen.
Generell ist zu den meisten Diäten, in Frauenzeitschriften hochgelobt, anzumerken, dass sie ein absoluter Blödsinn sind. Kurzfristig schafft man ne Gewichtsreduktion, doch der Jojo-Effekt, lässt einen mehr zunehmen als man ursprünglich durch die Diät abgenommen hatte, also vergesst das mal lieber, denn Gewichtsschwankungen sind schlimmer als ein wenig „korpulenter“ zu sein.
Wer erst mal den Entschluss gefasst hat abnehmen zu wollen, der muss sich wie öfters in diesem Bericht angesprochen, intensiv mit seinem Körper und dem Gefühl dazu auseinandersetzen.
Wenn man sich nicht mehr so 100% leiden kann, dann ist der Wille am größten es in Angriff zu nehmen und seinen Körper, mittels Gewichtsreduktion, wieder schätzen und auch lieben zu lernen.
Man muss immer ein Ziel vor Augen haben, das Ziel kann nun ein gewisses Gewicht sein, oder aber auch nur eine Kleidergröße oder Hosengröße weniger haben zu wollen. Setzt euch anfangs kleine Ziele und erweitert diese dann, belohnt euch auch mal mit einer Kleinigkeit (aber bitt nur in Maßen und nicht in Massen ).
Zum starken Willen kommt auch noch der sportliche Ehrgeiz, den man durchs Abnehmen entwickelt, man will und will mehr abnehmen. Darin liegt auch eine Gefahr, die man nicht unterschätzen sollte, denn immer mehr und mehr Menschen erkranken an sogenannten Essstörungen nur um dem vorherrschenden Schönheitsideal zu entsprechen, also bitte konsultiert euren Arzt des Vertrauens und lasst ihn an eurer Diät teilhaben, lasst ihn das ganze auch überwachen und gute Ratschläge geben,.
Für all jene die es probieren wollen sag ich nur noch „Seid stark“ und „Das wird schon!!!!“
Ihr alle könnt es schaffen, ich bin das beste Beispiel dafür. Von 105kg, auf mittlerweile 72kg, die ich schon seit 2 Jahren halte.
Ich freue mich über Kommentare und Anfragen von euch und werde selbstverständlich, sofern die Zeit es zulässt, antworten!!!
© KennedyJohnF, am 13.01.2002 für Ciao nun für Yopi
Obwohl Körpermasse nichts über den Charakter eines Menschen aussagt, so will dennoch jeder schlank sein und fit wirken.
Ich möchte hier auf meine eigene Erfahrungen eingehen, ein wirklicher Erfahrungsbericht, so wie ich das Abnehmen erlebt habe. Für alle Leser sei eines schon mal vorweg erwähnt, ich stütze meinen Bericht nur teilweise auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Ergebnisse aus Studien, vermehrt jedoch erzähle ich meine Sicht des Abnehmens und wie ich es geschafft habe. Dabei kann es durchaus vorkommen, das dem Einen oder Anderen der Gedanke kommt, das meine Art nicht gerade die gesundheitsförderlichste war, aber das Endergebnis gibt mir recht!
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Vorgeschichte
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Im Jahr 1997 war ich mit der Schule fertig (Abitur) und musste zum Präsenzdienst einrücken. Ich kam in eine Einheit, die für Nachschub, Transport und Instandhaltung zuständig war.
Ich wurde Kraftfahrer, was mich dazu zwang den ganzen Tag regungslos irgendwo herumzusitzen, ob nun im Aufenthaltsraum für Krafti´s oder aber im Auto zu sitzen und auf irgendwelche Offiziere zu warten.
Nunja, das bedeutete also dass ich nicht gerade viel Bewegung betrieben hatte. So kam es dann, dass ich durch erhöhte Kalorienaufnahme, in Form von Schokolade, Coca Cola und anderen „Sünden“ mehr und mehr an Gewicht zunahm.
Zum Zeitpunkt meines „Einrückens“ in der Kaserne wog ich gestählte 86kg, gestählt deshalb weil ich bis zu diesem Zeitpunkt Leistungssport betrieben hatte, diesen aber mit eben jenem Zeitpunkt aufgrund der Terminkollisionen aufgeben musste.
Nun , wie schon erwähnt, nahm ich mehr Kalorien zu mir betrieb aber andererseits weniger Bewegung und Training (eigentlich gleich Null).
Das führte dazu, dass ich in 8 Monaten Präsenzdienst exakt 19kg zugenommen hatte und mit stolzen 105kg aus demselben entlassen wurde.
Ich hatte mittlerweile schon Probleme mir die Schuhbänder zuzuschnüren, so schoss mir das Blut in den Kopf, und 3 Stockwerke ohne Aufzug zurückzulegen kostete mir einige Zeit und tiefes Schnaufen aufgrund meiner schlechten Verfassung.
Aus, genug war genug, dachte ich mir und begann dem Ganzen ein Ende zu setzen.
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Abnehmen, wie geht das???
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Tja, das ist die Frage die wohl jeder für sich selbst beantworten muss, es gibt keine Garantie welche Diät, welches Programm für welchen Typ Mensch geeignet ist. Es gibt nur gewisse Grundregeln, die man beachten muss wenn man an ein dauerhaftes Ziel glaubt und auf dieses hinarbeiten will.
Was muss ich machen???
Ich habe mir mal ein Ziel gesetzt. Ich habe 105 kg auf die Waage gebracht, das war mir eindeutig zuviel, also wollte ich mal ein Ziel erreichen, dass mir zumindest ein zweistelliges Ergebnis vor der kg-Anzeige auf meiner Waage prophezeite, also wollte ich mal 10kg verlieren.
Vollkommen ohne Veränderung kann man nicht abnehmen, wenn man seinen Biorhythmus nicht ein wenig (oder auch drastisch) umstellt, dann wird das nie etwas.
Ich habe erst mal meine Ernährung umgestellt.
Das soll heissen, ich habe in den ersten Wochen keine Nahrungsmittel mit hohem Fettgehalt zu mir genommen, weiters habe ich drauf geachtet, dass es, denn Fett lässt sich nicht gänzlich vermeiden in unserer Nahrungsaufnahme, nur pflanzliche Fette sind und so wenig wie möglich tierische Fette sind.
Vermehrt sollte man Obst und Gemüse zu sich nehmen, auf Fleisch nicht generell verzichten (für alle Vegetarier möchte ich hier anmerken, jeder wie er glaubt, aber ich kann mir ein Leben ohne Fleisch weder vorstellen, noch ist es aus schulmedizinischer Sicht vertretbar diese Eiweisse und Fette gänzlich wegzulassen, sie sind lebenswichtig, ich nenne hier nur Vitamin K, das in der menschlichen Leber gespeichert ist und erst nach etwa 6-12 Jahren aufgebraucht ist, aber nicht oder nur ungenügend über Präparate respektive Pflanzen zugeführt werden kann!!!)
Ich habe auf meinen Schweinsbraten, oder mein Schnitzel nicht verzichtet, doch habe ich nicht mehr jene Mengen zu mir genommen, die ich mal konsumiert hatte, außerdem habe ich mir angewohnt öfter und besser zu kauen, bevor ich einen Bissen schlucke.
Dies hat folgende Wirkung, je öfter man einen Bissen kauft, desto mehr wird er logischerweise zerkleinert, vor allem aber mit Speichel versetzt. Speichel ist die erste Verdauungsstufe, mag nicht besonders appetitlich klingen, aber je mehr Speichel sich bildet, und der bildet sich durch das Kauen, desto breiiger und leichter verdaulich wird die Nahrung, der Körper kann die Nahrung schneller und besser verdauen und die zugeführten Stoffe in den Organismus abgeben.
Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass je mehr man kaut, desto schneller und einfacher verdaut man, der Stoffwechsel beschleunigt und das wiederum regt die Verbrennung überschüssiger Fettreserven an, summa summarum also ein positiver Verstärker der Wirkung die wir ja alle erzielen wollen.
Ein weiterer sehr, sehr wichtiger Punkt ist es mehr und mehr auf seinen Körper zu hören. Ich bin, aufgrund des langjährigen Leistungssports, immer schon ein sehr introspektiver Mensch gewesen, manche Leute müssen jedoch intensiv lernen auf ihren Körper zu hören.
Auf seinen Körper zu hören bedeutet zu wissen, was will mein Körper mir sagen?
Was will ich damit andeuten? Dass man nicht mehr aus Gusto etwas essen sollte, sondern weil mein Körper mir sagt „Bitte etwas zu essen, ich habe Hunger!!!“.
Diesen kleinen, aber entscheidenden Unterschied, erst mal herauszufinden, das bedarf Zeit und intensiver Befassung mit dem eigenen Körper.
Zumeist essen wir, weil uns etwas optisch gut gefällt, oder weil’s grade so gemütlich ist vor dem Fernseher, oder weil man uns jetzt gerade Chips an den Tisch gestellt hat, und die würden ja den Crunch verlieren, würde sich niemand opfern sie zu essen.
„NEIN! HALT!“ Finger weg davon.
Man isst nicht, weil etwas am Tisch ist, oder weil grade die Zeit danach wäre. „Es ist 12 Uhr Mittagessen!“ sondern man isst, weil man ein Hungergefühl verspürt.
Der Körper sagt einem dezitiert wann er Energie benötigt und die kann man dann dosiert zuführen.
Immer zur Hand hatte ich dafür Obst (etwa einen Apfel oder eine Birne, obwohl die hohen Fruchtzuckergehalt hat, aber mir schmeckten sie einfach) oder aber Müsliriegel, und zwar ohne Schoko oder andere Dinge, einfach nen Müsliriegel, Haferflocken, Vollkorn, sonst nix.
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Wie schafft man das und wielange dauert es?
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Erstmal muss ich sagen, ich habe von medizinischen Standpunkt her, viel zu schnell viel zu viel abgenommen. Für alle die es nicht glauben können oder wollen, ich habe innerhalb von 3 Monaten 35 kg abgenommen, das ist ziemlich verwunderlich und nicht gerade sehr gesund.
Ich stand aber unter ständiger medizinischer Betreuung meines Internisten und meines Hausarztes.
Wie vorhin schon angedeutet, ich habe meine Ernährung vollkommen umgestellt, viel Gemüse, Salate, Obst, wenig Fleisch und überhaupt keine Süssigkeiten mehr.
Nach etwa 2 Wochen hatte ich auch gar keine Lust mehr auf Süssigkeiten, eine Sünde der ich mich mittlerweile wieder völlig ungeniert hingebe und auch hingeben kann, da ich auf anderen Gebieten darauf achte was ich zu mir nehme und wie viel.
Frühstück, das gab es bei mir nicht. Der Mediziner wird aufschreien, braucht man doch Energiereserven für den Tag. Nee nee, die hat man doch in Form von Fettpölsterchen, die waren reichlich vorhanden, wozu sollte ich noch zusätzlich Energie zuführen, anstatt doch die überschüssige, in Form von Lipidschichten angelegte Energie zu verbrennen.
Auch mittags hatte ich noch kein Hungergefühl, es störte mich auch gar nicht wenn neben mir Leute ihr Mittagessen zu sich nahmen, ganz im Gegenteil, es widerte mich eher an, dass die um diese Zeit etwas essen konnten.
Ich versuchte, wenn mich dann doch mal der kleine Hunger überkam, nur gesunde, vor allem kalorienarme, Snacks zu mir zu nehmen, der oben schon angesprochene Müsliriegel, oder der Apfel für zwischendurch, den hatte ich immer „am Mann“.
Weiters habe ich meine Trinkgewohnheiten radikal umgestellt. Keine Fruchtsäfte mehr, kein Cola, kein Alkohol, nichts dergleichen. Die einzigen Flüssigkeiten die ich zu mir nahm, waren Wasser (ohne Kohlensäure!!!!) und ungesüsster Tee.
Von diesen Flüssigkeiten habe ich aber raue Mengen konsumiert, mindestens 4-5 Liter pro Tag, denn das erhöht die Nierenfunktion, beschleunigt den Stoffwechsel und ist vor allem sehr wichtig um, bei Nährungsumstellung und verminderter Nahrungsaufnahme, dem Fakt der Dehydrierung (zu wenig Flüssigkeit und Mineralstoffe im Körper) entgegenzuwirken.
Hin und wieder habe ich dem Wasser ein wenig an Spurenelementen und Vitaminen, in form einer Brausetablette (sehr zu empfehlen Roche Supradyn-Teuer aber wirklich sehr ausgewogene Zusammensetzung, vor allem ohne Zucker!) zugeführt, um den natürlichen „Entzug“ dieser Stoffe entgegenzuwirken.
Auch für Flüssigkeitszufuhr war, aus angesprochenen Gründen, ständig gesorgt, ohne meine 1.5 l PET-Flasche ging ich nicht ausser Haus und wenn sie denn mal leer war, hatte ich sofort Nachschub parat, den ich mir im Supermarkt schon während des Tages zugelegt hatte und in meinem Spind an der Uni deponiert hatte.
So war es mir möglich meinen Hunger im Griff zu haben, und ich hatte meinen Biorhythmus entscheidend verändert, denn ich nahm kein Frühstück, keinen Mittag und auch keinen Snack am Nachittag zu mir, sondern nahm die erste größere Mahlzeit erst am späten Nachmittag, so gegen 16.30-17.00 Uhr zu mir.
Dies war gleichzeitig auch die einzige größere Mahlzeit des gesamten Tages.
Abends gab es wieder nichts für mich, außer Wasser, aber keine Müsliriegel, denn Nahrungsaufnahme nach 17-18 Uhr ist extrem für den Körper, da der Stoffwechsel automatisch verlangsamt und die Energie nur mehr mangelhaft verarbeiten kann, wenn, ja wenn man nicht gerade Sport betreibt, und das ist der nächste Punkt.
Ja, den Leistungssport den ich betrieben hatte, ich spielte seit meinem 10. Lebensjahr Tennis, den hatte ich an den Nagel gehangen, weil 7x die Woche je 2 Einheiten am Platz, und 1 Einheit (vor Turnieren bis zu 3 Einheiten) in der Kraftkammer, das machte keinen Spass mehr.
Doch als ich begonnen hatte abzunehmen, wusste ich, ich musste natürlich auch etwas dazu tun um meinen beschleunigten Stoffwechsel noch mehr anzukurbeln und weitere Kalorien zu verbrennen.
Also was liegt da näher als meine Rackets wieder auszupacken und fleissig mit Studienkollegen und Freunden Tennis zu spielen.
Das war aber noch nicht alles, zur Draufgabe habe ich mich, das wirklich erste mal in meinem Leben, zu Leistungssportzeiten hatte ich das immer abgelehnt und verweigert, selber aufgerafft laufen zu gehen.
Anfänglich war es sehr schwer für mich, da ich absolut kein Lauftyp war/bin, aber ich musste es einfach machen, denn es ist ein Super Calorie-Burner .
So habe ich mich täglich dazu gezwungen um 5 Uhr aufzustehen und mal ne halbe Stunde locker dahinzujoggen, erst war es nur eine halbe Stunde (in der ich etwa 3 km gelaufen bin) dann lief ich eine Stunde und schaffte auch mehr an Km´s zurückzulegen, und nun laufe ich bis zu 90 Minuten, genauso wie mein Körper mir sagt, dass es gut für mich ist. Dieses Spielchen betrieb ich zweimal täglich, morgens und abends. Mittlerweile jedoch nur mehr einmal täglich, wenn überhaupt, also ich kann auch ohne Laufen, aber Sport muss ich täglich machen, denn sonst fehlt mir einfach etwas im Leben.
Und seien es nur meine 300 Sit-ups oder meine 150 Liegestütz, irgendwas muss ich machen.
Nun gut, was gibt es noch zu sagen.
Das wohl wichtigste für alle die am Anfang einer Diät stehen, oder die jetzt nach diesem Bericht sagen, sie fühlen sich in ihrer Haut wohl, denen kann ich nur eines mitteilen.
Ich kann beides beurteilen, wie es ist dick zu sein, genauso wie es sich anfühlt schlank zu sein. Ich habe mir anfänglich auch gedacht, ich fühlemich so wie ich bin recht wohl, doch das ist eine Lüge, man merkt es schon bei gewissen Dingen des alltäglichen Lebens, das man nicht mehr so agil ist und manche Dinge sogar zur Plage werden. Also sollte man sich nicht selber belügen, sondern ehrlich zugeben, dass man nicht 100% glücklich ist, das ist der erste Schritt in die richtige Richtung, weil sich dieses Gefühl mit der Zeit weiter verstärkt, bis man soweit ist es in Angriff zu nehmen und zu wagen.
Generell ist zu den meisten Diäten, in Frauenzeitschriften hochgelobt, anzumerken, dass sie ein absoluter Blödsinn sind. Kurzfristig schafft man ne Gewichtsreduktion, doch der Jojo-Effekt, lässt einen mehr zunehmen als man ursprünglich durch die Diät abgenommen hatte, also vergesst das mal lieber, denn Gewichtsschwankungen sind schlimmer als ein wenig „korpulenter“ zu sein.
Wer erst mal den Entschluss gefasst hat abnehmen zu wollen, der muss sich wie öfters in diesem Bericht angesprochen, intensiv mit seinem Körper und dem Gefühl dazu auseinandersetzen.
Wenn man sich nicht mehr so 100% leiden kann, dann ist der Wille am größten es in Angriff zu nehmen und seinen Körper, mittels Gewichtsreduktion, wieder schätzen und auch lieben zu lernen.
Man muss immer ein Ziel vor Augen haben, das Ziel kann nun ein gewisses Gewicht sein, oder aber auch nur eine Kleidergröße oder Hosengröße weniger haben zu wollen. Setzt euch anfangs kleine Ziele und erweitert diese dann, belohnt euch auch mal mit einer Kleinigkeit (aber bitt nur in Maßen und nicht in Massen ).
Zum starken Willen kommt auch noch der sportliche Ehrgeiz, den man durchs Abnehmen entwickelt, man will und will mehr abnehmen. Darin liegt auch eine Gefahr, die man nicht unterschätzen sollte, denn immer mehr und mehr Menschen erkranken an sogenannten Essstörungen nur um dem vorherrschenden Schönheitsideal zu entsprechen, also bitte konsultiert euren Arzt des Vertrauens und lasst ihn an eurer Diät teilhaben, lasst ihn das ganze auch überwachen und gute Ratschläge geben,.
Für all jene die es probieren wollen sag ich nur noch „Seid stark“ und „Das wird schon!!!!“
Ihr alle könnt es schaffen, ich bin das beste Beispiel dafür. Von 105kg, auf mittlerweile 72kg, die ich schon seit 2 Jahren halte.
Ich freue mich über Kommentare und Anfragen von euch und werde selbstverständlich, sofern die Zeit es zulässt, antworten!!!
© KennedyJohnF, am 13.01.2002 für Ciao nun für Yopi
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