Leichter Abnehmen Testbericht

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Erfahrungsbericht von grapefruity

Ich rolle durchs Leben! *fg*

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

\"Ich bin eine Frau - Diäten gehören zu meinem Leben wie Schokolade, Liebeskummer und Tampons kaufen.\" (Zitat: ich) :)

Okay, man soll nichts verallgemeinern, aber auf mich trifft mein eigenes Zitat 120%ig zu.
Ich gehe aber davon aus, dass viele Frauen schon ein- oder auch mehrmals eine Diät ausprobiert haben, weil sie mit ihrem Gewicht unzufrieden sind oder waren.
Auch ich gehöre zu den Leuten, die was Süßes nur anzuschauen brauchen und schon ein paar Kilos mehr auf den Hüften haben. Leider nehme ich nicht gleichmäßig am gleichen Körper zu, sondern zuerst an Oberschenkeln und Po, später am Bauch. Um dicke Oberarme zu bekommen, muss ich wirklich schon ganz viele Kilos zunehmen.

So geschehen ist das im letzten Jahr.
Als ich noch zur Schule ging, hatte ich bei einer Größe von 1,70m etwa 52 kg und damals wurde getuschelt, ob ich nicht vielleicht magersüchtig bin. Aber ich habe ganz einfach viel Sport gemacht und konnte so fast essen was ich wollte.
Je jünger man ist, desto aktiver sind die Mitochondrien (\"Kraftwerke der Körperzellen, die Energie erzeugen.\"; jaja...war auf dem Gymnasium Bio-Leistungskurslerin). Fett, Kohlenhydrate werden schnell in Energie umgesetzt und nicht in den Fettzellen deponiert. Mit zunehmenden Alter und verlangsamten Körperwachstum wachsen dann auch die Fettzelle, da nicht mehr ganz soviel Energie benötigt wird (Ausnahme: wenn man sehr intensiv Sport treibt).

Als ich meine Ausbildung begann, saß ich immer den ganzen Tag stundenlang auf einem Bürostuhl (fast regungslos *fg*) und um Sport nach der Arbeit zu machen, war ich anfangs viel zu faul. Zeitweise bin ich abends mal joggen gegangen, aber meiner Figur hat man das nicht angesehen. So nahm ich innerhalb von 2,5 Jahren auf 62 kg zu.

Im Februar 2001 ging ich dann nach Canada (s. Bericht) und hab mich sozusagen jeden Tag mit Fast Food vollgefressen.
Ergebnis: Im Mai 2001: 67,5 kg *horror*

Als ich wieder nach Deutschland zurück kam, waren meine Familie und Freunde total geschockt. Ich war fett. Schuld daran war auch, dass ich in Canada keine Waage zum Gewicht kontrollieren hatte und man ja auch nicht ruckartig zunimmt; es deshalb selbst nicht so schnell bemerkt. Erst dann, wenn Sachen die früher gepaßt haben, nun zu klein sind....aber dann ist es fast auch schon zu spät ... ;)

Also faßte ich damals den Entschluß: Du mußt dringend abnehmen!

Diäten aus Zeitschriften finde ich nicht so toll, da sie zu aufwendig sind und der Jojo-Effekt tritt nach der Rückkehr zu alten Eßgewohnheiten wahnsinnig schnell ein.

So habe ich meinen eigenen Diätplan aufgestellt. Es sollte einfach sein, effektiv funktionieren und kostengünstig sein (Weg mit Slim Fast!)

Ich habe mir eine Liste aufgestellt, wo ich Nahrungsmittel aufgeschrieben habe, die ich essen darf und eine zweite Liste mit \"verbotenen\" Lebensmitteln.

Auf die \"Du darfst\"-Liste schrieb ich alle mir bekannten Obst- und Gemüsesorten, fettarmen Käse, Quark, fettarmen Joghurt und alles was sonst noch so kalorienarm ist.
Erstaunlicherweise kam ich auf unheimlich viele Dinge dabei.
Auf der anderen Liste standen Schokolade, Fast Food und sonstige Kalorienbomben.
Für mich war es sehr hilfreich, mit meiner \"Du darfst\"-Liste einkaufen zu gehen. Ich hatte den Einkaufskorb immer ganz voll und nix kalorienreiches dabei.

Kleiner Tipp zwischendurch...wer Kaffee mag und ihn gut verträgt: Bei mir hat das öftere Trinken von schwarzem, ungesüßten Kaffee auch ganz schön den Hunger vertrieben.

Die ersten 4 Wochen meiner Ernährungsumstellung (Diät klingt so negativ) habe ich auch kein Fleisch gegessen; später nur ganz wenig davon.

Von den Dingen, die ich essen durfte, hab ich dann aber auch wirklich Massen verzehrt.
Zu dieser Zeit hatte ich dann auch wieder in einem Büro gearbeitet. Also wieder den ganzen Tag sitzen!
Morgens vor der Arbeit hab ich alles, was ich den Tag über essen wollte, in kleine Plastikdosen verpackt. So hatte ich z.B. 5 bis 8 Döschen mit (am Abend vorher gekochtem) Broccoli, kleingeschnittenen Karotten, (in der Microwelle aufgetautem) Tiefkühlgemüse (Blumenkohl, Bohnen, Blattspinat etc., nur kein Buttergemüse & Co. nehmen), Erdbeeren, Kohlrabi etc.
Im Büro habe ich dann alle 1 bis 2 Std. den Inhalt einer dieser kleinen Plastikdosen mit einer Kuchengabel gegessen. Irgendwie hat es länger gedauert (und sah auch graziler aus ;) kleingeschnittenes Obst und Gemüse mit einer Gabel zu verzehren als einfach mit den Fingern in den Mund zu stopfen.
Durch das öftere Essen in kleinen Portionen war ich auch schneller satt.

Zum Frühstück zu Hause habe ich übrigens immer nur Kaffee getrunken. Gegessen ab 9 Uhr.
Das ist wahrscheinlich nicht sonderlich gesund, aber ich kriege gleich nach dem Aufstehen einfach nix Eßbares herunter.

Abends hab ich dann nach 20 Uhr nichts mehr gegessen. Dadurch, dass ich tagsüber auch so unheimlich viel gegessen hatte, war auch kein großes Hungergefühl da.

Kombiniert habe ich das Ganze mit den \"Regeln\" der Trennkost, d.h. am Wochenende gab es gekochten Seelachs mit Gemüsebeilage, aber keine (kohlenhydratreichen) Kartoffeln dazu.
Man ißt nur neutrale Lebensmittel (z.B. Gemüse) mit entweder kohlenhydratreichen (Nudel etc.) oder proteinreichen (Fleisch, Fisch, Eier) Lebensmitteln.

Wenn man Obst gegessen hat, wartet man etwa 2 Std. bis man etwas anderes ißt. Zur genauen Trennkostanleitung gibt es entsprechende Bücher, aber die dazugehörigen Rezepte zu kochen war mit zu aufwendig.

Im Prinzip gehört schon etwas Disziplin dazu, die Ernährung auf kalorienarm umzustellen, aber da ich Gemüse liebe (Obst eher nicht so sehr), fiel mir das Ganze nicht ganz so schwer.

Light-Produkte hab ich nur nach genauer Inspektion der Kalorienangaben gekauft. Empfehlen kann ich aber die Produkte von \"Du darfst\".

Trinken sollte man nur Wasser (ich habe pro Tag etwa 3 bis 4 Liter stilles Wasser getrunken). Ungesüßter Tee geht auch in Ordnung. Finger weg von Cola und süßen Getränken. Höchstens mit viel Wasser gemischten Obstsaft kann man trinken.

Wenn man abends wirklich noch Hunger hat, kann man Tomaten- od. Gemüsesaft trinken. Ich hab mir auch öfter Gurken mit fettarmen Milch-Quark-Dip (zusammengerührt mit etwas Pfeffer und Chilipulver) gegönnt.

Salz hab ich übrigens nie verwendet. Soweit ich informiert bin, bindet es Wasser im Körper (man ist schwerer, aufgeschwämmter.)

Sport darf natürlich auch nicht zu kurz kommen. Ich bin öfter mal ins Fitness-Studio gegangen und hab mich 1 Std. am Stück auf dem Hometrainer abgestrampelt. Dazu noch 2 mal die Woche Squash, einmal 2 Std. pro Woche Aerobic und 2 Std. Bauch-Beine-Po-Gymnastik.
Vorm Schlafen gehen dann täglich 30 min Gymnastik, am Wochenende 5 km Jogging.

Auch wenn man immer wieder liest, man sollte dem Gewicht, das die Waage anzeigt keine Beachtung schenken: Ich hab mich immer morgens und abends gewogen und das Gewicht aufgeschrieben.

In den ersten 4 Wochen hab ich 5 kg verloren, dann etwa 3 kg nochmal. Danach stagnierte mein Gewicht, was aber wahrscheinlich am Sport und dem Muskelaufbau lag.
Aber nach 2 Monaten Sport-all-over hatte ich die Nase voll und hab außer abendlicher Gymnastik nicht mehr viel gemacht.

Empfehlen kann ich das Buch \"Bikini-fit in 6 Wochen\" für (früher:) 8,90 DM.
Es enthält nicht nur super einfache, effektive Gymnastiktipps, sondern auch Ernährungstipps und Beschreibungen von diätgeeigneten Sportarten.

Wobei ich letztendlich sagen muß, dass das allerbeste (wohl aber nicht gesündeste) Mittel zum Abnehmen STRESS ist. Seit ich studiere bin ich mit Vorlesungen, Nebenjob, AIESEC so zeitlich eingespannt, dass ich gar nicht ans Essen denke. Meine einzige Nahrung tagsüber war teilweise nur das Mensa-Essen (superkalorienreich, obwohl ich um Käsespätzle einen großen Bogen mache :)

Also am besten gut ablenken, dass man nicht ständig Gedanken ans Essen verschwendet. Nie aus Langeweile essen! (Dafür bin ich Raucher und notorischer Kaugummikauer! :)
Viel trinken!
Als Belohnung für verlorene Pfunde --> kleinere Klamotten einkaufen!
Niemals größere Klamotten kaufen, wenn man zunimmt. Lieber versuchen wieder ohne Baucheinziehen in die gewohnten zu passen!

Eiserne Disziplin!!!

Mein Gewicht: Juli 2002: 54 kg *juhu*

Was ich jetzt im September 2002 wiege, verrate ich Euch nicht... *fg* ...

Soll ich ehrlich sein, warum ich diesen Bericht jetzt schreibe?
Nun, um mich selbst zu motivieren, dass ich nicht wieder extrem zunehme. Ich hab die letzten 4 Wochen, wo ich in Mexico war, wirklich reichlich gefressen. Das Essen war echt lecker und wenn man 11 Std. täglich im Büro sitzt, hat man so gut wie kaum Bewegung. Eine Waage hatte ich dort auch nicht zum Gewichtkontrollieren...

Also...ist mal wieder eine Ernährungsumstellung nötig! :)

Okay...ich verrate Euch doch mal, was ich derzeit wiege...58 kg...Tendenz steigend....aber jetzt wird bewußt gegessen und dann hab ich hoffentlich im Oktober wieder meine Traumfigur! :)

Vielen Dank fürs Durchhalten!

Grüßle,
Sab

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