Libanon Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von paelzer
Wiederentdeckung des Libanon als Reiseland
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Die einstige "Schweiz des Nahen Ostens" erlebt eine touristische Renaissance: Nach 16 Jahren Bürgerkrieg, zehn Jahren Wiederaufbau und dem Abzug der Israelis aus der Sicherheitszone im Süden ist der Libanon mit seinen atemberaubenden Schätzen und Naturschönheiten bereit, von Kulturreisenden wiederentdeckt zu werden.
In dem nördlich von Beirut gelegenen Küstenort Byblos (Jbeil) beherrschten vor 5000 Jahren die Phönizier den Handel im gesamten Mittelmeerraum. Kupfer, Zinn, Wein, Glas und Purpurstoffe wechselten ihre Besitzer, nach Ägypten wurde Zedernholz exportiert zum Bau von Schiffen, Tempeln und Palästen, auch Zedernöl zur Mumifizierung. Heute zieht der charmante Fischerhafen archäologisch Interessierte an, die im weiten Ausgrabungsgelände durch mehrere Jahrtausende der Vergangenheit spazieren, vorbei an Relikten aus der Steinzeit, einem antiken Theater, Tempeln, Säulen und durch eine Kreuzritterfestung.
Zehn Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs (1975-1990) im Libanon sind die größten Schäden beseitigt und alle monumentalen historischen Sehenswürdigkeiten wieder zugänglich. Im Zentrum von Beirut freilich, entlang der Grünen Linie, die Christen und Muslime trennte, stehen noch einige zerschossene Gebäude, deren Balkone auch keine Balustrade mehr haben. Überwiegend herrscht jedoch auch in Beirut das Baufieber: An der Peripherie entstehen neue Hochhäuser, rund um den Platz der Märtyrer ein modernes Wohnund Geschäftsviertel im alten Stil. Zwischen der Uferpromenade mit Blick auf die Felsen der Taubengrotte und der Rue Hamra tobt großstädtisches Leben in Cafes, Restaurants, Kinos, Buchläden und Boutiquen.
Die meisten Attraktionen, die den Libanon gerade für Studienreisende so faszinierend machen, befinden sich außerhalb der Hauptstadt. Zum Beispiel Tripoli im Norden, ein Stadtgewirr aus engen Sackgassen, Moscheen und Karawansereien. Oder oberhalb der Schluchten des Libanon-Gebirges der über 2000 Meter hoch gelegene Zedernhain bei Bescharre, eines der letzten Naturschutzgebiete lieser landestypischen, uralten Bäume. Ein spektakuläres Naturkunstwerk bieten die Grotten von Jeita,die, zu den größten und schönsten Tropfsteinhöhlen der Welt zählen. Mit einer modernen Kabinenseilbahn gelangten wir zum Eingang der oberen Höhle, in der sich eine riesige, effektvoll beleuchtete Wunderwelt aus Stalagmiten, Stalaktiten und Stalagnaten, Kalksteinfalten und -vorhängen auftut.
Im südlichen Teil des Landes, das nur knapp doppelt so groß wie Hessen ist, liegt tief in den Chouf-Bergen in Beiteddin der Palast der Drusen-Emire aus dem 19. Jahrhundert. Die großzügige Anlage mit prächtigen Empfangsräumen, Ausstellungen, Springbrunnen, Gärten und Bädern war zeitweise auch Refugium des sozialistischen Drusenführers Kamal Jumblatt. In Sidon wiederum erhebt sich direkt im Meer und über eine Brücke erreichbar die Wasserburg aus der Zeit der Kreuzritter.
Wer die Küstenstraße noch weiter fährt, gelangt nach Tyrus (Sur), wo er in Epochen ungeheuerlicher Pracht zurückversetzt wird, als in Tyr.us der Seehandel blühte, Glas hergestellt und Stoffe mit Purpur gefärbt würden. Triumphbogen, Nekropole, Kolonnadenstraßen und das größte Hippodrom der Antike, das 20000 Zuschauer fasste, lassen die weit zurückliegende Geschichte noch lebendig wirken.
Der Höhepunkt einer Libanonreise ist die monumentale Tempelanlage in Baalbek. Höchst begeistert war bei seinem Besuch 1898 schon Kaiser Wilhelm 11. Wir staunen nicht minder über den weltberühmten Tempelbezirk. Über eine Treppe geht es hinauf zu einer Säulenreihe aus ägyptischem Rosengranit, gelangt man in einen sechseckigen Vorhof und betritt dann den großen Hof.
Noch weiter oben, in der Cella des Jupitertempels, liegen Säulentrommeln mit bis zu zwei Metern Durchmesser und fünf Meter hohe Gebälkteile mit gemeißelten Löwenköpfen. Und hier ragen die noch stehenden sechs von ehemals 54 Säulen 23 Meter hoch in den blauen Himmel. Vor dieser gigantischen Kulisse sieht der Bacchustempel daneben fast klein aus. Ist er tatsächlich größer als der Parthenon in Athen?
Es war eine äußerst ausergewöhnliche Studienreise mit umwerfenden Eindrücken, die mich noch lange beschäftigt haben.
In dem nördlich von Beirut gelegenen Küstenort Byblos (Jbeil) beherrschten vor 5000 Jahren die Phönizier den Handel im gesamten Mittelmeerraum. Kupfer, Zinn, Wein, Glas und Purpurstoffe wechselten ihre Besitzer, nach Ägypten wurde Zedernholz exportiert zum Bau von Schiffen, Tempeln und Palästen, auch Zedernöl zur Mumifizierung. Heute zieht der charmante Fischerhafen archäologisch Interessierte an, die im weiten Ausgrabungsgelände durch mehrere Jahrtausende der Vergangenheit spazieren, vorbei an Relikten aus der Steinzeit, einem antiken Theater, Tempeln, Säulen und durch eine Kreuzritterfestung.
Zehn Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs (1975-1990) im Libanon sind die größten Schäden beseitigt und alle monumentalen historischen Sehenswürdigkeiten wieder zugänglich. Im Zentrum von Beirut freilich, entlang der Grünen Linie, die Christen und Muslime trennte, stehen noch einige zerschossene Gebäude, deren Balkone auch keine Balustrade mehr haben. Überwiegend herrscht jedoch auch in Beirut das Baufieber: An der Peripherie entstehen neue Hochhäuser, rund um den Platz der Märtyrer ein modernes Wohnund Geschäftsviertel im alten Stil. Zwischen der Uferpromenade mit Blick auf die Felsen der Taubengrotte und der Rue Hamra tobt großstädtisches Leben in Cafes, Restaurants, Kinos, Buchläden und Boutiquen.
Die meisten Attraktionen, die den Libanon gerade für Studienreisende so faszinierend machen, befinden sich außerhalb der Hauptstadt. Zum Beispiel Tripoli im Norden, ein Stadtgewirr aus engen Sackgassen, Moscheen und Karawansereien. Oder oberhalb der Schluchten des Libanon-Gebirges der über 2000 Meter hoch gelegene Zedernhain bei Bescharre, eines der letzten Naturschutzgebiete lieser landestypischen, uralten Bäume. Ein spektakuläres Naturkunstwerk bieten die Grotten von Jeita,die, zu den größten und schönsten Tropfsteinhöhlen der Welt zählen. Mit einer modernen Kabinenseilbahn gelangten wir zum Eingang der oberen Höhle, in der sich eine riesige, effektvoll beleuchtete Wunderwelt aus Stalagmiten, Stalaktiten und Stalagnaten, Kalksteinfalten und -vorhängen auftut.
Im südlichen Teil des Landes, das nur knapp doppelt so groß wie Hessen ist, liegt tief in den Chouf-Bergen in Beiteddin der Palast der Drusen-Emire aus dem 19. Jahrhundert. Die großzügige Anlage mit prächtigen Empfangsräumen, Ausstellungen, Springbrunnen, Gärten und Bädern war zeitweise auch Refugium des sozialistischen Drusenführers Kamal Jumblatt. In Sidon wiederum erhebt sich direkt im Meer und über eine Brücke erreichbar die Wasserburg aus der Zeit der Kreuzritter.
Wer die Küstenstraße noch weiter fährt, gelangt nach Tyrus (Sur), wo er in Epochen ungeheuerlicher Pracht zurückversetzt wird, als in Tyr.us der Seehandel blühte, Glas hergestellt und Stoffe mit Purpur gefärbt würden. Triumphbogen, Nekropole, Kolonnadenstraßen und das größte Hippodrom der Antike, das 20000 Zuschauer fasste, lassen die weit zurückliegende Geschichte noch lebendig wirken.
Der Höhepunkt einer Libanonreise ist die monumentale Tempelanlage in Baalbek. Höchst begeistert war bei seinem Besuch 1898 schon Kaiser Wilhelm 11. Wir staunen nicht minder über den weltberühmten Tempelbezirk. Über eine Treppe geht es hinauf zu einer Säulenreihe aus ägyptischem Rosengranit, gelangt man in einen sechseckigen Vorhof und betritt dann den großen Hof.
Noch weiter oben, in der Cella des Jupitertempels, liegen Säulentrommeln mit bis zu zwei Metern Durchmesser und fünf Meter hohe Gebälkteile mit gemeißelten Löwenköpfen. Und hier ragen die noch stehenden sechs von ehemals 54 Säulen 23 Meter hoch in den blauen Himmel. Vor dieser gigantischen Kulisse sieht der Bacchustempel daneben fast klein aus. Ist er tatsächlich größer als der Parthenon in Athen?
Es war eine äußerst ausergewöhnliche Studienreise mit umwerfenden Eindrücken, die mich noch lange beschäftigt haben.
14 Bewertungen, 3 Kommentare
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11.03.2002, 10:58 Uhr von denjuandemarco
Bewertung: weniger hilfreichEIGENE Erfahrungen??
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10.03.2002, 00:44 Uhr von kleineswoelkchen
Bewertung: sehr hilfreichwo sind Deine Erfahrungen? Jetzt war ich baff, gibt es ein Tripolis in Lybien und ein Tripoli in Libanon? Das wußt ich noch nicht, denn ich kannt nur Tripolis (auch Tripoli genannt) nur aus Lybien.
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10.03.2002, 00:16 Uhr von Ilenia
Bewertung: weniger hilfreichKeinerlei persönliche Erfahrungen..... deswegen die Bewertung. Ich dachte hier soll es um Erfahrungsberichte gehen ...
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