Liebstöckel Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von simthei
Sie tun es mit Begierde und Wonnen
Pro:
frisches, intensives Gewürz
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
LIEBSTÖCKEL
(Levisticum officinale Koch)
AUCH UNTER FOLGENDEN NAMEN BEKANNT:
Badkraut, Gichtstock, Labstock, Leberstockkraut, Liebrohr, Luststecken, Luststöckel, Maggikraut, Sauerkrautwurzel, Sipe
INHALTSTOFFE:
Angelikasäure, Apfelsäure, ätherische Öle, Fette, Gerbstoffe, Harze
GERUCH:
Liebstöckel riecht etwas nach Lauch, Petersilie, Thymian und besonders nach Sellerie und Maggi
ANBAU:
Der Liebstöckel kann sehr alt und groß werden. Er ist winterfest. Die Aussaat erfolgt in den Monaten Juli, August und dem frühen September. Die Pflanze kann, wenn sie größer ist, auch durch Teilen vermehrt werden. Der Liebstöckel bevorzugt einen halbschattigen, feuchten und nährstoffreichen Ort. Einzelne Blätter zum würzen können von April bis Oktober geerntet werden. Wen man die Blütentriebe rechtzeitig entfernt, entwickelt die Pflanze mehr Blätter.
GEWÜRZ:
Ich benutze das Gewürz gerne zu Fleisch- und Fischgerichten, Eintöpfen und vor allem bei Salaten.
Wer den herzhaften, intensiven Geschmack des Gewürzes liebt, der kann die Blattstiele als Gemüse in Butter gedünstet und mit etwas Salz und Pfeffer abgeschmeckt, gerne probieren.
HEILKUNDE:
In der Heilkunde soll das Gewürz bei Blasen- und Nierenleiden, Magenbeschwerden, Rheuma und Gicht, Wassersucht (Ödeme), Erkrankungen der Atemorgane und bei Menstruationsbeschwerden hilfreich sein.
Ein Bad mit Liebstöckel wirkt auf Grund seiner ätherischen Öle gegen Entzündungen der Haut. In der Schwangerschaft sollte Liebstöckel nur mit Vorsicht verwendet werden. Nierenkranke sollten den Verzehr mit ihrem Arzt besprechen.
VOLKSHEILKUNDE:
Liebstöckel, kräftiges Kraut, dich zu nennen im duftenden Dickicht, heißt mich die Liebe, mit der ich im Gärtchen alles umfasse. Zwar durch Saft und Geruch, so glaubt man, soll diese Pflanze Schaden den Zwillings-sternen der Augen und Blindheit bewirken. Aber die kleinen Samen der Pflanze pflegen doch manchmal als Beisatz anderer Arznei durch fremdes Verdienst sich Lob zu erwerben.
(Auszug aus dem „Hortulus“, einem Gedicht vom Kräutergarten des Abts Strabo im Kloster Reichenau, um die Mitte de 9. Jahrhunderts)
Der Absud der Liebstockwurzel ist ein Hausmittel bei Nikotin- und
Alkoholvergiftungen.
Bei Hildegard von Bingen heißt er Liebestöckel und wird als Arznei für Mensch und Tier empfohlen. Sie verordnete das Kraut bei Lungenschmerzen und Wassersucht.
In seiner „Materia Medica“ schreibt Dioskurides ca. 80 v. Chr.: „Wurzel und Samen des Liebstöckel treiben den Harn und verhelfen Männern und Frauen nicht nur zu unkeuschen Gelüsten, sie tun es auch mit Begierde und Wonnen hernach“
RUND UM DEN LIEBSTÖCKEL:
In der Schrift « capitulare de villis vel curtis imperii » Karl des Großen aus dem 9. Jahrhundert wird der Liebstöckel schon als Heilpflanze erwähnt.
Der Name (Ligustrum) Levisticum bedeutet „Kraut aus Ligurien“.
FAZIT:
Liebstöckel ist in meinem Kräutergarten ein wichtiger Schatz. Ich würze sehr viele Speisen damit und habe nur gute Erfahrungen damit gemacht. Auch die wohltuende Wirkung auf den Magen kann ich bestätigen.
Zum Abschluss noch ein Rezept von mir:
250g Magerquark, 4Blätter gehackte Liebstöckel, 2 Blätter Basilikum, 2 Salbeiblätter und 2 Blätter Zitronenmelisse gut mit einem Schuss Sahne oder Olivenöl vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu frische Pellkartoffeln – für mich eine richtige Delikatesse.
© bye simthei
(Levisticum officinale Koch)
AUCH UNTER FOLGENDEN NAMEN BEKANNT:
Badkraut, Gichtstock, Labstock, Leberstockkraut, Liebrohr, Luststecken, Luststöckel, Maggikraut, Sauerkrautwurzel, Sipe
INHALTSTOFFE:
Angelikasäure, Apfelsäure, ätherische Öle, Fette, Gerbstoffe, Harze
GERUCH:
Liebstöckel riecht etwas nach Lauch, Petersilie, Thymian und besonders nach Sellerie und Maggi
ANBAU:
Der Liebstöckel kann sehr alt und groß werden. Er ist winterfest. Die Aussaat erfolgt in den Monaten Juli, August und dem frühen September. Die Pflanze kann, wenn sie größer ist, auch durch Teilen vermehrt werden. Der Liebstöckel bevorzugt einen halbschattigen, feuchten und nährstoffreichen Ort. Einzelne Blätter zum würzen können von April bis Oktober geerntet werden. Wen man die Blütentriebe rechtzeitig entfernt, entwickelt die Pflanze mehr Blätter.
GEWÜRZ:
Ich benutze das Gewürz gerne zu Fleisch- und Fischgerichten, Eintöpfen und vor allem bei Salaten.
Wer den herzhaften, intensiven Geschmack des Gewürzes liebt, der kann die Blattstiele als Gemüse in Butter gedünstet und mit etwas Salz und Pfeffer abgeschmeckt, gerne probieren.
HEILKUNDE:
In der Heilkunde soll das Gewürz bei Blasen- und Nierenleiden, Magenbeschwerden, Rheuma und Gicht, Wassersucht (Ödeme), Erkrankungen der Atemorgane und bei Menstruationsbeschwerden hilfreich sein.
Ein Bad mit Liebstöckel wirkt auf Grund seiner ätherischen Öle gegen Entzündungen der Haut. In der Schwangerschaft sollte Liebstöckel nur mit Vorsicht verwendet werden. Nierenkranke sollten den Verzehr mit ihrem Arzt besprechen.
VOLKSHEILKUNDE:
Liebstöckel, kräftiges Kraut, dich zu nennen im duftenden Dickicht, heißt mich die Liebe, mit der ich im Gärtchen alles umfasse. Zwar durch Saft und Geruch, so glaubt man, soll diese Pflanze Schaden den Zwillings-sternen der Augen und Blindheit bewirken. Aber die kleinen Samen der Pflanze pflegen doch manchmal als Beisatz anderer Arznei durch fremdes Verdienst sich Lob zu erwerben.
(Auszug aus dem „Hortulus“, einem Gedicht vom Kräutergarten des Abts Strabo im Kloster Reichenau, um die Mitte de 9. Jahrhunderts)
Der Absud der Liebstockwurzel ist ein Hausmittel bei Nikotin- und
Alkoholvergiftungen.
Bei Hildegard von Bingen heißt er Liebestöckel und wird als Arznei für Mensch und Tier empfohlen. Sie verordnete das Kraut bei Lungenschmerzen und Wassersucht.
In seiner „Materia Medica“ schreibt Dioskurides ca. 80 v. Chr.: „Wurzel und Samen des Liebstöckel treiben den Harn und verhelfen Männern und Frauen nicht nur zu unkeuschen Gelüsten, sie tun es auch mit Begierde und Wonnen hernach“
RUND UM DEN LIEBSTÖCKEL:
In der Schrift « capitulare de villis vel curtis imperii » Karl des Großen aus dem 9. Jahrhundert wird der Liebstöckel schon als Heilpflanze erwähnt.
Der Name (Ligustrum) Levisticum bedeutet „Kraut aus Ligurien“.
FAZIT:
Liebstöckel ist in meinem Kräutergarten ein wichtiger Schatz. Ich würze sehr viele Speisen damit und habe nur gute Erfahrungen damit gemacht. Auch die wohltuende Wirkung auf den Magen kann ich bestätigen.
Zum Abschluss noch ein Rezept von mir:
250g Magerquark, 4Blätter gehackte Liebstöckel, 2 Blätter Basilikum, 2 Salbeiblätter und 2 Blätter Zitronenmelisse gut mit einem Schuss Sahne oder Olivenöl vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu frische Pellkartoffeln – für mich eine richtige Delikatesse.
© bye simthei
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