Erfahrungsbericht von Mary01hn
Hotel Bertran - Freud und Leid in einer spanischen Bettenburg
Pro:
Strand-Nähe, City-Nähe, saubere und neu renovierte Zimmer, vielseitiges Buffet
Kontra:
hellhörig, Fleisch vom Buffet selten genießbar
Empfehlung:
Ja
Etwas erstaunt waren wir schon, als uns der Busfahrer an der Hauptstraße mit unserem Gepäck mehr oder weniger auf die Straße kippte und uns mitteilte, das Hotel sei mit dem Bus nicht zu erreichen. Also bogen wir von der Hauptstraße, die von der Autobahn kommt, in ein schmales Seitengässchen ein und schleppten unsere Koffer minutenlang hinter uns her. Keiner von uns (2 Erwachsene, 3 Kinder und Jugendliche) wusste so genau, wo das Hotel sein sollte. Plötzlich rechts ein großer freier Platz, links das gesuchte Aquahotel Bertran. Sauber sah es aus, von vorne, mit einer Mauer umgeben, der Eingang war um die Seite. Von da aus sah man auch, dass das Haus auf der gegenüberliegenden Seite auch noch zum Hotel gehörte, das sah aber von außen nicht so toll aus.
Die Lobby war groß und sauber, frische Blumensträuße dekorierten die Sideboards und Tische. An der Rezeption teilte man uns in recht gutem Deutsch mit, dass wir erst nachmittags um 14.30 Uhr einchecken konnten (es war ca. 7.00 Uhr), wir aber gerne unser Gepäck in einen abschließbaren Kofferraum bringen könnten.
Also stromerten wir durch Lloret, bis es Zeit zum Einchecken war. Die Haupteinkaufsstraße liegt eigentlich nur durch zwei Gassen entfernt (ca. 200 m), in denen aber auch schon jede Menge Kneipen und Läden waren.
Bis zur Uferpromenade und zum Strand sind es dann nur noch ca. 100 weitere Meter. Morgens um 8 sieht Lloret noch nicht so toll aus, dies soll aber auch kein Bericht über die Stadt sein, der wäre viel zu ausführlich, sondern nur über das Hotel.
Vor dem Einchecken erkundeten wir noch die Terasse des Hotels, bei der sich auch der Pool befindet. Wie so oft, ist dieser natürlich viel mickriger, als auf den Hochglanzseiten des Kataloges, wie immer die Fotografen das auch hinkriegen. Mit 5 auf 10 m und etwa 2 m Tiefe greife ich wahrscheinlich schon sehr hoch bei der Größe. Auf der Terasse selbst gibt es noch Tische und Stühle, an denen man von der Bar, die die Hotellobby von derselben trennt, bedient werden kann. Man kann sich aber auch einfach so hinsetzen, es gibt keine Verzehrpflicht. Auch ein paar Liegestühle mit Polster gibt es, aber die werden morgens schon meistens in aller Frühe mit Handtüchern besetzt.
Das Einchecken selbst verlieft problemlos. Die Zimmer waren angenehm hell, neu eingerichtet und gefliest, es gab genug Stauraum für die Kleider und auch das Bad war größer als vermutet. Mit Badewanne, Bidet, Fön, hoteleigenem Shampoo und Badeschaum. Ein Balkon, auf dem ein Tischchen und zwei Stühle genug Platz hatten, rundete das Ganze ab.
Das Drei-Bett-Zimmer für die Kinder war noch etwas größer. Auch das Bad darin, nur der Balkon war etwas kleiner.
Beide Zimmer haben Fernseher, wir bekamen allerdings nur drei deutsche Programme störungsfrei rein, die Kinder ein paar mehr.
Allerdings sind die Zimmer sehr, sehr hellhörig. In der ersten Nacht schon ca. um 3 Uhr durften wir eine Debatte von ein paar Jugendlichen auf dem Flur wortwörtlich mithören. Nachdem ich aber die Rezeption aufgesucht habe, sorgte ein Wachmann schnell für Ruhe. In der zweiten Woche war es schlimmer. Jeden morgen pünktlich um 6 weckten sich eine Horde älterer Russinen, die jeden Tag Programm hatten, mit lautem Pochen an ihren Türen und mit anschließendem Geschnatter auf dem Flur. Das war wirklich höllisch. Selbst ein nicht zitabler Schrei meinerseits konnte sie nicht stoppen. Die Zimmertüren sind auch sehr schwer und haben laute Schnappschlösser, so dass sie mit lautem Knall ins Schloss fallen, wenn man sie nicht ganz vorsichtig zuzieht.
Zum Essen:
Wir hatten Halbpension, als Frühstück und Abendessen. Ersteres gibt es nur bis 10 Uhr, also nichts für Spätaufsteher. Dafür ist es vielseitig. Ein vielseitiges Müsli-Buffet, verschiedene Brot- und Semmelsorten, Croissants, Süßstückchen, Quark, Butter, Margarine, Marmelade, Joghurts und Obst. Leider gab es nur zwei Wurstsorten, eine Art Bierschinken und Salami. Beides sieht durch das verwendete Nitratsalz, das in Deutschland nicht mehr verwendet werden darf, sehr rosa und künstlich aus. Dazu eine Sorte Käse.
Auch englisches Frühstück mit Würstchen, abwechselnd Rühr- und Spiegelei, Bohnen in Tomatensauce und Pilze in Kräutersud wird angeboten. Der Kaffee aus dem Automaten schmeckt grauenhaft, ebenso Orangen- oder Ananas-Saft, der ebenfalls in einem Automaten mit einem undefinierbaren Pulver gebraut wird. Es gibt aber auch Tee und Milch.
Ein großer grillähnlicher Toaster, bei dem das Brot auf eine Art Fließbandgitter gelegt wird, einen Tunnel durchläuft und auf der anderen Seite goldgelb bis schwarz wieder auftaucht, sorgt regelmäßig für Stau.
Das Abendessen wird ebenfalls in Buffetform angeboten. Aus einem großer Suppentopf mit täglich wechselnden Suppen (Nudelsuppe, Spargelcremesuppe, Fenchelcremesuppe, etc.) kann eine Vorspeise geschöpft werden. Es gibt an die zwanzig verschiedenen liebevoll zubereiteten Salatsorten, als Beilagen Nudeln in verschiedenen Saucen, Kartoffeln, Gemüse, Pommes. Jeden Tag werden ein oder zwei Fischsorten, die aber oft sehr grätig waren, angeboten. Es gibt Töpfe mit Truthahnfleisch, Schweinefleisch, Hähnchenschlege und von den Kindern anfangs heiß begehrt, etwas das wie Chicken McNuggets aussieht. Leider war das Fleisch selten durch. Die Hähnchentaler waren goldbraun paniert, aber innen noch rosa bis rot. Es sah zuweilen wirklich eklig aus und war wohl auch nicht ratsam zu essen. Klassischer Fall von : Aus der Gefriertruhe in die zu heiße Pfanne!
Auch hierzu gibt es wieder verschiedene Brotsorten, Wurst und Käse.
Der Nachtisch söhnt für vieles aus:
Eine große Auswahl an Obst, Melonenstücke, Birnen, Äpfel, Orangen, Mangos, etc.,
verschiedene Eissorten aus der Gefriertruhe, soviel man will, Süßstückchen, Wackelpudding und so weiter, da findet wirklich jeder was.
Die Getränke werden an den Tisch gebracht, diese muss man allerdings bezahlen. Cola, Fanta, Bier, Wein, Wasser, also auch eine ganz ordentliche Auswahl, nur nicht ganz billig.
Was gibts noch zu einem Hotel zu erzählen?
Ach ja, das Unterhaltungsangebot. Außer einem Billardtisch und einigen Spielautomaten in der Bar gibt es noch einen Fernsehraum, in dem man Fernsehen auf Spanisch genießen kann.
2 Mal wöchentlich Tanz verkündet der Katalog.
Naja, nachdem wir neugierig an einem dieser Abende einmal in die Bar gelukt hatten, ist uns das Tanzen vergangen. Außer uns hat übrigens auch niemand getanzt. Ein lustloser Pianist ließ die Finger über ein Keyboard gleiten, zündete sich zwischendurch immer mal wieder mit beiden Händen eine Zigarette an, die Musik war aber in dieser Zeit nie unterbrochen!??
Der zweite Abend wurde von einer Flamenco-Gruppe gestaltet, das Geheule, das dazu erklingt, ist aber nicht unbedingt für jedermanns Ohren geeignet.
So, jetzt denke ich, ist alles zu diesem Hotel gesagt, was einen interessieren könnte, außer vielleicht noch dem Hinweis, dass das Personal durchweg sehr freundlich und kompetent ist und fast in jeder Sprache das nötigste versteht und mitteilen kann.
Falls mir noch was einfällt, trage ich es nach, falls Ihr noch fragen hat, fragt mich in der Kommentarleiste.
Die Lobby war groß und sauber, frische Blumensträuße dekorierten die Sideboards und Tische. An der Rezeption teilte man uns in recht gutem Deutsch mit, dass wir erst nachmittags um 14.30 Uhr einchecken konnten (es war ca. 7.00 Uhr), wir aber gerne unser Gepäck in einen abschließbaren Kofferraum bringen könnten.
Also stromerten wir durch Lloret, bis es Zeit zum Einchecken war. Die Haupteinkaufsstraße liegt eigentlich nur durch zwei Gassen entfernt (ca. 200 m), in denen aber auch schon jede Menge Kneipen und Läden waren.
Bis zur Uferpromenade und zum Strand sind es dann nur noch ca. 100 weitere Meter. Morgens um 8 sieht Lloret noch nicht so toll aus, dies soll aber auch kein Bericht über die Stadt sein, der wäre viel zu ausführlich, sondern nur über das Hotel.
Vor dem Einchecken erkundeten wir noch die Terasse des Hotels, bei der sich auch der Pool befindet. Wie so oft, ist dieser natürlich viel mickriger, als auf den Hochglanzseiten des Kataloges, wie immer die Fotografen das auch hinkriegen. Mit 5 auf 10 m und etwa 2 m Tiefe greife ich wahrscheinlich schon sehr hoch bei der Größe. Auf der Terasse selbst gibt es noch Tische und Stühle, an denen man von der Bar, die die Hotellobby von derselben trennt, bedient werden kann. Man kann sich aber auch einfach so hinsetzen, es gibt keine Verzehrpflicht. Auch ein paar Liegestühle mit Polster gibt es, aber die werden morgens schon meistens in aller Frühe mit Handtüchern besetzt.
Das Einchecken selbst verlieft problemlos. Die Zimmer waren angenehm hell, neu eingerichtet und gefliest, es gab genug Stauraum für die Kleider und auch das Bad war größer als vermutet. Mit Badewanne, Bidet, Fön, hoteleigenem Shampoo und Badeschaum. Ein Balkon, auf dem ein Tischchen und zwei Stühle genug Platz hatten, rundete das Ganze ab.
Das Drei-Bett-Zimmer für die Kinder war noch etwas größer. Auch das Bad darin, nur der Balkon war etwas kleiner.
Beide Zimmer haben Fernseher, wir bekamen allerdings nur drei deutsche Programme störungsfrei rein, die Kinder ein paar mehr.
Allerdings sind die Zimmer sehr, sehr hellhörig. In der ersten Nacht schon ca. um 3 Uhr durften wir eine Debatte von ein paar Jugendlichen auf dem Flur wortwörtlich mithören. Nachdem ich aber die Rezeption aufgesucht habe, sorgte ein Wachmann schnell für Ruhe. In der zweiten Woche war es schlimmer. Jeden morgen pünktlich um 6 weckten sich eine Horde älterer Russinen, die jeden Tag Programm hatten, mit lautem Pochen an ihren Türen und mit anschließendem Geschnatter auf dem Flur. Das war wirklich höllisch. Selbst ein nicht zitabler Schrei meinerseits konnte sie nicht stoppen. Die Zimmertüren sind auch sehr schwer und haben laute Schnappschlösser, so dass sie mit lautem Knall ins Schloss fallen, wenn man sie nicht ganz vorsichtig zuzieht.
Zum Essen:
Wir hatten Halbpension, als Frühstück und Abendessen. Ersteres gibt es nur bis 10 Uhr, also nichts für Spätaufsteher. Dafür ist es vielseitig. Ein vielseitiges Müsli-Buffet, verschiedene Brot- und Semmelsorten, Croissants, Süßstückchen, Quark, Butter, Margarine, Marmelade, Joghurts und Obst. Leider gab es nur zwei Wurstsorten, eine Art Bierschinken und Salami. Beides sieht durch das verwendete Nitratsalz, das in Deutschland nicht mehr verwendet werden darf, sehr rosa und künstlich aus. Dazu eine Sorte Käse.
Auch englisches Frühstück mit Würstchen, abwechselnd Rühr- und Spiegelei, Bohnen in Tomatensauce und Pilze in Kräutersud wird angeboten. Der Kaffee aus dem Automaten schmeckt grauenhaft, ebenso Orangen- oder Ananas-Saft, der ebenfalls in einem Automaten mit einem undefinierbaren Pulver gebraut wird. Es gibt aber auch Tee und Milch.
Ein großer grillähnlicher Toaster, bei dem das Brot auf eine Art Fließbandgitter gelegt wird, einen Tunnel durchläuft und auf der anderen Seite goldgelb bis schwarz wieder auftaucht, sorgt regelmäßig für Stau.
Das Abendessen wird ebenfalls in Buffetform angeboten. Aus einem großer Suppentopf mit täglich wechselnden Suppen (Nudelsuppe, Spargelcremesuppe, Fenchelcremesuppe, etc.) kann eine Vorspeise geschöpft werden. Es gibt an die zwanzig verschiedenen liebevoll zubereiteten Salatsorten, als Beilagen Nudeln in verschiedenen Saucen, Kartoffeln, Gemüse, Pommes. Jeden Tag werden ein oder zwei Fischsorten, die aber oft sehr grätig waren, angeboten. Es gibt Töpfe mit Truthahnfleisch, Schweinefleisch, Hähnchenschlege und von den Kindern anfangs heiß begehrt, etwas das wie Chicken McNuggets aussieht. Leider war das Fleisch selten durch. Die Hähnchentaler waren goldbraun paniert, aber innen noch rosa bis rot. Es sah zuweilen wirklich eklig aus und war wohl auch nicht ratsam zu essen. Klassischer Fall von : Aus der Gefriertruhe in die zu heiße Pfanne!
Auch hierzu gibt es wieder verschiedene Brotsorten, Wurst und Käse.
Der Nachtisch söhnt für vieles aus:
Eine große Auswahl an Obst, Melonenstücke, Birnen, Äpfel, Orangen, Mangos, etc.,
verschiedene Eissorten aus der Gefriertruhe, soviel man will, Süßstückchen, Wackelpudding und so weiter, da findet wirklich jeder was.
Die Getränke werden an den Tisch gebracht, diese muss man allerdings bezahlen. Cola, Fanta, Bier, Wein, Wasser, also auch eine ganz ordentliche Auswahl, nur nicht ganz billig.
Was gibts noch zu einem Hotel zu erzählen?
Ach ja, das Unterhaltungsangebot. Außer einem Billardtisch und einigen Spielautomaten in der Bar gibt es noch einen Fernsehraum, in dem man Fernsehen auf Spanisch genießen kann.
2 Mal wöchentlich Tanz verkündet der Katalog.
Naja, nachdem wir neugierig an einem dieser Abende einmal in die Bar gelukt hatten, ist uns das Tanzen vergangen. Außer uns hat übrigens auch niemand getanzt. Ein lustloser Pianist ließ die Finger über ein Keyboard gleiten, zündete sich zwischendurch immer mal wieder mit beiden Händen eine Zigarette an, die Musik war aber in dieser Zeit nie unterbrochen!??
Der zweite Abend wurde von einer Flamenco-Gruppe gestaltet, das Geheule, das dazu erklingt, ist aber nicht unbedingt für jedermanns Ohren geeignet.
So, jetzt denke ich, ist alles zu diesem Hotel gesagt, was einen interessieren könnte, außer vielleicht noch dem Hinweis, dass das Personal durchweg sehr freundlich und kompetent ist und fast in jeder Sprache das nötigste versteht und mitteilen kann.
Falls mir noch was einfällt, trage ich es nach, falls Ihr noch fragen hat, fragt mich in der Kommentarleiste.
8 Bewertungen, 1 Kommentar
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21.09.2004, 20:52 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichIn Llorett war ich auch schon mit einer Jugendgruppe, echt klasse Urlaub. LG Anne
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