Loveparade Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von glockenkind
Love Parade 2003: Love rules
Pro:
Fun
Kontra:
inzwischen zu kommerzig
Empfehlung:
Ja
Initiiert von DJ Dr. Motte, fand die erste Love Parade bereits ein paar Monate vor dem Fall der Mauer auf dem Berliner Kurfürstendamm unter dem Motto \\\"Friede, Freude, Eierkuchen\\\" statt. Damals waren ein Wagen und etwa 150 Leute dabei; bereits 1993 waren es 30.000 Teilnehmer und über 30 Wagen.
Wegen steigender Besucherzahlen verlegte man die Parade 1996 in die Straße des 17. Juni am Tiergarten, wo sie - trotz vieler Diskussionen und Überlegungen bezüglich eines neuerlichen Umzugs an andere Stelle - noch heute stattfindet.
1996 waren es 750.000, 1999 1,5 Millionen Raver, in diesem Jahr wohl 750.000, wenn man den bisher veröffentlichten Zahlen glauben darf, die sich für Berlin und Technomusik begeisterten.
Motti:
1989: Friede, Freude, Eierkuchen
1990: The future is ours
1991: My house is your house and your house is mine
1992 The spirit makes you move
1993 The worldwide party people weekend
1994 Love 2 Love
1995 Peace on earth
1996 We are one family
1997 Let the sunshine in your heart
1998 One world one future
1999 Music is the key
2000 One world one love parade
2001 Join the love republic
2ßß2 Access peace
2003 Love rules
____
Über die Jahre ist die Love Parade zu einem fast legendären, weit über deutsche Grenzen hinaus bekannten Event geworden, das in aller Welt auf den Bildschirmen mit erlebt werden kann, vom Umzug auf dem 17. Juni bis zur Abschluskundgebung an der Siegessäule.
Dr. Mottes Ursprungsidee - \\\"lasst uns für, nicht gegen etwas demonstrieren! Für Frieden, Liebe, Einheit und gegenseitigen Respekt\\\" - ist nicht wirklich vergessen, auch wenn es sich bei der Love Parade inzwischen mehr um einen Wirtschaftsfaktor als um eine politische Demonstration handelt. Dieser Status wurde ihr folgerichtig aberkannt; heute ist die Love Parade eine GmbH. Zumindest aber ist sie auch heute noch eine friedliche, lustvolle Veranstaltung; die aus allen Teilen der Welt anreisenden Teilnehmer wollen Musik hören, tanzen, sehen und gesehen werden und einfach Spaß haben. Glücklicherweise hat sich auch die Terrorwarnung für dieses Jahr nicht bestätigt.
Ihr möchtet wissen, ob ich selbst da war? Ja, aber nur mal auf \'ne Stunde. Ich lebe ja in Berlin, aber seit der Mutation zu einem von der CDU gehätschelten Kommerzereignis hab ich mit der Love Parade nicht mehr so viel am Hut. Die meisten meiner Freunde gehen auch nicht mehr hin, und insgesamt fiel mir auf, dass es dieses Jahr doch erheblich ruhiger war in der Stadt. Während sonst in meiner Strasse die Bürgersteige zugeparkt waren und nachts laute Musik aus offenen Autotüren dröhnte, konnte ich diesmal ruhig schlafen. Vor dem Haus hatte auch niemand seine Decke ausgebreitet, um ein nächtliches Picknick zu veranstalten ...
Die Berliner, die jahrelang erbittert über die Abfallbeseitigung im Tiergarten diskutierten, dürfen diesmal beruhigt sein, da die Veranstalter das Wegräumen des Mülls inzwischen selbst bezahlen müssen. So ist es kein Zufall, dass in diesem Jahr erstmals eine Absperrung erfolgte. Offensichtlich wollte man die finanzielle Belastung in Grenzen halten, nachdem sie neuerdings nicht mehr auf die Staatskasse abgewälzt werden kann. Die zu entsorgende Müllmenge dürfte - auch wegen des inzwischen eingeführten Dosenpfands - mit geschätzten 100 Tonnen deutlich geringer sein als in den vergangenen Jahren.
Obwohl es zwei schwere Unfälle gegeben hat: Die Polizei zog 2003 eine positive Bilanz. Einige Leute werden an diesem Wochenende gute Einnahmen erzielt haben. In Berlin kehrt wieder Ruhe ein. Und im nächsten Jahr heisst es wieder: friedlich Spaß haben!
Wegen steigender Besucherzahlen verlegte man die Parade 1996 in die Straße des 17. Juni am Tiergarten, wo sie - trotz vieler Diskussionen und Überlegungen bezüglich eines neuerlichen Umzugs an andere Stelle - noch heute stattfindet.
1996 waren es 750.000, 1999 1,5 Millionen Raver, in diesem Jahr wohl 750.000, wenn man den bisher veröffentlichten Zahlen glauben darf, die sich für Berlin und Technomusik begeisterten.
Motti:
1989: Friede, Freude, Eierkuchen
1990: The future is ours
1991: My house is your house and your house is mine
1992 The spirit makes you move
1993 The worldwide party people weekend
1994 Love 2 Love
1995 Peace on earth
1996 We are one family
1997 Let the sunshine in your heart
1998 One world one future
1999 Music is the key
2000 One world one love parade
2001 Join the love republic
2ßß2 Access peace
2003 Love rules
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Über die Jahre ist die Love Parade zu einem fast legendären, weit über deutsche Grenzen hinaus bekannten Event geworden, das in aller Welt auf den Bildschirmen mit erlebt werden kann, vom Umzug auf dem 17. Juni bis zur Abschluskundgebung an der Siegessäule.
Dr. Mottes Ursprungsidee - \\\"lasst uns für, nicht gegen etwas demonstrieren! Für Frieden, Liebe, Einheit und gegenseitigen Respekt\\\" - ist nicht wirklich vergessen, auch wenn es sich bei der Love Parade inzwischen mehr um einen Wirtschaftsfaktor als um eine politische Demonstration handelt. Dieser Status wurde ihr folgerichtig aberkannt; heute ist die Love Parade eine GmbH. Zumindest aber ist sie auch heute noch eine friedliche, lustvolle Veranstaltung; die aus allen Teilen der Welt anreisenden Teilnehmer wollen Musik hören, tanzen, sehen und gesehen werden und einfach Spaß haben. Glücklicherweise hat sich auch die Terrorwarnung für dieses Jahr nicht bestätigt.
Ihr möchtet wissen, ob ich selbst da war? Ja, aber nur mal auf \'ne Stunde. Ich lebe ja in Berlin, aber seit der Mutation zu einem von der CDU gehätschelten Kommerzereignis hab ich mit der Love Parade nicht mehr so viel am Hut. Die meisten meiner Freunde gehen auch nicht mehr hin, und insgesamt fiel mir auf, dass es dieses Jahr doch erheblich ruhiger war in der Stadt. Während sonst in meiner Strasse die Bürgersteige zugeparkt waren und nachts laute Musik aus offenen Autotüren dröhnte, konnte ich diesmal ruhig schlafen. Vor dem Haus hatte auch niemand seine Decke ausgebreitet, um ein nächtliches Picknick zu veranstalten ...
Die Berliner, die jahrelang erbittert über die Abfallbeseitigung im Tiergarten diskutierten, dürfen diesmal beruhigt sein, da die Veranstalter das Wegräumen des Mülls inzwischen selbst bezahlen müssen. So ist es kein Zufall, dass in diesem Jahr erstmals eine Absperrung erfolgte. Offensichtlich wollte man die finanzielle Belastung in Grenzen halten, nachdem sie neuerdings nicht mehr auf die Staatskasse abgewälzt werden kann. Die zu entsorgende Müllmenge dürfte - auch wegen des inzwischen eingeführten Dosenpfands - mit geschätzten 100 Tonnen deutlich geringer sein als in den vergangenen Jahren.
Obwohl es zwei schwere Unfälle gegeben hat: Die Polizei zog 2003 eine positive Bilanz. Einige Leute werden an diesem Wochenende gute Einnahmen erzielt haben. In Berlin kehrt wieder Ruhe ein. Und im nächsten Jahr heisst es wieder: friedlich Spaß haben!
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