Madame Tussaud's Wax Museum Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von BjoernS
London, Part X: ein Bild mit Kylie
Pro:
Tolle Figuren, viel zu sehen
Kontra:
Preis
Empfehlung:
Ja
Heute geht es um eine der ganz großen touristischen Attraktionen von London, um einen Ort, an dem Schlange stehen eher die Ausnahme als die Regel ist. Es geht um das Wachsfiguren-Kabinett von Madame Tussauds ...
Fakten
Das Wachsfiguren-Kabinett von Madame Tussauds befindet sich in der Marylebone Road in London und ist mit der U-Bahn ab der Haltestelle Bakerstreet zu erreichen. Neben dem Londoner Museum gibt es auch noch welche in New York, Amsterdam und Las Vegas. Im Internet ist es zu finden unter www.madame-tussauds.com. Die Öffnungszeiten sind von Juni bis September täglich von 09:30 bis 17:30 Uhr und von Oktober bis Mai täglich von 10:00 bis 17:30 Uhr. Man darf fotografieren – ohne Mehrkosten.
Angeschlossen an das Museum ist noch das London Planetarium – was aber extra bezahlt werden muss. Ins Museum integriert ist auch noch die Chamber of Horror live – eine Art Live-Gruselshow, die ebenfalls extra bezahlt werden muss. Letzteres habe ich aber nicht in Anspruch genommen.
Jumping the queue
Nicht selten stehen lange Warteschlangen vor dem Eingang. Es gibt aber eine einfache Möglichkeit, diese zu umgehen. Madam Tussauds hat zwei verschiedene Eingänge – einen für Leute, die noch Karten kaufen müssen und eine für Leute die bereits Karten haben bzw. diese reserviert haben. Ich habe die Karten für meine Frau im Internet bestellt (einfach über Kreditkarte). Dabei kann man dann einen Tag und eine Uhrzeit angeben – bei uns war es Sonntag, 10:30 Uhr. Kommt man nun zur angegebenen Zeit (+/- eine halbe Stunde), so kann man den Eingang für Karteninhaber benutzen, zeigt dort seine Bestellbestätigung vor, bekommt die Eintrittskarten und ist drinnen – ganz ohne Schlange stehen. Soweit ich es gesehen habe, sind die Internetpreise die gleichen wie beim direkten Verkauf – wenn nicht wäre es mir auch egal gewesen, denn so brauchte ich wenigstens nicht stundenlang anstehen. Gekostet haben mich die beiden Karten (inklusive Planetarium) übrigens 58,- Euro – weiß Gott nicht billig, aber die Sache auf jeden Fall wert.
hall to hall
Wenn man bei Madame Tussauds rein kommt, gelangt man zunächst in einen hallenartigen Raum. Hier findet man die unterschiedlichsten Figuren – von einem Bondgirl bis zu Sarah Michelle Gellar. Dabei kann man die Figuren – wie in allen anderen Räumen auch – anfassen und fotografieren. Es war in diesem Raum relativ voll und es ist mir mehrmals passiert, dass ich mich umgedreht habe, um zu sehen wer da hinter mir steht, und dann nicht ganz sicher war, ob es sich um eine lebende oder eine wächserne Person handelt. Ziemlich gespenstisch, wie lebensecht die Figuren aussehen ....
In der nächsten kleinen Halle findet man nur zwei Figuren – und ein Wust von Menschen, die hier Fotos schießen. Zu sehen sind Robbie Williams in stehender Pose und Kylie, die wie eine Katze auf einem Podest „kauert“, den Hintern in die Höhe streckt und scheinbar nur einen Body an hat. Natürlich durfte das obligatorische Foto, auf dem meine Frau Robbie anhimmelt nicht fehlen ... irgendwie war die Männer im Raum aber verklemmt, oder einfach nicht locker genug, denn an der Kylie-Figur gab es keinen Andrang. So konnte ich ganz in Ruhe hinter die Figur treten, meine Hände auf ihren Po legen, mein Gesicht drauf stützen und sie anhimmeln :-) Das Foto wirkt übrigens wirklich echt, wenn man es nicht weiß, glaubt man nicht, dass es eine Wachsfigur ist ... ob die echte Kylie auch so einen kalten Popo hat?
Der nächste Raum ist der Größen des Showbis gewidmet. Hier findet man Harrison Ford, Michael Jackson, Steven Spielberg, Whoopy Goldberg, John Wayne und und und. Die meisten Figuren stehen dabei nicht einfach nur rum, sondern sind innerhalb einer Filmkulisse oder auf einer Bühne aufgebaut. An den einzelnen Ecken klingt leise, thematisch passende Musik aus den Lautsprechern. Und auch diese Figuren wirken echt und wie aus dem Leben gerissen. Bei manchen hat man irgendwie das Gefühl, dass sie einen mit den Augen verfolgen.
Der nächste Raum ist den historischen Persönlichkeiten gewidmet. Hier findet man königliche Hoheiten und bedeutende Politiker. Ein Foto mit Queen Elisabeth wird von den Hausfotografen gemacht und kostet natürlich etwas. Etwas makaber – wenn auch der damaligen politischen Situation entsprechend – fand ich die Aufstellung von George W. Bush und Tony Blair um ein Rednerpult mit UN-Emblem. Im Hintergrund konnte man Saddam sehen und man durfte sich an das Pult stellen – sozusagen zwischen Tony und George – und konnte sich dann, wieder vom Hausfotografen, ablichten lassen. Ob man aus politischen Situationen derart Profit schlagen sollte sein mal dahingestellt, ich fand es keine so tolle Idee. Und was bitte schön macht Adolf Hitler hier? Obwohl zugegebenermaßen die Figur ziemlich gut – und irgendwie bedrohlich – aussah ...
Der nächste Bereich ist die Chamber of Horror. Hier werden Foltermethoden aus dem Mittelalter dargestellt, wobei nicht gerade zimperlich mit dem entsprechenden Thema umgegangen wird. Schilder weisen darauf hin, dass Personen unter 18 Jahren hier nicht rein gehen sollten – und im nachhin muss ich sagen, dass man diesen Hinweis auf jeden Fall befolgen sollte! Warum manche Eltern trotzdem ihre 5-jährigen durch diese Bereich schleifen werde ich wohl nie verstehen. Hier ist übrigens auch der Zugang zum „Chamber of Horror live“ – Bereich, der extra kostet und den wir nicht besucht haben.
Den Abschluss bildet eine Zeitreise durch die letzten 400 Jahre der Londoner Geschichte. Dazu sitzt man in einer Art Kettenbahn in Form von Londoner Taxis und fährt an den verschiedensten Szenen vorbei. Insgesamt ist auch dieser Teil sehr gut gemacht, auch wenn es manchmal ein wenig schnell geht und ich einige Szenen gerne länger betrachtet hätte ...
Nach der Zeitreise kann man ins London Planetarium gehen – wenn man die entsprechenden Karten hat. Hier wird an einigen Stellen exemplarisch das Weltall näher gebracht – so kann man beispielsweise auf einer speziellen Waage feststellen, was man auf dem Mond oder dem Jupiter wiegen würde. Den Abschluss bildet ein kleiner Film über das Weltall im Kuppelkino. Das ist schon ziemlich beeindruckend und hier sollte man versuchen, so weit wie möglich hinten zu sitzen damit man keine Nackenstarre bekommt ...
Vor dem Ausgang kommt man dann noch durch den obligatorischen Job, in dem neben Andenken auch Süßigkeiten verkauft werden. Als besonderes Mitbringsel kann man hier seine Hand als Wachsabdruck machen lassen ...
Fazit
Ein Besuch bei Madame Tussauds lohnt sich – trotz des hohen Preises – auf jeden Fall, die Kombination mit dem Planetarium kann man machen, muss es aber nicht wirklich. Die Buchung im Internet kann ich nur empfehlen, denn so überspringt man die langen Warteschlangen. Auf jeden Fall sollte man seinen Fotoapparat inklusive Blitz einstecken, denn es darf fotografiert werden – und wer möchte nicht – wie ich – ein Foto von Kylie über dem Bett haben :-) Zeit ist ein ganz entscheidender Faktor bei diesem Besuch, denn man braucht sie wirklich. Mal eben durchgehen bringt wenig. Für das Wachsfigurenkabinett selber würde ich auf jeden Fall 1.5 bis 2 Stunden ansetzen, nimmt man das Planetarium noch mit, dann eine halbe Stunde mehr. Ich kann – auch mit Kindern – einen Besuch hier auf jeden Fall empfehlen.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Cu easywk
Fakten
Das Wachsfiguren-Kabinett von Madame Tussauds befindet sich in der Marylebone Road in London und ist mit der U-Bahn ab der Haltestelle Bakerstreet zu erreichen. Neben dem Londoner Museum gibt es auch noch welche in New York, Amsterdam und Las Vegas. Im Internet ist es zu finden unter www.madame-tussauds.com. Die Öffnungszeiten sind von Juni bis September täglich von 09:30 bis 17:30 Uhr und von Oktober bis Mai täglich von 10:00 bis 17:30 Uhr. Man darf fotografieren – ohne Mehrkosten.
Angeschlossen an das Museum ist noch das London Planetarium – was aber extra bezahlt werden muss. Ins Museum integriert ist auch noch die Chamber of Horror live – eine Art Live-Gruselshow, die ebenfalls extra bezahlt werden muss. Letzteres habe ich aber nicht in Anspruch genommen.
Jumping the queue
Nicht selten stehen lange Warteschlangen vor dem Eingang. Es gibt aber eine einfache Möglichkeit, diese zu umgehen. Madam Tussauds hat zwei verschiedene Eingänge – einen für Leute, die noch Karten kaufen müssen und eine für Leute die bereits Karten haben bzw. diese reserviert haben. Ich habe die Karten für meine Frau im Internet bestellt (einfach über Kreditkarte). Dabei kann man dann einen Tag und eine Uhrzeit angeben – bei uns war es Sonntag, 10:30 Uhr. Kommt man nun zur angegebenen Zeit (+/- eine halbe Stunde), so kann man den Eingang für Karteninhaber benutzen, zeigt dort seine Bestellbestätigung vor, bekommt die Eintrittskarten und ist drinnen – ganz ohne Schlange stehen. Soweit ich es gesehen habe, sind die Internetpreise die gleichen wie beim direkten Verkauf – wenn nicht wäre es mir auch egal gewesen, denn so brauchte ich wenigstens nicht stundenlang anstehen. Gekostet haben mich die beiden Karten (inklusive Planetarium) übrigens 58,- Euro – weiß Gott nicht billig, aber die Sache auf jeden Fall wert.
hall to hall
Wenn man bei Madame Tussauds rein kommt, gelangt man zunächst in einen hallenartigen Raum. Hier findet man die unterschiedlichsten Figuren – von einem Bondgirl bis zu Sarah Michelle Gellar. Dabei kann man die Figuren – wie in allen anderen Räumen auch – anfassen und fotografieren. Es war in diesem Raum relativ voll und es ist mir mehrmals passiert, dass ich mich umgedreht habe, um zu sehen wer da hinter mir steht, und dann nicht ganz sicher war, ob es sich um eine lebende oder eine wächserne Person handelt. Ziemlich gespenstisch, wie lebensecht die Figuren aussehen ....
In der nächsten kleinen Halle findet man nur zwei Figuren – und ein Wust von Menschen, die hier Fotos schießen. Zu sehen sind Robbie Williams in stehender Pose und Kylie, die wie eine Katze auf einem Podest „kauert“, den Hintern in die Höhe streckt und scheinbar nur einen Body an hat. Natürlich durfte das obligatorische Foto, auf dem meine Frau Robbie anhimmelt nicht fehlen ... irgendwie war die Männer im Raum aber verklemmt, oder einfach nicht locker genug, denn an der Kylie-Figur gab es keinen Andrang. So konnte ich ganz in Ruhe hinter die Figur treten, meine Hände auf ihren Po legen, mein Gesicht drauf stützen und sie anhimmeln :-) Das Foto wirkt übrigens wirklich echt, wenn man es nicht weiß, glaubt man nicht, dass es eine Wachsfigur ist ... ob die echte Kylie auch so einen kalten Popo hat?
Der nächste Raum ist der Größen des Showbis gewidmet. Hier findet man Harrison Ford, Michael Jackson, Steven Spielberg, Whoopy Goldberg, John Wayne und und und. Die meisten Figuren stehen dabei nicht einfach nur rum, sondern sind innerhalb einer Filmkulisse oder auf einer Bühne aufgebaut. An den einzelnen Ecken klingt leise, thematisch passende Musik aus den Lautsprechern. Und auch diese Figuren wirken echt und wie aus dem Leben gerissen. Bei manchen hat man irgendwie das Gefühl, dass sie einen mit den Augen verfolgen.
Der nächste Raum ist den historischen Persönlichkeiten gewidmet. Hier findet man königliche Hoheiten und bedeutende Politiker. Ein Foto mit Queen Elisabeth wird von den Hausfotografen gemacht und kostet natürlich etwas. Etwas makaber – wenn auch der damaligen politischen Situation entsprechend – fand ich die Aufstellung von George W. Bush und Tony Blair um ein Rednerpult mit UN-Emblem. Im Hintergrund konnte man Saddam sehen und man durfte sich an das Pult stellen – sozusagen zwischen Tony und George – und konnte sich dann, wieder vom Hausfotografen, ablichten lassen. Ob man aus politischen Situationen derart Profit schlagen sollte sein mal dahingestellt, ich fand es keine so tolle Idee. Und was bitte schön macht Adolf Hitler hier? Obwohl zugegebenermaßen die Figur ziemlich gut – und irgendwie bedrohlich – aussah ...
Der nächste Bereich ist die Chamber of Horror. Hier werden Foltermethoden aus dem Mittelalter dargestellt, wobei nicht gerade zimperlich mit dem entsprechenden Thema umgegangen wird. Schilder weisen darauf hin, dass Personen unter 18 Jahren hier nicht rein gehen sollten – und im nachhin muss ich sagen, dass man diesen Hinweis auf jeden Fall befolgen sollte! Warum manche Eltern trotzdem ihre 5-jährigen durch diese Bereich schleifen werde ich wohl nie verstehen. Hier ist übrigens auch der Zugang zum „Chamber of Horror live“ – Bereich, der extra kostet und den wir nicht besucht haben.
Den Abschluss bildet eine Zeitreise durch die letzten 400 Jahre der Londoner Geschichte. Dazu sitzt man in einer Art Kettenbahn in Form von Londoner Taxis und fährt an den verschiedensten Szenen vorbei. Insgesamt ist auch dieser Teil sehr gut gemacht, auch wenn es manchmal ein wenig schnell geht und ich einige Szenen gerne länger betrachtet hätte ...
Nach der Zeitreise kann man ins London Planetarium gehen – wenn man die entsprechenden Karten hat. Hier wird an einigen Stellen exemplarisch das Weltall näher gebracht – so kann man beispielsweise auf einer speziellen Waage feststellen, was man auf dem Mond oder dem Jupiter wiegen würde. Den Abschluss bildet ein kleiner Film über das Weltall im Kuppelkino. Das ist schon ziemlich beeindruckend und hier sollte man versuchen, so weit wie möglich hinten zu sitzen damit man keine Nackenstarre bekommt ...
Vor dem Ausgang kommt man dann noch durch den obligatorischen Job, in dem neben Andenken auch Süßigkeiten verkauft werden. Als besonderes Mitbringsel kann man hier seine Hand als Wachsabdruck machen lassen ...
Fazit
Ein Besuch bei Madame Tussauds lohnt sich – trotz des hohen Preises – auf jeden Fall, die Kombination mit dem Planetarium kann man machen, muss es aber nicht wirklich. Die Buchung im Internet kann ich nur empfehlen, denn so überspringt man die langen Warteschlangen. Auf jeden Fall sollte man seinen Fotoapparat inklusive Blitz einstecken, denn es darf fotografiert werden – und wer möchte nicht – wie ich – ein Foto von Kylie über dem Bett haben :-) Zeit ist ein ganz entscheidender Faktor bei diesem Besuch, denn man braucht sie wirklich. Mal eben durchgehen bringt wenig. Für das Wachsfigurenkabinett selber würde ich auf jeden Fall 1.5 bis 2 Stunden ansetzen, nimmt man das Planetarium noch mit, dann eine halbe Stunde mehr. Ich kann – auch mit Kindern – einen Besuch hier auf jeden Fall empfehlen.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Cu easywk
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