Madame Tussaud's Wax Museum Testbericht

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Erfahrungsbericht von danih14

London, part two: Madame Tussuad´s Wax Figures

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Den zweiten Teil meiner Reihe widme ich dem Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud.


GESCHICHTE...

Madame Tussaud lebte im 18.Jahrhundert. Sie besaß eine Wanderausstellung mit Wachsfiguren. Diese Ausstellung wurde 1770 in Paris gegründet. 1802 kam sie erstmals mit ihrer Ausstellung nach England.
Im Jahre 1835 war ihre Ausstellung dermaßen angewachsen, dass sie entschied, sich und ihre Ausstellung in London niederzulassen.
Seit 1884 ist die Ausstellung dauerhaft am Nordrand des Stadtteiles Marylebone untergebracht.


DIE BERÜHMTE WARTESCHLANGE...

Bis jetzt hat mir jeder gesagt, dass man bei Madame Tussaud immer lange anstehen muss.
Als ich aus der Underground-Station Bakersfield kam und das Wachsfigurenkabinett ansteuerte, gab es keine Schlange zum Anstehen.
Wahrscheinlich hatte ich auch Glück gehabt, da ich im Februar nach London gereist bin.


EINTRITTSPREISE...

Als erstes muss ich sagen, dass ich Fernstudent bin und mir vor dem London-Trip einen Internationalen Studentenausweis gekauft habe. Diesem Ausweis beigefügt war ein Heft mit Informationen über Rabatte bei einzelnen Sehenswürdigkeiten.
Daher war ich informiert, dass ich einen Rabatt bei Madame Tussaud´s bekomme.
Aber wie sich herausstellte war dieser Gedanke sehr naiv gewesen.
Ganz im Gegenteil. Ich war gezwungen ein Kombiticket zu kaufen. Madame Tussaud´s und das Planetarium für fast 15 Pfund. Das sind etwa 25 EUR. Man hatte keine Wahl. Auf die Frage hin, ob ich nur eine Eintrittskarte für das Wachsfigurenkabinett bekomme, zeigte mir die Kassiererin eine kleine Karte, auf der Madame Tussaud´s stand. Mit dieser Karte bekommt man das Recht ein einfaches Ticket zu kaufen. Nach Angabe der Kassiererin bekommt man diese Karte irgendwo in der Underground.
Also, lange Rede, kurzer Sinn. Ich zahlte die fast 15 Pfund und ging verärgert in das Kabinett.


DAS KABINETT...

Als ich das Kabinett betrat, war ich erst einmal schockiert. Überall Massen an Menschen. Statt Anstehen am Eingang gab es ein überfülltes Museum. Da hätte ich lieber eine halbe Stunde angestanden und mir ein leereres Museum gewünscht.
Nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass doch ganz schön viele deutsche Touristen in London waren.
An den drei Tagen zuvor in London hatte ich nur zwei deutsche Touristen bemerkt.
Ins Wachsfigurenkabinett aber wurden sie Busseweise herangekarrt. Ich fühlte mich wie im Berliner Wachsfigurenkabinett.

Das Kabinett selber ist sehr gut gestaltet. Durch die Dekoration wurde versucht, verschiedene Atmosphären zu erzeugen. Leider kam dieses Gefühl bei der Fülle aber nicht recht auf.
Die Figuren selber sind großartig. Teilweise wusste man gar nicht, ob die Figuren vor einen aus Wachs oder aus Fleisch und Blut waren. Man konnte sogar die Bartstoppeln sehen – Klasse.
Gleich am Eingang stand Patrick Steward alias Captain Picard von Star Trek. Und ich als eingefleischter Trekkie konnte natürlich nicht widerstehen und ließ mich gleich mit ihm Ablichten.
Weitere Figuren waren zum Beispiel, Napoleon, Mel Gibson, Brad Pitt, Humphrey Bogart, Arnold Schwarzenegger, The Royal Family oder die amerikanischen Präsidenten.

Nachdem man diese Größen bestaunt hat, ging es runter in den Keller, in die „Chamber of Horrors“.
Vor dem Eingang dieser Schreckenskammer stand eine Warnung. Diese Warnung besagte, dass es passieren kann, dass kleine Kinder Angst bekommen, weil die Figuren so realistisch aussehen.
Nachdem ich dieses Schild gelesen hatte, sah ich wie eine Mutter mit einem weinenden Kind die Kammer wieder verließ.

Diese Schreckenskammer wurde sehr düster und erschreckend gestaltet. Es wurden Figuren gezeigt, die in Intervallen gehängt und geköpft wurden.
In der Mitte des Gangs war eine riesige Guillotine, bei der das Fallbeil immer ein wenig herunterfiel und wieder hinaufgezogen wurde.
Ich muss sagen, dass ich erst durch dieses Gerät gegangen bin nachdem das Fallbeil ein wenig heruntergefallen war.
Im großen und ganzen war die Schreckenskammer sehr überzeugend und erschreckend dargestellt.

Im Anschluss an dieses Gruselkabinett kam „Spirit of London“.
Bei dieser Attraktion setzt man sich zu zweit in ein kleines altes Taxi.
Dieses Taxi führt vorbei an Londons Geschichte. Die wichtigsten Ereignisse werden in verschiedenen Sprachen erklärt und mit Fachsfiguren anschaulich dargestellt.
Einige Ereignisse waren zum Beispiel, die Schlacht von Trafalger, der große Brand in 1666 und der Ausbruch der Pest.
Nach ca. 3 bis 4 Minuten war diese Fahrt dann auch beendet.

Aus den Taxis ausgestiegen fiel man direkt in einen Souvenirshop.


FAZIT...

Der Gestaltung des Kabinetts und den Figuren würde ich 1 Punkt geben.
Für den Preis und die Organisation erhält diese weltberühmte Sehenswürdigkeit nur 5 Punkte.
Für die Gesamtbewertung konnte ich mich nicht davon überzeugen 3 Punkte zu geben.
Also, Gesamtbewertung 4 Punkte.

Die Figuren sind wirklich unglaublich lebensecht dargestellt.
Aber leider bin ich durch den Vorfall an der Kasse schon mit Wut im Bauch ins Kabinett gegangen.
Man fühlt sich ein wenig abgezockt, wenn man das Museum verlässt.
Ich wusste ja, dass Londons Sehenswürdigkeiten sehr teuer sind. Aber Madame Tussaud´s ist die teuerste Sehenswürdigkeit.


Weitere Information erhält man unter,
http://www.madame-tussauds.com/site/london/nonshocked/index.htm.

Ich hoffe, dass euch mein Bericht gefallen hat. ;-)

26 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Babba

    10.03.2002, 11:49 Uhr von Babba
    Bewertung: sehr hilfreich

    genau so sollte ein Efahrungsbericht aussehen, nachdem der Leser sich ein eigenes Bild von dem Produkt machen kann.