Mandelentzündung Testbericht

Mandelentzuendung
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Erfahrungsbericht von Jakini

Nicht auf die leichte Schulter nehmen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Letzten Sommer kurz vor den großen Ferien, ein Anruf von der Schule, ich sollte bitte meine Tochter abholen kommen, da sie Kopfschmerzen und Fieber hat. Auf Grund der Meningitis Fälle hatte ich natürlich Angst, es könnte sich hier drum handelt, dann Kopfschmerzen ist für meine Tochter eigentlich eher untypisch. Sofort rief ich die Kinderärztin an und kündigte unser Kommen an.
Weiter ging es in die Schule, meine Tochter abholen und dann mit ihr zur Kinderärztin. Mein erster Versucht ging natürlich dahin, ob sie ihren Kopf auf die Brust legen konnte, da war ich dann schon etwas beruhigt.
Bei der Kinderärztin mußten wir dann eine gute halbe Stunde warten, zum Glück nicht im Wartezimmer, sondern in einem Nebenraum, wo eine Untersuchugsliege stand. Dort hat meine Tochter dann sofort geschlafen, so fertig war sie.

Auch die Kinderärztin machte sofort den Test auf Nackensteife, den ich auf jeden Fall zu Hause immer wiederholen sollte. Auf jeden Fall bemerkte sie, daß meine Tochter eine Mandelentzündung hat, die Mandeln waren dick und rot, daher offensichtlich das Fieber. Meine Tochter hatte schon häufiger mal Mandelentzündung, doch bisher habe die eher am Mundgeruch bemerkt, als am Fieber, denn so heftig wie gestern hat sie dabei noch nicht gefierbet. Bei der Kinderärtzin bekam sie dann das erster Fieberzäpfchen, und während ich das Antibiotika aus der Apotheke holte, konnte sie auf der Liege weiterhin schlafen.

Als ich das Antibiotika hatte, mischte ich es vor Ort sofort an und gab ihr die erste Dosis, dann machten wir uns vorsichtig auf den Weg nach Hause, meine Kleine Tochter an der Hand, die Große in der Karre der Kleinen, weil sie kaum laufen konnte, so schlapp war sie. Zu Hause schlief sie dann gleich erst einmal, und nach ein paar Stunden schien es ihr besser zu gehen.
Doch der Schein trügt, noch bevor sechs Stunden vergangen waren, hatte sie fast 40 Grad Fieber, durfte aber noch kein Fieberzäpfchen, zumindest kein Paracetamol, denn die dürfen max. alle sechs Stunden gegeben werden. Zum Glück hatte ich noch homöopathische Fieberzäfpchen aus dem Hause Heel (Virbucor) im Haus, womit ich eine Überbrückung versuchte, bis zur nächsten Paracetamol versuchte. Außerdem machten wir noch Wadenwickel, die man aber nur machen darf, wenn das Kind nicht kalt ist, auch dürfen die Handtücher nicht kalt, sondern nur lauwarm sein. Damit bekamen wir das Fieber sogar für einige Stunden in Griff, daß sie erst gegen 22.00 Uhr das nächste Paracetamol brauchte, da dann aber dringend.

Ich war weiterhin um meine Tochter besorgt, denn eine so heftige Reaktion kann ich von ihr bei einer Mandelentzündung gar nicht. Weiterhin klagte meine Tochter über Kopfschmerzen, so daß wir regelmäißg testeten, ob sie den Kopf auf die Brust legen kann und sie ihr Knie küssen mußte. In der Nacht dann, ca. 12 Stunden nach der ersten Gabe war das Fieber dann weg und heute morgen ging es meiner Tochter sichtlich besser. Wir mußten noch nicht einmal zur Kinderärztin, die sie so erst Ende nächster Woche noch einmal sehen möchte. Doch die nächsten 10 Tage darf meine Tochter keinen Sport machen, ihren geplanten Schwimmkurs darf sie erst eine Woche später antreten, was aber zum Glück nicht so schlimm ist, Gesundheit geht nun einmal vor.

Aber ihr Geburtstag scheint gerettet, da hat sie die Erlaubnis, zu feiern, wenn es ihr gut geht, und das ist inzwischen offensichtlich.

Doch was bedeutet eine Mandelentzündung eigentlich?

Bei einer Mandelentzündung, die eine Art Angina ist (die zweite Variante von Angina ist eine Entzüdungung des Rachenrings) sind, wie man sich denken kann, die Mandeln entzündet und werden dick, was Beschwerden beim Schlucken verursachen kann und auf jeden Fall Schmerzen verursacht.


Woran erkennt man eine Mandelentzündung?

Wenn man starke Halsschmerzen und Probleme beim Schlucken bekommt. Der Hals fühlt sich an, wie zugeschnürrt. Auch kann es zu Mundgeruch kommen, durch den Eiter der auf den Mandeln liegt. Diesen Eiter kann man teilweise im Rachen ablaufen spüren. Oftmals kommt es auch zu Fieber, das bis über 40 Grad ansteigen kann.

Was sollte man tun?

Auf jeden Fall zum Arzt gehen, denn eine Halsentzündung kann auf das Herz schlagen, somit sind Mandelentzündungen gefährlich, wenn sie nicht behandelt werden. Der Ärzt wird bei einer Mandelentzündung Antibiotika verordnen, so wie es gestern bei meiner Tochter gemacht wurde, welches dann innerhalb von 24 Stunden für Abhilfe sorgen sollte. Ist dies nicht der Fall, wieder den Arzt aufsuchen, unter Umständen muß das Mittel gewechselt werden.
Wer Glück hat, findet einen Arzt, der es erst einmal mit Naturheilkunde versucht, oft kann man mit homöopatischen Mitteln Abhilfe schaffen, leider weiß ich den Namen es Medikamentes nicht mehr, daß mir mein Arzt mal bei einer beginnenden Mandelentzündung verschrieben hatte. Doch für den Fall darf die Entzündung noch nicht so weit fortgeschritten sein.


Wie lange dauert die Behandlung?

Je nach dem Statium der Mandelentzündung nimmt man das Antibiotika 7 - 10 Tage, in dieser Zeit darf der Körper nicht zu sehr belastet werden, auch wenn es dem Patieten schon wieder besser geht, denn das Antibiotka schwächt oftmals auch, ohne das man dies richtig bemerkt, und noch immer besteht die Gefahr eines Schadens am Herzen. Also besser etwas länger eine Pause einlegen, als zu früh wieder Arbeiten oder in die Schule gehen.

Was hilft gegen die Halsschmerzen?

Das wird sicher die meisten erfreuen, eine Hilfe bietet auf jeden Fall Eis. Meine Tochter hat heute Wassereis gelutscht, was sie natürlich toll fand. Aber auch gekühlte Getränke könnten helfen. Wichtig ist in jedem Fall daß viel Vitamin C aufgenommen wird, damit die Abwehrkräfte aktiviert werden und man schneller die Entzündung bekämpft hat.

Fazit: Eine Mandelentzündung ist, wie alle anderen Krankheiten auch, sehr unangenehm und niemanden zu wünschen. Dennoch bin ich froh, daß es sich bei meiner Tochter um nichts schlimmeres handelt und sie am Montag hoffentlich gesund und munter ihren Geburstag feiern kann.

Uptdate: Den Geburtstag konnten wir feiern, unserer Großen ging es zum Glück wieder super, die Kleine fing aber am Sonntag mit Fieber an. Zum Glück hatten wir die private Telefonnummer der Kinderärztin, nach dem Gespräch wurde uns ein Weg in die Notfallpraxis erspart, und wir fingen sofort mit der Bahandlung von Antibiotika an, denn für unsere große Tochter hatten wir zwei Flaschen aufgeschrieben bekommen, die 10 Tage reichen sollten. Am Montag Morgen ging es dann in die Praxis und sei bekam ihr Rezept, da war das Fieber dann aber schon nicht mehr so hoch. Das stieg dann noch einmal auf der Geburtstagsfeier, als wir auf der Kegelbahn waren und war dann aber vorbei. Auch die Kleine ist seit gestern wieder fit.
Ich kann nun intensiv nachfühlen, wie es meinen Kindern ging, denn auch ich fing am Montag auf der Kegelbahn an, zu Fiebern, lag dann am Abend des Geburtstages meiner großen Tochter mit Schüttelfrost auf dem Sofa, gestern war ich noch immer etwas schlapp, doch ich habe es geschafft, an der Nachfeier meiner Tochter teilnehmen zu können, da auch ich inzwischen Penicilin bekomme und trotz Schwangerschaft Paracetmol nehmen darf, oder besser sogar soll, denn Fieber schadet dem Kind mehr, als diese Tabletten.
Heute schmerzt mein Hals noch kräftig, aber eiskalter Tee tut da sehr gut.
In der Schule bekam ich dann mit, die Mutter einer Klassenkameradin erzählte, daß ihre große Tochter eine Fiebermeningitis hat. Auch die Tochter hatte eine Mandelentzündung, wie meine Töchter und ich auch, durch das Fieber kam dann eine Hirnhautentzündung hinzu. Doch zum Glück verlief die harmlos und war schnell gelöst, da das Kind schon wegen der Mandelentzündung Antibiotika bekommen hatte, welches diese Meningitis mit behandelt hat. Somit war meine Sorge um meine große Tochter doch nicht unbegründet, leider. Bei der Kleinen habe ich dann nur einmal getestet, ob sie den Kopf bewegen kann, da ging ich gleich davon aus, daß sie das Gleiche hat, wie die große Schwester, da mache ich mir nun Vorwürfe, denn es hätte ja sein können, daß sie das auch bekommt. Ich hoffe nur, daß man auch so merkt, ob der Nacken steif wird.

Doch nicht jede Mandelentzündung muß so heftig ablaufen, bei meiner Mittleren habe ich vor zwei Wochen eine beginndene Mandelentzündung mit Belladonna Globili in Griff bekommen. Unsere Kinderärtzin hatte Urlaub, die hätte wegen ihrem zweiten Fieberkrampf im Dez. letzten Jahres sicher sofort Antibiotika verschrieben, was mir sicher drei ruhigere Nächte beschert hätte, denn ich hatte ganz schön Angst, ihr Fieber könnte arg ansteigen, doch nach drei Tagen war alles vorbei und meine Tochter wieder gesund.

16 Bewertungen, 3 Kommentare

  • kingmig

    15.03.2002, 11:16 Uhr von kingmig
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr ausführlich, gut geschrieben

  • Irve71

    15.03.2002, 11:10 Uhr von Irve71
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schön ausführlich und informativ! LG Irve

  • mloidl

    15.03.2002, 11:01 Uhr von mloidl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Und wieder mal ein sehr guter Bericht von dir.