Meerschweinchen Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Futterkosten:
- Pflegeaufwand:
- Spielbereitschaft:
Erfahrungsbericht von macfischkopp
Susi ist anders - Susi wuselt!
Pro:
empfehlenswert für Kinder, machen viel Freude
Kontra:
relativ viel Pflegeaufwand
Empfehlung:
Ja
Wir sind eine relativ kleine Familie und hören auf die Vornamen Torsten, Regina, Sandra und Susi. Auf den ersten Blick sind wir so normal wie jeder andere auch. Das gilt zumindest für die ersten drei aus obiger Aufzählung. Nur Familienmitglied Nr. 4 –Susi- ist etwas anders als wir. Sie ist –zumindest für ein weibliches Wesen- äußerst stark behaart, sie ist ziemlich schweigsam, hat ganz andere Essgewohnheiten als unsereiner, weigert sich im Bett zu schlafen, und regelt ihre Verdauungsprobleme ziemlich unkonventionell. Recht winzig ist sie außerdem – also es gibt wirklich kaum Gemeinsamkeiten zwischen Susi und uns übrigen Sippenmitgliedern. Der entscheidende Unterschied zwischen uns ist allerdings der: wir laufen bzw. gehen – und Susi wuselt durch die Gegend! Aber trotzdem haben wir uns alle lieb und akzeptieren Susi so, wie sie ist.
Das Tollste an Susi ist ihre Toleranz. Wenn man mal im Affekt zu ihr sagt: \"Du altes Schwein!\", so ist sie nicht etwa sauer oder beleidigt, sondern blickt einen sanft und zufrieden mit ihren schwarzen Kulleraugen an. Kein Wunder, denn Susi ist tatsächlich ein Schwein, nämlich eins der Gattung Hausmeerschwein. Anlässlich ihres 5.Geburtstages vor einigen Tagen kam ich auf die Idee, mal etwas über diese putzigen Tierchen zu schreiben. Vielleicht beabsichtigt ja der eine oder andere in nächster Zeit sich ein solches Viech anzuschaffen und kann hier einiges an interessanten Neuigkeiten mitnehmen.
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*** HERKUNFT ***
Die ursprüngliche Heimat der Meerschweinchen ist Mittel- und Südamerika, wo sie nachweislich bereits 40 bis 35 Millionen Jahre v.u.Z. existierten - zunächst natürlich als wildlebende Form. Wir haben unsere Susi allerdings für 35,-DM im Zooladen erworben, da uns der Weg nach Südamerika dann doch etwas zu weit erschien... :-)
Die damaligen Urformen der Meerschweinchen, die es heute vor allem in Mittelchile noch zur Genüge gibt, werden nach dem Schweizer Forscher J.J. von Tschudi schlicht und einfach Tschudi-Meerschweinchen genannt.
Wann genau sich der Übergang zum heute bekannten Hausmeerschweinchen vollzog, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Die \"Gelehrten\" vermuten, dass es höchstwahrscheinlich zwischen 9000 und 3000 v.u.Z. passierte, denn bei Ausgrabungen in Südperu fand man Schädel (hatten die eine Lupe dabei?) von Meerschweinchen aus dieser Zeit, die bereits deutliche Veränderungen zu den wildlebenden Artgenossen aufwiesen. Es würde sicher zu weit führen, wenn ich diese Unterschiede jetzt noch mit aufführe, aber wer Wert darauf legt, dem reiche ich diese Info gerne nach!
1554 tauchten dann in Europa erstmals Berichte über \"indische Kaninchen oder Schweinchen\" auf. Holländische Kaufleute entdeckten nämlich die putzigen und zutraulichen Tierchen bei den Indios in Guyana und nahmen sie als \"Spielzeuge\" für ihre Kinder mit.
Da sich die Schweinchen dem europäischen Klima sehr schnell anpassten, vermehrten sie sich auch entsprechend schnell. 1680 wurden dann erstmals gezüchtete Meerschweine nach Frankreich und England verkauft. Von dort aus traten sie dann ihren Siegeszug um die Welt an, denn kaum ein zweites Haustier ist so problemlos in Ernährung, Haltung und Zucht.
Ist gar nicht so einfach, sich auf das Wichtigste zu beschränken, aber viel kürzer konnte ich die Herkunft nicht beschreiben, sorry!
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***WARUM \"GUINEA PIGS\"?***
Im Englischen heißt das Meerschweinchen \"Guinea Pig\". Warum das so ist, ist auch nicht so 100%ig geklärt. Es gibt verschiedene Theorien dazu, als die wahrscheinlichste gilt diese: Man konnte früher die Meerschweinchen für 1 Guinee (eine alte englische Goldmünze) kaufen. Für damalige Verhältnisse war das recht teuer, aber der Preis regulierte sich schnell nach unten, da es diese Tiere bald im Überfluss gab.
Im deutschsprachigen Raum hat man sich auf \"Meerschweinchen\" geeignet, weil sie seinerzeit über das Meer zu uns kamen, rundlich wie ein Schweinchen aussehen und auch so quieken. Angeblich wurde es einfach vom holländischen \"Meerzwijn\" abgeleitet. So, nun wisst ihr es endlich...
Für ganz doll Interessierte nenne ich mal kurz die Bezeichnung der Wuseltierchen in einigen anderen Ländern:
Frankreich: le cobaye oder le cochon d`Inde
Italien: il porcellino d`India
Polen: Swinka morska
Ungarn: Tengerimalac
Schweden: Marsvin
Irland: Muc Ghuine
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***ARTEN UND RASSEN***
Hier unterscheidet man in erster Linie nach Kurzhaar- und Langhaarmeerschweinchen. Innerhalb dieser beiden Kategorien gibt es wiederum unzählige Unterarten, die sich nach Zusammensetzung der Haarfarbe, der Haarart und der Zeichnung unterscheiden lassen.
Typische Vertreter der Langhaarmeerschweine sind z.B.
- Peruaner
- Angorameerschwein
- Shelties
- Texel
- Coronet
- Merino
Zu Kurzhaarmeerschweinchen zählen u.a.:
- Englisches Kurzhaarmeerschwein
- Schopfmeerschweinchen
- Holländer
- Rosettenmeerschwein
- Teddy
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***HALTUNG***
Meerschweinchen sind für viele Kinder das ideale \"Einsteigerhaustier\", denn sie sind äußerst pflegeleicht. Dennoch sollte man sich natürlich vor der Anschaffung eines solchen Tieres genau überlegen, was alles auf einen zukommt.
In erster Linie braucht das Tierchen vor allem Zuwendung und Kontakt zum Menschen. Oftmals ist es doch so, dass in den ersten Wochen noch oft mit dem neuen Mitbewohner gespielt wird, aber dann lässt das Interesse ganz schnell nach und das Meerschweinchen bleibt die meiste Zeit sich selbst überlassen. Die Folgen kann man selbst beobachten: Das Tier vereinsamt seelisch, hockt nur noch in der Ecke, hat kaum noch Bewegungsdrang. In diesem Falle lohnt sich unbedingt die Anschaffung eines zweiten Schweinchens, wobei man aber hier auf das Geschlecht achten sollte, denn sonst tummeln sich schon bald viele kleine Wollknäule im Käfig, und man hat das nächste Problem.
Die Anschaffung eines zweiten Schweins ist ohnehin anzuraten, da die Tiere wirklich sehr gesellig sind. Mein Tipp hierzu wäre der, dass man mit dem Zweittier ein bisschen wartet, damit sich der Erstling zunächst an den Menschen gewöhnt. Setzt man von Anfang an ein Pärchen in den Käfig, ist es sehr wahrscheinlich, dass die beiden sich mehr mit sich selbst beschäftigen, aber nie richtig zahm werden. Und das ist ja wohl nicht das Ziel.
Wir haben zuerst unsere Trixi angeschafft, die wirklich eine ganz liebe war. Nach 3 Monaten haben wir ihr dann Susi als Spielkameraden \"spendiert\", was sich nach anfänglichen Schwierigkeiten auch als Volltreffer erwies. Warum ich hier aber immer nur von Susi rede, dazu später mehr.
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***DER KÄFIG***
In manchen Fachbüchern meinen die Experten, dass für die kleinen Meerschweinchen nicht unbedingt ein großer Käfig vonnöten ist. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall: der Käfig sollte schon recht großzügig dimensioniert sein, denn die kleinen Piggies brauchen jede Menge Bewegung. Das schließt natürlich auch zusätzlichen Auslauf in der Wohnung oder im Freien ein. Man sollte beim Kauf darauf achten, dass der Käfig für den Menschen gut zugänglich ist (nein, du sollst da nicht reinkrabbeln!!!), denn Meerschweinchen sind sehr sauberkeitsliebende Tiere, weshalb der Käfig eben regelmäßig und ohne große Mühe vom Menschen gereinigt und mit frischer Streu und ebenso frischem Heu bestückt werden kann.
Im Käfig selbst sollten sich in jedem Falle eine Wasserflasche, eine Futterraufe und ein Schlafhäuschen befinden. Anfangs sollte man das Schlafhäuschen noch nicht dazustellen, da man die zunächst ängstlichen Tiere ansonsten kaum zu Gesicht bekommt und es somit schwer haben wird, sie zahm zu kriegen.
Noch ein Tipp zum Auslauf: Wir haben im Kinderzimmer immer eine kleine \"Rennstrecke\" aus kleinen Dosen und Schachteln aufgebaut. Es ist sehr putzig anzuschauen, wie Susi und Trixi sich gegenseitig im Klettern über die Hindernisse überboten haben.
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***DIE ERNÄHRUNG***
Im Großen und Ganzen stellt einen die Fütterung eines Meerschweinchens vor keine unlösbaren Probleme. Dennoch sollte man schon auf Abwechslung achten, denn auch ein Meerschwein benötigt bestimmte Mengen Fett, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralien und Eiweiß. Aber keine Bange, ihr müsst nun nicht mit irgendwelchen Fettwertetabellen rumhantieren!
Was für uns Menschen das täglich Brot, ist für Meerschweinchen das Heu. Im Winter könnte es sogar nur mit Wasser und Heu überleben. Beim Heukauf achtet bitte darauf, dass das Heu frisch und hochwertig ist. Man erkennt den Frischegrad an der leicht grünlichen Farbe und dem aromatischen Geruch. Sieht das Zeug aber eher gelblich aus oder staubt mächtig, so sollte man unbedingt die Finger davon lassen. An schimmeligem Heu können die Tiere sogar sterben!
Wer sich nicht auf gekauftes Heu verlassen will, der tut dem Tierchen auch mit frischem Wiesenheu und vor allem mit Brennesselheu einen großen Gefallen. Natürlich kann man auch nur Brennesseln füttern, dann jedoch sollte man diese vorher etwas abhängen, damit die Teile beim Verzehr nicht so arg brennen. Unsere Susi verschmäht diese angebliche Delikatesse jedoch völlig.
Ganz wichtig: Meerschweinchen sind die einzigen Nagetiere, die nicht selbstständig Vitamin C bilden können. Deshalb sind sie besonders darauf angewiesen, dass der Zweibeiner für eine ausgewogene Mischung aus Futterpflanzen, Gemüse und Obst sorgt.
Als Futterpflanzen eignen sich besonders Löwenzahn, Gras, Vogelmiere, Schachtelhalm und Schafgarbe. In keinem Falle –da absolut giftig- sollten die Piggies Toolkirsche, Goldregen, Eibengewächse und Hundspetersilie bekommen. Aber an erster Stelle sollte natürlich immer frisches Gras stehen. Mit \"frisch\" meine ich auch, dass das Gras nicht von irgendwelchen Düngemitteln, Abgasen oder Hundekot verseucht wurde. Und das dürfte wohl heutzutage nur schwer zu finden sein.
Natürlich können Meerschweine auch mit allen möglichen Schmankerln aus der heimischen Küche gefüttert werden. Unsere Susi ist beispielsweise ganz heiß auf Eisbergsalat, Äpfel, Gurken, Wassermelone, Süßkirschen und Möhren. Man kann aber auch anderes, z.B. schalenlose Kartoffeln, Grapefruit, Tomaten, Honigmelone, Chicoree, Petersilie, Paprika, Birnen, Mandarinen, Weintrauben oder Bananen. Verzichten solltet ihr aber auf Kopfsalat und alle Kohlsorten, da diese starke Blähungen erzeugen.
Und das war immer noch nicht alles. Ihr solltet nämlich daran denken, dass Meerschweinchen Nager sind und immer etwas Hartes zum Abnutzen ihrer schnell nachwachsenden Zähnchen brauchen. Sehr empfehlen kann ich hier hartes Brot oder jede Art von Kräckern, die es im Zoofachhandel gibt. Komischerweise ignoriert unsere Susi aber diese Dinger ganz stur. Warum nur? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht sollte ich sie mal probieren?
Nun stellt sich natürlich die Frage, ob die Schweine denn bei all diesen Tipps zu Obst, Gemüse und Futterpflanzen überhaupt noch das überall erhältliche Kraftfutter benötigen, denn das Zeug ist ja nicht gerade billig. Die Antwort ist eideutig ja, denn in diesem Kraftfutter sind wirklich alle nötigen Vitamine und Mineralien drin, die so ein Meerschwein braucht. Aber gebt bitte nicht mehr als 2 Esslöffel täglich, denn sonst verfetten die Tiere ganz schnell, und wer will schon ein Moppelschwein haben?
Zu guter letzt muß man zum Thema Ernährung noch wissen, dass ein Meerschweinchen genau wie wir Menschen regelmäßig trinken muß, weshalb immer eine Flasche mit Trinkwasser gut erreichbar im Käfig hängen sollte. Lasst aber das Wasser vorher ein bisschen abstehen oder kocht es ab, weil der Chlorgehalt des frisch gezapften Leitungswassers dem Schweinchen schadet.
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***KRANKHEITEN***
Normalerweise ist das Meerschwein für Krankheiten nicht übermäßig anfällig. Leichter Schnupfen oder Milbenbefall können schon mal auftreten, aber das sollte alles kein Problem darstellen, so lange diese Dinge rechtzeitig erkannt und vom Tierarzt behandelt werden. Übrigens könnt ihr beim Tierarzt auch die Krallen des Schweinchens schneiden lassen. In der Regel kostet das nur ein paar Euro, oder es ist sogar völlig umsonst. Natürlich kann man sich auch selbst an die Krallen wagen, aber da muß man wirklich aufpassen, dass man nicht zu tief schneidet, wie es uns mal passiert ist.
Schwierig wird es, wenn solche Dinge wie starke Erkältungen, Fieber oder Durchfall auftreten. Solche Krankheitsbilder lassen sich nämlich nur mit viel Geduld behandeln (was natürlich dann wegen der Medikamente auch schnell ins Geld geht). Und leider ist auch oft alle ärztliche Kunst umsonst und die Tierchen sterben.
Anfangs erwähnte ich auch mal kurz unsere Trixi. Im Alter von 4 Jahren mussten wir sie einschläfern lassen, weil sie den ganzen Bauch voll mit Krebsgeschwüren hatte. Das war natürlich nicht sehr lustig, und wir hatten eigentlich damit gerechnet, dass unsere Susi damit nicht fertig wird und bald hinterher geht. Aber sie hat es mittlerweile wohl ganz gut verkraftet. Das Problem ist nur, dass sie inzwischen auch Ansätze dieser Geschwüre aufweist. Laut Tierarzt übertragen die Schweinchen die Erreger über den Speichel, und da unsere beiden aus demselben Futternapf gefressen haben, war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis es auch bei Susi ausbricht. Logischerweise macht es nun auch keinen Sinn, wieder ein neues Tierchen mit in den Käfig zu setzen.
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***FORTPFLANZUNG***
Abschließend noch schnell ein paar Worte zur Fortpflanzung. Wer keine unliebsamen Überraschungen erleben will, der sollte beim Kauf von 2 oder mehr Schweinchen schon sicher sein, dass er das gewünschte Geschlecht erworben hat. Und wer nun denkt: \"Ach was soll passieren, mein Männchen ist doch noch viel zu jung dafür!\", der wird sein blaues Wunder erleben, denn Weibchen sind bereits im zarten Alter von 4 Wochen geschlechtsreif, und Männchen nach 5 bis 7 Wochen. Es kann also wirklich ganz schnell gehen....
Ist ein Weibchen schwanger, so dauert die Tragezeit im Durchschnitt 65-70 Tage. Äußerlich sieht man es der werdenden Mama aber erst in den letzten 3 Wochen so richtig an. Je nach Anzahl der zu erwartenden Jungen kann sie dann auch richtig dick und rund werden.
Die Geburt selbst verläuft meist ohne jedes Problem, sogar der Papa darf dabei sein. Er hat also nicht das Bedürfnis, seine Jungen nach der Geburt zu verspeisen, wie es im Tierreich ansonsten ja öfter mal vorkommt. Apropos Bedürfnis: Das Weibchen ist bereits kurz nach der Geburt wieder geschlechtsreif, also passt schön auf, dass sich der Kindergarten nicht endlos vergrößert. Außerdem ist es für das Weibchen aus gesundheitlicher Sicht auch nicht so prickelnd, wenn sie unmittelbar nach überstandener Schwangerschaft gleich wieder \"dick\" wird.
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***INTELLIGENZTEST***
Wat, spinnt der Typ jetzt völlig? Intelligenztest? Na ja, ich habe mal irgendwo gelesen, dass Meerschweinchen zwar nicht besonders helle sind, aber immerhin Farben unterscheiden können. Als Test wurde folgendes vorgeschlagen: Man nehme zwei verschiedenfarbige Futternäpfe, beispielsweise einen roten und einen blauen. In den roten packt man Tag für Tag das Futter rein, den blauen lässt man leer oder bestückt ihn mit etwas unsinnigem, womit das Tier nichts anfangen kann. Schon bald werdet ihr merken, dass das Schweinchen ganz automatisch nur den roten Napf ansteuert und den blauen völlig ignoriert. Das ist um so erstaunlicher, da Meerschweine sehr neugierig sind und eigentlich alles untersuchen und beschnuppern müssen. Jetzt kommt der Gag: Stellt man eine dritte Schüssel –grün- hinzu, wird das Tierchen zwar schnuppern gehen, aber dann zielgerichtet auf den roten zusteuern. Und wenn man ganz gemein ist und den roten Napf rausnimmt und das Futter in den blauen packt, ist das arme Schwein völlig verwirrt und ratlos, weil das Futter ja eigentlich in den roten Napf gehört und nicht in den blauen! Ich lasse das jetzt mal unkommentiert. Probiert es einfach aus, es klappt!
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***SCHLUSSWORT***
So, nun habe ich mich wieder endlos ausgelassen. Ob wohl jemand wirklich bis hier unten gelesen hat? Ich weiß, viele User haben mit solch langen Texten ein Problem, aber ich bin halt der Meinung, dass ich umfassend über mein gewähltes Thema informieren will. Und zu diesem Thema hier gibt es halt unendlich viel zu sagen. Also einen Dank an alle, die so tapfer waren, meine Worte ertragen zu haben!
Sagen wollte ich jetzt eigentlich abschließend, daß so ein Meerschweinchen ein ideales, putziges Tierchen für jüngere Kinder ist. Sie lernen Verantwortung für das Tier zu übernehmen, ohne dabei vor größere Probleme gestellt zu werden, und haben nebenbei auch noch eine Menge Spass. Dennoch wird sich für uns, wenn unsere Wusel-Susi mal nicht mehr da ist, das Thema Meerschweinchen wohl erledigt haben.
auch veröffentlicht bei ciao und dooyoo
© macfischkopp 22.09.2003
Das Tollste an Susi ist ihre Toleranz. Wenn man mal im Affekt zu ihr sagt: \"Du altes Schwein!\", so ist sie nicht etwa sauer oder beleidigt, sondern blickt einen sanft und zufrieden mit ihren schwarzen Kulleraugen an. Kein Wunder, denn Susi ist tatsächlich ein Schwein, nämlich eins der Gattung Hausmeerschwein. Anlässlich ihres 5.Geburtstages vor einigen Tagen kam ich auf die Idee, mal etwas über diese putzigen Tierchen zu schreiben. Vielleicht beabsichtigt ja der eine oder andere in nächster Zeit sich ein solches Viech anzuschaffen und kann hier einiges an interessanten Neuigkeiten mitnehmen.
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*** HERKUNFT ***
Die ursprüngliche Heimat der Meerschweinchen ist Mittel- und Südamerika, wo sie nachweislich bereits 40 bis 35 Millionen Jahre v.u.Z. existierten - zunächst natürlich als wildlebende Form. Wir haben unsere Susi allerdings für 35,-DM im Zooladen erworben, da uns der Weg nach Südamerika dann doch etwas zu weit erschien... :-)
Die damaligen Urformen der Meerschweinchen, die es heute vor allem in Mittelchile noch zur Genüge gibt, werden nach dem Schweizer Forscher J.J. von Tschudi schlicht und einfach Tschudi-Meerschweinchen genannt.
Wann genau sich der Übergang zum heute bekannten Hausmeerschweinchen vollzog, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Die \"Gelehrten\" vermuten, dass es höchstwahrscheinlich zwischen 9000 und 3000 v.u.Z. passierte, denn bei Ausgrabungen in Südperu fand man Schädel (hatten die eine Lupe dabei?) von Meerschweinchen aus dieser Zeit, die bereits deutliche Veränderungen zu den wildlebenden Artgenossen aufwiesen. Es würde sicher zu weit führen, wenn ich diese Unterschiede jetzt noch mit aufführe, aber wer Wert darauf legt, dem reiche ich diese Info gerne nach!
1554 tauchten dann in Europa erstmals Berichte über \"indische Kaninchen oder Schweinchen\" auf. Holländische Kaufleute entdeckten nämlich die putzigen und zutraulichen Tierchen bei den Indios in Guyana und nahmen sie als \"Spielzeuge\" für ihre Kinder mit.
Da sich die Schweinchen dem europäischen Klima sehr schnell anpassten, vermehrten sie sich auch entsprechend schnell. 1680 wurden dann erstmals gezüchtete Meerschweine nach Frankreich und England verkauft. Von dort aus traten sie dann ihren Siegeszug um die Welt an, denn kaum ein zweites Haustier ist so problemlos in Ernährung, Haltung und Zucht.
Ist gar nicht so einfach, sich auf das Wichtigste zu beschränken, aber viel kürzer konnte ich die Herkunft nicht beschreiben, sorry!
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***WARUM \"GUINEA PIGS\"?***
Im Englischen heißt das Meerschweinchen \"Guinea Pig\". Warum das so ist, ist auch nicht so 100%ig geklärt. Es gibt verschiedene Theorien dazu, als die wahrscheinlichste gilt diese: Man konnte früher die Meerschweinchen für 1 Guinee (eine alte englische Goldmünze) kaufen. Für damalige Verhältnisse war das recht teuer, aber der Preis regulierte sich schnell nach unten, da es diese Tiere bald im Überfluss gab.
Im deutschsprachigen Raum hat man sich auf \"Meerschweinchen\" geeignet, weil sie seinerzeit über das Meer zu uns kamen, rundlich wie ein Schweinchen aussehen und auch so quieken. Angeblich wurde es einfach vom holländischen \"Meerzwijn\" abgeleitet. So, nun wisst ihr es endlich...
Für ganz doll Interessierte nenne ich mal kurz die Bezeichnung der Wuseltierchen in einigen anderen Ländern:
Frankreich: le cobaye oder le cochon d`Inde
Italien: il porcellino d`India
Polen: Swinka morska
Ungarn: Tengerimalac
Schweden: Marsvin
Irland: Muc Ghuine
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***ARTEN UND RASSEN***
Hier unterscheidet man in erster Linie nach Kurzhaar- und Langhaarmeerschweinchen. Innerhalb dieser beiden Kategorien gibt es wiederum unzählige Unterarten, die sich nach Zusammensetzung der Haarfarbe, der Haarart und der Zeichnung unterscheiden lassen.
Typische Vertreter der Langhaarmeerschweine sind z.B.
- Peruaner
- Angorameerschwein
- Shelties
- Texel
- Coronet
- Merino
Zu Kurzhaarmeerschweinchen zählen u.a.:
- Englisches Kurzhaarmeerschwein
- Schopfmeerschweinchen
- Holländer
- Rosettenmeerschwein
- Teddy
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***HALTUNG***
Meerschweinchen sind für viele Kinder das ideale \"Einsteigerhaustier\", denn sie sind äußerst pflegeleicht. Dennoch sollte man sich natürlich vor der Anschaffung eines solchen Tieres genau überlegen, was alles auf einen zukommt.
In erster Linie braucht das Tierchen vor allem Zuwendung und Kontakt zum Menschen. Oftmals ist es doch so, dass in den ersten Wochen noch oft mit dem neuen Mitbewohner gespielt wird, aber dann lässt das Interesse ganz schnell nach und das Meerschweinchen bleibt die meiste Zeit sich selbst überlassen. Die Folgen kann man selbst beobachten: Das Tier vereinsamt seelisch, hockt nur noch in der Ecke, hat kaum noch Bewegungsdrang. In diesem Falle lohnt sich unbedingt die Anschaffung eines zweiten Schweinchens, wobei man aber hier auf das Geschlecht achten sollte, denn sonst tummeln sich schon bald viele kleine Wollknäule im Käfig, und man hat das nächste Problem.
Die Anschaffung eines zweiten Schweins ist ohnehin anzuraten, da die Tiere wirklich sehr gesellig sind. Mein Tipp hierzu wäre der, dass man mit dem Zweittier ein bisschen wartet, damit sich der Erstling zunächst an den Menschen gewöhnt. Setzt man von Anfang an ein Pärchen in den Käfig, ist es sehr wahrscheinlich, dass die beiden sich mehr mit sich selbst beschäftigen, aber nie richtig zahm werden. Und das ist ja wohl nicht das Ziel.
Wir haben zuerst unsere Trixi angeschafft, die wirklich eine ganz liebe war. Nach 3 Monaten haben wir ihr dann Susi als Spielkameraden \"spendiert\", was sich nach anfänglichen Schwierigkeiten auch als Volltreffer erwies. Warum ich hier aber immer nur von Susi rede, dazu später mehr.
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***DER KÄFIG***
In manchen Fachbüchern meinen die Experten, dass für die kleinen Meerschweinchen nicht unbedingt ein großer Käfig vonnöten ist. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall: der Käfig sollte schon recht großzügig dimensioniert sein, denn die kleinen Piggies brauchen jede Menge Bewegung. Das schließt natürlich auch zusätzlichen Auslauf in der Wohnung oder im Freien ein. Man sollte beim Kauf darauf achten, dass der Käfig für den Menschen gut zugänglich ist (nein, du sollst da nicht reinkrabbeln!!!), denn Meerschweinchen sind sehr sauberkeitsliebende Tiere, weshalb der Käfig eben regelmäßig und ohne große Mühe vom Menschen gereinigt und mit frischer Streu und ebenso frischem Heu bestückt werden kann.
Im Käfig selbst sollten sich in jedem Falle eine Wasserflasche, eine Futterraufe und ein Schlafhäuschen befinden. Anfangs sollte man das Schlafhäuschen noch nicht dazustellen, da man die zunächst ängstlichen Tiere ansonsten kaum zu Gesicht bekommt und es somit schwer haben wird, sie zahm zu kriegen.
Noch ein Tipp zum Auslauf: Wir haben im Kinderzimmer immer eine kleine \"Rennstrecke\" aus kleinen Dosen und Schachteln aufgebaut. Es ist sehr putzig anzuschauen, wie Susi und Trixi sich gegenseitig im Klettern über die Hindernisse überboten haben.
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***DIE ERNÄHRUNG***
Im Großen und Ganzen stellt einen die Fütterung eines Meerschweinchens vor keine unlösbaren Probleme. Dennoch sollte man schon auf Abwechslung achten, denn auch ein Meerschwein benötigt bestimmte Mengen Fett, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralien und Eiweiß. Aber keine Bange, ihr müsst nun nicht mit irgendwelchen Fettwertetabellen rumhantieren!
Was für uns Menschen das täglich Brot, ist für Meerschweinchen das Heu. Im Winter könnte es sogar nur mit Wasser und Heu überleben. Beim Heukauf achtet bitte darauf, dass das Heu frisch und hochwertig ist. Man erkennt den Frischegrad an der leicht grünlichen Farbe und dem aromatischen Geruch. Sieht das Zeug aber eher gelblich aus oder staubt mächtig, so sollte man unbedingt die Finger davon lassen. An schimmeligem Heu können die Tiere sogar sterben!
Wer sich nicht auf gekauftes Heu verlassen will, der tut dem Tierchen auch mit frischem Wiesenheu und vor allem mit Brennesselheu einen großen Gefallen. Natürlich kann man auch nur Brennesseln füttern, dann jedoch sollte man diese vorher etwas abhängen, damit die Teile beim Verzehr nicht so arg brennen. Unsere Susi verschmäht diese angebliche Delikatesse jedoch völlig.
Ganz wichtig: Meerschweinchen sind die einzigen Nagetiere, die nicht selbstständig Vitamin C bilden können. Deshalb sind sie besonders darauf angewiesen, dass der Zweibeiner für eine ausgewogene Mischung aus Futterpflanzen, Gemüse und Obst sorgt.
Als Futterpflanzen eignen sich besonders Löwenzahn, Gras, Vogelmiere, Schachtelhalm und Schafgarbe. In keinem Falle –da absolut giftig- sollten die Piggies Toolkirsche, Goldregen, Eibengewächse und Hundspetersilie bekommen. Aber an erster Stelle sollte natürlich immer frisches Gras stehen. Mit \"frisch\" meine ich auch, dass das Gras nicht von irgendwelchen Düngemitteln, Abgasen oder Hundekot verseucht wurde. Und das dürfte wohl heutzutage nur schwer zu finden sein.
Natürlich können Meerschweine auch mit allen möglichen Schmankerln aus der heimischen Küche gefüttert werden. Unsere Susi ist beispielsweise ganz heiß auf Eisbergsalat, Äpfel, Gurken, Wassermelone, Süßkirschen und Möhren. Man kann aber auch anderes, z.B. schalenlose Kartoffeln, Grapefruit, Tomaten, Honigmelone, Chicoree, Petersilie, Paprika, Birnen, Mandarinen, Weintrauben oder Bananen. Verzichten solltet ihr aber auf Kopfsalat und alle Kohlsorten, da diese starke Blähungen erzeugen.
Und das war immer noch nicht alles. Ihr solltet nämlich daran denken, dass Meerschweinchen Nager sind und immer etwas Hartes zum Abnutzen ihrer schnell nachwachsenden Zähnchen brauchen. Sehr empfehlen kann ich hier hartes Brot oder jede Art von Kräckern, die es im Zoofachhandel gibt. Komischerweise ignoriert unsere Susi aber diese Dinger ganz stur. Warum nur? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht sollte ich sie mal probieren?
Nun stellt sich natürlich die Frage, ob die Schweine denn bei all diesen Tipps zu Obst, Gemüse und Futterpflanzen überhaupt noch das überall erhältliche Kraftfutter benötigen, denn das Zeug ist ja nicht gerade billig. Die Antwort ist eideutig ja, denn in diesem Kraftfutter sind wirklich alle nötigen Vitamine und Mineralien drin, die so ein Meerschwein braucht. Aber gebt bitte nicht mehr als 2 Esslöffel täglich, denn sonst verfetten die Tiere ganz schnell, und wer will schon ein Moppelschwein haben?
Zu guter letzt muß man zum Thema Ernährung noch wissen, dass ein Meerschweinchen genau wie wir Menschen regelmäßig trinken muß, weshalb immer eine Flasche mit Trinkwasser gut erreichbar im Käfig hängen sollte. Lasst aber das Wasser vorher ein bisschen abstehen oder kocht es ab, weil der Chlorgehalt des frisch gezapften Leitungswassers dem Schweinchen schadet.
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***KRANKHEITEN***
Normalerweise ist das Meerschwein für Krankheiten nicht übermäßig anfällig. Leichter Schnupfen oder Milbenbefall können schon mal auftreten, aber das sollte alles kein Problem darstellen, so lange diese Dinge rechtzeitig erkannt und vom Tierarzt behandelt werden. Übrigens könnt ihr beim Tierarzt auch die Krallen des Schweinchens schneiden lassen. In der Regel kostet das nur ein paar Euro, oder es ist sogar völlig umsonst. Natürlich kann man sich auch selbst an die Krallen wagen, aber da muß man wirklich aufpassen, dass man nicht zu tief schneidet, wie es uns mal passiert ist.
Schwierig wird es, wenn solche Dinge wie starke Erkältungen, Fieber oder Durchfall auftreten. Solche Krankheitsbilder lassen sich nämlich nur mit viel Geduld behandeln (was natürlich dann wegen der Medikamente auch schnell ins Geld geht). Und leider ist auch oft alle ärztliche Kunst umsonst und die Tierchen sterben.
Anfangs erwähnte ich auch mal kurz unsere Trixi. Im Alter von 4 Jahren mussten wir sie einschläfern lassen, weil sie den ganzen Bauch voll mit Krebsgeschwüren hatte. Das war natürlich nicht sehr lustig, und wir hatten eigentlich damit gerechnet, dass unsere Susi damit nicht fertig wird und bald hinterher geht. Aber sie hat es mittlerweile wohl ganz gut verkraftet. Das Problem ist nur, dass sie inzwischen auch Ansätze dieser Geschwüre aufweist. Laut Tierarzt übertragen die Schweinchen die Erreger über den Speichel, und da unsere beiden aus demselben Futternapf gefressen haben, war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis es auch bei Susi ausbricht. Logischerweise macht es nun auch keinen Sinn, wieder ein neues Tierchen mit in den Käfig zu setzen.
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***FORTPFLANZUNG***
Abschließend noch schnell ein paar Worte zur Fortpflanzung. Wer keine unliebsamen Überraschungen erleben will, der sollte beim Kauf von 2 oder mehr Schweinchen schon sicher sein, dass er das gewünschte Geschlecht erworben hat. Und wer nun denkt: \"Ach was soll passieren, mein Männchen ist doch noch viel zu jung dafür!\", der wird sein blaues Wunder erleben, denn Weibchen sind bereits im zarten Alter von 4 Wochen geschlechtsreif, und Männchen nach 5 bis 7 Wochen. Es kann also wirklich ganz schnell gehen....
Ist ein Weibchen schwanger, so dauert die Tragezeit im Durchschnitt 65-70 Tage. Äußerlich sieht man es der werdenden Mama aber erst in den letzten 3 Wochen so richtig an. Je nach Anzahl der zu erwartenden Jungen kann sie dann auch richtig dick und rund werden.
Die Geburt selbst verläuft meist ohne jedes Problem, sogar der Papa darf dabei sein. Er hat also nicht das Bedürfnis, seine Jungen nach der Geburt zu verspeisen, wie es im Tierreich ansonsten ja öfter mal vorkommt. Apropos Bedürfnis: Das Weibchen ist bereits kurz nach der Geburt wieder geschlechtsreif, also passt schön auf, dass sich der Kindergarten nicht endlos vergrößert. Außerdem ist es für das Weibchen aus gesundheitlicher Sicht auch nicht so prickelnd, wenn sie unmittelbar nach überstandener Schwangerschaft gleich wieder \"dick\" wird.
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***INTELLIGENZTEST***
Wat, spinnt der Typ jetzt völlig? Intelligenztest? Na ja, ich habe mal irgendwo gelesen, dass Meerschweinchen zwar nicht besonders helle sind, aber immerhin Farben unterscheiden können. Als Test wurde folgendes vorgeschlagen: Man nehme zwei verschiedenfarbige Futternäpfe, beispielsweise einen roten und einen blauen. In den roten packt man Tag für Tag das Futter rein, den blauen lässt man leer oder bestückt ihn mit etwas unsinnigem, womit das Tier nichts anfangen kann. Schon bald werdet ihr merken, dass das Schweinchen ganz automatisch nur den roten Napf ansteuert und den blauen völlig ignoriert. Das ist um so erstaunlicher, da Meerschweine sehr neugierig sind und eigentlich alles untersuchen und beschnuppern müssen. Jetzt kommt der Gag: Stellt man eine dritte Schüssel –grün- hinzu, wird das Tierchen zwar schnuppern gehen, aber dann zielgerichtet auf den roten zusteuern. Und wenn man ganz gemein ist und den roten Napf rausnimmt und das Futter in den blauen packt, ist das arme Schwein völlig verwirrt und ratlos, weil das Futter ja eigentlich in den roten Napf gehört und nicht in den blauen! Ich lasse das jetzt mal unkommentiert. Probiert es einfach aus, es klappt!
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***SCHLUSSWORT***
So, nun habe ich mich wieder endlos ausgelassen. Ob wohl jemand wirklich bis hier unten gelesen hat? Ich weiß, viele User haben mit solch langen Texten ein Problem, aber ich bin halt der Meinung, dass ich umfassend über mein gewähltes Thema informieren will. Und zu diesem Thema hier gibt es halt unendlich viel zu sagen. Also einen Dank an alle, die so tapfer waren, meine Worte ertragen zu haben!
Sagen wollte ich jetzt eigentlich abschließend, daß so ein Meerschweinchen ein ideales, putziges Tierchen für jüngere Kinder ist. Sie lernen Verantwortung für das Tier zu übernehmen, ohne dabei vor größere Probleme gestellt zu werden, und haben nebenbei auch noch eine Menge Spass. Dennoch wird sich für uns, wenn unsere Wusel-Susi mal nicht mehr da ist, das Thema Meerschweinchen wohl erledigt haben.
auch veröffentlicht bei ciao und dooyoo
© macfischkopp 22.09.2003
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