Ibiza Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Favaretto
Favi liess die Püppchen tanzen
Pro:
Lifestile, Spass, Action, Abwechslung, Angebot, Sauberkeit
Kontra:
Preise
Empfehlung:
Ja
Ich war vor Jahren auf Maturareise in Ibiza. Genauer gesagt 1996, es war Juli. Und ich möchte daher diesen Bericht der Insel Ibiza widmen und euch dieses Fleckchen Erde etwas näher bringen:
GESCHICHTE
Der erste mal erschien Ibiza laut den Aufzeichnungen im Jahre 2000 v. Chr., wo die ersten Siedler die Insel erreichten. Dann, 700 v. Chr. Wurde Ibiza entdeckt, aber nicht etwa von den Spaniern, nein von den Griechen. Damals erhielt Ibiza inkl. Formentera den Namen Pityusen. 654 v. Chr. Entstand auf Ibiza die erste Siedlung, diese Sieldung war an Stelle der heutigen Haupstadt Eivissa, erbaut von Katalanen. Nur der damalige Name war noch Ibusim. Hauptgüter des damaligen Handels waren die Salz- und Bleivorkommen der Insel. Laut der Geschichte wurde sogar der berühmte Feldherr Hannibal im Jahre 250 v. Chr. Auf Ibiza geboren. Ca. 200 v. Chr. eroberten dann die Römer die Insel und so wird aus der kleinen Insel eine römische Kolonie. 426 (nach Chr.) schlagen Vandalen die Römer und erobern so nach Mallorca auch die Insel Ibiza. Doch deren Herrschaft währt nicht lange denn schon 535 kamen die Byzanthiner und übernahmen die Insel. 700-900 dann kamen auch noch die Araber, welche wiederum die Insel in Beschlag nahmen. 1235 eroberten dann die Katalanen (natürlich nicht die selben aber deren Nachfolger) die Insel wieder zurück, wie auch Mallorca und Formentera. Im Jahre 1276 erfolgt die Eigenständigkeit der Inseln durch den König Jaume II, von nun an waren Ibiza und die anderen Inseln ein selbständiges Königreich. Als dann im 14. bzw. 15 Jahrhundert die Pest so ziemlich alles an Leben dahinraffte, fielen die Inseln an den Staat Spanien. Noch heute kann man die im 16. Jh. Erbauten Wehrtürme der damaligen Zeit in Ibiza betrachten. 1920 dann wurde Ibiza endlich als Urlaubsparadies entdeckt, und zwar von den Briten. Erst 1960 wurde Ibiza auch zum Traumziel, Hippies belagerten die Insel. 1990 – heute wird Ibiza als Urlaubsland immer beliebter, die Natur wird mehr geschützt und der Tourismus gefördert.
INSEL
Ibiza selbst ist eine von 3 Inseln, deren Überbegriff Balearen ist. Die Balearen liegen im Golf von Valencia, etwa 100 km vom spanischen und 250 km vom afrikanischen festland entfernt. Die Gesamtfläche von Ibiza beträgt 541 km², sie hat eine maximale Länge von 48 km. Die dazugehörige Insel Formentera hat eine Fläche von nur 82 km² und eine maximale Länge von gerade 23 km. Der höchste Berg von Ibiza ist der Sa Talaissa und hat eine Höhe von 475 Metern. Ibiza selbst hat ca. 84000 Einwohner, davon bevölkern alleine ca. 30000 die Hauptstadt Eivissa. Formentera hat ca. 5400 Einwohner. Von den gesamten registrierten Bewohnern entfallen ca. 6500 auf Ausländer, sprich ausgesiedelte, Aussteiger.
Die Religion der Insel ist vorwiegend römisch-katholisch (97 %). Laut Nachrechungen waren im Jahre 2002 über 1,5 Mio. Touristen auf Ibiza, davon allein die Hälfte Briten, gefolgt von Deutschen, Italienern und Franzosen. Ich persönlich war aber 1996 der Meinung, kaum Deutsche sondern mehr Briten und Skandinaven anzutreffen. Die Insel selbst besitzt mehr als 600 Restaurants, 85 Clubs, Discos und Bars.
Die Form der Insel ist oval, fast rundlich, die Sprache ist Spanisch bzw. Katalanisch. Vorwiegend wachsen Orangen-, Feigen- und Mandelbäume sowie Pinien. Das Klima der Insel ist mediterran, mit 300 Sonnentagen im Jahr, im Sommer also 10 Stunden täglich Sonnenschein. Ibiza besitzt 56 Buchten, 18 km der Küste sind Strand.
ERFAHRUNGEN
Wir waren im Jahre 1996 dem kleinen Ferienort Playa d’en Bossa untergebracht, unsere Apartementanlage trug den tollen Namen „Jet“. Wieso diesen Namen? Nun weil der Flughafen ganz in der Nähe war, alle 15 Minuten konnte man einen Flieger sehen, auch wenn man am Strand lag konnte man den Ankömmlingen förmlich schon winken so tief waren die Flieger in dieser Gegend. Unser Appartement war damals für 4 Personen, davon 2 Schlafräume, eine Küche, ein Wohnzimmer und ein Bad/Toilette sowie einer Terrasse, Blick auf den Stand und das Meer. Vorhanden waren Kochutensilien und ein Kabelt-TV sowie ein Telefon. In der Anlage selbst befanden sich 3 Pools, ein Fitnessraum, ein Lebensmittelgeschäft (Spar!!), einige Bars sowie eine Kindertagesstätte. Die Appartementanlage selbst ist 2 km von der Hauptstadt Eivissa entfernt und einfach mit dem Bus oder einem Leihfahrzeug zu errechen. Aber besser mit dem Bus denn die Einheimischen fahren dort nicht gerade vorsichtig. Der Strand von Playa d’en Bossa ist der Längste der Insel, bestehend aus Sand, also kein Kieselstrand. Auch am Strand eine Bar, an der man auch schon tagsüber konsumieren konnte, egal ob Alkohol oder nicht, auch Snacks. Hier hat man auch die gute Sicht auf die Festungsanlage von Ibiza.
Störend viel mir am ersten Tag schon die Flyerverteiler auf, die einen fast penedrant belagerten und einem immer die Flyer der Bars der Insel geben wollten. Die nahmen auch keine Rücksicht darauf das man am Strand schlafen wollte, aber macht ja nichts. An einem Tag nahmen wir uns einen Leihwagen, einen Opel Corsa und machten uns auf Entdeckungstour, wir wollten die Insel sehen. Angefangen haben wir dann bei der Stadt Ibiza (Eivissa). Gesäumt ist die Altstadt mit Bars und Geschäften, Eislokalen und Boutiquen. Tagsüber ist die Stadt meist von „normalen“ Touristen gesäumt, die dem Shoppingvergnügen nachgehen und dort Souvenirs kaufen, ein Eis essen und einfach das Flair geniessen. Gesäumt ist die Promenade mit Palmen, Urlaubsfeeling pur. Die Preise hier sind aber wirklich sehr überhöht, man bezahlt hier für einen normalen Cappuccino schon den doppelten Preis. Am Abend dann verwandelt sich die Altstadt in eine Bühne, Transvestiten und andere schräge Vögel säumen die Gassen, schrille Kostüme an jeder Ecke, Bars spielen Musik und es ist wirkliche Partystimmung.
Doch nun weiter auf unserer Reise durch die Insel: von der Stadt kamen wir schon bald in die ruhigere Gegend des Landes, wir fuhren durch Plantagen mit Orangen, begegneten Einheimischen die uns freundlich zuwinkten, entdeckten abgelegene Buchten und Strände. Unsere Route fürhte von Playa d’en Bossa (im Süden der Insel) Richtung Osten, über Ibiza Stadt, hin zu Cala Llonga, Santa Eulalia bis Es Cana. Kleine Städte die so gar nicht an das typische Bild von Ibiza erinnerten. Nach einem kleinen Mittagessen fuhren wir Landeinwärts, nicht selten wurde aus einer asphaltierten Strasse plötzlich ein Sandweg. Oftmals war weit und breit kein haus zu sehen, Idylle pur. Besonders hervorheben möchte ich dann noch den auf der anderen Seite der Insel entdeckte Bucht von Cala Salada im Westen. Ein tiefblaues Meer und weisser Sandstrand, windgeschützt und wirklich kaum benutzt. Hier verbrachten wir den Rest des Nachmittags, bevor wir uns vorbei am Flughafen auf die Heimreise machten. Das war übrigens der einzige Tag an dem wir uns sonnten. Doch dazu jetzt mehr:
Ibiza ist bekannt für das Nachtleben, die Diskotheken und Bars. Kaum ein jugendlicher Tourist kommt nach Ibiza um dort zu entspannen, nein hier ist Party angesagt und feiern bis zum Umfallen. Einige Clubs auf der Insel sind schon richtig berühmt:
• Das Privileg: angeblich der grösste Club der Welt. Die Innendekoration inklusive Pool lässt jedes Partyherz höher schlagen. Hier legen renomierte DJ’s der ganzen Welt auf und man kann abtanzen bis der Morgen graut. Vormals hatte das Privileg den Namen „KU“, den älteren Ibizabesuchern vielleicht ein Begriff. Das Privileg liegt auf halber Strecke zwischen Ibiza und San Antonio. Das Gebäude selbst erinnert ein wenig an ein Ufo. Wilde Lasereinlagen und Shows machen den Club zu einem Erlebnis, nur der Eintrittspreis hat es in sich: wir bezahlten damals schon (umgerechnet) 15 €. Die Musik ist Rave, Trance Pop.
• Amnesia: früher noch ein open-air Club wurde aufgrund der Lärmbelästigung das Amnesia überdacht, die Terrasse ist mit Palmen und Bars übersät, die Musikrichtung ist vorwiegend Trance, berühmt ist das Amnesia auch für die Schamparties wo einem der Schaum noch 1 Meter über den Kopf steht. Das ist Erlebnis pur, sollte man unbedingt einmal ausprobieren! Der Eintrittspreis hat sich gewaschen, je nach Event zwischen 20 und 50 €. Aber das sollte es einem schon mal wert sein. Beginnen tut der Spass hier übrigens .. ganz unüblich ab 6 Uhr Morgens. Lage: in der Nähe von San Rafael, zwischen Ibiza und San Antonio.
Weitere Clubs möchte ich nicht anführen, das würde den Rahmen sprengen ich habe nur die Clubs angegeben die ich besucht habe.
FAZIT
Ibiza ist die Metropole für Partytiger und Tanzwütige Nachtvögel. Ich habe in den 2 Wochen die ich dort Urlaub machte nur einmal den Strand am Tage gesehen, meist waren die nächtlichen Streifzüge so ausgiebig, dass ich um 11 Uhr Morgens müde ins Bett fiel und erst am Abend wieder aufstand um auszugehen. Besonders gefallen haben mir die wirklich einzigartigen Schaumpartys, hierzu besonders geeignet war der Club „Kiss“ 15 Minuten Fussmarsch von der Anlage entfernt. Meterhoher Schaum aus Kanonen, wo Discos in unseren Breitengraden wirklich nachhängen. Nach den nächtlichen Touren waren wir meist noch Frühstücken, dazu gibt es auf der Insel mehr als genug Gelegenheiten und Restaurants. In den Clubs zahlt man im Schnitt für ein Bier ca. 10 €, also wenn man vor hat, sich zu betrinken wirklich genug Geld einstecken. Wenn man Ruhe sucht, und sich erholen will sollte man sich mehr auf die Westküste begeben, dort sind die Strände frei von Flyerverteilern und Bars, hier kann man noch in aller Ruhe in der Sonne liegen und sich bräunen. Sehenswert ganz sicher die Stadt Eivissa, mit den alten Gemäuern und den unzähligen Geschäften und Bars. Auch in der Nacht ist hier viel los, eine Bar neben der anderen machen die Nacht zum Tag und jeder wird sich hier eine Lokalität finden.
Erholung hatte ich in den 2 Wochen keine, aber dafür einige Erfahrungen mehr. Nicht nur dass ich meine Grenzen austestete, wie lange mein Körper ohne Schlaf auskommt, nein es wurde auch mein Durchhaltevermögen und meine Geldbörse kräftig getestet. Gekostet haben mich diese 2 Wochen inklusive Flug und Übernachtung samt Verpflegung und Vergnügen in etwa 2500 €, da ich meine damalige Freundin mithatte also ca. 5000 €. Auch wenn wir die reise aufgrund der Gruppe (Matura) billiger bekamen. Also Ibiza ist bestimmt nichts für Sparmeister.
Zu Ibiza selbst kann ich nur sagen, ich fand es wunderbar. Die Insel selbst lässt sich teilen in den Partyteil mit den Hotelanlagen, den Discos und den Bars, aber auch in den ruhigen Teil mit schönen Buchten und Ständen, fernab von dem Trubel an der Süd-Ost Küste. Ich kenne beide Seiten der Insel, es ist sicher für jeden etwas dabei, die Temperatur damals betrug übrigens im Schnitt 35 °C also es war angenehm heiss am Tag, die Nacht war mit ca 25 °C schon fast angenehm kühl. Wir hatten keinen Regentag, es waren 2 Wochen Sonne pur. Auch der Ruf von Ibiza besteht zu Recht, nirgendwo ist es leichter, jemanden kennen zu lernen und sei es nur für eine Nacht. Da kann es schon passieren dass man bei einem Strandspaziergang über das eine oder andere Liebespärchen fällt. Die Strände selbst sind sehr gut gepflegt, Morgens um 6 fährt ein Putztrupp aus und beseitigt die Beweise der Nacht.
Ibiza ist bestimmt eine Reise wert, die Mischung aus Verrücktheit und Harmonie ist nirgendwo besser zu vergleichen als hier. Ibiza hat 2 Seiten, Ibiza ist gepflegt und die Einwohner achten auch darauf dass es so bleibt und die Umwelt nicht all zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird. Auch sind die Bewohner überwiegend sehr freundlich, begrüssen Touristen und begegnen ihnen wohl gesinnt. Wer Ibiza noch nicht gesehen hat sollte sich unbedingt einmal auf den Weg dorthin machen, es ist für jeden was dabei. Auch Familien mit Kindern wird auf Ibiza einiges geboten, hierfür gibt es extra Clubanlagen mit Kinderanimation. Ibiza kann man übrigens mit Mallorca nicht vergleichen, das Ambiente ist ein ganz anderes, hier gibt es keinen Ballermann und keine Kübelsäufer, Ibiza selbst wirkt etwas gehobener.
Ich vergebe an Ibiza 5 Sterne, ich bin wirklich schon damals begeistert gewesen und bin es noch Heute. Einzig die fehlende Hautbräune war ein Ärgernis aber da war ich wohl selber schuld. Ibiza ist eine Reise wert, egal ob als Single, als Familie oder als ruhiger Urlauber. Auch einen ausflug mit der Fähre nach Formentera kann ich eigentlich nur empfehlen, ist ein Tagesausflug wo man die kleine Schwesterinsel besichtigen kann.
Ich bedanke mich fürs Lesen und hoffe, Ibiza etwas näher bringen zu können.
© Marco
GESCHICHTE
Der erste mal erschien Ibiza laut den Aufzeichnungen im Jahre 2000 v. Chr., wo die ersten Siedler die Insel erreichten. Dann, 700 v. Chr. Wurde Ibiza entdeckt, aber nicht etwa von den Spaniern, nein von den Griechen. Damals erhielt Ibiza inkl. Formentera den Namen Pityusen. 654 v. Chr. Entstand auf Ibiza die erste Siedlung, diese Sieldung war an Stelle der heutigen Haupstadt Eivissa, erbaut von Katalanen. Nur der damalige Name war noch Ibusim. Hauptgüter des damaligen Handels waren die Salz- und Bleivorkommen der Insel. Laut der Geschichte wurde sogar der berühmte Feldherr Hannibal im Jahre 250 v. Chr. Auf Ibiza geboren. Ca. 200 v. Chr. eroberten dann die Römer die Insel und so wird aus der kleinen Insel eine römische Kolonie. 426 (nach Chr.) schlagen Vandalen die Römer und erobern so nach Mallorca auch die Insel Ibiza. Doch deren Herrschaft währt nicht lange denn schon 535 kamen die Byzanthiner und übernahmen die Insel. 700-900 dann kamen auch noch die Araber, welche wiederum die Insel in Beschlag nahmen. 1235 eroberten dann die Katalanen (natürlich nicht die selben aber deren Nachfolger) die Insel wieder zurück, wie auch Mallorca und Formentera. Im Jahre 1276 erfolgt die Eigenständigkeit der Inseln durch den König Jaume II, von nun an waren Ibiza und die anderen Inseln ein selbständiges Königreich. Als dann im 14. bzw. 15 Jahrhundert die Pest so ziemlich alles an Leben dahinraffte, fielen die Inseln an den Staat Spanien. Noch heute kann man die im 16. Jh. Erbauten Wehrtürme der damaligen Zeit in Ibiza betrachten. 1920 dann wurde Ibiza endlich als Urlaubsparadies entdeckt, und zwar von den Briten. Erst 1960 wurde Ibiza auch zum Traumziel, Hippies belagerten die Insel. 1990 – heute wird Ibiza als Urlaubsland immer beliebter, die Natur wird mehr geschützt und der Tourismus gefördert.
INSEL
Ibiza selbst ist eine von 3 Inseln, deren Überbegriff Balearen ist. Die Balearen liegen im Golf von Valencia, etwa 100 km vom spanischen und 250 km vom afrikanischen festland entfernt. Die Gesamtfläche von Ibiza beträgt 541 km², sie hat eine maximale Länge von 48 km. Die dazugehörige Insel Formentera hat eine Fläche von nur 82 km² und eine maximale Länge von gerade 23 km. Der höchste Berg von Ibiza ist der Sa Talaissa und hat eine Höhe von 475 Metern. Ibiza selbst hat ca. 84000 Einwohner, davon bevölkern alleine ca. 30000 die Hauptstadt Eivissa. Formentera hat ca. 5400 Einwohner. Von den gesamten registrierten Bewohnern entfallen ca. 6500 auf Ausländer, sprich ausgesiedelte, Aussteiger.
Die Religion der Insel ist vorwiegend römisch-katholisch (97 %). Laut Nachrechungen waren im Jahre 2002 über 1,5 Mio. Touristen auf Ibiza, davon allein die Hälfte Briten, gefolgt von Deutschen, Italienern und Franzosen. Ich persönlich war aber 1996 der Meinung, kaum Deutsche sondern mehr Briten und Skandinaven anzutreffen. Die Insel selbst besitzt mehr als 600 Restaurants, 85 Clubs, Discos und Bars.
Die Form der Insel ist oval, fast rundlich, die Sprache ist Spanisch bzw. Katalanisch. Vorwiegend wachsen Orangen-, Feigen- und Mandelbäume sowie Pinien. Das Klima der Insel ist mediterran, mit 300 Sonnentagen im Jahr, im Sommer also 10 Stunden täglich Sonnenschein. Ibiza besitzt 56 Buchten, 18 km der Küste sind Strand.
ERFAHRUNGEN
Wir waren im Jahre 1996 dem kleinen Ferienort Playa d’en Bossa untergebracht, unsere Apartementanlage trug den tollen Namen „Jet“. Wieso diesen Namen? Nun weil der Flughafen ganz in der Nähe war, alle 15 Minuten konnte man einen Flieger sehen, auch wenn man am Strand lag konnte man den Ankömmlingen förmlich schon winken so tief waren die Flieger in dieser Gegend. Unser Appartement war damals für 4 Personen, davon 2 Schlafräume, eine Küche, ein Wohnzimmer und ein Bad/Toilette sowie einer Terrasse, Blick auf den Stand und das Meer. Vorhanden waren Kochutensilien und ein Kabelt-TV sowie ein Telefon. In der Anlage selbst befanden sich 3 Pools, ein Fitnessraum, ein Lebensmittelgeschäft (Spar!!), einige Bars sowie eine Kindertagesstätte. Die Appartementanlage selbst ist 2 km von der Hauptstadt Eivissa entfernt und einfach mit dem Bus oder einem Leihfahrzeug zu errechen. Aber besser mit dem Bus denn die Einheimischen fahren dort nicht gerade vorsichtig. Der Strand von Playa d’en Bossa ist der Längste der Insel, bestehend aus Sand, also kein Kieselstrand. Auch am Strand eine Bar, an der man auch schon tagsüber konsumieren konnte, egal ob Alkohol oder nicht, auch Snacks. Hier hat man auch die gute Sicht auf die Festungsanlage von Ibiza.
Störend viel mir am ersten Tag schon die Flyerverteiler auf, die einen fast penedrant belagerten und einem immer die Flyer der Bars der Insel geben wollten. Die nahmen auch keine Rücksicht darauf das man am Strand schlafen wollte, aber macht ja nichts. An einem Tag nahmen wir uns einen Leihwagen, einen Opel Corsa und machten uns auf Entdeckungstour, wir wollten die Insel sehen. Angefangen haben wir dann bei der Stadt Ibiza (Eivissa). Gesäumt ist die Altstadt mit Bars und Geschäften, Eislokalen und Boutiquen. Tagsüber ist die Stadt meist von „normalen“ Touristen gesäumt, die dem Shoppingvergnügen nachgehen und dort Souvenirs kaufen, ein Eis essen und einfach das Flair geniessen. Gesäumt ist die Promenade mit Palmen, Urlaubsfeeling pur. Die Preise hier sind aber wirklich sehr überhöht, man bezahlt hier für einen normalen Cappuccino schon den doppelten Preis. Am Abend dann verwandelt sich die Altstadt in eine Bühne, Transvestiten und andere schräge Vögel säumen die Gassen, schrille Kostüme an jeder Ecke, Bars spielen Musik und es ist wirkliche Partystimmung.
Doch nun weiter auf unserer Reise durch die Insel: von der Stadt kamen wir schon bald in die ruhigere Gegend des Landes, wir fuhren durch Plantagen mit Orangen, begegneten Einheimischen die uns freundlich zuwinkten, entdeckten abgelegene Buchten und Strände. Unsere Route fürhte von Playa d’en Bossa (im Süden der Insel) Richtung Osten, über Ibiza Stadt, hin zu Cala Llonga, Santa Eulalia bis Es Cana. Kleine Städte die so gar nicht an das typische Bild von Ibiza erinnerten. Nach einem kleinen Mittagessen fuhren wir Landeinwärts, nicht selten wurde aus einer asphaltierten Strasse plötzlich ein Sandweg. Oftmals war weit und breit kein haus zu sehen, Idylle pur. Besonders hervorheben möchte ich dann noch den auf der anderen Seite der Insel entdeckte Bucht von Cala Salada im Westen. Ein tiefblaues Meer und weisser Sandstrand, windgeschützt und wirklich kaum benutzt. Hier verbrachten wir den Rest des Nachmittags, bevor wir uns vorbei am Flughafen auf die Heimreise machten. Das war übrigens der einzige Tag an dem wir uns sonnten. Doch dazu jetzt mehr:
Ibiza ist bekannt für das Nachtleben, die Diskotheken und Bars. Kaum ein jugendlicher Tourist kommt nach Ibiza um dort zu entspannen, nein hier ist Party angesagt und feiern bis zum Umfallen. Einige Clubs auf der Insel sind schon richtig berühmt:
• Das Privileg: angeblich der grösste Club der Welt. Die Innendekoration inklusive Pool lässt jedes Partyherz höher schlagen. Hier legen renomierte DJ’s der ganzen Welt auf und man kann abtanzen bis der Morgen graut. Vormals hatte das Privileg den Namen „KU“, den älteren Ibizabesuchern vielleicht ein Begriff. Das Privileg liegt auf halber Strecke zwischen Ibiza und San Antonio. Das Gebäude selbst erinnert ein wenig an ein Ufo. Wilde Lasereinlagen und Shows machen den Club zu einem Erlebnis, nur der Eintrittspreis hat es in sich: wir bezahlten damals schon (umgerechnet) 15 €. Die Musik ist Rave, Trance Pop.
• Amnesia: früher noch ein open-air Club wurde aufgrund der Lärmbelästigung das Amnesia überdacht, die Terrasse ist mit Palmen und Bars übersät, die Musikrichtung ist vorwiegend Trance, berühmt ist das Amnesia auch für die Schamparties wo einem der Schaum noch 1 Meter über den Kopf steht. Das ist Erlebnis pur, sollte man unbedingt einmal ausprobieren! Der Eintrittspreis hat sich gewaschen, je nach Event zwischen 20 und 50 €. Aber das sollte es einem schon mal wert sein. Beginnen tut der Spass hier übrigens .. ganz unüblich ab 6 Uhr Morgens. Lage: in der Nähe von San Rafael, zwischen Ibiza und San Antonio.
Weitere Clubs möchte ich nicht anführen, das würde den Rahmen sprengen ich habe nur die Clubs angegeben die ich besucht habe.
FAZIT
Ibiza ist die Metropole für Partytiger und Tanzwütige Nachtvögel. Ich habe in den 2 Wochen die ich dort Urlaub machte nur einmal den Strand am Tage gesehen, meist waren die nächtlichen Streifzüge so ausgiebig, dass ich um 11 Uhr Morgens müde ins Bett fiel und erst am Abend wieder aufstand um auszugehen. Besonders gefallen haben mir die wirklich einzigartigen Schaumpartys, hierzu besonders geeignet war der Club „Kiss“ 15 Minuten Fussmarsch von der Anlage entfernt. Meterhoher Schaum aus Kanonen, wo Discos in unseren Breitengraden wirklich nachhängen. Nach den nächtlichen Touren waren wir meist noch Frühstücken, dazu gibt es auf der Insel mehr als genug Gelegenheiten und Restaurants. In den Clubs zahlt man im Schnitt für ein Bier ca. 10 €, also wenn man vor hat, sich zu betrinken wirklich genug Geld einstecken. Wenn man Ruhe sucht, und sich erholen will sollte man sich mehr auf die Westküste begeben, dort sind die Strände frei von Flyerverteilern und Bars, hier kann man noch in aller Ruhe in der Sonne liegen und sich bräunen. Sehenswert ganz sicher die Stadt Eivissa, mit den alten Gemäuern und den unzähligen Geschäften und Bars. Auch in der Nacht ist hier viel los, eine Bar neben der anderen machen die Nacht zum Tag und jeder wird sich hier eine Lokalität finden.
Erholung hatte ich in den 2 Wochen keine, aber dafür einige Erfahrungen mehr. Nicht nur dass ich meine Grenzen austestete, wie lange mein Körper ohne Schlaf auskommt, nein es wurde auch mein Durchhaltevermögen und meine Geldbörse kräftig getestet. Gekostet haben mich diese 2 Wochen inklusive Flug und Übernachtung samt Verpflegung und Vergnügen in etwa 2500 €, da ich meine damalige Freundin mithatte also ca. 5000 €. Auch wenn wir die reise aufgrund der Gruppe (Matura) billiger bekamen. Also Ibiza ist bestimmt nichts für Sparmeister.
Zu Ibiza selbst kann ich nur sagen, ich fand es wunderbar. Die Insel selbst lässt sich teilen in den Partyteil mit den Hotelanlagen, den Discos und den Bars, aber auch in den ruhigen Teil mit schönen Buchten und Ständen, fernab von dem Trubel an der Süd-Ost Küste. Ich kenne beide Seiten der Insel, es ist sicher für jeden etwas dabei, die Temperatur damals betrug übrigens im Schnitt 35 °C also es war angenehm heiss am Tag, die Nacht war mit ca 25 °C schon fast angenehm kühl. Wir hatten keinen Regentag, es waren 2 Wochen Sonne pur. Auch der Ruf von Ibiza besteht zu Recht, nirgendwo ist es leichter, jemanden kennen zu lernen und sei es nur für eine Nacht. Da kann es schon passieren dass man bei einem Strandspaziergang über das eine oder andere Liebespärchen fällt. Die Strände selbst sind sehr gut gepflegt, Morgens um 6 fährt ein Putztrupp aus und beseitigt die Beweise der Nacht.
Ibiza ist bestimmt eine Reise wert, die Mischung aus Verrücktheit und Harmonie ist nirgendwo besser zu vergleichen als hier. Ibiza hat 2 Seiten, Ibiza ist gepflegt und die Einwohner achten auch darauf dass es so bleibt und die Umwelt nicht all zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird. Auch sind die Bewohner überwiegend sehr freundlich, begrüssen Touristen und begegnen ihnen wohl gesinnt. Wer Ibiza noch nicht gesehen hat sollte sich unbedingt einmal auf den Weg dorthin machen, es ist für jeden was dabei. Auch Familien mit Kindern wird auf Ibiza einiges geboten, hierfür gibt es extra Clubanlagen mit Kinderanimation. Ibiza kann man übrigens mit Mallorca nicht vergleichen, das Ambiente ist ein ganz anderes, hier gibt es keinen Ballermann und keine Kübelsäufer, Ibiza selbst wirkt etwas gehobener.
Ich vergebe an Ibiza 5 Sterne, ich bin wirklich schon damals begeistert gewesen und bin es noch Heute. Einzig die fehlende Hautbräune war ein Ärgernis aber da war ich wohl selber schuld. Ibiza ist eine Reise wert, egal ob als Single, als Familie oder als ruhiger Urlauber. Auch einen ausflug mit der Fähre nach Formentera kann ich eigentlich nur empfehlen, ist ein Tagesausflug wo man die kleine Schwesterinsel besichtigen kann.
Ich bedanke mich fürs Lesen und hoffe, Ibiza etwas näher bringen zu können.
© Marco
26 Bewertungen, 1 Kommentar
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24.08.2004, 14:35 Uhr von marion_b
Bewertung: sehr hilfreichschön, aber es gibt bessere Urlaubsländer. LG; Marion
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