Ibiza Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von FredOnly
Eivissa.Ibiza "Heaven is a place on earth...."
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ja, auch auf Ibiza gibt es Schnee! Nicht etwa auf dem höchsten Berggipfel, dem Atalaya, sondern unten im Tal, Februar und März: Die Mandelbäume stehen in voller weisser Blütenpracht, die uns vorgaukelt, dass wieder einmal im dortigen Frühling der nie ausbleibende Schnee gefallen ist. Die meisten Touristen kommen natürlich zum Baden, ab spätestens Mitte Mai garantiert. Frühbesucher, die die Insel zur ruhigeren Zeit besuchen oder gar die Zugereisten, die sich ein Häuschen gekauft oder gebaut hatten, geniessen diese in malerischer Landschaft eingebetteten ´Ruhe vor dem Sturm´.
Allgemein geniessen die im Winter Gebliebenen die wohlverdiente Ruhe nach dem Stress der hinter ihnen liegenden Saison, voran die Ibizenkos, die Einheimischen. Denn spätestens an Ostern ist es wieder soweit: Die ersten nationalen und ausländischen Eivissa-Liebhaber und die jedes Jahr neu hinzukommenden Fans (Fans, aus welchem Grunde auch immer und es gibt genügend Admirationspunkte) treffen ein. Zu Land natürlich nicht, umsomehr zu Wasser und per Flieger. Vor allen aber kommen die Spanier selbst an diesen Feiertagen vom Festland herüber.
Geschäftsleute verschiedenster Nationalitäten stehen vor Ostern immer vor demselben Problem: Soll ich meinen Laden schon eröffnen, mein Schaufenster schon herrichten, die Organisation meines Hotels schon in Schwung bringen, jetzt schon die in der Saison unbedingt benötigten Angestellten einstellen?
Denn nach den Osterfeiertagen tritt der, wie die Leute dort sagen, "bajón" ein. "El bajón" ist allgemein das Hinuntergehen oder das Herunterkommen in jeder Hinsicht: Ob es sich da um den bekannten Kater handelt, beim Drogen-"Genuss" um das "what goes up (...what turnes on), must come down" oder im hier beschriebenen Geschäftsleben um eine erste Verkaufs- und Gewinn-Strähne mit dem darauffolgenden Lapsus, der Flaute; weil die Kunden nochmals von dieser Insel für mindestens sechs Wochen verschwinden. Und da stellt sich kurzfristig die ´Saure-Gurken-Zeit´ ein, eine Durststrecke eben.
Warum ´Eivissa´ und nicht (nur) ´Ibiza´? Die Balearen-Bewohner sind sehr stolz auf ihre Sprache. Das ´ibizenco´ ist die Version der katalanischen Sprache, so wie das ´mallorquin´ die Mallarca-Version ist. Bereits in Valencia auf der iberischen Halbinsel wird ´valenciano´ gesprochen. In der Hauptstadt von Katalunien, in Barcelona, natürlich pures ´catalan´.--
Katalunien, die Balearen inbegriffen, ist ein fester politischer Bestandteil Spaniens, liegt geografisch zwischen Spanien und Frankreich. Katalan setzt sich aus französisch und castellanisch (hochspanisch) zusammen.- Die Ibizenkos drangen in den letzten Jahren immer mehr darauf, den Namen ´Ibiza´ zu streichen, um ihn durch ´Eivissa´ völlig zu ersetzen. Die Madrider Zentralregierung sah das nicht so und man einigte sich vorerst mit einem salomonischen Beschluss: Beiden Namen solle im friedlichen Nebeneinander bestehen.
Vom Strand Salinas, den man leicht mit Auto und Bus erreichen kann, ist allgemein die Rede und feuchtfröhliche Kunde. Feucht, wegen dem kristallklarem Wasser und auf keinen Fall wegen Ballermann-Orgien wie auf Mallorca. Auf der anderen Seite der Salinas-Halbinsel (zu Fuss leicht und in einigen Minuten zu überqueren, befindet sich immerhin der nicht weniger attraktive Strand ´Es Caballet´.
Der letzte und paradiesische Teil von ´Es Caballet´ ist seit Jahrzehnten den Gay-Leuten reserviert, wobei alle Gays (wohlgemerkt: aus dem Englischen gay = lustig, fröhlich, freundlich, nett) dort willkommen sind, nackt oder in Badebekleidung; so wie jeder oder jede will.- Das ist Ibiza und so wird es auch bleiben. Das macht die Insel (in den Ausmassen zu vergleichen mit dem ehemaligen Gross-Berlin) so unterschiedlich von allen anderen Inseln auf der ganzen Welt.
Und da gibt es noch einen Strand unter den vielen unbeschreiblich schönen, auf den die Inselbewohner ganz besonders stolz sind: ´Aquas Blancas´ an der Ostküste von Eivissa. Gleich hinter der berühmten Ortschaft San Carlos, ehemals Hochburg der Hippies. In San Carlos selbst, gleich gegenüber der Kirche an der scharfen Linkskurve, kann man in einem glitze-kleinen Garten-Restaurant ausgezeichnet essen und trinken und das für Ibiza-Verhältnisse zu annehmbaren Preisen.
Und weil gerade von Restaurants die Rede ist: Eine Unmenge davon gibt es; das ist wahr. Hier jetzt aber ein absoluter in-crowder-Tipp: Auf der Hälfte der Avenida España, die vom neueren Stadtteil Figueretas zur unteren Ibiza-Altstadt führt und an der Fussgängerzone ´Vara de Rey´ (benannt und mit einer Gedenkstatue versehen nach Ibiza´s berühmten Piraten und Seefahrer) endet, biegen Sie links in die Seitenstrasse ein. Nach einigen Metern auf der linken Seite halten Sie Ausschau nach einem kleinen unscheinbaren Schild mit der Aufschrift "Casa Antonio", und das auch noch im 1.Stock. Noch immer nicht gefunden? Fragen Sie in dieser Zone die Passanten.- Sie haben in dieser Volks-Gaststätte eine inmense Auswahl an einheimischen, typisch spanischen Gerichten. Frisches Brot, Wein und Wasser, Salz, Pfeffer, Essig und Öl stehen sowieso schon auf den rustikalen Tischen für Sie bereit.
Beim Fisch-Angebot zum Beispiel kommen Sie vor lauter Nicht-Wissen-Was-Zuerst ins Trudeln. Halten Sie sich dabei immer an die Tageskarte, die Ihnen vom beleibten und beliebten Paco vorgesprochen, und wenns nicht anders geht mit Händen und Füssen erklärt wird. Sie können mindestens aus drei Menu-Gängen wählen; mindestens! Und nach dem Essen, den berühmt-berüchtigen sehr wohl schmeckenden ´Carajillo´, ein spanischer Espresso mit einem Schuss Cognak. Sie kommen dorthin immer wieder zurück auch wegen des gemischten Publikums: Bauarbeiter, Studenten, Disco-Freaks, behördliche Angestellte, Bankdirektoren, Rentner, ganze Familien, Reiche und Pauschal-Reisen-Touristen, soweit es sich halt bei denen rumgesprochen hat. Und gehen Sie zur Mittagszeit hin, nicht vor 14.00 Uhr.
Und in der Innenstadt selbst, am ´Plaza del Parque´ ein Terrassen-Café-Platz direkt unter der Befestigungsmauer der Altstadt ´Dalt Vila´ (Sie fühlen sich plötzlich beinahe nach Süd-Frankreich versetzt) das kleine erst vor ein paar Jahren eröffnete und von Ibizenkos geführten Restaurant ´Bon Profit´!! Ab halb zwei mittags stehen stehen die Gäste gerne an bis sie an die Reihe kommen. Einmal am Tisch, können Sie sitzenbleiben gleiben solange Sie wollen. Auch hier beste Speisen bei einer unvergesslichen internationalen Ambiente. Also, ¡Bon Profit! wie die Leute auf Eivissa sagen. Lassen Sie es sich schmecken und schauen Sie ruhig einmal etwas tiefer ins spanische Rioja-Wein-Glas! Sie sind gut beraten auch hier die Mittagszeit zu wählen. Die Abend- und Nacht-Restaurants der Insel ist eine andere beschreibenswerte Geschichte.-
Und wer mit Eivissa in Kontakt kommen oder bleiben will: Es gibt eine deutsche Reportergruppe vor Ort, die regelmässig über die Pitiusen (Inselgruppe Ibiza und Formentera) in einem newsletter berichtet:
[email protected]
Allgemein geniessen die im Winter Gebliebenen die wohlverdiente Ruhe nach dem Stress der hinter ihnen liegenden Saison, voran die Ibizenkos, die Einheimischen. Denn spätestens an Ostern ist es wieder soweit: Die ersten nationalen und ausländischen Eivissa-Liebhaber und die jedes Jahr neu hinzukommenden Fans (Fans, aus welchem Grunde auch immer und es gibt genügend Admirationspunkte) treffen ein. Zu Land natürlich nicht, umsomehr zu Wasser und per Flieger. Vor allen aber kommen die Spanier selbst an diesen Feiertagen vom Festland herüber.
Geschäftsleute verschiedenster Nationalitäten stehen vor Ostern immer vor demselben Problem: Soll ich meinen Laden schon eröffnen, mein Schaufenster schon herrichten, die Organisation meines Hotels schon in Schwung bringen, jetzt schon die in der Saison unbedingt benötigten Angestellten einstellen?
Denn nach den Osterfeiertagen tritt der, wie die Leute dort sagen, "bajón" ein. "El bajón" ist allgemein das Hinuntergehen oder das Herunterkommen in jeder Hinsicht: Ob es sich da um den bekannten Kater handelt, beim Drogen-"Genuss" um das "what goes up (...what turnes on), must come down" oder im hier beschriebenen Geschäftsleben um eine erste Verkaufs- und Gewinn-Strähne mit dem darauffolgenden Lapsus, der Flaute; weil die Kunden nochmals von dieser Insel für mindestens sechs Wochen verschwinden. Und da stellt sich kurzfristig die ´Saure-Gurken-Zeit´ ein, eine Durststrecke eben.
Warum ´Eivissa´ und nicht (nur) ´Ibiza´? Die Balearen-Bewohner sind sehr stolz auf ihre Sprache. Das ´ibizenco´ ist die Version der katalanischen Sprache, so wie das ´mallorquin´ die Mallarca-Version ist. Bereits in Valencia auf der iberischen Halbinsel wird ´valenciano´ gesprochen. In der Hauptstadt von Katalunien, in Barcelona, natürlich pures ´catalan´.--
Katalunien, die Balearen inbegriffen, ist ein fester politischer Bestandteil Spaniens, liegt geografisch zwischen Spanien und Frankreich. Katalan setzt sich aus französisch und castellanisch (hochspanisch) zusammen.- Die Ibizenkos drangen in den letzten Jahren immer mehr darauf, den Namen ´Ibiza´ zu streichen, um ihn durch ´Eivissa´ völlig zu ersetzen. Die Madrider Zentralregierung sah das nicht so und man einigte sich vorerst mit einem salomonischen Beschluss: Beiden Namen solle im friedlichen Nebeneinander bestehen.
Vom Strand Salinas, den man leicht mit Auto und Bus erreichen kann, ist allgemein die Rede und feuchtfröhliche Kunde. Feucht, wegen dem kristallklarem Wasser und auf keinen Fall wegen Ballermann-Orgien wie auf Mallorca. Auf der anderen Seite der Salinas-Halbinsel (zu Fuss leicht und in einigen Minuten zu überqueren, befindet sich immerhin der nicht weniger attraktive Strand ´Es Caballet´.
Der letzte und paradiesische Teil von ´Es Caballet´ ist seit Jahrzehnten den Gay-Leuten reserviert, wobei alle Gays (wohlgemerkt: aus dem Englischen gay = lustig, fröhlich, freundlich, nett) dort willkommen sind, nackt oder in Badebekleidung; so wie jeder oder jede will.- Das ist Ibiza und so wird es auch bleiben. Das macht die Insel (in den Ausmassen zu vergleichen mit dem ehemaligen Gross-Berlin) so unterschiedlich von allen anderen Inseln auf der ganzen Welt.
Und da gibt es noch einen Strand unter den vielen unbeschreiblich schönen, auf den die Inselbewohner ganz besonders stolz sind: ´Aquas Blancas´ an der Ostküste von Eivissa. Gleich hinter der berühmten Ortschaft San Carlos, ehemals Hochburg der Hippies. In San Carlos selbst, gleich gegenüber der Kirche an der scharfen Linkskurve, kann man in einem glitze-kleinen Garten-Restaurant ausgezeichnet essen und trinken und das für Ibiza-Verhältnisse zu annehmbaren Preisen.
Und weil gerade von Restaurants die Rede ist: Eine Unmenge davon gibt es; das ist wahr. Hier jetzt aber ein absoluter in-crowder-Tipp: Auf der Hälfte der Avenida España, die vom neueren Stadtteil Figueretas zur unteren Ibiza-Altstadt führt und an der Fussgängerzone ´Vara de Rey´ (benannt und mit einer Gedenkstatue versehen nach Ibiza´s berühmten Piraten und Seefahrer) endet, biegen Sie links in die Seitenstrasse ein. Nach einigen Metern auf der linken Seite halten Sie Ausschau nach einem kleinen unscheinbaren Schild mit der Aufschrift "Casa Antonio", und das auch noch im 1.Stock. Noch immer nicht gefunden? Fragen Sie in dieser Zone die Passanten.- Sie haben in dieser Volks-Gaststätte eine inmense Auswahl an einheimischen, typisch spanischen Gerichten. Frisches Brot, Wein und Wasser, Salz, Pfeffer, Essig und Öl stehen sowieso schon auf den rustikalen Tischen für Sie bereit.
Beim Fisch-Angebot zum Beispiel kommen Sie vor lauter Nicht-Wissen-Was-Zuerst ins Trudeln. Halten Sie sich dabei immer an die Tageskarte, die Ihnen vom beleibten und beliebten Paco vorgesprochen, und wenns nicht anders geht mit Händen und Füssen erklärt wird. Sie können mindestens aus drei Menu-Gängen wählen; mindestens! Und nach dem Essen, den berühmt-berüchtigen sehr wohl schmeckenden ´Carajillo´, ein spanischer Espresso mit einem Schuss Cognak. Sie kommen dorthin immer wieder zurück auch wegen des gemischten Publikums: Bauarbeiter, Studenten, Disco-Freaks, behördliche Angestellte, Bankdirektoren, Rentner, ganze Familien, Reiche und Pauschal-Reisen-Touristen, soweit es sich halt bei denen rumgesprochen hat. Und gehen Sie zur Mittagszeit hin, nicht vor 14.00 Uhr.
Und in der Innenstadt selbst, am ´Plaza del Parque´ ein Terrassen-Café-Platz direkt unter der Befestigungsmauer der Altstadt ´Dalt Vila´ (Sie fühlen sich plötzlich beinahe nach Süd-Frankreich versetzt) das kleine erst vor ein paar Jahren eröffnete und von Ibizenkos geführten Restaurant ´Bon Profit´!! Ab halb zwei mittags stehen stehen die Gäste gerne an bis sie an die Reihe kommen. Einmal am Tisch, können Sie sitzenbleiben gleiben solange Sie wollen. Auch hier beste Speisen bei einer unvergesslichen internationalen Ambiente. Also, ¡Bon Profit! wie die Leute auf Eivissa sagen. Lassen Sie es sich schmecken und schauen Sie ruhig einmal etwas tiefer ins spanische Rioja-Wein-Glas! Sie sind gut beraten auch hier die Mittagszeit zu wählen. Die Abend- und Nacht-Restaurants der Insel ist eine andere beschreibenswerte Geschichte.-
Und wer mit Eivissa in Kontakt kommen oder bleiben will: Es gibt eine deutsche Reportergruppe vor Ort, die regelmässig über die Pitiusen (Inselgruppe Ibiza und Formentera) in einem newsletter berichtet:
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15 Bewertungen, 1 Kommentar
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20.03.2002, 13:23 Uhr von AAsiasnack
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht!
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