Leipzig Testbericht

Leipzig
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Erfahrungsbericht von egonman

Die Stadt ist eine Messe wert !

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

„Leipzig allgemein“


Durchgangshöfe , Messe-Häuser und Passagen und dazu musikalisches Allerlei auf höchstem Niveau !



Die neue Messe und die alte Stadt , das ist eine Einheit . Denn ohne die Messe wäre die Stadt nicht so modern , und ohne die Tradition der Stadt wäre die Messe ohne Flair , ohne Leben , ohne Charakter . das neue Messe-Gelände ist ein großes gläsernes Wunder moderner Architektur und die Stadt ist ein noch viel größeres , vielleicht noch viel wunderbares Wunder alter Messe-Häuser . Denn früher fand die Messe im Saale statt , in den vielen innerstädtischen Verkaufs-Geschossen , in den weiten Lofts der Leipziger Messe-Häuser . Davon lebt die Stadt noch heute .

Jetzt sind Passagen eingezogen in die Höfe und Durchgangs-Häuser , und diese Passagen vernetzen die ganze Stadt zu einem einzigen unvergleichlichen Erlebnis . Es macht einfach Spaß in den für „Leipzig“ so charakteristischen glasüberdachten Durchgängen zu flanieren . Diese Durchgangs-Häuser sind die alten und wieder ganz jungen Mittelpunkte des Leipziger Geschäfts-Lebens . Fast alle Passagen wurden in den letzten Jahren in bemerkenswerter Weise restauriert und bieten mit ihren Geschäften und Kneipen eine bunte Mischung , die von den Leipzigern und den Touristen gleichermaßen geschätzt wird . Auch das sehr gute Hotel Leipzig am Augustusplatz , das in zentraler Stadt-Lage liegt so das man mittendrin in der Stadt ist . Die Zimmer sind renoviert und sehr komfortabel , sowie die neu gestaltete Hotel-Halle mit Foyerbar und Orangerie mit Glasdach setzen auch hier besondere Akzente . Hier lässt es sich leben und von hier kann man etwas unternehmen , weil man mittendrin ist .
Oder im Hotel am Gutenbergplatz , was auch mitten im pulsierenden „Leipzig“ liegt , findet man als Gast in der Gutenberg-Galerie , durchweg klimatisierte Zimmer und einen Komfort den man bei einem Mercure Hotel gewohnt ist .

Die größte , wenn auch nicht die ursprünglichste Passage ist der Bahnhof , es ist der größte Bahnhof Europas . Groß , ja gigantisch . Dem arg heruntergekommenen Monument wurde 1995 eine Schönheitskur verordnet . Innerhalb von zwei Jahren wurden die Hallen restauriert und 30 000 Quadratmeter Verkaufs-Fläche auf drei Ebenen eingerichtet . So entstanden auf mehreren Stockwerken lebendige Promenaden . Wer heute in „Leipzig“ mit der Bahn ankommt , ist überwältigt . Der 1915 errichtete Bahnhof mit seiner riesigen Querhalle ist zu einer Kathedrale des Konsums geworden . Doch auch die Kunst kommt nicht zu kurz , denn der Luminator von Jean Tinguely setzt einen unüberhörbaren Akzent in dieser neuen Erlebniswelt .

Von der Thomas-Kirche steht er in Bronze gegossen , der Thomas-Kantor Johann Sebastian Bach . Viele Jahre , von 1723 bis 1750 wirkte der große deutsche Komponist hier in dieser Kirche . Der Thomaner-Chor setzt die Tradition bis auf den heutigen Tag fort und die Kontzerte vermitteln einen unvergleichlich authentischen Eindruck barocker Kompositions-Kunst . Die sangesfreudigen Leipziger haben noch einen weiteren interessanten Chor zu bieten , den „Chor des Völker-Schlacht-Denkmals“ , ein Kuriosum , denn welches Denkmal hat schon seinen eigenen Chor . Doch das Völker-Schlacht-Denkmal , ein Berg aus behauenem Stein , birgt in seinem Inneren eine monumentale Kuppel-Halle und ebenda trifft sich der Denkmal-Chor und kämpft wacker gegen die schwierige Akustik . Das im Vergleich eine viel bessere Akustik bietet da das Neue Gewand-Haus , ein von außen etwas nüchterner moderner Bau , doch im Inneren schwelgt das weltbekannte Gewand-Haus-Orchester in allen Farben der klassischen philharmonischen Kunst . Direkt gegenüber steht die Oper , mit einem breitem Repertoire an klassischen Opern und Ballett .

Nach dem Opern-Besuch ist der Abend in „Leipzig“ noch keinesfalls zu Ende . Die Kneipen im Stadt-Zentrum haben ganze Straßen-Züge für sich gebucht , und im Sommer ist zwischen den tischen und Stühlen quer über die Straßen kaum ein Durchkommen , Musik und Klein-Kunst locken in Bühnen und Theater . Vor allem die Kabarett- und Variete-Szene hat in „Leipzig“ eine lange Tradition und in den letzten Jahren auch neue Belebung erfahren .



Das war ein kleiner Vorgeschmack auf „Leipzig“ , das mit seiner Vielfältigkeit wirklich zu einem Besuch animiert . Ein Beispiel für ein Wochenende in einem von den beiden Hotels
Ein Doppel-Zimmer mit zwei Übernachtungen und reichhaltigem Frühstück und außerdem noch ein 3-Gänge-Menü im Krystall-Palast Variete , dem eine atemberaubende Variete-Show folgt . Der Sonntag steht dann zur eigenen Verfügung , das alles kostet pro Person 120 Euro .
Kann einen „Leipzig-Besuch“ nur empfehlen , obwohl ein Wochenende dafür nicht ausreichend ist . Wünsche allen viel Spaß dabei !

13 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Abana1

    31.03.2002, 15:19 Uhr von Abana1
    Bewertung: nicht hilfreich

    Da du nichts über das Neue Messegelände schreibst, wie eigentlich der Kategorietitel verspricht, ist die Meinung n.n.