Provence Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Qualle
Lavendelduft zwischen Alpen und Mittelmeer
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich euch über eine Gegend in Europa berichten, in die ich mich schon bei meinem ersten Besuch verliebt habe. Die Provence ist so schön und vielseitig, wie auf den Bildern und Postkaten dargestellt. Jeder findet hier was für seine Bedürfnisse. Da wäre die Cote d’Azur am Mittelmeer, die Städte Marseille, Nica und der kleine Staat Monaco. Aber heute möchte ich nicht über die Küstenregion schreiben, obwohl diese auch sehr viel zu bieten hat. Außer den genannten Städten sind da erwähnenswert,
* die herrliche zerklüftete Küste bei Calannquas mit den romantischen Naturhafen,
* der baumlose Gipfel des Mont Ventoux
* die, durch Filmfestspiele bekannte Stadt Cannes und vieles mehr.
Aus Italien kommend, erreichten wir 1996 diese französische Region. Da wir uns bis zum Abend in Monaco (anderer Bericht) aufgehalten hatten, suchten wir als erstes einen Zeltplatz. Er sollte nicht direkt am Meer liegen. In Grasse, der in den Bergen gelegenen Parfümhauptstadt, fanden wir einen Platz, den ich sehr empfehlen kann. (Übernachtung für 4 Personen am Tag – FF ca. Euro)
Der Platz war sehr gepflegt mit einem wunderschönen, großen Swimmingpool unter Palmen. Der Platz selbst am Berg terrassenartig angebracht. Na gut, für große Autos oder Wohnwagen etwas kompliziert, aber ansonsten großräumig. Ich komme heute noch ins schwärmen, denke ich an die schönen Stunden, die wir da verlebten.
Nun der nächste Tag führte uns zum Mittelmeer. Hier war es sehr belebt und für Touristen ausgebaut. Doch am Strand war es zu heiß, um uns außer zu einem erfrischendem Bad (wo man sehr schön Fische im Wasser beobachten konnte) lange aufzuhalten. Nun nachdem wir die wunderschönen roten Felsen und die zerklüftete Küste in der Nähe von Cannes uns angesehen hatte, führen wir wieder in die einsamen Berge hinter dem belebten Strand. Schon wenige Kilometer weg vom Wasser kamen wir zufällig an einem Naturschutzgebiet vorbei, das nur tagsüber für den Autoverkehr geöffnet ist.
Der „Parc Zoologique“ ist jedem zu empfehlen, der die Einsamkeit, Ruhe und Entspannung liebt. Nach wenigen Kilometern Fahrt durch den Park, ließen wir erst einmal unser Auto stehen und entspannten und an einem kleinen Bade- und Angelsee. Nicht alle Straßen in dem Wildpark sind zur Zeit für Autos geöffnet. Aber das was wir sehen ist einzigartig. Nur wenige Kilometer im Landesinneren geht es durch enge Straßen, bessere Feldwege, über Berge und durch schmale Täler. Immer wieder unterbrechen wir unsere Fahrt, um die Schönheit zu genießen.
Auf einer herrlichen Anhöhe begegnen wir freilaufenden Wildschweinen, die sich an die wenigen Besucher gewöhnt haben. Unter uns unbekannten Bäumen genießen wir den wolkenlosen Himmel und die malerische Ruhe der Provence. Ja, die Landschaft bietet hier viel Stoff den Künstlern.
Ruhelos wie wir sind, zieht es uns schon bald weiter durch das Land. Weg vom Mehr wollen wir noch etwas vom Landesinneren der Provence erkunden. Vorbei an herrlich duftenden Lavendelfeldern, Getreide- und Zucchinifeldern erreichen wir das kleine Städtchen Castellane. Schon von weitem sehen wir die auf einem steilem Fels, alles überragende Wallfahrtskappelle „Notre-Dame-du-Roc“.
Das Städtchen erinnert mich an die vielen Postkarten und Bilder, die ich aus dieser Gegend gesehen habe. Es lohnt sich schon ein Bummel durch den etwas verträumten Ort. Obwohl wir um diese Mittagszeit kaum Besucher treffen, sind die Straßen voll mit Souvenirläden und Restaurants. In einem kleinen Straßenrestaurant essen wir zu Mittag. Der Hund des Gastwirts wartet schon artig neben dem Tisch und hofft, da für ihn was übrig bleibt.
Endlich habe ich gemerkt, das mein Foto defekt war und lege einen neuen Film ein. Das wurde auch Zeit, denn jetzt fahren wir durch eine gigantische Landschaft. Eine schmale Straßen, manchmal durch Felsüberhänge führend, neben einem breiten rauschender Fluss, eingezwängt in steile felsige Berge, durch so eine bezaubernde Landschaft setzen wir am frühen Nachmittag die Fahrt fort.
Über uns ist nur die Sonne, die alles malerisch erscheinen lässt. Die Berge werden immer höher, und wir sind nun am oder im Grand Canyon du Verdon.
Ich kenne den Großen in Amerika zwar nicht, aber dieser Canyon ist auch gigantisch schön. Die Straßen sind zwar nicht sehr voll, doch an den besonders schönen Stellen ist kaum ein Parkplatz zu bekommen.
Vom Point Sublime hat man einen sehr guten Blick über die grün, bewaldeten unterschiedlich steilen Felsen und die tiefe Schlucht durch die sich der 175 km lange Fluss Verdon windet. Und der sich hier auf etwa 21 km durch den fossilienreiche Kalksteinen gegraben hat. Auf einer Nebenstraße fahren wir hinunter ins Tal. Die letzten hundert (oder mehr) Meter laufen wir dann zu Fuß hinab zum Flussbett. Es ist schon etwas ausgetrocknet. Bietet aber viele Möglichkeiten zum Wandern und klettern. Da etwa 15 Meter über dem Fuß ist eine Höhle, wodurch man zu einer anderen Seite des Berges gelang. Da wir aber keine Taschenlampe mit haben, sind wir zur Umkehr gezwungen.
Der Anstieg wieder hinauf zum Auto ist bei der Hitze sehr mühsam.
Für die folgende Nacht nehmen wir Quartier auf einer Farm. Das heißt, im angrenzenden Wald neben einem Bauerngehöft ist ein kleiner primitiver Zeltplatz, wo wir unsere Zelte aufbauen. Nachts tappt man hier im Dunkeln zum WC und in den Waschraum. Es ist eine so richtig verträumte Landschaft. Die Farm steht einsam zwischen Getreide- und Zucchinifeldern. Teils ist das Feld abgeerntet, andrer sind fast reif und auf einigen wurde neu angesät. Eine sehr fruchtbare Gegend ist es hier. Nun die FF ( Euro) die wir hier fürs Zelten bezahlen sind reichlich für den Service, den man geboten bekommt.
Nachdem wir am nächsten Tag Orange (anderer Bericht) besucht haben, machen wir noch einmal einen kleinen Abstecher zum Point du Gard, worüber ich schon in einem anderen Bericht geschrieben habe.
Nun ich habe mich gleich bei meinem ersten Besuch in der Provence in diese Landschaft verliebt. Hier findet man fast alles was es so an Naturvielfalt gibt, belebte Strände, einsames malerisches Hinterland, Berge, Schluchten und eine fruchtbare Landschaft.
Ich komme wieder!
* die herrliche zerklüftete Küste bei Calannquas mit den romantischen Naturhafen,
* der baumlose Gipfel des Mont Ventoux
* die, durch Filmfestspiele bekannte Stadt Cannes und vieles mehr.
Aus Italien kommend, erreichten wir 1996 diese französische Region. Da wir uns bis zum Abend in Monaco (anderer Bericht) aufgehalten hatten, suchten wir als erstes einen Zeltplatz. Er sollte nicht direkt am Meer liegen. In Grasse, der in den Bergen gelegenen Parfümhauptstadt, fanden wir einen Platz, den ich sehr empfehlen kann. (Übernachtung für 4 Personen am Tag – FF ca. Euro)
Der Platz war sehr gepflegt mit einem wunderschönen, großen Swimmingpool unter Palmen. Der Platz selbst am Berg terrassenartig angebracht. Na gut, für große Autos oder Wohnwagen etwas kompliziert, aber ansonsten großräumig. Ich komme heute noch ins schwärmen, denke ich an die schönen Stunden, die wir da verlebten.
Nun der nächste Tag führte uns zum Mittelmeer. Hier war es sehr belebt und für Touristen ausgebaut. Doch am Strand war es zu heiß, um uns außer zu einem erfrischendem Bad (wo man sehr schön Fische im Wasser beobachten konnte) lange aufzuhalten. Nun nachdem wir die wunderschönen roten Felsen und die zerklüftete Küste in der Nähe von Cannes uns angesehen hatte, führen wir wieder in die einsamen Berge hinter dem belebten Strand. Schon wenige Kilometer weg vom Wasser kamen wir zufällig an einem Naturschutzgebiet vorbei, das nur tagsüber für den Autoverkehr geöffnet ist.
Der „Parc Zoologique“ ist jedem zu empfehlen, der die Einsamkeit, Ruhe und Entspannung liebt. Nach wenigen Kilometern Fahrt durch den Park, ließen wir erst einmal unser Auto stehen und entspannten und an einem kleinen Bade- und Angelsee. Nicht alle Straßen in dem Wildpark sind zur Zeit für Autos geöffnet. Aber das was wir sehen ist einzigartig. Nur wenige Kilometer im Landesinneren geht es durch enge Straßen, bessere Feldwege, über Berge und durch schmale Täler. Immer wieder unterbrechen wir unsere Fahrt, um die Schönheit zu genießen.
Auf einer herrlichen Anhöhe begegnen wir freilaufenden Wildschweinen, die sich an die wenigen Besucher gewöhnt haben. Unter uns unbekannten Bäumen genießen wir den wolkenlosen Himmel und die malerische Ruhe der Provence. Ja, die Landschaft bietet hier viel Stoff den Künstlern.
Ruhelos wie wir sind, zieht es uns schon bald weiter durch das Land. Weg vom Mehr wollen wir noch etwas vom Landesinneren der Provence erkunden. Vorbei an herrlich duftenden Lavendelfeldern, Getreide- und Zucchinifeldern erreichen wir das kleine Städtchen Castellane. Schon von weitem sehen wir die auf einem steilem Fels, alles überragende Wallfahrtskappelle „Notre-Dame-du-Roc“.
Das Städtchen erinnert mich an die vielen Postkarten und Bilder, die ich aus dieser Gegend gesehen habe. Es lohnt sich schon ein Bummel durch den etwas verträumten Ort. Obwohl wir um diese Mittagszeit kaum Besucher treffen, sind die Straßen voll mit Souvenirläden und Restaurants. In einem kleinen Straßenrestaurant essen wir zu Mittag. Der Hund des Gastwirts wartet schon artig neben dem Tisch und hofft, da für ihn was übrig bleibt.
Endlich habe ich gemerkt, das mein Foto defekt war und lege einen neuen Film ein. Das wurde auch Zeit, denn jetzt fahren wir durch eine gigantische Landschaft. Eine schmale Straßen, manchmal durch Felsüberhänge führend, neben einem breiten rauschender Fluss, eingezwängt in steile felsige Berge, durch so eine bezaubernde Landschaft setzen wir am frühen Nachmittag die Fahrt fort.
Über uns ist nur die Sonne, die alles malerisch erscheinen lässt. Die Berge werden immer höher, und wir sind nun am oder im Grand Canyon du Verdon.
Ich kenne den Großen in Amerika zwar nicht, aber dieser Canyon ist auch gigantisch schön. Die Straßen sind zwar nicht sehr voll, doch an den besonders schönen Stellen ist kaum ein Parkplatz zu bekommen.
Vom Point Sublime hat man einen sehr guten Blick über die grün, bewaldeten unterschiedlich steilen Felsen und die tiefe Schlucht durch die sich der 175 km lange Fluss Verdon windet. Und der sich hier auf etwa 21 km durch den fossilienreiche Kalksteinen gegraben hat. Auf einer Nebenstraße fahren wir hinunter ins Tal. Die letzten hundert (oder mehr) Meter laufen wir dann zu Fuß hinab zum Flussbett. Es ist schon etwas ausgetrocknet. Bietet aber viele Möglichkeiten zum Wandern und klettern. Da etwa 15 Meter über dem Fuß ist eine Höhle, wodurch man zu einer anderen Seite des Berges gelang. Da wir aber keine Taschenlampe mit haben, sind wir zur Umkehr gezwungen.
Der Anstieg wieder hinauf zum Auto ist bei der Hitze sehr mühsam.
Für die folgende Nacht nehmen wir Quartier auf einer Farm. Das heißt, im angrenzenden Wald neben einem Bauerngehöft ist ein kleiner primitiver Zeltplatz, wo wir unsere Zelte aufbauen. Nachts tappt man hier im Dunkeln zum WC und in den Waschraum. Es ist eine so richtig verträumte Landschaft. Die Farm steht einsam zwischen Getreide- und Zucchinifeldern. Teils ist das Feld abgeerntet, andrer sind fast reif und auf einigen wurde neu angesät. Eine sehr fruchtbare Gegend ist es hier. Nun die FF ( Euro) die wir hier fürs Zelten bezahlen sind reichlich für den Service, den man geboten bekommt.
Nachdem wir am nächsten Tag Orange (anderer Bericht) besucht haben, machen wir noch einmal einen kleinen Abstecher zum Point du Gard, worüber ich schon in einem anderen Bericht geschrieben habe.
Nun ich habe mich gleich bei meinem ersten Besuch in der Provence in diese Landschaft verliebt. Hier findet man fast alles was es so an Naturvielfalt gibt, belebte Strände, einsames malerisches Hinterland, Berge, Schluchten und eine fruchtbare Landschaft.
Ich komme wieder!
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