Mehr Informationen zu Rom Testbericht

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Erfahrungsbericht von berndlm

Entdecke die Geschichte

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Alle Wege führen nach Rom heißt es sprichwörtlich. Rom ist eine schöne Stadt, die wirklich eine Reise wert ist.

Über meinen Fünf-Tage-Kurzurlaub in Rom möchte ich Euch jetzt berichten:

1. Einleitung:

Rom ist Zeitzeuge der Geschichte. Die Bauwerke und Monumente der Stadt zeigen einem die über 2000jährige Geschichte Roms. Faszination und Schönheit zeichnen die Stadt aus. Rom bewegt einem und gefällt auf dem ersten Blick. Diese Stadt bietet alles: Einsame, verschlafen erscheinende Gassen oder die großen Touristenattraktionen. Für jedem ist etwas dabei. Der einzigen Wermutstropfen ist der laute und sehr starke Verkehr. Fußgängerzonen sieht man in Rom relativ wenige. Auch in der Nacht bilden sich noch größere Staus. Vom Verkehr schwabt eine richtige Hektik auf einem über.

2. Bauwerke, Monumente, Besichtigungen usw.

Zuerst: Ich schreibe nicht ausführlich über die Besichtigungsmöglichkeiten. Hierzu ist ein Reiseführer besser geeignet. Auch wird meine Aufzählung bei weitem nicht alles abdecken. Nur ein paar Sachen, die ich gesehen habe, mit einem kurzem Kommentar von mir.

- Petersplatz, Petersdom und Museum:

Der Vatikanstaat ist ein Muss für alle Rombesucher. Ohne den Petersplatz, den Petersdom usw. gesehen zu haben ist man nicht in Rom gewesen.

Das Museum des Vatikans kostet 10 EUR Eintritt. Für Liebhaber von Statuen sicherlich sehenswert. Das Highlight des Museums ist aber unbestritten die Sixtinische Kapelle, Michelangelos Meisterwerke. Die Wand- und Deckengemälde fallen durch kräftige, leuchtende Farben auf. Durch die Farben ergebt sich sogar ein 3D-Effekt. Apropos Eintritt: Jeden letzten Sonntag im Monat kann man das Museum kostenlos besuchen. Wir waren an einen letzten Sonntag im Monat dort. Kostenlos ja, aber wir mussten geschlagene 2 Stunden warten bis wir endlich im Museum waren. Durch die sehr vielen Menschen und den Sicherheitskontrollen am Eingang hat sich der Einlas dementsprechend verzögert.

Der Petersdom ist auch für einen Dom riesig und sehr pompös. Goldene Decken, wunderbare Eindrücke der Kirchenkunst und die kreuzförmige Anordnung des Domes fallen wohlwollend auf.

Der Petersplatz ist wie vom Fernsehen bekannt groß und vom Petersdom ausgehend links und rechts durch Säulen abgegrenzt.

Wir hatten das Glück vom Petersplatz aus den Papst zu sehen. Er hat um die Mittagsstunde den Engel des Herrn gebetet. Für mich ein Erlebnis der besonderen Art. Obwohl ich nicht unbedingt als Strenggläubiger zu bezeichnen bin, ging der Auftritt des Papstes mir zu Herzen. Ein Mann der seit 1978 das Oberhaupt der katholischen Kirche ist. Mit gebrechlicher Stimme betete er den Engel des Herrn auf lateinisch und begrüßte anschließend die Gläubigen (die mit Plakaten, z. B. aus Polen kommend) in ihrer Muttersprache.

Nun zum Highlight des Vatikans bzw. möchte ich sogar sagen von ganz Rom. Die Kuppel des Peterdoms. Für 4 EUR bzw. 5 EUR (Treppe oder Lift) wird einem in hoher Höhe ein unvergesslicher Ausblick über Rom geboten. Die ganzen Denkmäler von Rom werden einem in einem anderen Blickwinkel präsentiert. Wir nahmen den Weg über den Lift. Nach der Liftfahrt müssen nur noch 320 Stufen (z. T. sehr enger Weg) bis zur Kuppel bewältigt werden. Aber der Ausblick verzeiht und rechtfertigt jede einzelne Stufe. Ein weiteres schönes Nebenprodukt des Weges ist der Blick in den Innenraum des Domes von einer beachtlichen Höhe aus.

Fazit: Vatikan unbedingt ansehen!!!


- Fontana di Trevi (Trevibrunnen)

Der Trevibrunnen ist eines der bekanntesten Brunnen von Rom. Ein schöner mittelgroßer Brunnen, der von vielen Touristen zu jeder Tages und Nachtzeit bestaunt wird. Schöne Figuren und ein Platz zur kurzen Musehaltung aber mehr dann auch wieder nicht (zu viele Touristen).

Fazit: Als Rom-Besucher muss der Brunnen beachtet werden.


- Viktor-Emanuel-Denkmal (die Schreibmaschine):

Ein riesiges, weißes Denkmal auf dem Piazza Venezia. Normal gesperrt für Besucher (lt. Reiseführer seit 1976 nach einem Attentat der Faschisten) wurden die Tore am 01. Mai für Besucher geöffnet (der 01. Mai ist auch in Italien ein Feiertag). Das Denkmal ist eindrucksvoll. Die Aussicht über Rom ist schön (aber nicht so wie von der Dom-Kuppel). Charakteristisch ist die Form (fast wie) einer Schreibmaschine. Zwei Soldaten stehen als Mahnwache neben einem Kriegerdenkmal.

Fazit: Schön und unübersehbar.


- Kolosseum (Colosseo):

Wohl eines der bekanntesten Bauwerke der Geschichte. Für 8 EUR kann das Kolosseum und ein dazu angrenzender Park (Palatino = Park und alte Mauern) besichtigt werden. Das Kolosseum ist beeindrucken obwohl es nur noch zur Hälfte erhalten ist. Vor dem Kolosseum befindet sich noch der Triumphbogen.

Fazit: Ansehen!

- Foro Romano:

Neben dem Kolosseum befindet sich das frei zugängliche Foro Romano. Säulen und Mauern führen einem viele Jahre in die Geschichte zurück. Ein Spaziergang durch dieses Forum ist empfehlenswert und fast schon entspannend.

Fazit: Sehenswert.


- Spanische Treppe:

Die Spanische Treppe befindet sich im Herzen von Rom. Eine breite, lange Treppe geschmückt mit vielen Blumen. Früher soll dies der Treffpunkt der Jugend zum abendlichen Feiern usw. gewesen sein. Heute sieht man nur, auch am Abend, Touristen stehen, fotografieren und am Rand auch sitzend. Ein kleiner, netter Brunnen am Fuße der Treppe rundet den Anblick ab. Von oben hat man einen schönen Blick nach unten.

Fazit: Als Tourist mitzunehmen, aber ich hätte mir mehr davon erwartet.


- Pantheon:

Eine runde Kuppel erkennt man z. B. von der Kuppel des Peterdoms. Nach dem Eintritt ins Pantheon befindet man sich in einer großen, runden Halle. Ein Teil davon ist als Kirche zu erkennen, ein anderer Teil wurde als Grabstätte der italienischen Königsfamilie benutzt.

Fazit: Nicht nur der äußerliche Eindruck gefällt auch der pompöse Innenraum ist unbedingt zu besuchen.


- Kirchen:

Kirchen gibt es in Rom wohl an jeder zweiten Straßenecke. Viele sehen von außen ganz unscheinbar aus, sind aber innen wunderschön.

Erwähnenswert ist hier die S. Giowanni in Laterano. Im Südosten von Rom bzw. um eine bessere Einordnung zu geben im Osten vom Kolosseum befindet sich die älteste christliche Basilika. Eindrucksvolle Deckengemälde und große Statuen findet der Betrachter. Diese Kirche ist sehr zu empfehlen.

In der S. Maria Maggiore (südlich vom Bahnhof) befindet sich ein Relikt der Geburtskrippe Jesu. Diese Kirche muss nicht unbedingt auf dem Programm stehen.


- Trasterve:

Trasterve ist ein wunderbares Viertel im Südwesten von Rom (über den Fluss Tiber zu erreichen). Enge schöne malerische Gassen vermitteln ein schönes Bild von Rom. Es ist auf den Nebenstraßen wesentlich ruhiger und für einen Nachmittag empfehlenswert. Auf der Anhöhe von Trasterve (bei der spanischen Botschaft) erhält der Besucher erneut einen wunderbaren Ausblick über Rom.

Fazit: Einen ruhigen Nachmittag weg von den Touristenströme einplanen.


3. Verkehr

Der Verkehr ist hektisch und sehr ausgeprägt. Es gibt viele Zebrastreifen, aber es hilft nicht wie in Deutschland am Zebrastreifen zu warten bis ein Auto hält. So kommt man nie über die Straße. Es ist notwendig einen mutigen aber zur eigentlichen Sicherheit einen doch vorsichtigen Schritt in die Straße zu tun.

Die Hektik des Verkehrs steckt einen an. Es ist wohl typisch für Rom und für seine Menschen.

An Sonn- und Feiertagen werden mehrere Straßenabschnitte über den Tag für den Verkehr gesperrt. Dies ist für den Rombesucher sehr erholsam. Mal keine Angst beim überqueren der Straße und noch wichtiger: es ist zumindest für eine gewisse Zeit ruhig.

4. Essen und Trinken

Zum Essen:

Vor dem Besuch in Rom habe ich angenommen, dass das Essen teuer sein wird. Man kann aber in dieser Stadt kostengünstig und vor allem gut essen. Einfach ein paar Meter weg von den Touristenströmen und schon purzeln die Preise.

Eine Pizza kostet z. B. um die 6 EUR. Wohl typisch für Rom sind die Chinesen. Viele chinesische Restaurants findet man in dieser Stadt. Sie sind leicht zu finden. Jeder Chinese hat rote Lampions vor seinem Eingang hängen. Ein Entengericht kostet z. B. um die 4 EUR, eine Frühlingsrolle um die 1,30 EUR; der Reis muss entgegen unseren Gewohnheiten extra bestellt und bezahlt werden (ein Schüsselchen kostet 1,10 EUR).

Beim Essen im Lokal muss immer zusätzlich ein Gedeck bezahlt werden (ca. pro Person um 1 EUR).

Für den Hunger unterwegs kann man sich Pizzastückchen kaufen.

Zum Trinken:

In Rom wird Wein und Wasser getrunken. Der offene Wein und das Wasser sind auch im Lokal sehr günstig. Z. B. haben wir einen Wein für ca. 3 bis 5 EUR per Liter getrunken. Das Wasser kostet in der Literflasche ca. 1, 60 EUR. Dagegen ist Bier teuer: Für ein Bier darf man schon mal 4 bis 5 EUR bereithalten.

In ganz Rom findet man Wasserbrunnen, die extra zum trinken aufgestellt wurden. Es ist Trinkwasserqualität und sehr erfrischend. Viele Römer sieht man mit Plastikbechern davon trinken. Ohne Hilfsmittel kann auch ohne Probleme daraus getrunken werden: Einfach den Wasserstrahl zuhalten und schon wird durch eine kleine Öffnung am oberen Rand des Wasserhahnes ein kleiner Strahl ausgeschüttet.

5. Cappuccino

Einfach lecker! In jeder Bar (ist bei uns ein Cafe) bekommt man ihm. Interessant und auch beachtenswert ist das der Cappuccino oder auch andere Getränke im Stehen getrunken meist nur den halben Preis kosten. Im Sitzen getrunken muss meist ein Topzuschlag bezahlt werden. Einfach auf die Karte sehen und die Bankpreise (= im Stehen) bzw. Tischpreise vergleichen. Es ist sowieso ratsam zuerst nach dem Preis zu sehen bzw. zu fragen. Überraschungen können dadurch ausgeschlossen werden. Und wer will für ein kleines Cola (wird in der Büchse ausgeschenkt!) anstatt ca. 1,50 EUR über 3 EUR bezahlen wenn nur ein paar Meter weiter der günstigere Preis bezahlt werden braucht.

Die Bars sind meistens recht klein. Aber kein Problem da ja die meisten den Cappuccino im Stehen trinken.

6. Eis:

In Italien bekommt man wohl das beste Eis. Einfach sehr gut!!! Die Auswahl ist ungewohnt groß. Es gibt im Gegensatz zu Deutschland keine Kugeln. Die Eisgröße wird meist in 3 Kategorien untergeordnet, d. h. klein, mittel und groß. Die kleine Portion ist dafür bereits so groß das sie ausreichend ist. Die Preise für eine kleine Portion (2 bis 3 Sorten) belaufen sich auf 1,30 EUR bis 3 EUR (Topzuschlag in der Nähe des Trevibrunnens).

7. Wie kommt man nach Rom:

Alle Wege führen nach Rom. Es gibt die bekannten Möglichkeiten nach Rom zu pilgern. Nur mit dem Auto würde ich es keinem empfehlen.

Wir sind von München mit dem täglich fahrenden EuroNacht-Zug nach Rom gefahren. Er fährt um ca. 20.35 Uhr von München ab und am frühen morgen um ca. 08.20 Uhr ist man bereits in Rom. Zurück fährt man einfach im gleichen Zug. Die Abfahrt ist um 21.10 Uhr in Rom und Ankunft in München ca. um 08.30 Uhr.

8. Diebstahl:

Geldbörsen gehören in Rom nicht in die hintere Hosentasche! In Rom wird gestohlen was nicht Niet und Nadelfest ist. Berüchtigt dafür sind die Busfahrten (v. a. die Route zum und vom Vatikan).

Also ein paar präventive Maßnahmen treffen: Am besten eine Umhängegeldbörse benutzen. Rücksäcke im Bus nach vorne hängen. Handtaschen immer zur Hausseite tragen (so kann kein Rollerfahrer unverhofft die Tasche mitnehmen) und immer die Augen offen halten.

9. Öffentlicher Nahverkehr

Es gibt in Rom zwei U-Bahnlinien, Straßenbahnen und natürlich Busse. Eine Busfahrt kostet 0,77 EUR. Mit dieser Karte kann man 75 Minuten fahren, egal ob mit Bus oder U-Bahn. Die Busse sind meist überfüllt.

10. Zum Abschluss: Das Wichtigste:

Gutes Schuhwerk mitnehmen und gleich bei der Ankunft einen Stadtplan organisieren. Auch soll die Sonnencreme nicht vergessen werden.


Ein Besuch in Rom ist empfehlenswert. Unsere 5 Tage haben uns genügt. Natürlich kann in 5 Tagen nicht alles besichtigt werden, aber die wichtigsten Sachen haben wir gesehen.

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