Schottland Testbericht
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Erfahrungsbericht von Ulmchen
Schottland, Isle of Skye
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich mal euch mal ein kleines Stück Schottland vorstellen und zwar die Insel:
Isle of Skye an der Westküste
Da mein Papa ein waschechter Schotte ist und von Skye kommt, habe ich fast die gesamten Urlaube meiner Kindheit hier verbracht.
Allgemeines:
+++++++++++
Isle of Skye ist die größte Insel der inneren Hebriden und an der Westseite (Antlantikküste) Schottlands gelegen und ca. 2 Autostunden von Inverness entfernt. Skye ist ca. 1.740 km² groß, sowie 80 km lang und bis zu 30 km breit. Aufgrund der zackigen Küste erhielt sie den gälischen Beinamen \"\"Eilean Sgiathanach\", was soviel bedeutet wie die \"geflügelte Insel\". A propos viele der über 10.000 Einwohner sprechen immernoch Gälisch und pflegen diese Sprache auch. Beispielsweise ist Muttersprache meines Vaters nicht Englisch, sondern Gälisch. Wer also auf der Insel richtig Eindruck schinden möchte, sollte echten Schotten in Gälisch mit folgenden Worten gegenüber treten: \"latha math. Ciamar a tha thu?\" Das bedeutet nämlich \"Guten Tag. Wie geht es dir.\"
Die Inselhauptstadt ist Portree, aber dazu später mehr. Die Haupteinahmequelle der Inselbewohner ist neben Fischfang und Viehzucht (auf Skye leben mindestens 5x soviel Schafe wie Menschen), der Tourismus. Landschaftlich gesehen bietet Skye neben den hohen Cullins (eine Bergkette von bis zu 1200m höhe) im Süden, eine wunderschöne, grüne Hügellandschaft im Norden. Das Wetter ist stark vom Atlantik beeinflußt und extrem unbeständig. Nebel und Regen stehen auch immer Sommer an der Tagesordung. Historische Berümtheit erlangte die Insel im Jahre 1746 als Flora MacDonald (übrigens DIE schottische Nationalheldin), den schottischen Prinzen Charles Edward Stuart (auch Bonnie Prince Charly genannt) nach einer verlorenen Schlacht in Frauenkleidern auf der Insel versteckte. Von hieraus flüchtete der Prinz nach Frankreich und starb 1788 als einsamer Säufer in Rom. Früher gelang man mittels einer kleinen Autofähre von Kyle of Loch Alsh auf die Insel, jedoch wurde 1995 zum Unmut der Einwohner eine Brücke in Betrieb genommen, für die man eine relativ hohe Maut von ca. 9 Euro entrichten muss.
Sehenswertes:
++++++++++++++
Dunvegan Castle:
Für ca. 5 Euro pro Person kann man das einzige Schloss Schottlands besichtigen, welches sich immernoch in der Hand der Erbauer befindet. Dunvegan Castle ist seit dem 13. Jahrhundert Familiensitz der MacLeods und ist deshalb so gut erhalten, weil es in früheren Zeiten nur über das Meer zu erreichen war. Die Clan-Chiefs leben heute noch in dem Schloß und bieten einen Teil zur Besichtigung für Touristen an. Die Familiengeschichte sowie eine Ahnengalerie und die Geheimnisse des Schloß werden hier auf eindrucksvolle Weise wieder gegeben. Da ist zum Beispiel die sagenberankte Feen-Flagge, die aus dem Morgenland stammt und den Clan seit vielen, vielen Jahrhunderten schützt oder das Trinkhorn \"Dunvegan Horn\" des Malcom MacLeod. Dieser erlegte nämlich einen Stier nur mit der Hilfe eines Messers. Zudem gibt es auch persönliche Gegenstände von Flora MacDonald zu betrachten. Auch besteht die Möglichkeit einen Teil der Räume für festliche Anläße zu mieten, wer also mal in einem schottischen Schloß heiraten möchte...
Kilt Rock:
Als \"Kilt Rock\" bezeichnet man einen malerischen Steilküstenabschnitt der im Norden der Insel gelegen ist. Seinen Namen trägt er aufgrund der Tatsache, dass er aussieht als hätte man einen schottischen Kilt fein säuberlich gefaltet und hier abgelegt. In dem fast 70m hohen Wasserfall mündet unter anderem mit 46m der kürzeste Fluß Schottlands. Wer einmal einen Natur pur und schönen Ausblick aufs Meer genießen möchte, der sollte sich den \"Kilt Rock\" mal ansehen.
Clan Donald Visitor Centre:
Wer sich für historische Ereignisse und schottische Clans interessiert, der sollte mal das Clan Donald Visitor Centre besuchen. Im Clan Visitor Centre in Ardvarsar bietet manfür ca. 4 Euro Eintritt eine große, prächtige Gartenanlage samt Schloßruinen (die allerdings nur im Sommer ihren Reiz hat), sowie die Geschichte des Clan (Mac)Donald (das sind übrigens meine Vorfahren). Im Vorderen \"Study Centre\" wird dem Besucher die oben erwähnte Geschichte von Bonnie Prince Charlie detailliert näher gebracht, da die MacDonald im Kampf gegen die britische Krone seine Verbündeten waren und besonders die schottische Kultur pflegten und alles Englische ablehnten. Weiterhin wird vom \"Lord of the Isles\" berichtet. Einem Titel den seit 1386 der jeweilige Clan Chief der MacDonald innehatte und damit über die westlichen Inseln (allerdings nicht Skye) und über Teile des Festlandes herrschte. Dieser Titel wurde jedoch nach zahlreichen Aufständen und Kämpfen im 15. Jahrhundert wieder aberkannt.
Talisker Whiskydestillerie:
Whisky gehört zu Schottland wie kein anderes Getränk. Was viele allerdings nicht wissen, sogar Skye verfügt über eine eigene Destillerie und zwar in Loch Harport. Hier gründeten 1830 die Brüder McCaskill die Talisker-Brennerei. Bei dem Besuch der Anlage wird dem Besucher eindrucksvoll die Whiskey Herstellung näher gebracht. Ein Besuch durch die Produktionsstätten (hier stinkt es sehr eigenwillig ein bißchen nach verbranntem Torf) ist ebenso inklusive, wie eine Whiskyprobe. Der Talisker ansich schmeckt sehr mild und ein bißchen torfig. Letzteres liegt daran, dass die Gerste über Torrfeuer getrocknet und anschließend mit Torfwasser zu einem pampigen Brei gemischt wird. Aufgrund des hohen Torfgehalts der Insel kann es stellenweise passieren, dass das Wasser etwas bräunlich aus dem Hahn herausläuft. Also nicht erschrecken.
Portree:
Die Hauptstadt der Insel ist das östlich gelegene Portree. Das gut 1800 Einwohner Städtchen (für schottische Verhältnisse schon fast eine mittelgroße Stadt) ist mit einem wunderschönen Naturhafen ausgestattet. Hier gibt es zahlreiche Pubs, Hotels und schottische Tanzveranstaltungen. Wer also mal richtige schottische Musik hören möchte und tradionelle Tänze mag, ist in Portree richtig. Für gutes Essen empfehle ich mal das \"Blassie Hotel\" im Zentrum von Portree. Hier wird überwiegend schottische Küche angeboten. Für die Einheimischen stellt Portree den wichtigsten Ort der Insel dar. In den Supermärkten herrscht ein größeres Angebot als sonstwo auf der Insel und auch für Klamotten, Musik o.ä. bietet Portree ein vergleichsweise umfangreiches Sortiment.
Fazit
+++++
Die Isle of Skye bietet meiner Meinung nach jedem Touriste einen guten Einblick in das Leben in den Highlands und gleichermaßen viele Naturerlebnisse und Sehenswürdigkeiten. Die von mir beschriebenen Attrationen sind nur ein kleiner Teil der Dinge, die Skye zu bieten hat. Ferner besteht ein großes Angebot für Hobbysportler. Wer gerne Golf spielt, Angeln geht oder wandert ist hier richtig. Ich kann jedem einen Urlaub auf Skye empfehlen, der mal Schottland aus Sicht der Highlands erleben möchte...
Isle of Skye an der Westküste
Da mein Papa ein waschechter Schotte ist und von Skye kommt, habe ich fast die gesamten Urlaube meiner Kindheit hier verbracht.
Allgemeines:
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Isle of Skye ist die größte Insel der inneren Hebriden und an der Westseite (Antlantikküste) Schottlands gelegen und ca. 2 Autostunden von Inverness entfernt. Skye ist ca. 1.740 km² groß, sowie 80 km lang und bis zu 30 km breit. Aufgrund der zackigen Küste erhielt sie den gälischen Beinamen \"\"Eilean Sgiathanach\", was soviel bedeutet wie die \"geflügelte Insel\". A propos viele der über 10.000 Einwohner sprechen immernoch Gälisch und pflegen diese Sprache auch. Beispielsweise ist Muttersprache meines Vaters nicht Englisch, sondern Gälisch. Wer also auf der Insel richtig Eindruck schinden möchte, sollte echten Schotten in Gälisch mit folgenden Worten gegenüber treten: \"latha math. Ciamar a tha thu?\" Das bedeutet nämlich \"Guten Tag. Wie geht es dir.\"
Die Inselhauptstadt ist Portree, aber dazu später mehr. Die Haupteinahmequelle der Inselbewohner ist neben Fischfang und Viehzucht (auf Skye leben mindestens 5x soviel Schafe wie Menschen), der Tourismus. Landschaftlich gesehen bietet Skye neben den hohen Cullins (eine Bergkette von bis zu 1200m höhe) im Süden, eine wunderschöne, grüne Hügellandschaft im Norden. Das Wetter ist stark vom Atlantik beeinflußt und extrem unbeständig. Nebel und Regen stehen auch immer Sommer an der Tagesordung. Historische Berümtheit erlangte die Insel im Jahre 1746 als Flora MacDonald (übrigens DIE schottische Nationalheldin), den schottischen Prinzen Charles Edward Stuart (auch Bonnie Prince Charly genannt) nach einer verlorenen Schlacht in Frauenkleidern auf der Insel versteckte. Von hieraus flüchtete der Prinz nach Frankreich und starb 1788 als einsamer Säufer in Rom. Früher gelang man mittels einer kleinen Autofähre von Kyle of Loch Alsh auf die Insel, jedoch wurde 1995 zum Unmut der Einwohner eine Brücke in Betrieb genommen, für die man eine relativ hohe Maut von ca. 9 Euro entrichten muss.
Sehenswertes:
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Dunvegan Castle:
Für ca. 5 Euro pro Person kann man das einzige Schloss Schottlands besichtigen, welches sich immernoch in der Hand der Erbauer befindet. Dunvegan Castle ist seit dem 13. Jahrhundert Familiensitz der MacLeods und ist deshalb so gut erhalten, weil es in früheren Zeiten nur über das Meer zu erreichen war. Die Clan-Chiefs leben heute noch in dem Schloß und bieten einen Teil zur Besichtigung für Touristen an. Die Familiengeschichte sowie eine Ahnengalerie und die Geheimnisse des Schloß werden hier auf eindrucksvolle Weise wieder gegeben. Da ist zum Beispiel die sagenberankte Feen-Flagge, die aus dem Morgenland stammt und den Clan seit vielen, vielen Jahrhunderten schützt oder das Trinkhorn \"Dunvegan Horn\" des Malcom MacLeod. Dieser erlegte nämlich einen Stier nur mit der Hilfe eines Messers. Zudem gibt es auch persönliche Gegenstände von Flora MacDonald zu betrachten. Auch besteht die Möglichkeit einen Teil der Räume für festliche Anläße zu mieten, wer also mal in einem schottischen Schloß heiraten möchte...
Kilt Rock:
Als \"Kilt Rock\" bezeichnet man einen malerischen Steilküstenabschnitt der im Norden der Insel gelegen ist. Seinen Namen trägt er aufgrund der Tatsache, dass er aussieht als hätte man einen schottischen Kilt fein säuberlich gefaltet und hier abgelegt. In dem fast 70m hohen Wasserfall mündet unter anderem mit 46m der kürzeste Fluß Schottlands. Wer einmal einen Natur pur und schönen Ausblick aufs Meer genießen möchte, der sollte sich den \"Kilt Rock\" mal ansehen.
Clan Donald Visitor Centre:
Wer sich für historische Ereignisse und schottische Clans interessiert, der sollte mal das Clan Donald Visitor Centre besuchen. Im Clan Visitor Centre in Ardvarsar bietet manfür ca. 4 Euro Eintritt eine große, prächtige Gartenanlage samt Schloßruinen (die allerdings nur im Sommer ihren Reiz hat), sowie die Geschichte des Clan (Mac)Donald (das sind übrigens meine Vorfahren). Im Vorderen \"Study Centre\" wird dem Besucher die oben erwähnte Geschichte von Bonnie Prince Charlie detailliert näher gebracht, da die MacDonald im Kampf gegen die britische Krone seine Verbündeten waren und besonders die schottische Kultur pflegten und alles Englische ablehnten. Weiterhin wird vom \"Lord of the Isles\" berichtet. Einem Titel den seit 1386 der jeweilige Clan Chief der MacDonald innehatte und damit über die westlichen Inseln (allerdings nicht Skye) und über Teile des Festlandes herrschte. Dieser Titel wurde jedoch nach zahlreichen Aufständen und Kämpfen im 15. Jahrhundert wieder aberkannt.
Talisker Whiskydestillerie:
Whisky gehört zu Schottland wie kein anderes Getränk. Was viele allerdings nicht wissen, sogar Skye verfügt über eine eigene Destillerie und zwar in Loch Harport. Hier gründeten 1830 die Brüder McCaskill die Talisker-Brennerei. Bei dem Besuch der Anlage wird dem Besucher eindrucksvoll die Whiskey Herstellung näher gebracht. Ein Besuch durch die Produktionsstätten (hier stinkt es sehr eigenwillig ein bißchen nach verbranntem Torf) ist ebenso inklusive, wie eine Whiskyprobe. Der Talisker ansich schmeckt sehr mild und ein bißchen torfig. Letzteres liegt daran, dass die Gerste über Torrfeuer getrocknet und anschließend mit Torfwasser zu einem pampigen Brei gemischt wird. Aufgrund des hohen Torfgehalts der Insel kann es stellenweise passieren, dass das Wasser etwas bräunlich aus dem Hahn herausläuft. Also nicht erschrecken.
Portree:
Die Hauptstadt der Insel ist das östlich gelegene Portree. Das gut 1800 Einwohner Städtchen (für schottische Verhältnisse schon fast eine mittelgroße Stadt) ist mit einem wunderschönen Naturhafen ausgestattet. Hier gibt es zahlreiche Pubs, Hotels und schottische Tanzveranstaltungen. Wer also mal richtige schottische Musik hören möchte und tradionelle Tänze mag, ist in Portree richtig. Für gutes Essen empfehle ich mal das \"Blassie Hotel\" im Zentrum von Portree. Hier wird überwiegend schottische Küche angeboten. Für die Einheimischen stellt Portree den wichtigsten Ort der Insel dar. In den Supermärkten herrscht ein größeres Angebot als sonstwo auf der Insel und auch für Klamotten, Musik o.ä. bietet Portree ein vergleichsweise umfangreiches Sortiment.
Fazit
+++++
Die Isle of Skye bietet meiner Meinung nach jedem Touriste einen guten Einblick in das Leben in den Highlands und gleichermaßen viele Naturerlebnisse und Sehenswürdigkeiten. Die von mir beschriebenen Attrationen sind nur ein kleiner Teil der Dinge, die Skye zu bieten hat. Ferner besteht ein großes Angebot für Hobbysportler. Wer gerne Golf spielt, Angeln geht oder wandert ist hier richtig. Ich kann jedem einen Urlaub auf Skye empfehlen, der mal Schottland aus Sicht der Highlands erleben möchte...
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