Schottland Testbericht
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Erfahrungsbericht von Qualle
Dundee – Station meiner Schottlandreise
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Dundee - eine Reise zur Welt der Antarktis
Für viele mag diese Überschrift vielleicht etwas unpassend klingen, aber diese Reise was der Höhepunkt unseres Besuchs in Dundee.
Aber ich möchte auch hier in üblicher Weise fortfahren. Das schottische Hochland liegt nun hinter uns.
Die erste größere Stadt, die wir nun passieren ist Crief. In Creif befindet sich ein Highland Museum.
In der nähe von Crief befindet sich die vermutlich älteste schottische Whiskybrennerei. „Glenturret Distellery“
Und bevor wir an die Ostküster fahren, besuchen wir noch die alte schottische Hauptstadt.
Obwohl Perth bis zur Mitte des 15 JH schottische Hauptstadt war, besitzt sie nur wenige historische Gebäude. Eines der bekanntesten ist „Fair Maid’s House“.
Sehr lange hielten wir uns in dieser Stadt nicht auf, uns zieht es weiter.
Kurz nach Mittag erreichen wir Dundee. Zielgerichtet steuern wir mit unserem Auto zum Firth of Tay. Hier bläst uns auch schon ein kräftiger Wind entgegen.
Viele alte Bauwerke hat die viertgrößte Stadt Schottlands nicht zu bieten, da die Innenstadt nach dem zweiten Weltkrieg weitgehend neu errichtet wurde. Uns zieht es auch eher zum Wasser. Eine riesige Brücke – Tay Rail Bridge-überspannt den Fluss Tay. Von der Brücke hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt.
Wir laufen nun entlang des Flusses zum Discovery Point. Ein großes Mosaik zwischen Schiff und Ausstellung zieht uns an. Im Mosaik sind die Himmelsrichtungen eingezeichnet.
Was ist das also für ein Schiff, was hier schön restauriert im Hafen liegt? Ja es ist die Discovery, mit der Robert F. Scott zwischen 1901 und 1904 seine Expedition zum Südpol unternahm. Dieses Forschungsschiff ist das neue Wahrzeichen der Stadt. Und neben dem Schiff befindet sich ein 1993 eingeweihtes Besucherzentrum.
Wir besorgten uns Eintrittskarten (13,50 Pfund ca. 32 DM für unsere fünfköpfige Familie) und ließen uns nun von der phantastischen Welt der Antarktis verzaubern. Wer sich für die Welt des Eises und der Seefahrt interessiert, für den ist es ein ganz besonderes Erlebnis diese Ausstellung.
In der Ausstellung waren Bilder aus der Polarexpedition lebensgroß und sehr echt nachgestellt. Ein sehr schön gestalteter Film brachte uns die Schwierigkeiten, Mühen und auch die Schönheit der Expedition und der Welt der Antarktis nahe. Diese phantastischen Eindrücke, die man bei dem Besuch der Ausstellung nacherlebt, kann man nicht schildern, man muss es einfach genießen.
In einer der letzen Ausstellungsräume ist ein Stück Eis Vom Südpol zu bewundern.
Aber wie schon erwähnt, befindet sich hier auch das Schiff - Royal Research Discovery – mit dem Scott diese Exkursion unternahm. Das alte Segelschiff liegt hier ohne gespanntem Segel vor Anker. Der Besuch dieses Schiffes machte uns viel spaß, zumal man fast überall hin darf. Mein Sohn setze sich auch zu den Lebensgroßen Puppen an den Skattisch. Die Bilder wirkten sehr echt.
Nachdem wir uns sehr lange in der Ausstellung aufgehalten hatten liefen wir noch ´weiter durch die Stadt.
Östlich von der Tay-Brücke kann man im Victoria Dock die 1824 von Stapel gelaufene Frigate Unicom besichtigen. Als wir da ankamen wurde aber gerade geschlossen. Uns so besichtigten wir dieses alte schwarze Schiff mit dem weißen Einhorn als Galionsfigur nur von außen. Dieses Schiff ist das älteste noch fahrtüchtige Kriegsschiff von Großbritannien. Gern hätten wir uns das mit 46 Kanonen bestückte Schiff auch von innen angesehen, aber es war schon nach 18 Uhr und uns zog es weiter.
Die Zeltplatzsuche war hier 1995 nicht so ganz einfach. Den ersten den wir anfuhren lag an der Autobahn und wirkte sehr verlassen. Wir fuhren um den See Loch Leven und fanden in einem fast menschenleeren Ort einen Platz für unser Zelt. Es war ein kleiner Platz mit abgewohnten Sanitären Anlagen. Ein Platz für maximal eine Nacht. Die Zufahrt erfolgte über eine Autowerkstatt. Der Laden, der noch Waren enthielt, war schon lange geschlossen.
Wenn nicht viele braune Stellen auf dem Gras von Campern zeugten, so hätte ich gedacht, ich bin im falschen Film. Aber auch so ein Platz gehört zum Zelten dazu. Die Menschen hier waren freundlich. Es war eine arme Gegend, und ich kann von mir nicht behaupten, das ich reich bin. Man merkte, die Menschen zieht es fort aus dieser Region. Keine Gaststätte und kein Laden war mehr bewirtschaftet. Und da unsere Vorräte nicht sehr reichlich waren mussten wir uns am nächsten Morgen mit unserer Reserve, die aus süßen Keksen und Zwieback bestand zufrieden geben.
Wenn ich nach ein paar Jahren so zurückdenke, dann möchte ich schon gern einmal wieder dahin. Wie hat sich Schottland inzwischen entwickelt?
Nun dass soll es für den Bericht gewesen sein. Im nächsten Artikel wird es wieder turbulenter. Ihre werdet ihn finden unter Edinburgh, Melrose oder Gretna Green.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-26 07:34:51 mit dem Titel Oban - Wind, Wasser, Whisky
Ein paar Tage Irland lagen nun hinter uns. In der folgenden Woche wollen wir uns einige Teile von Schottland ansehen. Bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir Montag Abend diesen Teil von Großbritannien. Und wieder wurde es ein ganz besonderes Erlebnis. In dem und den zwei folgenden Berichten möchte ich meine Erlebnisse bei der Erkundung dieser landschaftlich interessanten Gegend schildern. Eine Natur, die immer neue Überraschungen bereithält, wartete auf uns.
Unser erster Stop war auf dem Zeltplatz am fischreichen See Loch Lomend, dem größten See Schottlands. Von dem Zeltplatz Tullichewan (Übernachtung für uns fünf betrug für 15 Pfund - 16 Euro) in Balloch am Loch Lomend starteten wir zu unserer Reise durch Schottland. Entland des langgestreckten Sees fuhren wir in den Norden. Die Sonne überstrahlte das ganze Land. Vom aufkommendem Regen des letzten Abends war nicht mehr zu sehen.
Mit dem Auto fuhren wir durch die schottische Hügellandschaft. Nun lag die Stadt Oban vor uns. Von einem Berg hatte man einen ersten Einblick auf die Stadt am Fjord „Firth of Lorne“ am Atlantik.
Irgendwo fanden wir nach etwas suchen einen Platz für unser Auto.
Hier erst ein paar allgemeine Worte zur Stadt.
Oban ist ein belebtes Urlauberzentrum. Die Stadt ist Ausgangspunkt für viele Ausflüge zu den vorgelagerten Inseln, z.B. der Inselgruppe der Hebriden.
Empfehlenswert ist ein Besuch der Caithness Glasfabrik und der Whiskybrennerei.
Der Ort selbst hat einen großen Hafen und ist Sitz des Royal Highland Yacht Club.
Gute Bademöglichkeiten bestehen am Gavan Sands.
Und wie steht in meinem Reiseführer, „Am besten überblickt man die Stadt von McCaig’s Folly, dem runden Bauwerk eines Bankiers aus dem 19 Jahrhundert, das auf einem Hügel steht. „
Nachdem wir uns zu Mittag gestärkt hatten, mit Würsten, die wir eigentlich gar nicht bestellen wollten, und die auch nicht schmeckten, erkundeten wir die Stadt. Unser Ziel war das Runde Bauwerk auf dem Hügel. Von unten sah es wie ein Kolosseum aus, ein aus Steinen gemauertes Kunstwerk, zwei Bogenreihen übereinander. Durch ein großes Tor gelangten wir in den Innenraum. Hier war ein Hügel, teilweise Wiese und auch mit Bäumen bepflanzt. Es erinnert eher an einen Park. Auf einem Gehweg innerhalb der Steinbogen umrundeten wir zu Fuß das Gelände. Von der Seite zum hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt, den Hafen, das Meer und die grünen Berge der Highlands.
Der Rückweg zum Auto führt uns durch die belebte Innenstadt mit ihren vielen Geschäften.
Da wir heute keinen Ausflug auf die interessanten Inseln der Inneren Hebriden unternehmen wollen, schauen wir uns noch ein wenig in der Umgebung von Oban um.
Ob Zufall oder geplant, ich erinnere mich nicht mehr so genau, auf jeden Fall waren wir schon wenige Kilometer später am ‚Oban Sea Life Centre’, einem Meeresmuseum. 10 Meilen nördlich von Oban befindet sich dieses wunderschöne Museum, dessen Besuch sich auf jeden Fall lohnt.
Man läuft in manchen Ausstellungshallen mitten durch die schwimmenden Fische, man kann die Fische aus allen Richtungen beobachten, denn die Aquarien sind manchmal so gestaltet, das man mitten hindurch läuft. Das Museum beherbergt sehr viele verschiedene Arten von Fischen.
Aber unser größtes Interesse galt den Seehunden und auch deren Babys.
Die Seehundefütterung war ein Schauspiel, das etwa 15 Minuten dauerte und eine kleine Show war. Sehr viele Besucher versammelten sich um die Becken und schauten dem Schauspiel zu. Manchmal schnappte auch eine Möwe den Robben, den Fisch vor der Nase weg.
Aber das Gelände des Sea Life Centre hat noch mehr zu bieten. Es ist eingebettet in eine Waldlandschaft. Im Park sind schöne Wanderwege, Shops und Restaurants. Die Kinder können auch auf einen Abenteuerspielplatz sich beschäftigen.
Oban und Umgebung ist auf jeden fall einen Besuch wert. Schottland hat seine ganz besonderen Reize. Auch das Wetter spielt hier eine sehr große Rolle. Wir fahren weiter nach Glencoe am Loch Even, wo wir bei strahlendem Sonnenschein unsere Zelte aufschlagen. Und noch eine mehrstündige Wanderung auf die Berge unternehmen. Und als wir am nächsten morgen aus den Zelten kriechen, liegt alles im dicksten Nebel. Aber dazu mehr in meinem Bericht über das Tal der Tränen und Loch Ness.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-26 10:05:48 mit dem Titel Rundfahrt durch Nordschottland im Nebel
Loch Ness und Nebel im Schottischen Hochland
In Glencoe am Tal der Tränen machten wir gestern Station. Heute wollten wir weiter nach Invernes reisen und dabei das Ungeheure von Loch Ness besuchen. Aber das Wetter wollte es andern.
Nichts war mehr übrig von dem Sonnenschein des gestrigen Abends. Das Ganze Land lag im dicken Nebel..
Mit dem Auto fuhren wir ins Tal der Tränen. Heute war von diesem Tal, den Bergen und Wasserfällen außer Nebel nichts zu sehen. Wir besuchten einen der zahlreichen Visitor Center und schauten uns auf Dias diese herrliche Landschaft bei Sonnenschein an.
Wandern macht bei dem dicken Nebel keinen Spaß und so fuhren wir zurück zum Zelt. Was tun an diesem Tag. Bis kurz vor Mittag beschäftigten wir uns im Zelt, aber es wurde nicht klar und hell, und langsam bekamen wir auch Hunger. Also brachen wir zu einem Ausflug in den Norden auf und ließen entgegen unserem Plan die Zelte stehen.
Entlang dem See Loch Lochy fuhren wir nach Fort William. Hier gab es wieder Fisch zum Mittag. Nun studieren wir die Karte genauer, um nicht aus Schussellei wieder die ekligen Würste zu bestellen. Der Regen lies langsam nach und auch der Nebel lichtete sich hin und wieder. Was hinderte uns nun noch daran zum Ungeheuer zu fahren. Es ging durch die interessante Welt entlang des langerstreckten Sees. Am Loch Ness in Drumnadrecht soll also das Ungeheuer Nessi schon gesichtet worden sein. Im Teich neben dem Monstermuseum schwamm ein großes Ungeheuer aus Stein. Es drehte sich nach dem Wind. Und über den Parkplatz liefen mehrere grüne zweibeinige Nessis.
Für Kauften Karten ( 10,50 Pfund für fünf Personen – damals Umtausch 2,30 DM für ein Pfund) für den Besuch des Museums und verbrachten nun einige Zeit darin. Es ist sehr interessant, was hier alles geboten wird. Verschiedene Shows berichten von der Suche nach Nessi. Taucherkapseln, Schiffe, Ferngläser usw. alles Utensilien, die zur Suche des Ungeheuers dienten.
Man kann es nicht beschreiben wie toll das hier aufgemacht ist. Viele einzelne Kabinen bringen die unterschiedliche Stimmung der Nessisuche zum Ausdruck.
Und natürlich fehlt auch hier nicht der Gift-Shop.
Ein Besuch hier lohnt sich auch bei solch trüben Wetter wie heute.
Langsam kommt die Sonne wieder hinter den Wolken hervor. Es ist noch nicht sehr spät, und wir fahren entlang des Sees weiter nach Norden. Zwei herrlich bunte Regenbogen bilden sich über Loch Ness. Es ist schon und gespenstig in Schottlands Welt, diese Stimmung kann man nicht beschreiben, sie muss man erleben.
Kurz vor Ladenschluss erreichen wir die mehr als 40 000 Einwohnerstadt Invernes. Viel Zeit bleibt uns nicht, um uns in der Stadt umzusehen.
Aber für künftige Besucher möchte ich hier ein paar Sehenswürdigkeiten erwähnen.
Inverness ist die Hauptstadt der Highland Region
im 12 Jh soll hier die Burgfeste von Macbeth gestanden haben
viktorianisches Schloss
schöne Hängebrücken über den River Ness u.a. Graig Street Footbridge
Castle Hill
Cawdor Castle
St. Andrew Cathedral
Royal Brackla Distillery - Whisky-Brennerei
Wir schlenderten durch die Straßen und schauten uns etwas in der Stadt um. Da wir uns nicht sehr lange in der Stadt aufhielten, möchte ich nichts weiter darüber schreiben.
Da unsere Zelte in Glencoe stehen, müssen wir wieder zurück. Aber dafür wählen wir eine andere Strecke. Von der Ostküste bei Invernes, mit direckter Verbindung zur Nordsee, fahren wir durch die Bergwelt an die Westküste nach Dornie, was am Atlantik liegt.
Es ist nach achtzehn Uhr. Invernes und die Hautstraße nach Norden haben wir verlassen, auf einer engen menschenleeren Straße geht es in den Westen. Kaum der menschlichen Zivilisation adieu gesagt, kommt auch schon ein die Tankanzeige. Was tun? Umkehren oder vielleicht schaffen wir es noch bis zur nächsten größeren Stadt? Wir setzen die Fahrt fort, genug zu essen ist ja im Auto.
Ab Dingwall wird die Strasse sehr eng. Oft ist nur Platz für ein Auto. Menschen sehen wir schon lange nicht mehr. Es gibt nur Berge und Schafe in dieser Gegend. Nur hin und wieder steht mal ein Haus. Belebt wirken diese aber nicht. Es ist hier einsamer als im hohen Norden Norwegens. Der Nebel wird wieder dichter. Einsam bewegt sich unser Auto durch die Stille Schönheit der schottischen Hochlands. Da ein Auto – oh nach welcher Seite muss man ausweichen – fast hätten wir es vergessen, das hier Linksverkehr angesagt ist. Aber bei den Straßen kommt man nur langsam voran und es bleibt genügend Zeit zum Reagieren.
Einem einzigen Auto sind wir auf der Strecke von Ost nach west begegnet. Der Nebel wird wieder dichter, der Tank immer leerer und weit und breit kein Dorf zu sehen. Da eine Tankstelle, doch leider war das nur noch eine Ruine. Wie lange reicht der Benzin noch? Wir haben Glück in Dornie ist um diese späte Zeit noch eine Tankstelle geöffnet. Froh gelaunt setzen wir unsere Heimreise zum Zeltplatz fort. Es regnet nun etwas kräftiger, dafür lässt der Nebel nach und wir beobachten viele schöne Wasserfälle neben der Straße.
Ab Fort Williams wird es wieder belebter. Die romantisch, schaurigschöne Welt des Schottischen Nordwestens liegt hinter uns.
Auch so einen Tag muss man in Großbritannien erleben. Es war der einzige total verregnete Tag während unseres dreiwöchigen Urlaubs auf den Inseln.
Ein neuer Tag hat begonnen. Die Sonne erstrahlt über das ganze Land, nicht erinnert mehr an die gespenstige Welt des Nebels.
Wieder fahren wir ins Tal der Tränen, herrlich erscheinen die Berge und Wasserfälle. Auf einem Parkplatz an der Hauptstraße spielt ein Dudelsackspieler in schottischer Tracht. Eingebettet in die herrlichgrünen Berge des Schottischen Hochlands. Einfach wunderschön.
Wenige Kilometer weiter begegnen wir das erste mal den typisch schottischen Rindern mit der langen Mähne, Heute gibt es diese Tiere auch bei uns zu Hause, doch die sind lange nicht so schön wie hier.
Nach einiger Zeit erreichen wir Perth, aber diese Stadt werde ich kurz in meinem Bericht über Dundee erwähnen.
Das Schottische Hochland ist ein reizvolles Urlaubsziel für Naturfreunde, die dem stressigen Alltag mal entfliehen wollen und sich nicht vom Wetter verärgern lassen.
Für viele mag diese Überschrift vielleicht etwas unpassend klingen, aber diese Reise was der Höhepunkt unseres Besuchs in Dundee.
Aber ich möchte auch hier in üblicher Weise fortfahren. Das schottische Hochland liegt nun hinter uns.
Die erste größere Stadt, die wir nun passieren ist Crief. In Creif befindet sich ein Highland Museum.
In der nähe von Crief befindet sich die vermutlich älteste schottische Whiskybrennerei. „Glenturret Distellery“
Und bevor wir an die Ostküster fahren, besuchen wir noch die alte schottische Hauptstadt.
Obwohl Perth bis zur Mitte des 15 JH schottische Hauptstadt war, besitzt sie nur wenige historische Gebäude. Eines der bekanntesten ist „Fair Maid’s House“.
Sehr lange hielten wir uns in dieser Stadt nicht auf, uns zieht es weiter.
Kurz nach Mittag erreichen wir Dundee. Zielgerichtet steuern wir mit unserem Auto zum Firth of Tay. Hier bläst uns auch schon ein kräftiger Wind entgegen.
Viele alte Bauwerke hat die viertgrößte Stadt Schottlands nicht zu bieten, da die Innenstadt nach dem zweiten Weltkrieg weitgehend neu errichtet wurde. Uns zieht es auch eher zum Wasser. Eine riesige Brücke – Tay Rail Bridge-überspannt den Fluss Tay. Von der Brücke hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt.
Wir laufen nun entlang des Flusses zum Discovery Point. Ein großes Mosaik zwischen Schiff und Ausstellung zieht uns an. Im Mosaik sind die Himmelsrichtungen eingezeichnet.
Was ist das also für ein Schiff, was hier schön restauriert im Hafen liegt? Ja es ist die Discovery, mit der Robert F. Scott zwischen 1901 und 1904 seine Expedition zum Südpol unternahm. Dieses Forschungsschiff ist das neue Wahrzeichen der Stadt. Und neben dem Schiff befindet sich ein 1993 eingeweihtes Besucherzentrum.
Wir besorgten uns Eintrittskarten (13,50 Pfund ca. 32 DM für unsere fünfköpfige Familie) und ließen uns nun von der phantastischen Welt der Antarktis verzaubern. Wer sich für die Welt des Eises und der Seefahrt interessiert, für den ist es ein ganz besonderes Erlebnis diese Ausstellung.
In der Ausstellung waren Bilder aus der Polarexpedition lebensgroß und sehr echt nachgestellt. Ein sehr schön gestalteter Film brachte uns die Schwierigkeiten, Mühen und auch die Schönheit der Expedition und der Welt der Antarktis nahe. Diese phantastischen Eindrücke, die man bei dem Besuch der Ausstellung nacherlebt, kann man nicht schildern, man muss es einfach genießen.
In einer der letzen Ausstellungsräume ist ein Stück Eis Vom Südpol zu bewundern.
Aber wie schon erwähnt, befindet sich hier auch das Schiff - Royal Research Discovery – mit dem Scott diese Exkursion unternahm. Das alte Segelschiff liegt hier ohne gespanntem Segel vor Anker. Der Besuch dieses Schiffes machte uns viel spaß, zumal man fast überall hin darf. Mein Sohn setze sich auch zu den Lebensgroßen Puppen an den Skattisch. Die Bilder wirkten sehr echt.
Nachdem wir uns sehr lange in der Ausstellung aufgehalten hatten liefen wir noch ´weiter durch die Stadt.
Östlich von der Tay-Brücke kann man im Victoria Dock die 1824 von Stapel gelaufene Frigate Unicom besichtigen. Als wir da ankamen wurde aber gerade geschlossen. Uns so besichtigten wir dieses alte schwarze Schiff mit dem weißen Einhorn als Galionsfigur nur von außen. Dieses Schiff ist das älteste noch fahrtüchtige Kriegsschiff von Großbritannien. Gern hätten wir uns das mit 46 Kanonen bestückte Schiff auch von innen angesehen, aber es war schon nach 18 Uhr und uns zog es weiter.
Die Zeltplatzsuche war hier 1995 nicht so ganz einfach. Den ersten den wir anfuhren lag an der Autobahn und wirkte sehr verlassen. Wir fuhren um den See Loch Leven und fanden in einem fast menschenleeren Ort einen Platz für unser Zelt. Es war ein kleiner Platz mit abgewohnten Sanitären Anlagen. Ein Platz für maximal eine Nacht. Die Zufahrt erfolgte über eine Autowerkstatt. Der Laden, der noch Waren enthielt, war schon lange geschlossen.
Wenn nicht viele braune Stellen auf dem Gras von Campern zeugten, so hätte ich gedacht, ich bin im falschen Film. Aber auch so ein Platz gehört zum Zelten dazu. Die Menschen hier waren freundlich. Es war eine arme Gegend, und ich kann von mir nicht behaupten, das ich reich bin. Man merkte, die Menschen zieht es fort aus dieser Region. Keine Gaststätte und kein Laden war mehr bewirtschaftet. Und da unsere Vorräte nicht sehr reichlich waren mussten wir uns am nächsten Morgen mit unserer Reserve, die aus süßen Keksen und Zwieback bestand zufrieden geben.
Wenn ich nach ein paar Jahren so zurückdenke, dann möchte ich schon gern einmal wieder dahin. Wie hat sich Schottland inzwischen entwickelt?
Nun dass soll es für den Bericht gewesen sein. Im nächsten Artikel wird es wieder turbulenter. Ihre werdet ihn finden unter Edinburgh, Melrose oder Gretna Green.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-26 07:34:51 mit dem Titel Oban - Wind, Wasser, Whisky
Ein paar Tage Irland lagen nun hinter uns. In der folgenden Woche wollen wir uns einige Teile von Schottland ansehen. Bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir Montag Abend diesen Teil von Großbritannien. Und wieder wurde es ein ganz besonderes Erlebnis. In dem und den zwei folgenden Berichten möchte ich meine Erlebnisse bei der Erkundung dieser landschaftlich interessanten Gegend schildern. Eine Natur, die immer neue Überraschungen bereithält, wartete auf uns.
Unser erster Stop war auf dem Zeltplatz am fischreichen See Loch Lomend, dem größten See Schottlands. Von dem Zeltplatz Tullichewan (Übernachtung für uns fünf betrug für 15 Pfund - 16 Euro) in Balloch am Loch Lomend starteten wir zu unserer Reise durch Schottland. Entland des langgestreckten Sees fuhren wir in den Norden. Die Sonne überstrahlte das ganze Land. Vom aufkommendem Regen des letzten Abends war nicht mehr zu sehen.
Mit dem Auto fuhren wir durch die schottische Hügellandschaft. Nun lag die Stadt Oban vor uns. Von einem Berg hatte man einen ersten Einblick auf die Stadt am Fjord „Firth of Lorne“ am Atlantik.
Irgendwo fanden wir nach etwas suchen einen Platz für unser Auto.
Hier erst ein paar allgemeine Worte zur Stadt.
Oban ist ein belebtes Urlauberzentrum. Die Stadt ist Ausgangspunkt für viele Ausflüge zu den vorgelagerten Inseln, z.B. der Inselgruppe der Hebriden.
Empfehlenswert ist ein Besuch der Caithness Glasfabrik und der Whiskybrennerei.
Der Ort selbst hat einen großen Hafen und ist Sitz des Royal Highland Yacht Club.
Gute Bademöglichkeiten bestehen am Gavan Sands.
Und wie steht in meinem Reiseführer, „Am besten überblickt man die Stadt von McCaig’s Folly, dem runden Bauwerk eines Bankiers aus dem 19 Jahrhundert, das auf einem Hügel steht. „
Nachdem wir uns zu Mittag gestärkt hatten, mit Würsten, die wir eigentlich gar nicht bestellen wollten, und die auch nicht schmeckten, erkundeten wir die Stadt. Unser Ziel war das Runde Bauwerk auf dem Hügel. Von unten sah es wie ein Kolosseum aus, ein aus Steinen gemauertes Kunstwerk, zwei Bogenreihen übereinander. Durch ein großes Tor gelangten wir in den Innenraum. Hier war ein Hügel, teilweise Wiese und auch mit Bäumen bepflanzt. Es erinnert eher an einen Park. Auf einem Gehweg innerhalb der Steinbogen umrundeten wir zu Fuß das Gelände. Von der Seite zum hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt, den Hafen, das Meer und die grünen Berge der Highlands.
Der Rückweg zum Auto führt uns durch die belebte Innenstadt mit ihren vielen Geschäften.
Da wir heute keinen Ausflug auf die interessanten Inseln der Inneren Hebriden unternehmen wollen, schauen wir uns noch ein wenig in der Umgebung von Oban um.
Ob Zufall oder geplant, ich erinnere mich nicht mehr so genau, auf jeden Fall waren wir schon wenige Kilometer später am ‚Oban Sea Life Centre’, einem Meeresmuseum. 10 Meilen nördlich von Oban befindet sich dieses wunderschöne Museum, dessen Besuch sich auf jeden Fall lohnt.
Man läuft in manchen Ausstellungshallen mitten durch die schwimmenden Fische, man kann die Fische aus allen Richtungen beobachten, denn die Aquarien sind manchmal so gestaltet, das man mitten hindurch läuft. Das Museum beherbergt sehr viele verschiedene Arten von Fischen.
Aber unser größtes Interesse galt den Seehunden und auch deren Babys.
Die Seehundefütterung war ein Schauspiel, das etwa 15 Minuten dauerte und eine kleine Show war. Sehr viele Besucher versammelten sich um die Becken und schauten dem Schauspiel zu. Manchmal schnappte auch eine Möwe den Robben, den Fisch vor der Nase weg.
Aber das Gelände des Sea Life Centre hat noch mehr zu bieten. Es ist eingebettet in eine Waldlandschaft. Im Park sind schöne Wanderwege, Shops und Restaurants. Die Kinder können auch auf einen Abenteuerspielplatz sich beschäftigen.
Oban und Umgebung ist auf jeden fall einen Besuch wert. Schottland hat seine ganz besonderen Reize. Auch das Wetter spielt hier eine sehr große Rolle. Wir fahren weiter nach Glencoe am Loch Even, wo wir bei strahlendem Sonnenschein unsere Zelte aufschlagen. Und noch eine mehrstündige Wanderung auf die Berge unternehmen. Und als wir am nächsten morgen aus den Zelten kriechen, liegt alles im dicksten Nebel. Aber dazu mehr in meinem Bericht über das Tal der Tränen und Loch Ness.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-26 10:05:48 mit dem Titel Rundfahrt durch Nordschottland im Nebel
Loch Ness und Nebel im Schottischen Hochland
In Glencoe am Tal der Tränen machten wir gestern Station. Heute wollten wir weiter nach Invernes reisen und dabei das Ungeheure von Loch Ness besuchen. Aber das Wetter wollte es andern.
Nichts war mehr übrig von dem Sonnenschein des gestrigen Abends. Das Ganze Land lag im dicken Nebel..
Mit dem Auto fuhren wir ins Tal der Tränen. Heute war von diesem Tal, den Bergen und Wasserfällen außer Nebel nichts zu sehen. Wir besuchten einen der zahlreichen Visitor Center und schauten uns auf Dias diese herrliche Landschaft bei Sonnenschein an.
Wandern macht bei dem dicken Nebel keinen Spaß und so fuhren wir zurück zum Zelt. Was tun an diesem Tag. Bis kurz vor Mittag beschäftigten wir uns im Zelt, aber es wurde nicht klar und hell, und langsam bekamen wir auch Hunger. Also brachen wir zu einem Ausflug in den Norden auf und ließen entgegen unserem Plan die Zelte stehen.
Entlang dem See Loch Lochy fuhren wir nach Fort William. Hier gab es wieder Fisch zum Mittag. Nun studieren wir die Karte genauer, um nicht aus Schussellei wieder die ekligen Würste zu bestellen. Der Regen lies langsam nach und auch der Nebel lichtete sich hin und wieder. Was hinderte uns nun noch daran zum Ungeheuer zu fahren. Es ging durch die interessante Welt entlang des langerstreckten Sees. Am Loch Ness in Drumnadrecht soll also das Ungeheuer Nessi schon gesichtet worden sein. Im Teich neben dem Monstermuseum schwamm ein großes Ungeheuer aus Stein. Es drehte sich nach dem Wind. Und über den Parkplatz liefen mehrere grüne zweibeinige Nessis.
Für Kauften Karten ( 10,50 Pfund für fünf Personen – damals Umtausch 2,30 DM für ein Pfund) für den Besuch des Museums und verbrachten nun einige Zeit darin. Es ist sehr interessant, was hier alles geboten wird. Verschiedene Shows berichten von der Suche nach Nessi. Taucherkapseln, Schiffe, Ferngläser usw. alles Utensilien, die zur Suche des Ungeheuers dienten.
Man kann es nicht beschreiben wie toll das hier aufgemacht ist. Viele einzelne Kabinen bringen die unterschiedliche Stimmung der Nessisuche zum Ausdruck.
Und natürlich fehlt auch hier nicht der Gift-Shop.
Ein Besuch hier lohnt sich auch bei solch trüben Wetter wie heute.
Langsam kommt die Sonne wieder hinter den Wolken hervor. Es ist noch nicht sehr spät, und wir fahren entlang des Sees weiter nach Norden. Zwei herrlich bunte Regenbogen bilden sich über Loch Ness. Es ist schon und gespenstig in Schottlands Welt, diese Stimmung kann man nicht beschreiben, sie muss man erleben.
Kurz vor Ladenschluss erreichen wir die mehr als 40 000 Einwohnerstadt Invernes. Viel Zeit bleibt uns nicht, um uns in der Stadt umzusehen.
Aber für künftige Besucher möchte ich hier ein paar Sehenswürdigkeiten erwähnen.
Inverness ist die Hauptstadt der Highland Region
im 12 Jh soll hier die Burgfeste von Macbeth gestanden haben
viktorianisches Schloss
schöne Hängebrücken über den River Ness u.a. Graig Street Footbridge
Castle Hill
Cawdor Castle
St. Andrew Cathedral
Royal Brackla Distillery - Whisky-Brennerei
Wir schlenderten durch die Straßen und schauten uns etwas in der Stadt um. Da wir uns nicht sehr lange in der Stadt aufhielten, möchte ich nichts weiter darüber schreiben.
Da unsere Zelte in Glencoe stehen, müssen wir wieder zurück. Aber dafür wählen wir eine andere Strecke. Von der Ostküste bei Invernes, mit direckter Verbindung zur Nordsee, fahren wir durch die Bergwelt an die Westküste nach Dornie, was am Atlantik liegt.
Es ist nach achtzehn Uhr. Invernes und die Hautstraße nach Norden haben wir verlassen, auf einer engen menschenleeren Straße geht es in den Westen. Kaum der menschlichen Zivilisation adieu gesagt, kommt auch schon ein die Tankanzeige. Was tun? Umkehren oder vielleicht schaffen wir es noch bis zur nächsten größeren Stadt? Wir setzen die Fahrt fort, genug zu essen ist ja im Auto.
Ab Dingwall wird die Strasse sehr eng. Oft ist nur Platz für ein Auto. Menschen sehen wir schon lange nicht mehr. Es gibt nur Berge und Schafe in dieser Gegend. Nur hin und wieder steht mal ein Haus. Belebt wirken diese aber nicht. Es ist hier einsamer als im hohen Norden Norwegens. Der Nebel wird wieder dichter. Einsam bewegt sich unser Auto durch die Stille Schönheit der schottischen Hochlands. Da ein Auto – oh nach welcher Seite muss man ausweichen – fast hätten wir es vergessen, das hier Linksverkehr angesagt ist. Aber bei den Straßen kommt man nur langsam voran und es bleibt genügend Zeit zum Reagieren.
Einem einzigen Auto sind wir auf der Strecke von Ost nach west begegnet. Der Nebel wird wieder dichter, der Tank immer leerer und weit und breit kein Dorf zu sehen. Da eine Tankstelle, doch leider war das nur noch eine Ruine. Wie lange reicht der Benzin noch? Wir haben Glück in Dornie ist um diese späte Zeit noch eine Tankstelle geöffnet. Froh gelaunt setzen wir unsere Heimreise zum Zeltplatz fort. Es regnet nun etwas kräftiger, dafür lässt der Nebel nach und wir beobachten viele schöne Wasserfälle neben der Straße.
Ab Fort Williams wird es wieder belebter. Die romantisch, schaurigschöne Welt des Schottischen Nordwestens liegt hinter uns.
Auch so einen Tag muss man in Großbritannien erleben. Es war der einzige total verregnete Tag während unseres dreiwöchigen Urlaubs auf den Inseln.
Ein neuer Tag hat begonnen. Die Sonne erstrahlt über das ganze Land, nicht erinnert mehr an die gespenstige Welt des Nebels.
Wieder fahren wir ins Tal der Tränen, herrlich erscheinen die Berge und Wasserfälle. Auf einem Parkplatz an der Hauptstraße spielt ein Dudelsackspieler in schottischer Tracht. Eingebettet in die herrlichgrünen Berge des Schottischen Hochlands. Einfach wunderschön.
Wenige Kilometer weiter begegnen wir das erste mal den typisch schottischen Rindern mit der langen Mähne, Heute gibt es diese Tiere auch bei uns zu Hause, doch die sind lange nicht so schön wie hier.
Nach einiger Zeit erreichen wir Perth, aber diese Stadt werde ich kurz in meinem Bericht über Dundee erwähnen.
Das Schottische Hochland ist ein reizvolles Urlaubsziel für Naturfreunde, die dem stressigen Alltag mal entfliehen wollen und sich nicht vom Wetter verärgern lassen.
16 Bewertungen, 2 Kommentare
-
06.05.2002, 22:17 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichich liebe schottland
-
03.05.2002, 09:34 Uhr von greinha
Bewertung: sehr hilfreichBeifall !!!!
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