Spanien Testbericht
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Erfahrungsbericht von Qualle
Ein Tag von unserer Rundreise durch Spanien - Granada
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Unsere Erlebnisse in der Alhambra in Granada
Wir erreichen die Stadt Granada am fuße der Sierra Nevada. Nun, was stellen wir mit dem angerissenen Tag an. Die Alhambra steht eigentlich erst morgen auf unserem Programm, da es aber noch früh am Tag ist, besuchen wir diese heute schon. Jetzt irren wir erst einmal in der Stadt herum. Weder ein Zeltplatz noch die Alhambra ist zu sehen. Dafür ist die Ausschilderung etwas irreführend. Entweder biegen wir zu zeitig oder zu spät ab. Die vielen Einbahnstraßen machen uns das Suchen auch nicht gerade einfach. Aber nach mehreren Runden um den Stadtkern, finden wir die richtige Abfahrt. Durch einen Tunnel geht es dann hinauf zur Alhambra.
Endlich auf dem Parkplatz angekommen, laufen wir erst einmal in die entgegengesetzte Richtung, Einer von uns beiden vermutete sie auf dem Gipfel des Berges. Doch hier sind nur eine Kirche und der Friedhof von Granada.Eine Viertelstunde später stehen wir vor dem Eingangsbereich der Alhambra. Hier drängelt uns eine spanische Wahrsagerin irgend welche Pflanzenbündel auf und murmelt etwas, was wir nicht verstehen. Zum Schluss möchte sie für ihre Vorhersagungen noch Geld. Aber mit dem was wir ihr geben wollen ist diese Frau nicht zufrieden. Wir drücken ihr die Zweige wieder auf, und sie Frau geht ganz leer aus. Ihre Flüche begleiten uns. Doch bald ist es vergessen.
Der Eintritt kostet für die Alhambra - für den Erwachsenen 1000 Peseten. Ein Tonband, wo wir uns die Erklärungen in deutsch anhören können, leihen wir uns für 500 Peseten. Und schon hier sei genannt, für das Parken werden wir in vier Stunden noch einmal 810 Peseten bezahlen. Also, das ganze ist schon ein teures Vergnügen.
Eine Führung durch das Gelände gibt es nicht. Aber der Plan zu dem Tonband ist übersichtlich, und die Nummern zeigen uns immer, wo wir sind, und dazu hören wir uns den Tonbandkommentar an. Für bestimmte Gebäude gibt es Besucherzeiten, damit diese nicht zu überfüllt sind. Aber heute wird zum Glück nicht ganz so darauf geachtet. Wir können uns den Palacios Nazaries in Ruhe ansehen. Eine halbe Stunde für die Besichtigung der Palacios Nazaries ist auch etwas knapp. Der Baustil ist schon beeindruckend auch für solche Leihen der maurischen Baukunst, wie wir es sind. Nach dem Besuch des Hauptpalastes laufen wir durch die Anlage zur Alcazaba (Alcazaba ist der Festungsbereich der spanischen Burgen). Obwohl es nun schon fast Abend ist, laufen wir lieber durch die schattenspendenden Allee zurück zum Eingangsbereich der Alhambra und weiter zu den Gärten der Generalife. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf Granada und das Umland. Diese Gärten sind etwas anders angelegt als wie man es von Deutschland kennt. Wir verweilen hier in den Labyrinth und zwischen den Koniferen, bis 20 Uhr die Anlage geschlossen wird.
Bald mehr von unserer Rundreise
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-05 07:32:42 mit dem Titel Ein Tag in der Sierra Nevada in Spanien
Hier nun ein weiterer Bericht über meine Spanienrundfahrt.
Keine Wolke bedeckt den Himmel, als wir den Zeltplatz in La Zubia verlassen. Es ist frisch und das Thermometer zeigt nur 16 Grad Celsius an. Mit dem Auto fahren wir in die Berge. Es geht hinein in die Wolken. Die Temperatur sinkt auf unter 10 Grad. Schon beim zweiten Stopp an einer Baude holen wir unsere langen Sachen aus dem Kofferraum und ziehen uns warm an.
Die Wolken sind jetzt unter uns. Am Eingang des Ortes Sao Jeronimo legen wir einen Stopp in Höhe 2075 NN ein. Es sind nur noch vereinzelt Wolken um uns herum. Wir haben einen wunderschönen Blick auf die Berge der Sierra Nevada. Hier teilt sich die Straße und wir entscheiden uns für die Route durch den Ort. Wir haben drei verschiedene Landkarten von der Gegend. Auf jeder sind andere Orte eingezeichnet. Da ist es etwas schwierig sich zurechtzufinden. Die Orte hier sind klein und schön, bestehen vorwiegend aus Hotels für Wintersportler.
Am Nächsten Ortsschild steht El Dornajo. Hier im Ort geht es immer weiter nach oben. Der Ort ist von Bergen umgeben. Nach dem wir einige Serpentinen durch engere Straßen durchfahren haben, treffen wir außerhalb des Ortes - einige Meter höher - auf die Straße, die wir an der letzen Kreuzung nicht benutz haben.
Wir halten einige Minuten für einen Fotostopp. Der Wintersportort liegt unter uns. Man kann ihn in seiner ganzen Größe überschauen. Die wenigen Wolken, die wir sehen, schweben nun schon einige Meter unter uns. Vereinzelt sind noch Flecken mit Schnee sichtbar. Mitten in geschützten Tälern der Sierra Nevada stehen einzelne Hotels mit Sportanlagen. Auch jetzt im Juli trainieren Sportler in dieser Region. Wir beobachten Sie beim Lauftraining.
Auf einem großen Hochplateau (etwa 2500über NN) ist für den Privatmann Schluss mit Autofahren. Der Parkplatz ist zu einem viertel ausgelastet. Die Stände und Buden für Essen und Souvenirs haben schon geöffnet. In einer Informationsstelle neben dem Hotel holen wir uns noch ein paar Hinweise für eine Tour in die Berge. Mit einem Bus können Touristen einige Kilometer höher fahren und dann noch ca. eine Stunde bis zum Berg Veleta wandern. Oder man wandert von hier in ca. drei Stunden bis zum Gipfel des Valeta - so die Auskunft des Touristenbüros.
Da wir fast nie, wenn wir genügend Zeit ist, irgendwelche Bahnen oder Busse benutzen, wird gelaufen. Den Gipfel vor uns liegend, geht es los. Der direkte Weg, ein Trampelpfad erscheint uns etwas zu steil, so bleiben wir erst einmal auf der Straße. An der ersten Kreuzung wissen wir nicht so recht weiter. Wir hätten uns doch eine Wanderkarte aus der Gegend kaufen sollen. Die Ausschilderung ist nicht besonders gut. Wir wählen die Strecke nach Gefühl. Es geht vorbei an einer Husky - Farm zu einem Hotel fast auf ebener Strecke. Kurz vor erreichen dessen merken wir, dass es wohl doch nicht der kürzeste Weg ist.
Wir nehmen nun den steilen Weg, den unter den Sesselliften ist. Da sich von hier aus auch noch eine andere Wandergruppe auf den Weg macht, liegen wir also nicht all zu falsch.
Wieder den Berg vor uns steigen wir steil bergauf. Der Unteergrund ist festgedrückter Geröll. Hin und wieder sind noch Pflanzen und kleine Blüten zu sehen. Auch Spuren von Maultieren und verlorenen Münzen, zeugen davon, dass dieser Weg schon mehrfach benutzt wurde.
Die Luft wird immer dünner. Der Weg ist beschwerlich. Nur langsam kommen wir voran. Es liegt nur noch wenig Schnee. Manchmal müssen wir kleinen sumpfige Stellen durchqueren.Von weiten sehen wir auch noch, wie ein Jeep im Sumpf stecken bleibt. Jetzt im Sommer wird an den Pisten gearbeitet, um sie für die Wintersportler vorzubereiten.
Obwohl die Sonne alleine am Himmel zu sehen ist, schwitzen wir kaum, denn die Luft ist frisch. Es weht ein kleines Lüftchen. Wir sind nun schon auf 3000 Meter Höhe. Mir fällt jetzt schon jeder Schritt schwer. Ich komme mir vor, als wenn ich einen Achttausendender bezwinge. Mein Mann hat keine Probleme mit der Höhe.
Nun, noch ein paar Schritte und wir sind auf dem breiten Wanderweg angekommen. Von der Busstation ist nichts zu sehen. Wir sind schon oberhalb dieser. Die Schneefelder werden jetzt häufiger und die Luft immer dünner. Obwohl es nicht mehr so steil ist, und der Wanderweg einem guten ebenen Feldweg entspricht, kommen wir nur langsam voran. Vielleicht nur noch fünfhundert Meter bis zum Ziel, aber ich kann nicht mehr, mein Herz rast manchmal. Ich bleibe hier zurück und mein Mann steigt allein zum Gipfel, dem Pico de Valeta mit 3392 Meter Höhe.Er wirkt noch frisch und kann ohne mich sein Tempo anziehen.
Ich suche mir ein sonniges Plätzchen zwischen Steinen im Windschatten. Das Ausruhen tut mir gut und ich bin schon bald erholt und frisch. Nach einer Weile habe ich wieder Kraft, laufe ein paar Meter hinter den Felsen, von wo man einen Blick auf den Gipfel hat. Hier sehe ich meinen Mann und zwei weitere Wanderer auf dem Gipfel des Valeta. Und beobachte deren Marsch nach unten. Keinem Dutzend Wanderer sind wir in dieser Höhe begegnet
Für den Rückweg wählen wir den Wanderweg. Etwa 200 Meter vor dem Parkplatz auf einem Hügel mit einem Denkmal treffen wir auf viele Touristen. Es ist ein beliebter Punkt für Fotos.Ein Tipp noch, wenn man bei so wunderschönem Sonnenschein in dieser Höhe wandert, sollte man den Sonnenschutz nicht vergessen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-29 11:19:57 mit dem Titel Reiseerlebnis aus dem spanischen Norden
Auch das ist ein Teil von Spanien! Ruhe und Natur
Der Süden Spaniens ist schön, aber der Norden ist reizvoller. Wer Erholung sucht, der sollte in den Norden durchwandern und -fahren.
Nun bin ich schon zwei mal mit meiner Familie in einem Teil dieser Region gewesen. Die Landschaft ist wunderschön und abwechslungsreich. Der Südseite der Pyrenäen zieht mich immer wieder in seinen Bann. Dünn besiedelt und nur von einigen Hauptstraßen durchzogen, braucht man oft lange um diese wildromantische Gegend zu durchfahren. Fünf Jahre lagen zwischen meinem ersten und zweiten Besuch in dieser Gegend.
Ich möchte keinen umfassenden Bericht geben und auch nichts aus Büchern abschreiben, sondern meine Erlebnisse schildern.
Bei Barcelona verließen wir die Küstenregion und fuhren ins Landesinnere nach Sabadell. Sonntag Mittag war die Stadt wie ausgestorben. Es ist über Mittag zu warm, um durch die Straßen zu bummeln. Nach einem Imbiss zog es uns auch weiter hin zu den Pyrenäen. Auf der Landstraße fuhren wir ins Gebirge. Vor uns lagen die teilweise schneebedeckten Berge der Pyrenäen. Und rings herum nur hin und wieder ein Hügel, der die weite Ebene durchbricht. Auf so einem Hügel neben der Stadt Girolina finden wir dann unseren Zeltplatz. Es ist ein wunderschöner, weiträumig Platz mit kleinem Laden, Imbiss und Swimmingpool. Trotz sprachlicher Probleme werden wir freundlich aufgenommen. Nichtspanier sind hier wahrscheinlich selten. (Mit Englisch und Deutsch konnten wir hier nichts anfangen)
An Hand von kurzen Episoden möchte ich ein paar Eindrücke von diesen Spanien übermitteln.
Natur Pur
Es ist schwer über diese Gegend zu schreiben, man muss sie erleben. Es ist nichts für Menschen, die den Rummel und die Hektik suchen. Hier ist man noch in der Natur. Auch kommt es vor, das man viele Kilometer fährt und keinem begegnet.
Eine Abkürzung über die Berge
Ein erlebnisreicher Tag in Andorra liegt hinter uns. Wie verlassen diese Land und fahren nach La Seu d’ Urgell. Von hier geht weiter nach Adreall und dann wollen wir bei Organya durch die Berge nach Berga und weiter zu unserem Zeltplatz nach Girolina fahren. Doch wir biegen etwas zu zeitig links ab und kommen in eine wunderschöner fast menschenleere Gegend. Die Straße ist schmal, die Tunnel durch die Felsen sehen so aus, als ob man sie mit Hammer und Meisel in den Berg geschlagen hat. Sie sind meist nur zehn Meter lang. Oftmals verlaufen sie neben einem Abhang.
Bietet sich mal eine etwas breitere Stelle, wo man das Auto abstellen kann, dann rasten wir und genießen den Blick über die Bergwelt. Hier ist die Natur fast unberührt. Nur manchmal ist im Fels ein verlassenen Steinhaus zu sehen.
Aber auch hier hält der Fortschritt Einzug. Die Straße wird ausgebessert. Die Baustellenampel war eingeschlafen. Der Arbeiter, der das Schild entsprechen dreht, (Stop oder Vorfahrt) war wohl bei dem Sonnenschein und der Ruhe eingeschlafen. Mit Schaufel und Hacke wurde hier die Straße ausgebessert.
Drei solcher Baustellen und einem Laster sind wir auf den dreißig Kilometern bis zur nächsten Kreuzung durch die Berge begegnet, sonst niemanden.
Auch so lebt man noch in Spanien – im Berg!
Wir kamen von Segovia und waren auf den Weg in die Pyrenäen. Wir fuhren über eine weite Hochebene und sahen eine interessante Ruine vor uns. In San Esteban de Gormaz (etwas mehr als 100 km nördlich von Madrid) parkten wir unser Auto und wollten diese alten Steinreste uns ansehen.
Heute lernten wir Spanien auf eine sehr freundliche Art kennen. Schon in der Informationsstelle wurden wir sehr zuvorkommend und bedient. Hier verstand man auch Deutsch.
Um die Mittagszeit gab es nur wenige Menschen auf der Straße. Wir schlenderten entlang der Hauptstrasse zu einer alten Kirchen. Man Wir standen unweit der Mauern und suchten einen Weg um dahin zu kommen. Man muss es uns angesehen haben, denn schon kam eine Frau und zeigte uns den richtigen Weg zu den alten ehrwürdigen Gebäude.
Einige Zeit später hatten wir ein anderes Zeitzeugnis alter Zeiten im Visier. Oben auf einem Berg steht eine alte Ruine eines Castillo. Der Weg hinauf führte uns vorbei an Häusern, die in den Berg gebaut wurden. Neugierig wurden wir angeschaut. Und wir wurden sogar von einem Bewohner in seine Höhlenwohnung eingeladen. Hier gab es einen kleinen Wohnbereich und dahinter war die Tür zu seinen Heiligtum dem Weinkeller. Für uns wurde Wein frisch gezapft und man zeigte uns auch wie man hin aus dem Gefäß (sieht aus wie eine Blumengießkanne) trinkt. Natürlich mussten wir auch probieren.
Und noch ein Beispiel der Gastfreundschaft aus dieser Region. Irgendwann bekommt man nun auch Hunger. Und da ein kleines Restaurant auf dem Weg lag, kehrten wir hier ein.
Wir betraten einen kleinen dunklen angenehm frischen Raum. Hier gab es eine Bar und ein paar Tische. Einige Spanier saßen an der Bar (sah bald so aus wie eine Bar aus Kauboyfilmen). Eine Speisekarte gab es nicht. Und nachdem wir einige Minuten uns mit Händen und Füßen hatten und zu verständigen und nichts verstanden, nahm uns der Kellner mit in die Küche und wir suchten uns dort aus, was wir essen wollten.
Das waren nur einige Episoden aus dem berühmten Urlaubsland. Die meisten werden Spanien aber so nicht erleben. Sie kennen nur die wunderschönen Küsten des Landes, wo sich im Sommer, als wir dieses Land besuchten, tausende von Urlaubern drängen.
Die spanischen Pyrenäen und das Vorgebirge ist wunderschön. Hier ist man Abseits von jeglichen Trubel an den Küsten. Das Klima ist auch im Sommer zu ertragen, da es sehr hoch liegt und oftmals auch ein frischer Wind weht. Auch gibt es manch einen See, der auch den Wassersportlern viel bietet und angenehme Temperatur zum Baden hat.
Wir sind nicht das letzte Mal in diesem Teil Spaniens gewesen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-09 10:53:27 mit dem Titel Segovia – eine Fundgrube der Romantik
Ein Bild in einem Prospekt in der Reiseliteratur, die wir vor unserem Urlaub studierten, machte uns auf die Stadt Segovia aufmerksam. Und was blieb uns da weiteres übrig, als diese Stadt auf unserer Rundreise durch Spanien in letzem Jahr zu besuchen.
Die Überschrift habe ich aus einer Reiseliteratur. Ich finde dieser Satz beschreibt die Stadt sehr gut. Schon vor einigen Jahren wurde die Stadt zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Und das mit recht. Die Stadt ist voll mit Bauwerken aus alter Zeit.
Schon die Römer bauten im 1. Jahrhundert den grandiosen Aquädukt. Eine Wasserleitung, die sich über Hunderte Meter wie eine Brücke durch die Stadt zieht. Man kann unter ihr hindurchlaufen oder in Altstadtnähe fast bis nach oben gehen.
Dieses Bauwerk war, als wir dort waren sehr gut besucht. Wir hatten Schwierigkeiten einen Parkplatz zu bekommen. Der Aquädukt befindet sich am Ausgang der Stadt Richtung Pyrenäen. Wenn man einem Parkplatz in Zentrum ergattern konnte, kann man aber auch bis dahin laufen.
Die Stadt ist im Zentrum sehr eng gebaut, sieht man mal vom Marktplatz ab. Viele verwinkelte Straßen führen ins Zentrum. Es war halt nicht für Autos gebaut. Und heute schlängelt sich da schon manches größere Fahrzeug hindurch. Es heißt da Geduld haben und Zeit mitbringen, wenn man durch das Zentrum fährt. Aber ein Spaziergang lohn sich.
In Sogavia gibt es erstaunlich viele romanische Kirchen. Ich möchte nur die Sankt Martins-Kirche aus dem 12 Jahrhundert auf dem bezaubernden St. Martin-Platz erwähnen.
Wunderschön und beeindruckend ist auch die Kathedrale und der Plaza Mayor.
Überwältigend wegen ihrer Schönheit und Größe ist außerdem die mächtige Burg „Alcazar“. Sie ist schon von weitem sichtbar und wirkt wie ein Märchenschloss.
Auf dem höchsten Punkt der Stadt Segovia wurde die gotische Kathedrale erbaut. Diese sahen wir schon von weiten als wir von Richtung Avila (einer ebenfalls bezaubernden Stadt) nach Segovia fuhren.
In Segovia ist die Menge an alter römischsicher Baukunst schon fast zu viel des guten. Die Stadt ist, wie weite Teile Spaniens reich gespickt an antiker Baukunst. Aber in dem schlichten Umland von gelben und ockerfarbenen Feldern wirkt die Stadt wie eine Perle mit ihren Burgen, Kirchen, Schlössern und dem Grün der hohen Bäume, die Straßen und Parks säumen.
Leider haben wir diese Stadt nur auf der Durchreise besucht und somit nicht das belebte Nachtleben kennengelernt.
Die Stadt wird im Sommer erst gegen Abend richtig munter. Dann zieht Leben vor die vielen kleinen Kneipen und auf die Plätze. Die Bauwerke werden dann mit Scheinwerfern bestrahlt und bieten eine romantische Kulisse. Wir haben dies in Avila erlebt. Es ist eine Stimmung, die man erleben muss. Sie kann man nicht beschreiben.
Nun uns zog es nach der Stippvisite weiter durch das Land, in eine Gegend, die leider, oder auch zum Glück noch nicht so von Touristen überschwemmt ist, wie die Mittelmeerküste.
Unser nächste Stopp war vor den Toren der Pyrenäen.
Wir erreichen die Stadt Granada am fuße der Sierra Nevada. Nun, was stellen wir mit dem angerissenen Tag an. Die Alhambra steht eigentlich erst morgen auf unserem Programm, da es aber noch früh am Tag ist, besuchen wir diese heute schon. Jetzt irren wir erst einmal in der Stadt herum. Weder ein Zeltplatz noch die Alhambra ist zu sehen. Dafür ist die Ausschilderung etwas irreführend. Entweder biegen wir zu zeitig oder zu spät ab. Die vielen Einbahnstraßen machen uns das Suchen auch nicht gerade einfach. Aber nach mehreren Runden um den Stadtkern, finden wir die richtige Abfahrt. Durch einen Tunnel geht es dann hinauf zur Alhambra.
Endlich auf dem Parkplatz angekommen, laufen wir erst einmal in die entgegengesetzte Richtung, Einer von uns beiden vermutete sie auf dem Gipfel des Berges. Doch hier sind nur eine Kirche und der Friedhof von Granada.Eine Viertelstunde später stehen wir vor dem Eingangsbereich der Alhambra. Hier drängelt uns eine spanische Wahrsagerin irgend welche Pflanzenbündel auf und murmelt etwas, was wir nicht verstehen. Zum Schluss möchte sie für ihre Vorhersagungen noch Geld. Aber mit dem was wir ihr geben wollen ist diese Frau nicht zufrieden. Wir drücken ihr die Zweige wieder auf, und sie Frau geht ganz leer aus. Ihre Flüche begleiten uns. Doch bald ist es vergessen.
Der Eintritt kostet für die Alhambra - für den Erwachsenen 1000 Peseten. Ein Tonband, wo wir uns die Erklärungen in deutsch anhören können, leihen wir uns für 500 Peseten. Und schon hier sei genannt, für das Parken werden wir in vier Stunden noch einmal 810 Peseten bezahlen. Also, das ganze ist schon ein teures Vergnügen.
Eine Führung durch das Gelände gibt es nicht. Aber der Plan zu dem Tonband ist übersichtlich, und die Nummern zeigen uns immer, wo wir sind, und dazu hören wir uns den Tonbandkommentar an. Für bestimmte Gebäude gibt es Besucherzeiten, damit diese nicht zu überfüllt sind. Aber heute wird zum Glück nicht ganz so darauf geachtet. Wir können uns den Palacios Nazaries in Ruhe ansehen. Eine halbe Stunde für die Besichtigung der Palacios Nazaries ist auch etwas knapp. Der Baustil ist schon beeindruckend auch für solche Leihen der maurischen Baukunst, wie wir es sind. Nach dem Besuch des Hauptpalastes laufen wir durch die Anlage zur Alcazaba (Alcazaba ist der Festungsbereich der spanischen Burgen). Obwohl es nun schon fast Abend ist, laufen wir lieber durch die schattenspendenden Allee zurück zum Eingangsbereich der Alhambra und weiter zu den Gärten der Generalife. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf Granada und das Umland. Diese Gärten sind etwas anders angelegt als wie man es von Deutschland kennt. Wir verweilen hier in den Labyrinth und zwischen den Koniferen, bis 20 Uhr die Anlage geschlossen wird.
Bald mehr von unserer Rundreise
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-05 07:32:42 mit dem Titel Ein Tag in der Sierra Nevada in Spanien
Hier nun ein weiterer Bericht über meine Spanienrundfahrt.
Keine Wolke bedeckt den Himmel, als wir den Zeltplatz in La Zubia verlassen. Es ist frisch und das Thermometer zeigt nur 16 Grad Celsius an. Mit dem Auto fahren wir in die Berge. Es geht hinein in die Wolken. Die Temperatur sinkt auf unter 10 Grad. Schon beim zweiten Stopp an einer Baude holen wir unsere langen Sachen aus dem Kofferraum und ziehen uns warm an.
Die Wolken sind jetzt unter uns. Am Eingang des Ortes Sao Jeronimo legen wir einen Stopp in Höhe 2075 NN ein. Es sind nur noch vereinzelt Wolken um uns herum. Wir haben einen wunderschönen Blick auf die Berge der Sierra Nevada. Hier teilt sich die Straße und wir entscheiden uns für die Route durch den Ort. Wir haben drei verschiedene Landkarten von der Gegend. Auf jeder sind andere Orte eingezeichnet. Da ist es etwas schwierig sich zurechtzufinden. Die Orte hier sind klein und schön, bestehen vorwiegend aus Hotels für Wintersportler.
Am Nächsten Ortsschild steht El Dornajo. Hier im Ort geht es immer weiter nach oben. Der Ort ist von Bergen umgeben. Nach dem wir einige Serpentinen durch engere Straßen durchfahren haben, treffen wir außerhalb des Ortes - einige Meter höher - auf die Straße, die wir an der letzen Kreuzung nicht benutz haben.
Wir halten einige Minuten für einen Fotostopp. Der Wintersportort liegt unter uns. Man kann ihn in seiner ganzen Größe überschauen. Die wenigen Wolken, die wir sehen, schweben nun schon einige Meter unter uns. Vereinzelt sind noch Flecken mit Schnee sichtbar. Mitten in geschützten Tälern der Sierra Nevada stehen einzelne Hotels mit Sportanlagen. Auch jetzt im Juli trainieren Sportler in dieser Region. Wir beobachten Sie beim Lauftraining.
Auf einem großen Hochplateau (etwa 2500über NN) ist für den Privatmann Schluss mit Autofahren. Der Parkplatz ist zu einem viertel ausgelastet. Die Stände und Buden für Essen und Souvenirs haben schon geöffnet. In einer Informationsstelle neben dem Hotel holen wir uns noch ein paar Hinweise für eine Tour in die Berge. Mit einem Bus können Touristen einige Kilometer höher fahren und dann noch ca. eine Stunde bis zum Berg Veleta wandern. Oder man wandert von hier in ca. drei Stunden bis zum Gipfel des Valeta - so die Auskunft des Touristenbüros.
Da wir fast nie, wenn wir genügend Zeit ist, irgendwelche Bahnen oder Busse benutzen, wird gelaufen. Den Gipfel vor uns liegend, geht es los. Der direkte Weg, ein Trampelpfad erscheint uns etwas zu steil, so bleiben wir erst einmal auf der Straße. An der ersten Kreuzung wissen wir nicht so recht weiter. Wir hätten uns doch eine Wanderkarte aus der Gegend kaufen sollen. Die Ausschilderung ist nicht besonders gut. Wir wählen die Strecke nach Gefühl. Es geht vorbei an einer Husky - Farm zu einem Hotel fast auf ebener Strecke. Kurz vor erreichen dessen merken wir, dass es wohl doch nicht der kürzeste Weg ist.
Wir nehmen nun den steilen Weg, den unter den Sesselliften ist. Da sich von hier aus auch noch eine andere Wandergruppe auf den Weg macht, liegen wir also nicht all zu falsch.
Wieder den Berg vor uns steigen wir steil bergauf. Der Unteergrund ist festgedrückter Geröll. Hin und wieder sind noch Pflanzen und kleine Blüten zu sehen. Auch Spuren von Maultieren und verlorenen Münzen, zeugen davon, dass dieser Weg schon mehrfach benutzt wurde.
Die Luft wird immer dünner. Der Weg ist beschwerlich. Nur langsam kommen wir voran. Es liegt nur noch wenig Schnee. Manchmal müssen wir kleinen sumpfige Stellen durchqueren.Von weiten sehen wir auch noch, wie ein Jeep im Sumpf stecken bleibt. Jetzt im Sommer wird an den Pisten gearbeitet, um sie für die Wintersportler vorzubereiten.
Obwohl die Sonne alleine am Himmel zu sehen ist, schwitzen wir kaum, denn die Luft ist frisch. Es weht ein kleines Lüftchen. Wir sind nun schon auf 3000 Meter Höhe. Mir fällt jetzt schon jeder Schritt schwer. Ich komme mir vor, als wenn ich einen Achttausendender bezwinge. Mein Mann hat keine Probleme mit der Höhe.
Nun, noch ein paar Schritte und wir sind auf dem breiten Wanderweg angekommen. Von der Busstation ist nichts zu sehen. Wir sind schon oberhalb dieser. Die Schneefelder werden jetzt häufiger und die Luft immer dünner. Obwohl es nicht mehr so steil ist, und der Wanderweg einem guten ebenen Feldweg entspricht, kommen wir nur langsam voran. Vielleicht nur noch fünfhundert Meter bis zum Ziel, aber ich kann nicht mehr, mein Herz rast manchmal. Ich bleibe hier zurück und mein Mann steigt allein zum Gipfel, dem Pico de Valeta mit 3392 Meter Höhe.Er wirkt noch frisch und kann ohne mich sein Tempo anziehen.
Ich suche mir ein sonniges Plätzchen zwischen Steinen im Windschatten. Das Ausruhen tut mir gut und ich bin schon bald erholt und frisch. Nach einer Weile habe ich wieder Kraft, laufe ein paar Meter hinter den Felsen, von wo man einen Blick auf den Gipfel hat. Hier sehe ich meinen Mann und zwei weitere Wanderer auf dem Gipfel des Valeta. Und beobachte deren Marsch nach unten. Keinem Dutzend Wanderer sind wir in dieser Höhe begegnet
Für den Rückweg wählen wir den Wanderweg. Etwa 200 Meter vor dem Parkplatz auf einem Hügel mit einem Denkmal treffen wir auf viele Touristen. Es ist ein beliebter Punkt für Fotos.Ein Tipp noch, wenn man bei so wunderschönem Sonnenschein in dieser Höhe wandert, sollte man den Sonnenschutz nicht vergessen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-29 11:19:57 mit dem Titel Reiseerlebnis aus dem spanischen Norden
Auch das ist ein Teil von Spanien! Ruhe und Natur
Der Süden Spaniens ist schön, aber der Norden ist reizvoller. Wer Erholung sucht, der sollte in den Norden durchwandern und -fahren.
Nun bin ich schon zwei mal mit meiner Familie in einem Teil dieser Region gewesen. Die Landschaft ist wunderschön und abwechslungsreich. Der Südseite der Pyrenäen zieht mich immer wieder in seinen Bann. Dünn besiedelt und nur von einigen Hauptstraßen durchzogen, braucht man oft lange um diese wildromantische Gegend zu durchfahren. Fünf Jahre lagen zwischen meinem ersten und zweiten Besuch in dieser Gegend.
Ich möchte keinen umfassenden Bericht geben und auch nichts aus Büchern abschreiben, sondern meine Erlebnisse schildern.
Bei Barcelona verließen wir die Küstenregion und fuhren ins Landesinnere nach Sabadell. Sonntag Mittag war die Stadt wie ausgestorben. Es ist über Mittag zu warm, um durch die Straßen zu bummeln. Nach einem Imbiss zog es uns auch weiter hin zu den Pyrenäen. Auf der Landstraße fuhren wir ins Gebirge. Vor uns lagen die teilweise schneebedeckten Berge der Pyrenäen. Und rings herum nur hin und wieder ein Hügel, der die weite Ebene durchbricht. Auf so einem Hügel neben der Stadt Girolina finden wir dann unseren Zeltplatz. Es ist ein wunderschöner, weiträumig Platz mit kleinem Laden, Imbiss und Swimmingpool. Trotz sprachlicher Probleme werden wir freundlich aufgenommen. Nichtspanier sind hier wahrscheinlich selten. (Mit Englisch und Deutsch konnten wir hier nichts anfangen)
An Hand von kurzen Episoden möchte ich ein paar Eindrücke von diesen Spanien übermitteln.
Natur Pur
Es ist schwer über diese Gegend zu schreiben, man muss sie erleben. Es ist nichts für Menschen, die den Rummel und die Hektik suchen. Hier ist man noch in der Natur. Auch kommt es vor, das man viele Kilometer fährt und keinem begegnet.
Eine Abkürzung über die Berge
Ein erlebnisreicher Tag in Andorra liegt hinter uns. Wie verlassen diese Land und fahren nach La Seu d’ Urgell. Von hier geht weiter nach Adreall und dann wollen wir bei Organya durch die Berge nach Berga und weiter zu unserem Zeltplatz nach Girolina fahren. Doch wir biegen etwas zu zeitig links ab und kommen in eine wunderschöner fast menschenleere Gegend. Die Straße ist schmal, die Tunnel durch die Felsen sehen so aus, als ob man sie mit Hammer und Meisel in den Berg geschlagen hat. Sie sind meist nur zehn Meter lang. Oftmals verlaufen sie neben einem Abhang.
Bietet sich mal eine etwas breitere Stelle, wo man das Auto abstellen kann, dann rasten wir und genießen den Blick über die Bergwelt. Hier ist die Natur fast unberührt. Nur manchmal ist im Fels ein verlassenen Steinhaus zu sehen.
Aber auch hier hält der Fortschritt Einzug. Die Straße wird ausgebessert. Die Baustellenampel war eingeschlafen. Der Arbeiter, der das Schild entsprechen dreht, (Stop oder Vorfahrt) war wohl bei dem Sonnenschein und der Ruhe eingeschlafen. Mit Schaufel und Hacke wurde hier die Straße ausgebessert.
Drei solcher Baustellen und einem Laster sind wir auf den dreißig Kilometern bis zur nächsten Kreuzung durch die Berge begegnet, sonst niemanden.
Auch so lebt man noch in Spanien – im Berg!
Wir kamen von Segovia und waren auf den Weg in die Pyrenäen. Wir fuhren über eine weite Hochebene und sahen eine interessante Ruine vor uns. In San Esteban de Gormaz (etwas mehr als 100 km nördlich von Madrid) parkten wir unser Auto und wollten diese alten Steinreste uns ansehen.
Heute lernten wir Spanien auf eine sehr freundliche Art kennen. Schon in der Informationsstelle wurden wir sehr zuvorkommend und bedient. Hier verstand man auch Deutsch.
Um die Mittagszeit gab es nur wenige Menschen auf der Straße. Wir schlenderten entlang der Hauptstrasse zu einer alten Kirchen. Man Wir standen unweit der Mauern und suchten einen Weg um dahin zu kommen. Man muss es uns angesehen haben, denn schon kam eine Frau und zeigte uns den richtigen Weg zu den alten ehrwürdigen Gebäude.
Einige Zeit später hatten wir ein anderes Zeitzeugnis alter Zeiten im Visier. Oben auf einem Berg steht eine alte Ruine eines Castillo. Der Weg hinauf führte uns vorbei an Häusern, die in den Berg gebaut wurden. Neugierig wurden wir angeschaut. Und wir wurden sogar von einem Bewohner in seine Höhlenwohnung eingeladen. Hier gab es einen kleinen Wohnbereich und dahinter war die Tür zu seinen Heiligtum dem Weinkeller. Für uns wurde Wein frisch gezapft und man zeigte uns auch wie man hin aus dem Gefäß (sieht aus wie eine Blumengießkanne) trinkt. Natürlich mussten wir auch probieren.
Und noch ein Beispiel der Gastfreundschaft aus dieser Region. Irgendwann bekommt man nun auch Hunger. Und da ein kleines Restaurant auf dem Weg lag, kehrten wir hier ein.
Wir betraten einen kleinen dunklen angenehm frischen Raum. Hier gab es eine Bar und ein paar Tische. Einige Spanier saßen an der Bar (sah bald so aus wie eine Bar aus Kauboyfilmen). Eine Speisekarte gab es nicht. Und nachdem wir einige Minuten uns mit Händen und Füßen hatten und zu verständigen und nichts verstanden, nahm uns der Kellner mit in die Küche und wir suchten uns dort aus, was wir essen wollten.
Das waren nur einige Episoden aus dem berühmten Urlaubsland. Die meisten werden Spanien aber so nicht erleben. Sie kennen nur die wunderschönen Küsten des Landes, wo sich im Sommer, als wir dieses Land besuchten, tausende von Urlaubern drängen.
Die spanischen Pyrenäen und das Vorgebirge ist wunderschön. Hier ist man Abseits von jeglichen Trubel an den Küsten. Das Klima ist auch im Sommer zu ertragen, da es sehr hoch liegt und oftmals auch ein frischer Wind weht. Auch gibt es manch einen See, der auch den Wassersportlern viel bietet und angenehme Temperatur zum Baden hat.
Wir sind nicht das letzte Mal in diesem Teil Spaniens gewesen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-09 10:53:27 mit dem Titel Segovia – eine Fundgrube der Romantik
Ein Bild in einem Prospekt in der Reiseliteratur, die wir vor unserem Urlaub studierten, machte uns auf die Stadt Segovia aufmerksam. Und was blieb uns da weiteres übrig, als diese Stadt auf unserer Rundreise durch Spanien in letzem Jahr zu besuchen.
Die Überschrift habe ich aus einer Reiseliteratur. Ich finde dieser Satz beschreibt die Stadt sehr gut. Schon vor einigen Jahren wurde die Stadt zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Und das mit recht. Die Stadt ist voll mit Bauwerken aus alter Zeit.
Schon die Römer bauten im 1. Jahrhundert den grandiosen Aquädukt. Eine Wasserleitung, die sich über Hunderte Meter wie eine Brücke durch die Stadt zieht. Man kann unter ihr hindurchlaufen oder in Altstadtnähe fast bis nach oben gehen.
Dieses Bauwerk war, als wir dort waren sehr gut besucht. Wir hatten Schwierigkeiten einen Parkplatz zu bekommen. Der Aquädukt befindet sich am Ausgang der Stadt Richtung Pyrenäen. Wenn man einem Parkplatz in Zentrum ergattern konnte, kann man aber auch bis dahin laufen.
Die Stadt ist im Zentrum sehr eng gebaut, sieht man mal vom Marktplatz ab. Viele verwinkelte Straßen führen ins Zentrum. Es war halt nicht für Autos gebaut. Und heute schlängelt sich da schon manches größere Fahrzeug hindurch. Es heißt da Geduld haben und Zeit mitbringen, wenn man durch das Zentrum fährt. Aber ein Spaziergang lohn sich.
In Sogavia gibt es erstaunlich viele romanische Kirchen. Ich möchte nur die Sankt Martins-Kirche aus dem 12 Jahrhundert auf dem bezaubernden St. Martin-Platz erwähnen.
Wunderschön und beeindruckend ist auch die Kathedrale und der Plaza Mayor.
Überwältigend wegen ihrer Schönheit und Größe ist außerdem die mächtige Burg „Alcazar“. Sie ist schon von weitem sichtbar und wirkt wie ein Märchenschloss.
Auf dem höchsten Punkt der Stadt Segovia wurde die gotische Kathedrale erbaut. Diese sahen wir schon von weiten als wir von Richtung Avila (einer ebenfalls bezaubernden Stadt) nach Segovia fuhren.
In Segovia ist die Menge an alter römischsicher Baukunst schon fast zu viel des guten. Die Stadt ist, wie weite Teile Spaniens reich gespickt an antiker Baukunst. Aber in dem schlichten Umland von gelben und ockerfarbenen Feldern wirkt die Stadt wie eine Perle mit ihren Burgen, Kirchen, Schlössern und dem Grün der hohen Bäume, die Straßen und Parks säumen.
Leider haben wir diese Stadt nur auf der Durchreise besucht und somit nicht das belebte Nachtleben kennengelernt.
Die Stadt wird im Sommer erst gegen Abend richtig munter. Dann zieht Leben vor die vielen kleinen Kneipen und auf die Plätze. Die Bauwerke werden dann mit Scheinwerfern bestrahlt und bieten eine romantische Kulisse. Wir haben dies in Avila erlebt. Es ist eine Stimmung, die man erleben muss. Sie kann man nicht beschreiben.
Nun uns zog es nach der Stippvisite weiter durch das Land, in eine Gegend, die leider, oder auch zum Glück noch nicht so von Touristen überschwemmt ist, wie die Mittelmeerküste.
Unser nächste Stopp war vor den Toren der Pyrenäen.
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